Beiträge von Schwabe

    Na, überleg´´mal:
    Wenn Du zum TÜV/Dekra geht und sagst: "Ich habe jetzt einen anderen Zylinder drauf. Der hat zwar auch nur 50 ccm, aber zwei PS mehr. Die Höchstgeschwindigkeit hat sich aber nicht verändert. Ich will ihn eingetragen haben."
    Die werden Dir an die Stirn tippen und Dich fragen, ob Du sie verscheißern willst!
    Das sind doch keine Deppen, sondern Leute, die für diesen Job ausgebildet wurden.


    2 PS mehr bei ansonsten gleichen Umständen bedeutet nach Adam Riese auch mehr Höchstgeschwindkeit.
    Um mit 2 PS mehr auf die gleiche Höchstgeschwindigkeit zu kommen, muß also etwas verändert werden (z.B. die Sekundärübersetzung); und das muß selbstverständlich dann auch eingetragen werden, - so daß es bei der Kontrolle der Papiere z.B. durch die Polizei auch überprüft werden kann (denn das Verändern durch z.B. Rückbau der Drossel hat dann ein Erlöschen der Betriebserlaubnis zu Folge, was bei mehr Höchstgeschwindigkeit dann auch eine Straftat des Fahrens ohne Fahrerlaubnis sein kann).


    Düsen verändern ist Quatsch, weil so etwas das Abgasverhalten verändert. Da wäre dann eine teure Abgasuntersuchung fällig; und wenn die Werte zu höch wären, könnte es auch nicht eingetragen werden.


    ___________________________________________________

    Da die West-Behörden und auch West-TÜV/Dekra die Modalitäten für die "DDR"-Höchstgeschwindigkeitseintragung (die am Ende eine viel höhere Geschwindigkeit legal macht) nicht kennen, werden sie lediglich nach ihren eigenen gehen, d.h. 10 % Toleranz auf die in den Papieren eingetragene Höchstgeschwindigkeit, d.h. 66 km/h.
    Wenn Du also diesen Zylinder (weshalb?) eintragen lassen wollen würdest, dann nur mit gleichzeitigen "Drosselungsmaßnahmen" (z.B. Sekundärübersetzung), damit das Ding bei einer Probefahrt nicht auf mehr als 66 km/h kommt, die Eintragung 60 bei der Höchstgeschwindigkeit also bestehen bleiben kann.
    Also völlig sinnlos.


    Eine höhere Geschwindigkeitseintragung als die 60 mit Versicherungsschild geht aber nicht, weil - wie ja schon geschrieben wurde - die 60 schon eine absolute Ausnahmeregelung sind (normal sind heute 45).
    Würden nur 61 km/h eingetragen werden, wäre das schon ein "Leichtkraftrad", womit Du regelmäßig zum TÜV müßtest, ein großes Kennzeichen anbauen und einen größeren Führerschein haben (heute ist das egal wieviel Hubraum, eben bis 125 ccm; in den ´70er-Jahren waren das halt nur 50).


    _____________________________________________________

    da das gutachten ja vom TÜV kommt und die zulassungsstelle nur ihren willi runtermache.


    Das ist eine Einzelgenehmigung (habe ich mir für meinen Hühnerschreck, für den es nie eine Betriebserlaubnis gab, auch machen lassen).
    Die Daten dieses Fahrzeugs sind in Rechner eingegeben, sowohl beim TÜV als auch beim Amt.
    Wenn Du eine Kopie hast, muß anhand der Daten auf der Kopie in den Rechnern nachvollzogen werden können, daß diese Einzelgenehmigung ausgestellt wurde, dieses Fahrzeug also genau so existiert wie auf dem Zettel beschrieben. Und damit kann man dann auch eine neue ausstellen, was zwar Arbeit macht und deshalb kostet (z.B. nochmals die 10,50 Euro Bearbeitungsgebühr beim Amt, und auch der TÜV wird nochmals Geld wollen; aber da das Vollgutachten ja bereits gemacht ist und im Rechner vermerkt, ist da auch nur eine Bearbeitungsgebühr für einen neuen Ausdruck mit Stempel und Unterschrift fällig), aber die ganze Prozedur nicht nochmals erfordert.
    Die hatten wohl einfach keine Lust, Dir Deine Frage bindend zu beantworten (weil sie sich dazu hätten erst zeitaufwendig schlau machen müssen), und haben Dir den Bären aufgebunden, Du müßtest das ganze Vollgutachten bei Verlust des Papiers neu machen.


    _________________________________________________

    Das KBA darf diese Auszüge nur für "DDR"-Fahrzeuge verschicken, die der damals ausgestellten und ihr hinterlegten, extremst umfangreichen Betriebserlaubnis auch entsprechen.
    Und da an der Schwalbe in Deutschland schon immer Blinker und Hupe waren, müssen diese auch dran sein. Nur dann entspricht sie der Betriebserlaubnis; und nur wenn es dieser entspricht, kann/darf das KBA Dir einen entsprechenden Auszug schicken.


    Alles andere sind Änderungen, die von der Betriebserlaubnis abweichen, woraufhin diese erlischt. Wieder hergestellt kann sie dann nur durch eine Eintragung werden. Und mit einer solchen hat das KBA nichts zu tun; das ist Sache des örtlichen TÜV/Dekra und der örtlichen Zulassungsbehörde.


    Wenn Deine Schwalbe serienmäßig keine Blinker und keine Hupe (und wohl auch keine Soziusrasten) hat, ist sie ein Exportmodell (z.B. aus Ungarn). Dafür dürfte das KBA überhaupt keine Papiere ausstellen, weil das nur für Fahrzeuge zuständig ist, die in der ehemaligen "DDR" bis Ende Februar 1992 zum ersten Mal in Verkehr gekommen sind, nicht in einem anderen Land.
    Rein rechtlich müßtest Du für eine Ungarn-Schwalbe eine komplizierte sauteure Vollgutachten-Prozedur beim örtlichen TÜV/Dekra und Amt machen, um sie in der brd fahren zu dürfen, - und dann auch nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 oder noch weniger!
    Von daher lieber Schnauze halten, Blinker, Batterie, Hupe und Soziusrasten nachrüsten und "blauäugig" beim KBA 60er-Papiere beantragen ...


    ______________________________________________________

    Es gibt im Internet schon viele Erfahrungsberichte. Aber alle sind sich am Ende immer einig, daß auf nasser Straße nichts an den BT45 herankommt.



    ein unglaubliches bodenrillensuchgerät. bei nässe komme ich vom kopf her viel eher an die grenzen, als der reifen

    Guck Dir ´mal den Vorderreifen genau an bzw. befühle das Profil; vielleicht ist das optisch unmerklich ungleichmäßig abgefahren ("Sägezahn").



    Den Conti Go! habe ich ja auf der Schwalbe, weil es für die keinen BT45 gibt.


    ______________________________________________

    sind immer die bt45 die besten reifen.

    Vor allem dann, wenn man auch bei Regen fahren und sich dabei auch in Kurven legen will ohne dabei wegrutschen zu wollen.
    Andere Reifen sind bei trockenen Straßen auch sehr gut. Auf nassen Straßen ist aber bis jetzt wohl kaum etwas besseres als der BT45 getestet worden.


    ________________________________________________________

    Motorrad und Motorrad sind schon gewaltige Unterschiede, wie ja auch schon festgestellt wurde.
    Die wichtigsten Unterschiede sind Leistung (Unterhaltskosten ...), Gewicht und Wendigkeit/Leichtigkeit.


    Mit einem sehr leistungsstarken Motorrad ist man zwar sehr schnell (auch in der Beschleunigung), aber oft nicht sehr wendig, das Ding ist sauschwer und kostet eine Menge an Versicherung (und mit viel Hubraum auch noch viel Steuern).


    Ich kann verstehen, wenn junge Leute beschleunigungs- und höchstgeschwindigkeitsmäßig auch ´mal die Sau ´rauslassen wollen; das war bei mir früher genauso. Da ist ein kleines Moped kein Vergleich zu einem großen Motorrad.


    Im Alter aber muß das nicht mehr sein. Da reicht es, wenn man normal von A nach B kommt und trotzdem Freude hat.


    Ich fahre eine alte SR500 (Einzylinder Viertakter ohne Ausgleichswelle, ohne E-Starter und sonstigen modernen Blödsinn mit Ausnahme der serienmäßigen E-Zündung) und bin vollauf zufrieden.
    Hat bis auf die Ventile sehr viel mit einem kleinen Moped gemein, d.h. ist (vergleichsweise) nicht schwer, sehr wendig, macht Krach, vibriert und hat nur einen Zylinder, Vergaser, Krümmer, Auspuff. Man kann wie bei einer Simson fast alles selbst schrauben, was eine Menge Freude bereitet (Erfolgserlebnisse, wenn hinterher wieder alles funktioniert), es gibt (da früher Massenverkehrsmittel) eine große und wie hier sehr hilfsreiche "Internetgemeinde", viele Treffen usw.
    Das Ding ist halt im Vergleich zu einem großen Motorrad sehr "lahm", - aber mit dem zehnfachen an Hubraum doch etwas "flotter" als eine Simson, und ist vergleichsweise sehr günstig im Unterhalt.


    Meine Schwalbe habe ich mir nur gekauft, weil ich mit der SR auf nasser Straße immer bis zu Knien eingesaut wurde; und so wurde ich nebenbei zum Simsonfahrer (habe inzwischen auch noch einen Hühnerschreck auf Simsonfahrrad-Basis, der umgekehrt noch viel, viel weniger Leistung hat - und trotzdem sehr viel Freude bereitet!!!).


    _________________________________________________

    Die ersten Fragen können am Alex beantwortet werden.
    Die letzte sicher nicht. Dafür ist Berlin viel zu groß, und gibt massenhaft Schwalben, von denen ja nicht alle auf der Straße sind (sondern viele in Schuppen, Garagen, Kellern usw. noch herumdümpeln).
    Selbst die auf der Straße werden kaum zu zählen sein.
    Schwalben sind ja nicht zulassungspflichtig; von daher gibt es auch keine amtliche Statistik darüber.


    _________________________________________________________

    Opa sagt immer wir konnten wenigstens mopeds bauen, guck dir mal die Westluftpumpen an... die dürfen nicht mal 60 Fahren

    Dürfen ja, können ist etwas anderes (was Dein Opa offenbar nicht wußte).
    Zu der Zeit, als in der Zone die jungen Leute mit 15 Jahren 60 fahren durften, durfte man im Westen mit 15 Jahren nur 25 fahren. Mit 16, als man in der Zone schon ein kleines Motorrad fahren durfte, gab es im Westen dann die finanziell geregelte Auswahl: Entweder mit Versicherungsschild nur 40 oder mit großem Schild (was ein halbes Vermögen an Versicherung kostete und sich nur die Betuchteren leisten konnten) und dennoch nur 50 ccm unbegrenzte Geschwindigkeit. Wer also Geld oder einen spendablen Verwandten mit Geld hatte, durfte im Westen weit mehr als 60 fahren. Und die Mopeds mit den großen Schildern hatten nicht 70 (wie in der Zone), sondern nur 50 ccm, die in den Papieren angegebene "Höchstgeschwindigkeit" von 85 war aber nicht bindend, sondern nur ein Richtwert, sodaß es keine führerscheintechnische Frage war, damit auch 110 zu fahren ... (wer mit wenig Geld auf die Gesetze geschissen hat, ist illegal eben auch mit Versicherungsschild so schnell gefahren, - manchmal auch schon mit 15 ...).
    Technisch waren die sauteuren starken Mopeds im Westen denen in der Zone bei weitem überlegen (schon in den ´60er-Jahren verchromte, dann nikasilbeschichtete Zylinderlauffläche); Dein Opa war einfach unwissend.
    In den ´80er-Jahren wurde dann im Sicherheitswahn gesetzlich alles abgewürgt, und die Mopedindustrie ging ein.


    ______________________________________________________________