Beiträge von Schwabe

    Ja, ich habe einen nach unten abgeknickten Silikonschlauch am Überlauf (weshalb auf meinem Motor immer alles trocken ist ... ; der originale 16N1-12 Vergaser hatte übrigens gar keinen Schlauchanschluß, sondern da war als Überlauf nur ein Loch ...). Der ist aber auch schon seit Jahren dran, ist schräg nach hinten angebracht windgeschützt unter dem Schwalbentunnel und hatte nie Probleme bereitet.


    Wenn ich durch Absprühen mit Bremsenreiniger keine Falschluft finden kann, ist es natürlich blöd, wenn trotzdem eine da wäre.
    Wie ich schon schrieb: Auf Ausprobieren zur Behebung des "Problems" habe ich gerade keinen Bock, weil die Schwalbe auch mit dem "Problem" momentan gut fährt, da ich damit umgehen kann. Ich bin einfach nur neugierig, an was es theoretisch liegen kann, daß diese momentanen Phänomene auftreten.


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    Um nochmal auf den Falschluftansatz zurückzukommen. Ist dir vielleicht unbemerkt die Gummimuffe zwischen Vergaser und Luftberuhigungskasten eingerissen, weil sie porös war und die Bewegungen bei der (De-)Montage nicht verkraftet hat?
    Kann ja unten dran sein, sodass du es nicht siehst.

    Im Gegenteil. Ich habe da unten seit ich den Vergaser vor bestimmt über fünf Jahren montiert habe, ein großes zusätzliches Loch im Gummi, in dem ein vergitterter Schaumgummieinsatz steckt. Da kriegt der 19er-Vergaser ein Bißchen mehr Luft, ohne daß es unerträglich laut ist.
    Falschluft ist das nicht. Das fuhr alle die Jahre bestens.


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    Wenn man aber gleich ein Schwimmernadelventil mit 20er-Einlaßdüse nimmt (ist bei manchen Anbietern teurer, weil als "Tuning" angeboten; tatsächlich ist es einfach nur für einen MZ-Vergaser), muß man diese nicht wechseln, und der Stift ist insgeamt um einiges kürzer als bei Simson, also noch kürzer als wenn man bei einem Simson-Stift das kleine Federstiftchen oben abfeilen würde.


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    Doch; außer der gewaltigen Kante am Dichtkegel war außerdem auch das Ende, das per Feder ein wenig eingedrückt werden kann, fast ganz abgeschliffen.
    Durch diese beiden Verschleiße mußte ich nach Einbau eines neuen Ventils ja erst den Schwimmerstand völlig neu eingestellen und danach dann auch noch die Luftschraube komplett neu, damit die Schwalbe jetzt überhaupt erst´mal wieder fährt.


    Der Längenunterschied der Stifte resultiert daraus, daß ein Schwimmernadelventil mit 20er-Einlaßdüse eigentich für einen MZ-Vergaser ist. Da ist der Stift kürzer. Die originalen Simson-Schwimmernadelventile mit 15er-Einlaßdüse haben einen längeren Stift.
    Man kann den Unterschied durch Biegen der Zunge am Schwimmer ausgleichen, was ja bei mir die letzten ca. fünf Jahre auch prima geklappt hatte.
    Das Ventil, das ich jetzt hier als Ersatz liegen habe, war ein Simson-Nachbauventil, bei dem ich die Einlaßdüse gewechselt habe (ein riesiger Akt, weil es frecherweise mit hochfester Schraubensicherung eingeklebt war ...). Es hat also den langen Stift. Das Ventil, das ich eingebaut habe, hat (wie das verschlissene) den kurzen Stift.
    Einfach ´mal kurz wechseln kann ich also nicht. Ich müßte dann alles wieder völlig neu einstellen.


    Ich hatte ja nach theoretischen Antworten gefragt. "Zu mager" aufgrund von "Spritmangel" oder "Falschluft" waren ja schon zwei Antworten, über die man nachdenken kann bzw. das auch praktisch überprüfen (Kerzenbild, Absprühen möglicher Falschluftstellen mit Bremsenreiniger).
    Mit der Antwort "Schwimmernadelventil" kann ich nichts anfangen, weil sie keine theoretische detaillierte Erklärung für die beschriebenen Phänömene liefert. Wie ich schon geschrieben habe: praktisch ausprobieren, um das "Problem" zu beseitigen, wenn ich das will, kann ich selbst. Mir geht es hier um die Theorie.


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    Ich hatte ja geschrieben, daß nicht nur vor Auswechslung, sondern auch vor Abnutzung, also als alles noch bestens war.


    Die Simmerringe hatte ich vor bestimmt über fünf Jahren ´mal gewechselt. Da hatte sich nichts geändert.
    Aber ich kann ja ´mal mit dem Bremsenreiniger testen.
    Danke auf Dir für den Tipp mit Falschluft an dieser Stelle.


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    Es ist eine 20er-Einlaßdüse (wie zuvor auch). Den Schwimmerstand habe ich korrekt eingestellt (d.h. so, wie er vor dem Verschleiß des Schwimmernadelventils auch war).
    Was Falschluft angeht, könnte ich vielleicht ´mal mit dem Bremsenreiniger sprühen. Aber eigentlich bin ich mir sicher, daß ich alles wieder korrekt montiert habe (Flansch, Geräuschdämpfungszwischenstück zum Luftberuhigungskasten).


    Da vor der "Änderung", die ja nur das Schwimmernadelventil betraf, vor dessen Abnutzung alles bestens war, könnte ich es natürlich mit einem anderen versuchen, das ich hier liegen habe. Aber da dieses einen viel längeren Stift hat, müßte ich auch wieder den Schwimmerstand völlig neu einstellen. Und dann natürlich auch wieder die Luftschraube und wohl auch das Standgas. Also genau der Ausprobierstreß, den ich mir eigentlich nicht antun will.


    Aber danke trotzdem für die Tipp, daß es an Spritmangel liegen könnte. Das ist zumindest ´mal eine theoretische Ausgangsbasis.
    Überdies kam es mir so vor, daß die Schwalbe immer enorm viel Sprit verbraucht hatte (habe das nie gemessen). Wenn sie jetzt mit "Spritmangel" weniger verbrauchen sollte, kann mir das ja nur recht sein. Und da ich i.d.R. nicht rase, muß ich mir auch keine Sorgen wegen evtl. Loch im Kolben machen. Aber ich kann mir bei Gelegenheit ja ´mal die Zündkerze anschauen, die vorher immer beste Farbe hatte. Wenn sie jetzt weiß ist, dann würde Dein Verdacht bestätigt sein.


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    Eigentlich ist für meine theoretische Frage der Vergasertyp egal.
    Aber weil sich vielleicht einige daran hochziehen wollen, hier der kurze Hinweis:
    Es ist ein völlig umgeänderter BVF 16N1. Die Basis ist ein 8er oder 5er, in welchen die Innereien eines 12er gemacht wurde. Er ist auf 19 mm ausgedreht und hinten konisch gemacht.
    Unerheblich deshalb, weil er so die letzten fünf oder sechs Jahre einwandfrei gelaufen ist. Eine niedrige Leerlaufdrehzahl wie ein Uhrwerk.


    Seit einiger Zeit hat das immer mehr gesponnen. Schließlich war es so, daß ich das Gas an der Ampel nicht mehr bis zum Leerlaufdrehzahl herunterdrehen konnte. Wenn ich das gemacht habe, hat der Motor zwar wunderbar wie immer im Leerlauf niedrig getuckert; aber wenn ich dann wieder losfahren wollte, ist er sofort abgesoffen und mit dem Kicker nicht anzubekommen, sondern ich mußte dann immer eine ganze Weile mit geöffnetem Gas schieben, bis er wieder anging.
    Irgendwann habe ich dann wohl ´mal vergessen, den Benzinhahn zuzumachen; und so ist mir dann eine volle Tankfüllung in den Garten gelaufen (ich benutze die Schwalbe nur, wenn Wasser auf der Straße ist oder zu erwarten; ansonsten fahre ich mit dem Hühnerschreck oder dem großen Moped).
    Also Fehler erkannt: Schwimmernadelventil.


    Ausgebaut. Im Keil eine gewaltige Kante (daher die Undichtigkeit), und das kleine Stiftchen mit der Feder auch fast ganz abgeschliffen (das kann in der Zeit seit 1981 schon ´mal passieren ...).
    Also ein neues eingebaut.


    Da stimmte dann natürlich der Schwimmerstand hinten und vorne nicht mehr.
    Ich mußte ihn vollständig neu einstellen.


    Aber als ich dann die Schwalbe starten wollte, ging gar nichts mehr.
    Nur nach langem Schieben konnte ich den Motor kurz starten. Fahren ging nicht mehr.


    Ich mußte dann den Vergaser an der Luftschraube völlig neu einstellen.
    Jeder weiß, was das für eine langwierige Angelegenheit ist, da beim BVF diese Luftschraube leider eine gewaltige Auswirkung auf die Endgeschwindigkeit hat.


    Am Ende bekam ich das Ding wieder zum fahren.
    Allerdings mußte ich bei warmem Motor die Leerlaufschraube extrem weit eindrehen (d.h. den Schieber im Leerlauf gewaltig hoch machen), damit er nicht ausgeht.


    Perfekt eingestellt ist es leider immer noch nicht (das geht es ja irgendwie um hundertstel Umdrehung an der Luftschraube oder so); aber ich kann jetzt wenigstens wieder 65 fahren (mehr fahre ich i.d.R. in der Stadt sowieso nicht), während der Motor vorher manchmal fast 80 gefahren ist (mit anderem Auspuff und Luftfilter könnte der von Mühli auf 60/4 gearbeitete "DDR"-Zylinder bestimmt auch über 90 bringen; aber das brauche ich nicht).


    Das "Problem", worauf sich meine Frage bezieht, ist folgendes:
    Wenn der Motor kalt ist und ich ihn anmache, habe ich (wegen des an der Leerlaufschraube extrem hoch eingestellten Schiebers) ein wahnsinnig hohes Standgas.
    Fahre ich los, fährt sich das prima. Ich muß aber, um an den Ampeln wieder ein normales Standgas zu haben, erst einmal die "Motorbremse" betätigen, d.h. vom Gas gehen, während die Schwalbe fährt. Dann geht das Standgas auf normal herunter. Würde ich nur die Kupplung ziehen und dann vom Gas gehen, wäre das Standgas wieder enorm hoch.
    Ähnlich ist es, wenn ich schnell gefahren bin, d.h. mit hohen Drehzahlen. Auch dann muß ich erst die "Motorbremse" betätigen, damit sich die Drehzahl wieder normalisiert. Würde ich nur die Kupplung ziehen und vom Gas gehen, bliebe eine extremst hohe Drehzahl.

    Klar, die erste theoretische Überlegung ist natürlich: der Schieber klemmt. - Aber das ist nicht der Fall! Der Schieber (ein MZA-Nachbauding, das inzwischen natürlich nicht mehr im Neuzustand ist ...) bewegt sich prima. Ich kann also normal Gas geben, und wenn ich Gas wegnehme, hängt da nichts.


    Es muß also an irgend etwas anderem liegen, das ich nicht weiß.
    Daher hier meine theoretische Frage an die Vergaserspezialisten: An was kann das liegen?


    Nochmals: Ich will hier keine Ausprobiertipps zur Lösung des Problems; denn ich kann mit dem "Problem" prima umgehen, d.h. so fahren wie es gerade ist, muß es also nicht unbedingt lösen. Und alles mögliche Ausprobieren könnte ich selbst auch ohne hier zu fragen.
    Das ist hier also kein Problemlösungsfred, sondern ein Fred mit einer rein theoretischen Frage. Wenn diese theoretisch korrekt beantwortet ist, kann ich auch (OHNE Ausprobierstreß) mit der entsprechend theoretischen Lösung das "Problem" ruckzuck lösen, wenn mir dann irgendwann danach sein sollte.


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    Meine Freundin mag die BMW mehr (steht nicht auf Oldtimer).
    Was würdet ihr machen?

    Ich würde mir eine andere Freundin zulegen (zumindest aber eine, die keine Oldtimer, dafür neumodische BMW mag, in die Wüste schicken; dann kann man auch alleine auf der AWO fahren).


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    die jetztige versicherung bei der allianz, hat sich ganz schön zickig gehabt, nen duplikatsversicherungszeichen für den hänger rauszugeben, mußte erst mit paragraphen und gesetzestexten kommen, bis ich dann eins hatte.

    Als ich noch bei der Allianz war, ging das problemlos; war nun eine ziemlich bürokratische Angelegenheit, weil ja erst noch das bestehende Schild aus der Verwaltung mußte. Im nächsten Jahr habe ich einfach gleich von vorneherein ein Doppelschild bestellt. So ging das unbürokratisch. Leider hat meine jetzige Versicherung keine Doppelschilder.


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