Gut das du nochmal nachfragst, hab nämlich Mist geschrieben, komm selbst schon ganz durcheinander :smile:
Der Begriff \"Brennweite\" hat nämlich in meinem Vorhergehenden Beitrag nix zu suchen.
Um das zu erklären, muß ich mal nen Umweg über Spiegelreflex-Kleinbildkameras machen, lässt sich bei den Dingern besser verdeutlichen.
Bei Kleinbild (und nur da) entspricht eine Brennweite (wird mit f bezeichnet und steht auf jedem Objektiv) von 50mm einen Normalobjektiv. Das heißt nix wir rangeholt, vergrößert oder verkleinert. f>50mm wäre dann ein Teleobjektiv, f<50mm ein Weitwinkel.
Das waren jetzt erstmal Objektive mit fester Brennweite, Zoom ist nix anderes als ein Objektiv mit variabler Brennweite, zB f=28-200mm.
Vorteil von so nem Zoom, man braucht nicht dauernd Objektive zu wechseln und das zoomen geht halt Stufenlos, aber gibt auch einen Nachteil: Die Lichtstärke von einem Objektiv gibt an, wieviel von dem Licht was vorne reingeht, bei maximal geöffneter Blende hinten wieder rauskommt. Je weiter die Brennweite vom Normalen, also f=50mm entfernt ist, umso weniger Licht kommt durch. Ich hab beispielsweise 2 qualitativ vergleichbare Objektive, das 50mm hat ne Lichstärke von 1:1,7, das 200er 1:3,3. Die Zahl hinter dem 1: gibt dann auch die jeweils kleinste Blendenzahl an. Je kleiner, desto Lichtstärker, umso besser und auch teurer. Bei Zoomobjektiven gibt die größte Brennweite die Lichtstärke des ganzen Objektivs vor, egal auf welche Brennweite wir die nu drehen, drücken oder schieben.
Bei Digitalkameras ist jetzt die Normalbrennweite nicht festgelegt sondern Kameraabhängig. Stünde da jetzt ein Zoombereich drauf, nützt das erstmal garnix weil die Bezugsgröße fehlt.
Um nicht zig Zahlen draufdrucken zu müssen (und damit den Verbraucher zu überfordern), haben sie einfach den ganzen Brennweitenkram weggelassen und nur x-fach zoom draufgeschrieben
Bei digitalen Spiegelreflexkameras hat man sich auf normal f=35mm geeinigt (glaub ich, nagel mich nich drauf fest) und die Objektive haben auch wieder alle Zahlen. Auch die Lichtstärke.
Jetzt noch ein paar Effekte:
Teleobjektive (oder mittels Zoom nah rangeholt) schieben alles zusammen. Das heißt wenn du deine Freundin vor nem Haus fotografierst, sieht man wenn mans mit nem normalobjektiv knipst das das Haus 10 Meter Hinter deiner Freundin steht. Gehst du huntert meter weg und nimmst ein entsprechendes Tele, ist der Abstand Freundin/Haus scheinbar 0 Meter und das Auto, was eigentlich ganz woanders war, ist auch noch auf der gleichen Ebene.
Weitwinkel hingegen machen alles rund (darum heißen auch extreme Weitwinkel \"Fisheye\")
Merke: Niemals deine Freundin mit nem Weitwinkel fotografieren, die sieht dann nämlich dicker aus und das gibt Mecker!
So, was is nu diese Portrait Einstellung?
Nun, man hat ja bei guten Lichverhältnissen verschiedene Möglichkeiten das Bild richtig zu Belichten, egal ob nu auf Film oder Sensor. Je weiter man die Blende öffnet, umso mehr Licht kommt rein, umso kürzer muß man belichten und umgekehrt. So ne automatik nimmt immer irgendeine mittlere Einstellung. Günstige Kameras haben oft garkeine Blendenfunktion. Dann hast du verloren, musst die Bilder halt so nehmen wie sie aus der Kamera kommen. Der Knipser kann nur die Belichtungszeit regeln um richtig zu belichten. Etwas bessere Kameras haben dann so Programme, die machen nix anderes als ne Blende zu verschieben. Zb Portrait = Blende weiter auf damit der Hintergrund etwas unscharf wird, Ladschaft = mittlerer Wert und Makro = Blende weiter zu um einen möglichst großen Bereich scharf abzubilden.
Fällt mir grad nochwas ein:
Die Blende ist keine Erfindung der Kamerakonstukteure!
Was macht man, wenn man was besser erkennen will das weit weg ist? Die meißten kneifen die Augen leicht zusammen. Geschlossenere Blende = größerer Bereich der scharf abgebildet wird. Funktioniert natürlich nur bedingt, liegt daran das das Auge schon die beste Blende hat die es gibt - und auchnoch voll automatisch. Das Augen zukneifen ist nur der Versuch, das letzte rauszuholen 
Chrom