Beiträge von moppedchemiker

    Moin,


    das hört sich nach einer total verstellten Schaltung an.
    Besorg Dir so ein Einstellwerkzeug (kleines Rohr mit zwei gegenüberliegenden Zähnen an einer Seite) und stell\' die SChaltung ein, wie so oft im Forum beschrieben.
    Ist das getan, stell sicher, dass die Mutter, die das Teil arretiert aucvh gut festsitzt.
    Mir ist das mal passiert, nachdem ich den Motor zur Überholung hatte. Da hat sich Die Mutter einfach gelöst und dann stand ich da mitten in der Stadt und konnte nicht mehr fahren. Motor lief zwar, aber erst wollte der 4. nicht mehr, dann der 3. und dann ging kein Gang mehr rein.


    Also, frohes Schaffen wünscht



    der moppedchemiker

    Hi Chris,


    800 ml sind tatsächlich fast doppelt so viel Öl wie benötigt. Solltest Du eine M541er Motor haben (davon gehe ich aus, sonst hätte Dir jemand was verbasteltes verkauft), gehören da ziemlich genau 450 ml rein.


    Dieses Zuviel läuft tatsächlich irgendwo raus. Wo genau kann ich nicht sagen, aber der Vorschlag von poly schient mir recht annehmbar. Auf der linken Seite des Motors hast Du im Kupplungsdeckel mittig eine schwarze Plastikschraube, die zum Ölstand kontrollieren und zum Einstellen der Kupplung gedacht ist. Öffne diese und stell vorher eine Schüsel oder sowas unter die Mühle. Rechts neben dieser Schraube, am Rand des Motordeckels ist eine Ölstandmarkierung angebracht, bis zu welches das Öl eigentlich stehen sollte. 50 bis 100 ml mehr als angegeben schaden aber auch nicht.
    Danach sollte sie ohne zu ölen wieder laufen.
    Bei allen Arbeiten am Motor sollten abgebaute Dichtungen (insbesondere die Papierdichtungen) ersetzt werden. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du nicht irgendwelche Probleme mit dieser (viereckig, oder?) Abdeckdichtung bekommst.


    Gruß,


    moppedchemiker

    Hi Chris,


    dass sich Gemisch unterm Vergaser sammelt ist fast schon normal. Sowas passiert, wenn Gemisch ausm Vergaser austritt. Das ist immer dann der Fall, wenn die Mühle zu schief steht oder das Schwimmernadelventil, welches zum Tank schließt sobald der richtige Benzistand erreicht ist, nicht richtig zu macht. Da ist nämlich ein Überlauf seitlich - rechts, wenn Du draufsitzt.
    Bevor man den rechten Deckel entfernt, sollte man auf jeden Fall den Kupplungszug aushängen (mittig, der Bowdenzug, der zum Hebel führt; nur die Hülle aus der Halterung ziehen) und die Tachowelle abschrauben (das ist das linke Teil, welches mit einer meist schwarzen Plastikmutter auf so einen Schniepel geschraubt ist. Wenn das erledigt ist, kann man bedenkenlos den Deckel abmontieren.
    NICHT VORHER!
    OK, wenns hinterm Kettenritzel tropft, muß halt der Simmerring getauscht werden. Wie gesagt, tuts aber auch nicht weh, wenn man dann wenigstens den hinterm Polrad gleich mit macht.
    So viel Öl sollte da tatsächlich nicht rauslecken.
    Tja, Gefahr schnell erkannt, würde ich sagen. Die Papierdichtung befindet sich beim linken Deckel, hinter dem sich wie gesagt die Kupplung und der Primärtrieb im Ölbad befindet.
    es wäre schön, wenn Du noch posten könntest, ob die Sache damit aus der Welt ist, oder ob da noch mehr beisammen kommt. Denn auch wenn Jürgens Beitrag nicht gerade Problemorientiert war, so hat er Recht, wenn er meint, dass sich die Mühlen von Leuten, die man nicht kennt, oft mal als arbeitsintensiv erweisen. Aber wenn sie dann läuft, die gute, denn ist der Spaß groß..... .


    In dem Sinne: Gruß,


    moppedchemiker

    Hi Chris,


    die .002er sind es. Die doppellippigen halten angeblich länger. Bei einem Euro Mehraufwand ist das auch zu verkraften, wenn dem nicht so sein sollte.
    Heißt das, dass Du das Gerät also selbst repairieren willst? Löblich, löblich!
    Wenn allerdings so viel Öl unter dem Roller liegt, dann ist wohl noch ein wenig mehr als nur die Simmerringe hin. Bestell Dir gleich einen Satz Motordichtungen (diese Teile aus Papier, die zwischen die Gehäuseteile kommen). Wenn\'s denn reines Öl ist, fällt eigentlich Kurbelwellensimmerringe aus, aber es schadet auch nicht, selbige gleich mitzuwechseln.
    Versuche erstmal herauszufinden, wo das Öl tatsächlich austritt. Wahscheinlich eher aus der linken Hälfte.
    Egal wie, Tauschen der Simmerringe (sämtliche!) und Erneuern der Papierdichtung der linken Gehäusehälfte (wo die Kupplung druntersitzt) sollte schonmal reichen. Wenn nicht, gibts ernsthaftere Probleme - glaub\' ich aber nicht dran.


    Also, nur Mut und frisch ans Werk (OK, dauert immer ienwenig, bis die Teile da sind. Bei Nobbi (Taubert) etwa vier Tage.


    Gruß,


    der moppedchemiker

    Hi allerseits!
    Dass so ein Problem zu so einem heißen Eisen werde kann, ist ja echt erstaunlich. Aber egal, persönliches Beiseite!


    Meine Erfahrung sagt mir: Wenn der Motor nicht auf Einstellungen seitens der Umluftschraube (das meinst Du doch mit CO-Schraube, oder?) oder der Gemischschraube reagiert, zieht er irgendwo falsche Luft. Das erklärt auch, dass sie nicht anspringen will und nicht zuletzt das miese Verhalten im Lastbereich (3.und4. Gang).
    Falschluft kommt halt überall rein, wo\'s Dichtungen gibt. Das häufigste sind Simmerringe und Vergaserflanschdichtung. Mein Tip für letzteres: Nur die Hitzebarriere nehmen (das ist das meist rote Plastikdingen) und mit Dichtpaste aus\'m Kfz-Zubehör gegen die Metallteile dichten. Das hält dicht, versprochen.
    Außerdem ist nicht auszuschließen, dass Dir die Werkstattdeppen entweder alte Simmerringe reingenudelt haben, oder selbige beim Einbau gelitten haben.
    Stell einfach den Originalzustand der Mühle wieder her und sie wird wieder laufen. Also keine Murksereien mit dem Vergaser/Ansaugdämpfer/Auspuff (wobei man alle hin und wieder sauber machen sollte).


    Gruß,


    der moppedchemiker

    Jaja, Chris, keine Ursache, wenn ich Zeit habe und online bin, mach ich das gern.
    Kurzstrecken sind für die Dinger eigentlich eher tödlich: meine Erfahrung. Aber wirklich daran liegen kanns eigentlich nicht, denn die Simmerringe funktionieren natürlich nur mit Öl. Gummi auf Stahl hat doch eine ernorme Reibung.
    Je nachdem, wo die Flüsssigkeit herkommt, kanns schon sein, dass beim Fahren mehr austritt. Wenn im Stand tatsächlich was ausläuft (nicht nur \"Resttropfen\"), dann ist eine der Motordichtungen hin. Das sind Papierdichtungen, die zwischen die Ölführenden Motorgehäuseteile kommen. Dazu fällt mir ein. Wenn Du die linken Simmerringe wechseln willst, solltes Du auch gleich einen Satz neue Motordichtungen kaufen. Denn der linke Motordeckel ist, da dorthinter die Kupplung (im Ölbad) liegt, gedichtet.
    Irgendwann ist das mit dem Schrauben immer das erste Mal. Besser Du lernst es am Anfang als irgenwann wenn keiner für Dich da ist (auf der Fahrt zum Simson-Treffen?).
    Es schadet aber natürlich nicht, wenn man jemanden kennt, der einem beim Basteln hilft. Aber machen solltest Du\'s schon selbst, dann kriegst Du ein Gefühl für die bemerkenswert einfache Konstruktion dieser Kisten.
    Die Zündung einstellen bedeutet (entgegen anderslautenden Meinungen), den Unterbrecher nachzustellen. Die Grundplatte ist eigentlich quasi mit dem Motor und dem Polrad verheiratet (die Abrißmarkierungen, von denen ich gesprochen habe). Genau diese Einstellung nach Abrißmarkierung garantiert einen optimalen Zündfunken, da der induzierte Strom im Moment der Zündung von der Stellung der Grundplatte zum Polrad abhängt (Physik 10. Klasse). Den Unterbrecher muß man nur nachstellen, wenn er getauscht wurde oder nach etlichen Tausend Kilometern Laufleistung nachläßt (Kontaktmaterialschwund).
    Außerdem ist das Einstellen nach OT nur sinnvoll, wenn man tatsächlich eine passende Messuhr hat. Die sind in der Regel teuer und nutzen inem halt nur, wenn man eine neue Grundplatte einbaut und/oder einen neuen Unterbrecher montiert hat.
    Viel Glück bei der Suche nach einem Bastellehrer!
    Ansonsten einfach weiter posten.


    Gruß,


    moppedchemiker

    Also, wenn Du die Mühle außerhalb Ebay gekauft hast, und auch keinen Kaufvertrag hast, bist Du auf den goodwill des Vorbesitzers angewiesen, wenn Du das Teil zurückgeben willst.
    Allerdings steht er besser da, da das mit den Simmerringen nicht vorhersehbar ist. bei mir ist das auch ohne jedwede Vorwarnung passiert.
    Es gibt zwei Bücher, die zu empfehlen sind. Das eine ist von einem Werner sowieso der allseits beliebte Ratgeber. Den gibts einmal für KR50/51, sowie für S51/SR50. Lezteres ist Dein Ding. Zudem gibts einen Nachdruck eines offiziellen Werkstattbuches in blauem Taschenbuchformat. Das ist aber mehr was für Leut, die das handwerkliche schon draufhaben. Da aber letzteres auch nicht die Welt kostet, sind beide zusamen zu empfehlen.
    Geschäfte gibts zuhauf, nur die meisten im Internet. Da wären zu nennen:


    http://www.simson-taubert.de
    http://www.simsonteile-dienst.de


    Das sind welche mit ner Menge Auswahl, die auch ausschließlich Simson-teile anbieten, so dass man wegen Typen und Modellen nicht verwirrt wird.


    Das sind bestimmt die Simmerringe: zu 95% würde ich sagen.


    Das Knallen sind Fehlzündungen wie beim Auto. Wenn Du kickst oder rollen läßt, ohne dass das Gemisch zündet wird es in den Auspuff gepustet, wo es dann zündet, sobald der Motor wieder läuft. Oder früher, wenn der Auspuff noch heiß ist. Hat nicht viel zu bedeuten. Sowas passiert bei allen möglichen Problemen, bei denen der Motor nicht läuft.


    Wenn Du Lust hast, den Roller näher kennen zu lernen, dann versuche, die Mühle selber wieder fit zu machen. Wenn Du keinen Bock hast oder keine Zeit (die kostet es allemal), dann werd das Ding los.


    Viele Grüße,


    moppedchemiker

    So, Chris!


    Nun mal nicht die trübe Tasse aus\'m Schrank holen. Wer Simme fäht muß halt ein wenig schrauben können.
    Also, komplett mußt Du den Motor nicht auseinanderbauen, aber ausbauen wäre dann schon nötig. Das ist aber auch keine große Sache, nur Mut.
    Nein, das Abnehmen des Polrads führt nicht zu einer neuen Zündeinstellung. Dafür hat die Kurbelwelle auf der Seite einen kleinen Keil, der in eine Nut im Polrad passt. Desweiteren mußt Du lediglich nach Abrißmarkierungen ausschau halten. Das sind kleine Riefen, die sich am Motorgehäuse und an der Grundplatte (das ist das Teil, auf dem die Spulen sind, liegt hinter dem Polrad) direkt gegenüberstehen. Wenn Du keine findest, bringe selbst welche an, bevor Du die Grundplatte abnimmst. Das ist deswegen wichtig, weil Du sonst die Zündeinstellung nicht mehr findest.
    Das, was gegebenenfalls ausläuft ist das Getriebeöl (das wäre dann der linke Simmerring, der hinterm Antriebsritzel) oder tatsächlich Gemisch (das wäre dann der Simmerring hinter der Grundplatte).
    Simmerringe kosten nicht die Welt. Für die der älteren Bauart sind etwa 5 Euro, für neuere doppellippige etwa 7-9 Euro fällig. Alle von außen ohne Probleme zugänglichen Simmerringe sind die auf der rechten Seite. Die kann man auch selbst tauschen, wenn man noch nicht so viel Ahnung hat. Es ist lediglich darauf zu achten, dass die neuen Simmerringe nicht beschädigt werden, wenn man sie draufmacht. Also, Wellen gut ölen und auf gar keinen Fall mit Dreck und Gewinden in Berührung kommen lassen. Dann passt das schon.
    Die Simmerringe auf der linken Seite sind etwas mehr tricky, weil Kupplung und/oder Primärtrieb demontiert werden müssen, bevor man da ran kommt. Kann man aber auch selbst machen, wenn man sich traut.
    Überhaupt ist alles eine Sache, des Selbstvertrauens. Auf jeden Fall schadet es nicht, die Ersatzteile zweimal da zu haben, wnn man noch nicht so genau weiß, wie man es machen soll.
    Also, soweit mein Ratschlag :roll:
    Trau\' Dich und frag ruhig weiter - das wird schon.


    Viele Grüße,


    der moppedchemiker

    Hi Nautilus,


    also diese Sache hört sich verdammt nach einem Problem mit den Simmerringen an. Das sind Dichtringe, die sämtliche Wellen im Motor abdichten, die aus dem Mittelteil herausführen (OK, das sind halt einfach alle). Das erklät sowohl das schlechte Anspringverhalten als auch das unwirsche Fahrverhalten und den Fleck unter der Simme.
    Problem an der Sache ist, dass man von außn schlecht sehen kann, ob und welcher Simmerring defekt ist. Schraub mal den (in Fahrtrichtung) rechten Seitendeckel ab, unter dem das Antriebsritzel sowie die Zündung/Lichtmaschine sitzt. Wenn in der rechten Kammer, also da wo Du das Polrad siehst, Öl ist, dann ist es der dahinterliegende Simmerring. Der ist noch ohne großen Aufwand zu wechseln, indem Du das Polrad (mit ienem Abzieher) und die Grundplatte demontierst, und den alten durch einen neuen Simmerring ersetzt.
    Die Zündspule solltest Du durch eine originale ersetzen, soweit die nicht identisch sind.
    Ob die Zündung in Ordnung ist, kannst Du herausfinden, indem Du die Zündkerze herausdrehst, den Kerzenstecke draufmachst und den Kickstarter kräftig trittst, während Du die Kerze gegen den Motor hälst. Letzteres nicht vergessen, sonst kriegst Du echt eine geschwischt. Kommt der Funke kräftig und \"regelmäßig\", ist mit der Zündung soweit alles in Ordnung.
    Probiers mal mit den Ringen und Du wirst sehen, dass es das wahrscheinlich war.
    Viele Grüße,


    moppedchemiker

    HaLuJanDo:
    ey, ich bin nicht blöd! Grundplatte abnehmen bedeutet ja nich, dass man sie nicht wieder in die alte Stellung bringen kann. Was meinst Du wohl, wofür solche Abrißmarkierungen da sind?
    Daher wundert mich dieser Satz in einem offiziellen Simson-Buch sehr.


    Das mit dem Verziehen des Polrades bei unsachgemäßer Handhabe kann ich mir gut vorstellen. Dann frage ich mich aber, was das für ein d*** von Vorbesitzer sein muß. Naja, ich habe ein neues und das funzt hoffentlich besser als das alte.


    Was ist denn Deine Meinung zum Thema Fertigungsgenauigkeit?
    Gruß usw,


    der moppedchemiker

    Hi,
    ich frage deshalb wegen der Fertigungstoleranzen, weil in meinem schlauen Buch steht, dass die Zündung neu eingestellt werden muss, zum Beispiel, wenn eine neue Kurbelwelle eingebaut wurde. Das deutet mir doch an, dass die Toleranzen nicht so klein gewesen sein können, als dass das nichts ausmachen würde.
    Natürlich war das Polrad ordentlich verbaut. Ich habe auch nicht schlecht geschaut, als ich die Karre mal habe ohne LiMadeckel laufen lassen, aber das Ding eierte tatsächlich. Mit dem neuen allerdings nicht.
    Also ist es wohl der Unterbrecherkontakabstand, der eventuell neu eingestellt werden muß. Boah, ob ich damit mal fertig werde?
    Gruß mit Hoffnung auf weitere Meinungen,


    der moppedchemiker