Beiträge von bseQ

    Die Zentrierung außer Mitte ist bei dieser Art von Radnabe mit zwei unterschiedlichen Speichenlängen vorgesehen und richtig. Dabei werden außerdem die kurzen Speichen mit mehr Drehmoment zentriert, um die Felge entsprechend außermittig zu zentrieren.
    Das erkennt man ganz gut mit dem Augenmaß, wo der Felgenring ungefähr sitzen muss, nämlich fast bündig mit der Radnabe, wenn man drauf guckt. Jetzt hast du aber breitere Felgenringe verbaut, dass kann unter Umständen schwieriger werden, wenn man dafür keine Messvorrichtung hat oder sowieso selten eine SB-Felge zentriert. Ich gebe zu, mir macht die Felge auch keinen Spaß. Erst recht nicht mit den zweiteiligen Nachbau-Naben.

    Gruß
    Matti

    Hallo Ella,
    Ob das Sinn macht, kann man aus der Ferne schlecht beurteilen. Es kommt ganz auf den Ausgangszustand der Felgen an. Sind die Felgenringe bereits für Laien ersichtlich verbogen (Felgenflanke mit Flachstelle), kannst du dir den Versand eigentlich sparen. Wenn die Ringe noch relativ rund sind, kann ich dir erst nach Sichtung eine genaue Beurteilung geben.
    Die Radnaben werden je nach Verschmutzung mechanisch vorbehandelt oder direkt im Ultraschallverfahren gereinigt. Lackierte Radnaben oder Felgenringe arbeite ich nicht auf, kann sie höchstens beschichten oder lackieren lassen.


    Ich rate dir: Lieber aufgearbeitete DDR Felgen mit kleinen Macken und Kratzern, als neue hochglänzende Nachbaufelgen mit qualitätsbedingtem unrunden Lauf.


    Solltest du Zeit und Lust haben, die Felgen aufarbeiten zu lassen, klären wir alles weitere per Persönlicher Konversation.


    Gruß
    Matti

    Hab ich auch in der Halle Alex, dazu brauche ich aber WLAN oder Handynetz, beides gibt es in der Tiefgarage nicht. Ich bin auf eine bewegungsaktive Kamera ohne externe Stromversorgung angewiesen, die ich mir ins Auto stellen würde.

    Ich könnte brechen... Nur noch Idioten auf dieser Welt. Mein (Tiefgaragen-) Nachbar hat einen unbekannten Feind, der ihm permanent Schaden zufügen will, Reifen zersticht, Lack zerkratzt, Kellerschlösser zuklebt oder sonst was. Jetzt darf ich auch was davon abhaben.


    Wenn sich jemand mit Überwachungskameras auskennt, die eine sehr lange Akkulaufzeit haben, gerne Vorschläge per PN an mich.


    Das Wochenende ist gelaufen... Die letzte Lackierung wegen einem ähnlichen Vorfall hat 2500€ gekostet - Hat die Versicherung damals bezahlen müssen. Dieses Mal gibt's ne Anzeige gegen unbekannt und keinen Täter. Bleib ich also schön drauf sitzen. Man ey, mein schöner Originallack.. in den 6 Jahren haben bisher nur andere Leute Schäden daran verursacht..


    Ich bin jedenfalls bedient.

    Laut Kennzeichengeschichte.de war der F8 in Weimar zugelassen. Auf dem Film ist der Schriftzug der Fa. Mimosa. Diese Firma aus Dresden wurde 1948 enteignet und 1949 zur VEB Mimosa. Laut Recherche wurden dort Fotoapparate, Rollfilme und Fotopapiere hergestellt. 1957 würde die Firma dann in VEB Fotopapierwerk Dresden umbenannt und stellte wohl auch keine Filme mehr her.


    Karl-Marx-Stadt gab es unter diesem Namen erst ab 1953, sodass der Schriftzug am Rathaus irgendwie aus dieser Zeit stammen muss. Und das heißt schon mal, dass das Aufnahmedatum zwischen 1953 und 1957 liegen könnte.


    Gruß
    Matti

    Hallo zusammen,


    mir ist heute etwas in die Hände gefallen, das mit Finderglück kaum zu beschreiben ist. Ich will es euch nicht vorenthalten, deshalb beginne ich mit der Geschichte von vorn.


    Wir haben heute einen spontanen Familienausflug gemacht, wir wollten uns wieder einmal zu einem neudeutsch genannten "Lost-Place" aufmachen. Wir fuhren zum 30 min entfernten Schloss Dammsmühle (gehört noch zur Gemeinde Wandlitz). Wandlitz? War da nicht was? Ja der werte Genosse Honecker und das halbe Zentralkomitee der SED haben in der Waldsiedlung in Wandlitz residiert. Bekanntlich hatten sie auch ein nettes Privatleben, in dem der ein oder andere Genosse auch gerne mal die Kugeln durch so einige Wildtiere jagte. Für unter anderem diese Freizeitaktivität errichtete die Führung der Partei sich auf dem Gelände des alten Schlosses Dammsmühle bei Wandlitz im Stile des minimalistischen Zweckbaus des Sozialismus ein paar Gasthäuser mit eigener Sauna, Unterkünften, Kino- und Tanzsaal, uvm.
    Zunächst jedoch besetzte die Sowjetunion das Areal. 1951 wurden die Gebäude dann an die DDR übergeben. So wurden die Gebäude folglich als Bildungsstätte, Erholungsheim und Pionierlager genutzt, bis dann das Ministerium für Staatsicherheit seit 1959 das Gelände für sich in Anspruch nahm und zum Jagdsitz der Genossen umfunktionierte. In den Jahren entstanden diverse Barackenartige Gebäude und Bunkeranlagen. Auch Herr Mielke soll hier des öfteren zu Besuch gewesen sein.



    Die Gebäude stehen offen, sind im miserablen Zustand und vom Vandalismus geprägt. Viele Nazi-Schmierereien an den Wänden, sehr viel Müll in den einzelnen Zimmern. Leider brannte im letzten Jahr ein Großteil eines Nebengebäudes, sodass hier nur noch die Mauern stehen. Man kann aber schon erahnen, was hier mal los war vor etwas mehr als 30 Jahren. So zog es uns von Raum zu Raum in diesen verlassenen Mauern. Ein Raum war voll mit alten Matratzen, Metallteilen, Fragmenten von Stühlen und Tischen. In einem Anderen alte Werbeprospekte, eine Verpackung von einem Damenslip mit EVP, eine Rechnung und Bedienungsanleitung vom Elektrorasenmäher Typ ESM 35/II, zwischen kaputten Fensterrahmen und Schrankresten fand man Stromlaufpläne und vereinzelnt Unterlagen zu Baumaßnahmen. Im nächsten Raum entdeckte ich zunächst ein altes dreckiges Schulterzeichen, graublau mit gelben gesticktem Rand - vermutlich abgerissen. Figuren von Brettspielen, alte Schuhe und ringsherum sehr sehr viel Müll. Bretter, Müll, Scherben, Schranktüren.. Ich hob Spelakatplatten von alten Möbeln zur Seite und sah eine kleine Zylinderartige Rolle darunter. Ich dachte es wäre ein schwarzes Gummistück und habe dem Teil erst keine Beachtung geschenkt. Irgendwie kam es dann dennoch dazu, dass ich es mal hochnahm. Ich realisierte innerhalb von zehntelsekunden - Das ist kein Gummi, das ist eine alte Filmrolle! Ich wickelte sie auseinander und schaute hindurch ins Freie. Tatsächlich! Der ist belichtet und entwickelt! Wahnsinn! Was da wohl drauf ist? Ich schaute mir flüchtig die ersten paar Negative an, sah ein Auto, Personen, Landschaften. So steckte ich ihn erst einmal in die Tasche. Es wurde dunkel, wir fuhren nach Hause. Anschließend nahm ich die Filmrolle aus der Tasche und wässerte sie in meinem Entwicklungstank. Nach dem Trocknen der spannendeste Moment - Das Scannen und betrachten der Bilder! Wahnsinn, sind das tolle Bilder. Oh! Ich entdecke einen frühen DKW F8 CB2 mit Kennzeichen aus dem Kreis Erfurt!! Und eine wunderschöne Frau. Ich sehe das Rathaus von Karl-Marx-Stadt! Ich bin fasziniert. Was für ein Fund, was für ein Zufall. Wie der Film überhaupt in die Müllberge der alten Stasigebäude gelangte, der augenscheinlich keinerlei Bezug zu dieser Region hatte, bleibt wohl für immer ein Rätsel.



    Aber eins können wir eventuell zusammen eingrenzen - Das Alter der Aufnahmen!
    Wann meint ihr, sind diese Aufnahmen entstanden? Ich bin gespannt auf eure Tipps.




    Danke fürs Lesen!!


    Gruß


    Matti

    So ein Scheinwerferreflektor ist nur für die damals geprüfte Beleuchtung zugelassen und steht auf dem hinteren Teil des Reflektors. LED-Birnen für BA20 kannte man damals noch nicht, deshalb ist dies natürlich nicht im Bereich der StVO zulässig. Solltest du dennoch auf öffentlichen Straßen mit deinem Fahrzeug unterwegs sein, tu allen anderen Verkehrsteilnehmern und dir selbst bitte den Gefallen und verbaue einen spezifisch geprüft und zugelassen LED-Scheinwerfer aus dem Motorradzubehör. Andernfalls erlischt die Betriebserlaubnis.


    Kleiner Gedankengang:
    Vielleicht wäre es auch möglich, die originale Frontlichtspule gegen eine 21W Rücklicht-/Ladespule zu tauschen und dann zusätzlich noch einen originalen Laderregler zu verbauen? Dann verdoppelt sich die Ladeleistung ohne großen Kostenaufwand. Andernfalls zum gleichgerichteten System, zur VAPE greifen.


    Gruß
    Matti