Simson S83 OR Verstellbare Stoßdämpfer

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  • Moin Moin,


    Ich suche derzeit neue Stoßdämpfer für meine S83 OR, da meine alten nicht mehr Federn. (Bei Gewicht auf den Federn drücken sie sich einfach ein und fahren nur ohne Gewicht wieder hoch)
    Meine Frage wäre ob diese irgenwie zu retten sind? Augenscheinlich lassen sie sich ja nicht so einfach öffnen bzw. gibt es keine Reparaturkits.
    Jedoch habe ich auch online keine gefunden. Sie sollten zumindest original rot aussehen und diese müssten 5-fach (oder sogar 6-fach?) verstellbar sein.


    Kennt ihr jemanden der solche Stoßdämpfer repariert, welche verkauft oder was die beste Alternative zu diesen wäre.

  • Vllt bringt dich auch die MZA Nummer weiter
    10865-00S

  • Diese fünf/sechsfach verstellbaren Stoßdämpfer lassen sich komplett zerlegen und aufarbeiten, das habe ich nun auch schon mehrfach gemacht.


    Du muss nur das obere Auge von der Kolbenstange abschrauben, der Rest ergibt dann ;) .

  • Diese fünf/sechsfach verstellbaren Stoßdämpfer lassen sich komplett zerlegen und aufarbeiten, das habe ich nun auch schon mehrfach gemacht.


    Du muss nur das obere Auge von der Kolbenstange abschrauben, der Rest ergibt dann ;) .


    Ach quatsch. Du machst mir ja jetzt Mut :D
    Was für Teile benötige ich denn für die Aufarbeitung? Eine Anleitung dafür gibt es bestimmt nicht zufällig?
    Und was sind die Teile die dort verschleißen? Simmerringe?

  • Ich habe tatsächlich noch ein Set mit roten Federn ergattern können. Mich würde trotzdem interessieren wie man die alten aufarbeiten kann :D

  • @Kitzur Nein, es ist wirklich einfach, das aufwendigste, ist die Reinigung, der Teile, bzw. deren Aufarbeitung ;) .
    Hauptsächliche Verschleißteile sind die Wellendichtringe, diese haben aber eine gängige Größe und sind auch dementsprechend leicht zubekommen. Für die Verschlussmutter brauchst du dann noch passende O-Ringe.


    Wenn ich zu Hause bin, schaue ich nochmal genau nach, was da reinkommt ;) .

  • @Kitzur Nein, es ist wirklich einfach, das aufwendigste, ist die Reinigung, der Teile, bzw. deren Aufarbeitung ;) .
    Hauptsächliche Verschleißteile sind die Wellendichtringe, diese haben aber eine gängige Größe und sind auch dementsprechend leicht zubekommen. Für die Verschlussmutter brauchst du dann noch passende O-Ringe.


    Wenn ich zu Hause bin, schaue ich nochmal genau nach, was da reinkommt ;) .


    Klingt super. Ja melde dich einfach nochmal. Ich versuch dann später mal das Ding auseinander zu nehmen ;)

  • Also, ich habe mal ein bisschen gesucht und noch was dazu gefunden...


    Die Wellendichtringe, haben die Maße: 10x19x7, die O-Ringe, die ich verbaut habe, haben einen Innendurchmesser von 25mm und sind 3,5mm stark. Als Dämpferöl, habe ich normales 5W, pro Dämpfer habe ich eine 80Ml Flasche (wie sie für die Telegabel angeboten wird) reingekippt ;) .


    Um die Dämpfer auseinanderzubauen, musst du als allererstes den Seegering, oben, mit einer entsprechenden Zange entfernen...



    ... danach, kannst du die Blechkappe, mit den Verstellmarkierungen entfernen, diese müsste recht locker sitzen. Jetzt spannst du den Dämpfer mit den oberen Auge in einen Schraubstock ein (im idealfall sind die Buchsen schon entfernt ;) ) und drehst den Verstellring solange nach rechts, bis dieser lose ist...



    ...nun kannst du den Verstellring und die Tragfeder samt Bundbuchse entnehmen, die untere Auflage, für die Tragfeder kannst du auch, vom Dämpfergehäuse entfernen.


    So sollte der Dämpfer jetzt aussehen...



    ...um das obere Auge abzubauen, musst du die Mutter darunter lösen, diese ist mit den Auge gekontert...



    ... bei den Dämpfern, die ich bisher hatte, hatte die Mutter am Auge immer die Sw 17mm gehabt, und die Kontermutter Sw 16mm.


    Nachdem du das Auge, die Scheibe und die Kontermutter entfernt hast, kannst du jetzt das Gewindestück, die Scheibe darunter und das Gummielement (welches als Federwegsbegrenzer dient) entfernen...



    ...nun hast du das reine Dämpferelement vor dir, oben grinst dich jetzt auch schon die Verschlussmutter an...



    ... um diese zu lösen (die sitzt wirklich sehr fest), braucht man eigentlich ein entsprechendes Werkzeug, mit ein wenig Wärme...



    ...und einer alten, gekröpften Seegeringzange ging es dann aber auch, bevorzugen würde ich aber das passende Werkzeug!





    So, nach einer Antwort gehts weiter ; .

  • OK, dann wollen wir mal.


    Nachdem sich nun (hoffentlich verletzungsfrei ^^ ) die Verschlussmutter gelöst hat, siehst du nun schon ein bisschen was, vom Innenleben...



    ...leider lässt sich dieses mit großer Wahrscheinlichkeit, nicht ohne weiteres rausziehen, da sich der gummi O-Ring über die Jahre so in die Nuten des Gewindes eingearbeitet hat, das dieser nun "blockiert". Tipp an dieser Stelle: eine Erwärmung des Gehäuses wirkt Wunder ;) , aber nicht zu doll erhitzen, der Gummi soll möglichst nicht schmelzen. Bei mir hat sich, dass hin und her kippeln, der Kolbenstange, unter gleichzeitigen Zug bewährt aber sei Vorsichtig, das Zeug kommt recht schlagartig, mit ein bisschen Glück, hängt am Kolben noch der "Zylinder" und dieser ist im besten Fall noch voll mit Öl, eine Sauerei droht, denn zu der Tatsache, dass es Öl ist, kommt noch, dass es Stinkt, ich spreche aus Erfahrung ^^ , also wenn sich ein Ende abzeichnet, etwas langsamer machen.


    Wenn das geschehen ist, hast du die Kolbenstange in der Hand...



    ...im Dämpfergehäuse verbleibt im besten Fall noch das Druckrohr (oder wie auch immer das heißt) mit samt den Öl...



    ... dieses kannst du zur kontrolle in einem Messbecher kippen...



    ...ich habe zwischen 60Ml und 80Ml aus den Dämpfern rausbekommen. Sei auch hier vorsichtig, das Druckrohr und die Wellscheibe sind lose im Gehäuse, halte sie beim auskippen mit einem Finger o.Ä. fest bzw. hindere sie am rausrutschen, du willst sie ja nicht aus dem Öl fischen ;) .


    Diese Teile solltest du nach der demontage der Dämpfereinheit vor dir liegen haben...



    ... oben in der Ecke: die Kolbenstange samt Dichtringhalter und Staubabstreifer, in der Mitte: das Druckrohr, daneben, die Wellscheibe und unten das Gehäuse.


    Jetzt trennst du das Bodenventil herraus, dazu nimmst du den Griff ein Schraubendrehers o.Ä. (sollt nur nicht all zu hart sein, wegen möglichen Beschädigungen), führst diesen in das Druckrohr bis zum Ventil, hälst das Druckrohr fest in der Hand und schlägst mit der anderen auf die Spitze des Schraubendrehers, das Ventil sollt sich nach ein, zwei beherzten Schlägen lösen, pass auf, dass es nicht durch den Raum fliegt :whistling:


    So sollte das dann aussehen...



    ...man kann hier auch schön sehen, wie sich der Dreck der letzten 20Jahre angesiedelt hat



    diese Teile können dann auch schon gereinigt werden, dann sollten sie in etwas so aussehen...



    so ich bin wieder am Ende und warte auf Antwort ^^

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