Unterschiedliche Einstellmethoden

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  • Interessant, dass dieser alte Thread wieder so heiß wird....


    Gut, eine Weile ist vergangen und ich habe eine Menge Erfahrung gewonnen.


    Fassen wir also zusammen:


    Der Zündzeitpunkt wird über Verdrehen der Grundplatte eingestellt. Es sei denn, es ist noch die orginale Grundplatte, da dann die Abrißmarkierungen verwendet werden können.


    Der Unterbrecherabstand scheint wichtig zu sein und sollte folglich auf 0,4 mm eingestellt werden. Hierbei finde ich interessant, dass der Kontakt nicht parallel abheben (geht bei der Konstruktion ja auch gar nicht), sondern wie zwei Schenkel eines Dreiecks. Damit stellt sich die Frage, wo die 0,4 mm gemessen werden sollen: am weiter öffnenden Ende oder am weniger öffnenden Ende? Bei mir läuft es im Moment ohne Beschwerden mit einer \"mittleren\" Einstellung.


    Chrom:


    Erst nachdenken, dann reden: Im Moment des Öffnens (und sei es eine endliche Zeitspanne) ist das Magnetfeld immer so, wie es die Magneten vorgeben. Betrachten wir also das Mangetfeld immer nur zu dem Zeitpunkt, an dem die Zündung erfolgen soll, haben wir immer die gleiche Lage der Magnetfelder der einzelnen Magneten im Raum. Ohne eine Drehung bekämen wir keine Spannugn in die Spulen, das ist richtig, aber im Moment der Zündung zeigt das Magnetfeld immer die gleiche Verteilung im Raum! Das ist aber halt auch inhom***gen und somit spielt die Stellung der Spulen im Magnetfeld zum Zündzeitpunkt eine Rolle!


    Korrigiere mich, wenn ich falsch liege.


    Jedenfalls habe ich herausgefunden, dass einiges im Argen lag, als ich diesen Thread angefangen habe. Alle Kabel, die mit der Zündung zu tun hatten, waren fertig. Ich bin viele Male auf der Straße liegengeblieben, weil wieder irgendwo ein Kabel gebrochen ist. Dass mein Polrad geeiert hat wie Sau, war das kleinste Problem (hat nur zu Vibrationen geführt). Zudem war mein Kondensator fertig und seitdem ich alles neu gemacht habe: Verkabelung, Polrad, Auspuffanlage, Kondensator (liegt jetzt unter der Steckleiste), Zyli und Kolben, läuft die Mühle wie geschmiert.


    Manchmal hilft halt nur eine Roßkur :rotate:



    Gruß, moppedchemiker

  • Na gut, dann koregier ich dich :bounce:


    Man kann nicht die Spulen verdrehen ohne dabei, und zwar im exakt gleichem Maße den Zündzeitpunkt zu verdrehen. Dh zum ZZP ist die Lage der Spulen im Magnetfeld immer die gleiche. Wobei wir jetzt vom Einstellbereich der Grundplatte reden und nicht davon was passiert wenn man die GP um 180° verdreht.


    Aber mal ganz davon abgesehen wer nu recht hat und wer nich (was mir personlich auch egal ist), wenn Grundplatten, Spulen, Polräder und all das Zeug wirklich so exakt gearbeitet wäre, warum gelten die Mrarkierungen dann nur für die ursprünglich eingebauten Komponenten? Tauscht man ein Teil gegen ein baugleiches aus, sind alle Markierungen nicht mehr zuverlässig. Das nennt man wohl Fertigungstoleranzen. Bei meinen größeren Mopeds sind zB diese Toleranzen so gering das man da garnix mehr einstellen kann, der ZZP passt immer. Das funktioniert natürlich nur mit kontaktloser Zündung bei der Verschleiß ja nicht vorkommt.


    Soll heißen das die Zündungskomponenten bei unseren Simsonmotoren nur so ungefähr passen, um das exakt zu bekommen gibts den Einstellbereich.
    Nur mal so am Rande: Unter Abriss versteht man nicht irgendwas von maximaler Effektivität eines inhom***genen Mangnetfeldes sondern schlicht und einfach den Moment wenn der direkte Masseschluß durch öffnen des U-Kontaktes \"abreißt\"


    Chrom

  • Könnte man woh ein Buch darüber schreiben ?!
    Ich hatte während meiner Lehrzeit vor 12-13Jahren nen dutzend Simsons und seit 2-3Jahren nach Wiedereinstieg in der Simsonwelt meine 5.Simson. Entweder hatte ich immer Glück oder es passt halt trotz tolleranzen ganz gut: E-Zündung nach Abriss Grundplatte/Motorgehäuse und U-Zündung ebenfalls, nur ebend mittels Fühlerlehre die 0,4mm Kontaktabstand einstellen. Das funzte immer super, liefen alle sauber nach 1-2 tritten und fuhren alle ihre 65-75Km/h. :b_wink:


    Muss zufügen, habe auch des öfteren die komplette Zündung gewechselt. Gerade seit den lezten Jahren rüste ich bei U-Zündung immer gleich auf E um. Oder bei den beiden 12V auf die stärkeren Zündungen für HS1.

    Bremsen kann zu Geschwindigkeitsverlust führen..

  • wie stell ich denn von meiner s51 mit elektronischer zündung den zündzeitpunkt ein ???


    MFG ediii

  • Chrom: Du hast Recht. Da der Nocken in einer festen Stellung zum Polrad angebracht ist, ändert sich das Feld um den Nocken und damit um den Unterbrecher, den er ja betätigt nichts. Also mein Fehler, sorry.


    Ist aber schon witzig, wie viele Leute es hier gibt, die ernste Probleme haben und denen mit dem Einstellen der Zündung geholfen werden kann. Jedenfalls sind Phrasen wie: \"Ich habe die Mühle dann letztenendes in eine Werkstatt gebracht und nachdem die die Zündung eingestellt hatten, liefg alles perfekt!\" recht häufig.


    Gibt es von den Abrißmarkierungen abgesehen irgendwelche Anhaltspunkte, wie die Grundplatte verbaut werden muß, damit der ZZP wenigstens einigermaßen passt? Mir ist da noch nichts aufgefallen und ich wäre ohne die Markierungen erstmal tierisch am Suchen.


    Gruß, moppedchemiker

  • Naja, die Abrissmakierungen sind ja so ziehmlich immer vorhanden, oder ? Als ich mir eine neue Nachbaugrundplatte komplett für HS1 bestellt hatte, war da natürlich keine drauf. Ich habe einen Messschieber genommen, Ende 2.Metallkontakt des Gebers bis zur Makierung der alten Grundplatte gemessen und den messschieber festgestellt. Dann hatte ich den Messschieber bei der neuen Grundplatte auch an dem 2.Kontakt des Gebers gehalten und die Makierung übernommen. Passte, springt sofort an, was will ich mehr ?! Ansonsten, wenn nix vorhanden ist, hilft ohne Einstellgeräte nur Deckel weglassen und ständig probieren. Grob die Nasen zum verstellen mittig ausrichten und testen. Immer wieder 1mm nachstellen, bis sie beim 1.Tritt anspringt. Dann eben Makierung setzen und fertig. Würde sie bei der grundplatte aber zuerst einschlagen, am besten von einer alten mit vorhandener Makierung genau übernehmen. So passt es dann ungefähr bei allen anderen Zündungen, wenn sie nochmal getauscht werden sollte.

    Bremsen kann zu Geschwindigkeitsverlust führen..

  • Das war ein guter Tip.


    Letztes Wochenende hatte ich eine kleine Tour unternommen und als ich dann nach Hause kam (auf der Fahrt ist mir schon der Kickstarter abgebrochen (Welle ist zum Glück noch dran)), wollte sie im Standgas plötzlich nicht mehr udn ist ausgegangen. Mit Gas lief sie rauh, aber OK. Nur im Standgas halt nicht.


    Ich heuet also das Ding aufgemacht, wollte eigentlich nur gucken, ob sich der Unterbrecher verstellt hatte. Hatte er auch ein wenig und als ich das Schräubchen wieder festdrehen wollte, fiel sie mir entgegen. Super, also komplett in der Gewindebohrung abgebrochen. Ich hab noch versucht, den Rest da rauszuholen, aber das ging echt nicht.
    Zum Glück hatte ich noch eine andere Grundplatte herum liegen und hab\' die Abrißmarkierung von der übertragen (mit einem Stück Draht außen von der Einstellnase bis zur Markierung gemessen und auf die andere übertragen). Alles umgelötet, neue Lichtspule rein (die alte war fertig), eingebaut und siehe da, die Karre läuft ordentlich!


    Gruß und einen schönen Start in die Ausfahrt- und Lustfahrtsaison,



    moppedchemiker

  • @ Moppedchemiker


    Was für eine Markierung meinst du??


    Ich finde an der Grundplatte eine Markirung, sieht aus wie nen U! Diese liegt oben links! Am Block finde ich 2 Kerben und in der Mitte ein Steg der oben abgerundet ist! Sieht für mich als absoluten Leihen so aus als müßte die Markierung der Grundplatte (das U) genau zwischen den beiden Aussparungen liegen, bzw der Steg genau in der Mitte des \"U\"!


    Ist das Richtig, für den Fall das du mich verstanden hast! :biggrin: Kann das leider nicht fotografieren, meine Kamera hat den Dienst quittiert!


    LG Alex

    S51 B1-4 gelb Bj 88 70ccm 2kanal mit 16n1-3 zum fahren :biggrin: (wenn se endlich mal läuft) :crying:


    S53 B weiß Bj 91 60ccm 2kanal 16n3 BVF (meiner Frau) :teufel:


    Helden leben lange doch Legenden sterben nie!

  • Mit den Markierungen bin ich auch etwas überfragt. In letzter Zeit habe ich nur U-Zündung eingestellt und da gibts nirgenwo eine Markierung. Gut das Polrad hat auch kaum noch Lack vielleicht war da mal eine aufgemalt :smile:


    Im Endeffekt stell ich den Abstand auf 0,4 ein, also den maximalen Abstand und danach dreh ich die Grundplatte solange bis der Unterbrecher in dem gewünschten Winkel (umgerechnet in mm) vor OT öffnet. Das geht halbwegs gut mit dem Meßschieber (am besten digital - da entfällt das herausziehen und ablesen, zudem kann der bei OT \"genullt\" werden :b_wink: )


    Wegen dem Abriß mach ich mir da insofern keine Gedanken, da ich ihn nicht unabhängig vom ZZP ändern kann (oder nur minimal). Ich denke ein gut eingestellter ZZP ist da viel wichtiger. Die Zündspannung von der Spule ist ja um einiges größer als die notwendige Zünspannung. Um halt auch in kalter Witterung mit schlecht eingestelltem Vergaser und nicht mehr korrektem ZZP das Starten zu ermöglichen.
    Mit diesem Verfahren springt meine KR51/1 immer beim ersten Kick an, auch wenn ich den Kick nur langsam trete. :smile:


    Ähhem zurück zum Thema. Vielleicht kann hier jemand mal freundlicherweise Bilder von den genannten Markierungen machen und Klarheit schaffen :b_wink:


    Gruß Franz


    EDIT:
    Weils mir gerade einfällt und annähernd passt - das die alten Motoren keine Klemmen für die Zündung haben (um die Grundplatte zu halten) ist eine Frechheit :mad: Da muß jedesmal das Polrad runter nur um die Grundplatte zu drehen :_shoot1:

    Die Schwierigkeit beim Diskutieren ist nicht den eigenen Standpunkt zu verteidigen, sondern ihn zu kennen.

  • Auf dem Polrad ist ein Kratzer, müßte auch ohne Lack zu sehen sein! Evtl kannst den erfühlen wenn du mit den Fingern drüber gehst wenn sie nicht mehr sichtbar ist! Ist etwa 3cm lang! Am Motorblock müßtest du auch eine Kerbe finden! Liegt links oben an der Seitenwand zur Kette!


    Die Markierung die ich meine Ist an der Grundplatte! Habe es mal versucht zu fotografieren! Hoffe Ihr erkennt was!


    Versuche es aber nochmal mit ner etwas besseren Kamera die Tage!

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  • Danke, alle 3 Markierungen auf einem Bild.


    Die alten Motoren (vor S50) haben weder die Markierung (die Kerbe)am Gehäuse noch das \"Gegenstück zu dem U\".


    Die alten Zündungen mit innenliegender Zündspule hatten ja auch keine Markierung auf dem Polrad und nicht das \"Dingens\" an der Grundplatte.


    Dementsprechend helfen mir die 2 Markierungen auf der E-Zündung nicht weiter da im Motorblock keine sind.
    Dann werde ich davon ausgehen, das es zündet wenn die Mitte der Aussparung bei den Magneten die Mitte des Gebers erreicht.


    Die Markierungen haben schon was für sich. An dem Roller (mit E-Zündung) hab ich früher immer nur die Markierungen passend eingestellt und es lief. Zum Glück :b_wink: MIt der Elektrik steh ich immer etwas auf Kriegsfuß :censored:


    Gruß Franz

    Die Schwierigkeit beim Diskutieren ist nicht den eigenen Standpunkt zu verteidigen, sondern ihn zu kennen.

  • Das ist nicht die Markierung sondern das Einstellblech bzw die Einstellvorrichtung!


    Es kann ja sein das die Zündung ganz gut passt wenn die Einstellvorrichtung fluchtet. Die von Simson haben das Blech ja nicht willkürlich irgendwo hingebastelt. Eure Mopeds werden auch laufen, auch anspringen. Vielleicht passt die Zündung sogar perfekt.
    Wenns aber darum geht die Zündung wirklich richtig einzustellen, verhandene Markierungen mal auf ihre Richtigkeit zu überprüfen dann geht das nunmal so wie auch franzalt das schreibt, ohne wenn und aber.


    Übrigens:
    Der \"richtige\" ZZP ist bei ner Simme nur ein Kompromiss! Eigentlich bräuchte man zum Starten und bei niedrigen Drehzahlen mehr Spät und bei hohen Drehzahlen mehr Frühzündung. Moderne Motorräder haben so ein Fliekraftdings das nix anderes macht als den ZZP drehzahlabhängig zu verstellen. Oldtimer haben dazu noch einen Hebel am Lenker. Konstruktionsbeding funktioniert der Kompromiss an Simsonmotoren (und allen mir bekannten anderen kleinen Zweitaktern mit U-Zündung) ganz gut - wenn er denn richtig eingestellt ist. Dreht man den ZZP also zu weit noch Früh läuft die Simme super. Allerdings nur bei hohen Drehzahlen, anspringen tut sie nurnoch durch schnelles anschieben. Dreht man denn ZZP zu weit nach spät springt die Simme super an, hat nen prima Standgas aber keine Leistung, bei hohen Drehzahlen verrußt die Kerze etc.
    Passt der ZZP so ungefähr funktioniert alles, könnte nur mit richtig eingestellten Kompromiss besser laufen.


    Chrom

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