Probleme nach M541-Regeneration

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  • Hallo zusammen,


    möchte mich erstmal kurz vorstellen da ich neu hier bin (lese zwar viel, aber hab mich erst jetzt angemeldet ;) ). Ich heiße Johannes, bin 26, komme aus Aachen und bin seit März im Besitz einer wunderschönen S51 von 1986.


    Da ich damit eine große Tour vor habe, will ich sie ordentlich auf Vordermann bringen.
    Ich hab deswegen den Motor regeneriert (KW, Zylinder, Koblen, Kupplung (Lamellen und Feder), Dichtungen, Lager etc.). Das hat soweit eigentlich ganz gut geklappt.


    Mein Problem jetzt: Sie springt nicht an wenn ich versuche sie anzukicken, also hab ich es mit 2ter Gang und anschieben versucht. Bergab auf einer etwas längeren Strecke klappt das auch, aber sie braucht echt lange bis sie richtig zündet. Wenn ich dann schnell in den ersten Gang schalte und mit Vollgas den Berg hochknattere bleibt sie an und zieht auch gut durch, sobald ich aber langsam werde ist es vorbei: keine Chance mehr die Drehzahl hochzukriegen, sie säuft mir ab.


    Ich habe in Zuge der Regenerierung auch einen neuen Vergaser mitbestellt, den 16n3-4, davor hatte ich einen 16n1-8 von einer s50 drauf. Mit dem 16n3-4 hab ich sie garnicht anbekommen, der alte 16n1-8 funktioniert mit den oben beschriebenen Problemen.


    Ich habe nun ein paar mögliche Fehlerquellen, und wollte euch fragen wo ich anfangen soll zu suchen:

    • 1. Vergaser: der neue 16n3-4 ist wie ich höre schwer einzustellen, mit dem habe ich sie garnicht anbekommen. Mit dem alten (50 km vor Regenerierung komplett zerlegt und gereinigt) klappt es. Soweit ich weiß wurde die Bedüsung für den m541 angepasst, die Teillastnadel hängt in der 4ten Kerbe.
    • 2. zuviel Öl im Sprit: Ich habe nach der Regenerierung etwas öl nachgekippt (hab damals ausgerechnet wieviel es sein muss damit ich auf 1:33) komme, aber vllt war doch etwas weniger Sprit im Tank als ich dachte. Kann es sein dass es daran liegt.
    • 3. Polrad: Ich habe eine 12V Vape. Bei der Regenerierung der Kupplung habe ich die Magneten des Polrads leicht angekatscht als ich die Tellerfeder gewechselt habe :s. Kann es sein dass sie bei zu niedriger Drehzahl zu wenig Leistung bereitstellt?
    • 4. Zündzeitpunkt: Ich habe mit einer Messuhr die 1,8mm vor OT abgemessen, Alle 3 Striche stimmten dabei wunderbar überein. Habe heute minimal die Zündung im Uhrzeigersinn verstellt, ich bilde mir ein dass sie damit besser läuft (zumindest bin ich die Straße hochgekommen).
    • 5. Auspuff: Ich habe von Enduro auf Standard-Krümmer umgebaut, damit ich auch rechts einen Gepäckträger montieren kann. Kann es sein dass etwas undicht ist und mir der Gegendruck fehlt?
    • 6. Wedi Zündungsseite: Der ging SEHR schwer rein. Ich bilde mir ein er ist jetzt leicht schief, allerdings ist alles trocken auf der Zündungsseite.
    • 7. Zündkerze: Ich hab eine neue Zündkerze reingemacht (Beru Isolator wenn ich mich nicht irre). Die hat überhaupt keinen Zündfunken verursacht. Die alte NGK die vor der Regenerierung drin war funktioniert jedoch.
    • 8. Luftfilter: vor der Regenerierung hatte ich keinen Luftfilter im Herzkasten. Jetzt ist einer drauf. Evtl zu viel Widerstand?


    Ich weiß nicht wo ich am Besten anfangen soll, um nach und nach alles auszuschließen. Vergaser einstellen finde ich sehr schwer, hatte vor der Regenerierung keinen Effekt (hat aber auch Nebenluft gezogen soweit ich das beurteilen kann).


    Ich freu mich auf eure Vorschläge.

  • Hi simjoe,


    ich bin bei weitem kein erfahrener Simsonschrauber, aber mir hat letztens mal jemand gesagt dass ne VAPE schneller zündet als die originalen und deshalb es besser ist die Zündung tatsächlich auf einen späteren ZZP einzustellen. Er meinte wohl 1,4 statt die normalen 1,8 mm vor OT.
    Aber ob das stimmt weiß ich nicht, schließlich war er auch kein Simsonfachmann/händler, sondern auch nur Hobbyschrauber.
    Warte also mal ab was die anderen sagen.


    Dass sie schlecht anspringt, im unteren Bereich an Leistung verliert und oben rum gut geht deutet aber tatsächlich auf Frühzündung hin. Die Zündung arbeitet quasi gegen den noch aufwärtsbewegenden Zylinder in geringen Drehzahlen (wegen Trägheit der Zündung passts aber in hohen Drehzahlen) und damit springt se halt bescheiden an. Mechanisch auch eher ungesund zu früh zu zünden.
    Dass eine deiner Kerzen keinen Funken hat ist allerdings seltsam und deutet auf ein Problem mit der Zündung hin. Hat die Kerze denn den richtigen Elektrodenabstand?



    Anfängerhafte Grüße,
    Patrick

  • Es gibt vier Möglichkeiten!
    1. kein Sprit
    2. keinen Funken
    3. keine Kompression
    4. Nebenluft
    Oder eine Kombination aus mehreren Fehlern.
    Der N3 Vergaser ist nicht schwerer oder leichter einzustellen wie ein N1 Vergaser. Allerdings reagiert er empfindlicher auf irgendwelche Fehler am Motor. Er zeigt dir eher an, das was nicht stimmt.
    Zuviel Öl glaub ich auch nicht, da müstest du schon 1:10 gemischt haben.
    Was heißt Polrad angeknatscht?
    Wenn der Auspuff undicht ist, siehst du das.
    Der Wedi soll schon richtig drin sein- Nebenluft! Ist es der Richtige?
    Luftfilter muß rein!!!


    Fang mit der Zündung an. Kerzenstecker ab- wie weit springer der Funke?
    Is die Kerze naß oder trocken?

    geht nich und kann ich nich sind die brüder von will ich nich


  • ...aber mir hat letztens mal jemand gesagt dass ne VAPE schneller zündet als die originalen und deshalb es besser ist die Zündung tatsächlich auf einen späteren ZZP einzustellen. Er meinte wohl 1,4 statt die normalen 1,8 mm vor OT.


    Das halte ich für Unsinn. Das ist genau die selbe Thyristorschaltung wie bei jeder anderen CDI Zündung auch. Die schalten alle innerhalb von wenigen Nanosekunden und die Zündspulen sind vom Funktionsprinzip genau die selben.

  • Ich versteh den Zusammenhang zwischen Kupplung und Zündung nicht ...


    WeDi von der Zündung einfach gleichmäßig und parallel einklopfen ( Zündkerzenschlüssel nutzen !)
    Vape wie die ElektronikZündung einstellen. Siehe FAQ !
    Vergaser auch nach FAQ einstellen.
    Luffi verbauen!

  • Was heißt Polrad angeknatscht?


    Ich versteh den Zusammenhang zwischen Kupplung und Zündung nicht ...


    Um die Tellerfeder der Kupplung draufzukriegen kann man das Polrad benutzen und einen Schraubstock. Dabei sind die Ecken der Magneten ein wenig kaputt gegangen. Ich mache morgen mal ein Bild davon.


    Fang mit der Zündung an. Kerzenstecker ab- wie weit springer der Funke?
    Is die Kerze naß oder trocken?


    Was meinst du mit Kerzenstecker ab - wie weit springt der Funke?
    Die Kerze ist ziemlich naß und schwarz.



    WeDi von der Zündung einfach gleichmäßig und parallel einklopfen ( Zündkerzenschlüssel nutzen !)


    Ist der Zündkerzenschlüssel nicht ein wenig zu klein dafür? damit hätte ich das Gefühl dass ich nur auf der Innenseite des WeDi klopfe und ihn damit kaputt mache.


    Noch eine Frage: Die Zylindergummis, die die Vibration der Kühlrippen mindern sollen, wie lang sollen die sein? Ich musste meine kürzen um den Zylinderkopf überhaupt montieren zu können. Hab sie vor besagter Probefahrt mal rausgemacht, da ich das Gefühl hatte sie beeinträchtigen die Kompression weil sie immernoch gegen den Zylinderkopf drücken. Müssen die oben und unten berühren oder reicht es wenn die einfach nur drin sind?

    Einmal editiert, zuletzt von simjoe ()

  • OK. Ich hoffe mal, du hast das Polrad damit nicht geschrottet. Schleift es irgendwo wenn du die KW drehst? Mach mal ein Foto von der Innenseite des Polrad es.


    Schraube den Kerzenstecker ab und halte das Ende des Zündkabels irgendwo mit Abstand gegen den Zylinder. Schalte die Zündung ein und kräftig durchtreten. Ein Kummpel sollte dir dabei helfen. Wenn alles in Ordnung ist sollte der Funke mind. 7 mm überspringen. Je weiter der Funke überspringt um so besser.
    Wenn du das hast, berichte.

    geht nich und kann ich nich sind die brüder von will ich nich

  • So, habe gerade den Wedi gewechselt. War garnicht so leicht den alten rauszukriegen, der neue ging auf jeden Fall einfacher rein. Vllt ein Montagsteil.


    Bild vom Polrad habe ich angehängt, das ist die schlimmste Stelle, an manchen Magneten ist auch garnichts.


    Zündfunke springt locker über 7mm.


    Habe jetzt den 16n1-8 ausgebaut und zerlegt weil ich ihn nochmal reinigen wollte, da ist mir aufgefallen dass die Gasschieberanschlagschraube abgebrochen ist. Kein Wunder dass ich nie einen Leerlauf hatte davor. Die Bdüsung ansonten 72 HD und 60 bei der unten drin.


    Werde jetzt nochmal den 16n3-4 ausprobieren. Nadel hängt in der 4ten Kerbe von oben. Ich werde berichten.


    Nochmal mit den Zylindergummis: Wie sollen die anliegen? Wenn man den Zylinderkopf mit gerade mal 7Nm festziehen soll kann ich mir gut vorstellen dass die, wenn sie anliegen, doch einiges an Anpressdruck abbauen

  • So, mit dem neuen 16n3-4 Vergaser genau das gleiche. Umluftschraube steht auf 3 Umdrehungen raus. Auffällig ist jedoch dass mein Gaszug keinen mm Spiel hat, kann ihm auch nicht mehr geben. Sollte aber ja prinzipiell nichts mit der Problematik hier zu tun haben.


    Wenn ich sie anschiebe und schnell genug bin krieg ich sie an, muss aber teilweise in den ersten Gang schalten um die Drehzahl hochzuhalten. Dann kann ich auch fahren, darf aber nie absinken mit der Drehzahl. sonst krieg ich sie nichtmehr hoch. Wenn ich anhalte wars das und sie geht mir aus.


    Ich hab jetzt den Wedi gewechselt, den Vergaser gewechselt, die Vergaserflansch-Dichtung gewechselt, neues Gemisch reingemacht mit penibel genauem 1:33 Verhältnis und den Zündfunken kontrolliert und sie will immernoch nicht.

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