Einfahren mit N3-4

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  • Hallo Alle,


    ich fange gerade an, eine frisch geschliffene Stino-Garnitur einzufahren. Habe heute die ersten 20km runter. Das Ganze mache ich mit einem 16N3-4 Sparvergaser. Dazu ein paar Fragen, die Suche hat leider nichts ergeben, nach solchen kurzen Schlagwörtern wie N3-4 kann man ja nicht suchen.


    Also, Standgas hält er im Moment noch gar nicht. Ich hab provisorisch ein wenig versucht einzustellen, aber ich find nichts, wo er ruhiges Standgas hat. Könnt ihr mir bestätigten, dass das daran liegt, dass die Garnitur einfach noch sehr viel Reibungswiderstand hat? Hab ja schon gelesen, dass man während der Einfahrphase ohnehin erstmal auf das Vergasereinstellen verzichten kann.


    Also halt ich an der Ampel immer den Gasschieber ein wenig geöffnet, damit mir die Kiste nicht ausgeht. Auf den ersten 5km ist mir die Kiste dann aber zweimal während ruhiger Geradeausfahrt ausgegangen. Ich war schön piano mit nicht mehr als 40km/h unterwegs, höre eine Geräuschveränderung im Motorlauf und natürlich sofort Kupplung gezogen. Da war der Motor dann einfach sofort aus, als ob kein Sprit mehr da wäre. Geruckelt oder gezuckt hat nichts, also glaub ich nicht, dass es ein Klemmer war. Auf jeden Fall hab ich der Bude dann immer ein paar Minütchen zum Abkühlen gelassen. Nachher gings dann gut, und ich bin ohne Aussetzer wieder nach Hause gekommen.


    Habt ihr also Ideen und Tipps für das Benutzen eines N3-4 während der Einfahrzeit? Ich bitte von dogmatischen Äußerungen abzusehen, ich finde N3 Vergaser haben ihre Daseinsberechtigung und werde ihn nicht runterbauen. Also bitte keine Grundsatzdiskussionen.

  • Der N3 ist während der Einfahrphase genauso schwierig zu handhaben, wie ein N1 :)


    Also zunächst einmal sollte die Gemsichschraube unter der Plombe, so wie es die Einstellhinweise schreiben, ganz zu gedreht werden, dabei MUSS der Motor ausgehen. Danach wird die Schraube wieder 3 Umdrehungen geöffnet und dann Stück für Stück weiter hineingedreht, bis es optimal ist. Wie du aber bereits richtig erkannt hast, ist das während der Einfahrzeit eh hinfällig, weil sich das laufend ändert


    Ich hab zuletzt bei mir festgestellt, dass die Standgaseinstellung während des Stehens selbst meist etwas schwierig ist. Zwischendurch kurze Probefahrt und dann wieder testen führte bei mir meist eher zum Erfolg.

    Was habt ihr alle gegen nach oben gebogene Obergurte? Man wird doch damit schneller, weil man immer bergab fährt :D
    S 51 B1-3 - Projekt "grüne Hölle":bounce:

    Zitat von tacharo

    Mann,bin ich blöd!!

  • So, jetzt knapp 100km runter und das Standgas läuft jetzt erstmal. Zufrieden.


    Einfahren tu ich folgendermaßen: Die ersten 50km bin ich super vorsichtig gefahren, nicht hoch gedreht und auf grader Strecke nur um die 40km/h. Seit 50km hab ich angefangen, an der Drehzahl zu spielen. Ich beschleunige 1.-3. Gang durch, bis ich merke, gleich will er nicht mehr höher drehen. Im 4. dreh ich bis 45-50km/h. Dabei teste ich immer, ob er noch Gas darüberhinaus annehmen würde, um nicht an der Belastungsgrenze zu cruisen. So beschleunige ich ständig und lasse wieder auf 45km/h runterkommen. Das ganze fühlt sich inzwischen zügig und dynamisch an. Anspringen mag er noch nicht gerne, 5-6 mal schnell und feste hintereinander kicken, dann kommt er ganz langsam mit Startvergaser.


    Ich würd mir gern von jemandem Erfahrenen bestätigen lassen, dass das so ok ist, wie ich das Einfahren angehe. Bin ich zu schnell? Ich versuche mit Gefühl vom Motor das zu verlangen, was er willens ist, zu leisten.


    @mods: evtl. verschieben nach Motor?

  • OK ...



    Ich beschleunige schon gut durch. Beziehst du dich also auf die Endgeschwindigkeit? Sollte ich die höher pushen?



    Evtl. könnte ich die unteren Gänge auch noch ein wenig höher drehen lassen, bevor ich schalte. Für mein Gefühl klingt das dann schon aber nach überdrehen. Sollte ich das so betont übertrieben machen?

  • Ich weiß nich, was die Zylinderschleifer heute vom Stapel lassen? Hat man sich inne Deutsche Demokratische DDR ein neues Moped gekauft konnte man damit ganz normal fahren, mit Autos ebenso. Da praktisch jeder ein Moped hatte kann ich da ein paar Erfahrungen einwerfen. Kolbenklemmer und sowas kenn ich zu damaliger Zeit nicht und Einfahren auch nicht. Da gings rauf auf den Bock und los. fertig.

  • Hallo!


    Möchte auch ein paar Gedanken beisteuern:
    Erstens, auch in der DDR wurden Motoren die ersten 500km eingefahren. Nur waren wir damals alle jung und ungestüm.... :kopfkratz:
    Und zweitens, ich hab meine Garnitur mit N3-2 vor etwa 3 Jahren auch in etwa wie Du also eher etwas vorsichtig und ständig angepasst eingefahren! Bin im mittleren Drehzahlbereich bei Vmax. 45-50 gefahren. Das mein Tacho nicht gehr, hat mir eher dabei geholfen, da man eigentlich ständig nach Gehör fährt....und das ist glaube ich das Beste! Denn die Streckencharakteristik ändert sich ständig und gerade am Anfang soll man doch sehr angepasst fahren!
    Der Motor zeigt einem ziemlich genau was er mag....und bis wohin man ihn belasten kann und von daher kann man eigentlich auch nicht viel falsch machen!
    Und wie gesagt seit den 3 Jahren fahre ich einwandfrei...ohne Probleme, Vollgasfest....auch lange Strecken bei jedem Wetter und jeder Temperatur!


    Gruß

  • Habe vor ein paar Jahren auch eine neue Garnitur eingefahren. Die alte war zwar nach 20Tkm noch gut, aber ich wollte den Unterschied testen.
    Konnte nichts groß feststellen. Der Anzug am Berg war schon besser.
    Die ersten 100 km allein und danach hab ich keine Rücksicht mehr genommen.
    Da ich auch einen 16n3-4 draufhabe, kann ich mir Deine Probleme nicht erklären.
    Muß ein Montagefehler oder ein Fehler in der Zündung / Vergaser sein.
    Der Motor läuft ruhiger, aber einen anderen Unterschied wirst Du nicht feststellen.

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