Aufbau eines S60/2

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  • Darf ich fragen was zu für Riemen meinst? Riefen veilleicht? Solange du die meinst, kannst du davon ausgehen, dass du dir da keine Gedanken machen brauchst. Gängige Abdrehwerte gibts hier im forum, glaub ich. Da brauchst du das Rad nicht neu erfinden.

    Und wo sind eure Socken hin..?


    Das ist die Bilanz des S60eco. War aber in den ersten Tagen von mir auch nicht optimal eingestellt.
    Dazu kommen lange Standzeiten, bei relativ kurzen innerstädtischen Fahrwegen.


    Lieber Benzin im tank als den Tiger im Blut... oder so!

  • Naja, viele Werte haben sich durch probieren als optimal erwiesen - trial an error!
    Dann kann man sich den Zylinderkopf natürlich auch in 3 idealisierte Teilbereiche zerlegen, wir fangen von oben an:
    1. Halbkugel mir Durchmesser x(k)
    2. Kegelstumpf mit durchmesser x1 und x2 sowie Höhe y(k)
    3. Zylinder mit durchmesser x(z) und höhe y(z)


    x(z) ist bekannt ich bohrung des zylinders:
    Den rest darfst du ausmessen ;)


    Ziel des ganzen ist natürlich, das Volumen des Zylinderkopfs zu ermitteln.
    Beachten sollte man noch, dass die Zündkerze natürlich auch Volumen einnimmt und der Kolben nicht eben ist, sondern eine gewölbten Boden hat. Das muss mit einfließen.


    Hat man nun das Volumen, setzt man es mit dem Hubraum ins Verhältnis, und bekommt hoffentlich was zwischen 9,5.1 und 11:1 raus. 12:1 ist die grenze, dadrüber kann man den Zylinderkopf entweder fachgerecht der Altmetallsammlung zuführen oder versuchen, durch Ausdrehen der halbkugel noch was zu retten.


    Da der ganze spaß aber mit sovielen Messunsicherheiten und Schätzungen gespickt ist - orientiert man sich lieber an bereits getestetem - für den Anfang.


    Kleiner Tip: man soll ganz gute Ergebnisse erhalten, wenn man das quetschmaß auf etwa 0,7 herunterdreht und dfür die Kugel wieder ein bissl ausdreht - man sollte aber in etwas wissen wieviel das "bissl" sein muss.

    Und wo sind eure Socken hin..?


    Das ist die Bilanz des S60eco. War aber in den ersten Tagen von mir auch nicht optimal eingestellt.
    Dazu kommen lange Standzeiten, bei relativ kurzen innerstädtischen Fahrwegen.


    Lieber Benzin im tank als den Tiger im Blut... oder so!

  • Hey also hab die Formel von Christian Rieck benutzt!
    p=(Vh+Vb)/Vb
    p->Verdichtungsverhältniss
    Vh-> Hubraumvolumen
    Vb->Brennraumvolumen


    Da wir die Verdichtung von 9,5 kennen,kann man ja das Brennraumvolumen einer S51 berechnen. Mein Problem ist aber das ich ja einen 60ccm³ Zylinder nehmen will und mir so diese Werte nichts bringen! :(
    und da werd ich das dann wohl durch auslitern versuchen! ;)
    Danke für den Tipp mit den Qhetschkantenspalt

  • Ich habe geschrieben:

    Zitat

    Hat man nun das Volumen, setzt man es mit dem Hubraum ins Verhältnis, und bekommt hoffentlich was zwischen 9,5.1 und 11:1 raus.

    Damit meinte ich genau das was im Rieck steht. Hab ich nur nicht eindeutig formuliert, da ich nichts von einer Summe geschrieben hab, sorry. Aber die Frage wäre ja: Wie komme ich zum Brennraumvolumen?
    Erstmal ist es so: Werksseitig wurde ein Verdichtungsverhältniss von 9,5:1 angestrebt. Damals (ach... ja, damals :rolleyes: ) waren die Toleranzen geringer und es pendelte sich auch um diesen Wert ein. Wenn du dir heute eine S51-Garnitur zulegt, hilft nichtmal beten. Durch die starken Fertigungstoleranzen kann man sich nie sicher sein, was für eine verdichtung man hat, solange man sich nicht die Mühe macht, es selbst heraus zu finden. Beim S60, so nehm ich an, wurde eine sehr ähnliche Kompression angestrebt. Daher wird sich das nicht viel nehmen.


    Ein weiteres Problem ist aber auch: Nicht nur die Toleranz des Kopfs, sondern auch die des Zylinders und die der KW und des Pleuls sind heute mehr denn je entscheidend. Der Zylinder ist jedoch der am höchsten springendste Punkt: Dort sind die Fertigungstoleranzen relativ am höchsten. Daher kann es passieren, dass die Kolbenkante im OT über dem Zylinderrand ragt oder diese im OT nicht erreicht. Das müsstest du vorher bei deiner Planung des zylinderkopfs mit einbeziehen, genauso wie in die Steuerzeiten.


    Wenn du magst kann ich dir ne PN schicken mit Steuerzeiten, die nicht allzuverkehrt sein sollten. Ansonsten, um sich zu üben und sich mit der Materie vertraut zu machen: Lad dir mal auf http://www.mutschy.de die S51/S70 reparaturanleitung runter, dort findest du die Steuerzeiten für den S70-motor. Dieser ist ein wenig "schärfer" ausgerichtet als der 51er... das kann man mit nem fräser gern mal probieren und hat hinterher die Gewissheit, dass es erstens funktioniert wenn mans richtig gemacht hat und zweitens die garnitur nicht ganz versaut ist wenn man was versaut hat (zu viel abgefräst, ect. dafür gibts dann ja noch andere, schärfere Steuerzeiten...


    Ohh mann, hab wieder nen Roman geschrieben. ich hoffe es hilft (und ich hab nicht vollständig Stuss geschrieben) ^^


    Grüße!

    Und wo sind eure Socken hin..?


    Das ist die Bilanz des S60eco. War aber in den ersten Tagen von mir auch nicht optimal eingestellt.
    Dazu kommen lange Standzeiten, bei relativ kurzen innerstädtischen Fahrwegen.


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  • Hey danke für deine Antwort! Also ich hoffe das ich mit den Toleranzen nicht in Differenzen komme,da ich ja nur DDR Zylinder verwende! So also mein Problem ist gerade nur noch,dass ich mich entscheiden muss welche SZ ich nehme hab jetz drei Möglichkeiten, die sich vor allem im Einlasswinkel sehr unterscheiden! Deswegen Habe ich grad die Qual der Wahl! um die Verdivhtung kann ich mich ja ej erst kümmern wenn ich die SZ bearbeitet hab und der Zylinder geschliffen ist und nen neuen Kolben hat! Bzw. der Zylinderkopf auf 60ccm³ ausgedreht ist! ;)

  • Das Kernproblem ist, Steuerzeiten allein machen noch keinen guten Motor. Nächstes Problem, vor allem der Rieck erzählt aber vom ganzen wichtigen Rest garnichts.
    Gerad die SZ, da ist es am Anfang sowas von egal, ob die sich nun 3° oder 5° unterscheiden, da es so viele andere Faktoren gibt, die das wieder kompensieren oder zunichte machen und man das garnicht glauben kann.


    Das Beste ist, sich einen potenten Zylinder zu organisieren, der in etwa für das ausgelegt ist, was man vorhat. Und dann kräftig reinlunsen und versuchen, so gut es geht nachzubauen. Bzw hinterfragen warum was wie gemacht worden ist. Aber gerad bei letzterem gibt es umso mehr zu entdecken, umso länger man sich mit der Materie beschäftigt. Neulinge sehen da leider nur ein paar Löcher, die irgendwie größer als Serie sind. War bei mir auch nicht anders, als ich angefangen hab.

  • Hey Beaver ist es empfehlenswert sich erstmal an den 60/4K Zylinder von Mühli zu orientieren? Vor allem bei den naja ich sag mal Standard Überströmer oder sind diese auf die neu gefrästen irgendwie abgestimtt, sodass sie ohne den 2 zusätzlichen ÜS ihre wirkung nicht erreichen? Das gleiche frag ich mich halt auch bei den Einlass?
    Weil ein Kumpel (2Beers-hier im Forum) hat halt nen Mühli und den könnte ich mit Sicherheit mal "studieren"? ^^

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