60ccm frage

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  • Ach, die Simson ist für mich ein Spielzeug
    (zum ausgleich vom arbeitstag)


    Ich hab den Tuningkolben zylinder und den ganzen Andere Quack eingebaut und bei der 1. fahrt voll hochgezogen.
    Das geht garnicht langsam fahren ^^ dafür macht es viel zu viel spass ; )

  • Ich hab bei meiner Garnietur (60/4 mit Einringkolben) ein Einbauspiel von 0,04mm.
    Da hab ich nach 100 km Gummi gegeben.
    Allerdings sollte das Benzin/Luftgemisch die ersten 800km etwas fetter sein.
    Auch fahre ich die 1000km 1:33.

    Freude durch Drehzahl :P

  • Naja, nach 600-700 km spätestens darf man auch 50er tanken, alles andere wäre vorsätzliche Umweltverschmutzung... :whistling:

    Und wo sind eure Socken hin..?


    Das ist die Bilanz des S60eco. War aber in den ersten Tagen von mir auch nicht optimal eingestellt.
    Dazu kommen lange Standzeiten, bei relativ kurzen innerstädtischen Fahrwegen.


    Lieber Benzin im tank als den Tiger im Blut... oder so!

  • ich muß mich jetzt hier auchmal zu worte melden.
    sind denn unsere simmis für solche geschwindigkeiten 70< km/h überhaupt ausgelegt ?(bremsen z.b.)
    nicht das ihr wie auf der kanonenkugel reitet.
    ich habe von zweirädern nicht so die ahnung aber dafür von meinen Audi S6 und als ich dort die v-max sperre rauscodiert habe ,habe ich mir freiwillig andere bremsen eingebaut,denn wenn mann von 300 km/h voll in die bremse tritt ,da passiert nach einer gewissen zeit nichts mehr.


    drum sollte mann immer beide sachen ins auge fassen leistungstuning und bremstuning.


    gruß steven

    Also mein Moped verzögert ausgezeichnet. Wer weiss wie man zu Bremsen hat der hat da keine Probleme. Kritisch wirds aber mit zunehmender Geschwindigkeit.


    Was das Einfahren angeht so sind die ersten 50- 100km wirklich mit Vorsicht zu genießen. Alles was drüber ist soll man ja gelegentlich auch hochdrehen, das ist auch weniger schlimm. Vermeiden soll man eben die ersten 400km mit Dauervollgas zu fahren, denn so ein Klemmer schadet nicht nur dem Motor sondern auch einem selber. Wer ist schon darauf vorbereitet das bei 70 oder mehr plötzlich das Hinterrad blockiert?


    Siehe: http://www.myvideo.de/watch/42…olbenklemmer_bei_110_km_h


    Ich hab meinen Zylinder trotzdem 500km eingefahren und das war auch gut so ;)

    Keine Macht dem Wetter! Es regnet pausenlos? Naund, Beinschild drann und es geht weiter!
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  • Wegen einfahren habe ich gestern was im Simsonforum.net was von Jan Schäffer (inh. von Langtuning) gelesen, was er zum thema einfahren hält. Und das konnte ich mir jetzt nicht nehmen das mal rein zu Zitieren :biglaugh:


    Zitat

    Zum Thema einfahren. Nach 150 Kilometern kannst du den Motor als eingefahren betrachten, wenn er dann einen Prüfstandslauf nicht ab kann hat er es nicht besser verdient.


    Und muss auch sagen ab 150km bekommen die auch bei mir schon ordentlich dampf die motoren, naja ich fahre auch nicht immer Vollgas. Aber ab und an Heize ich auch mal ordentlich über die Straßen :D

  • Klar giebt es Garnituren, die ein so großzügigs Einbauspiel haben, das die schon nach 100Km
    nicht mehr fressen.

    Ich wiederhole mich zwar in letzter Zeit sehr stark, aber entscheidend ist nicht das Einbauspiel, sondern der Kolben.
    Dazu mal eine kleine Beispielrechnung:
    Gusseisen hat einen Längenausdehnungskoeffizienten von 0,0000105, Aluguss hingegen ca. 0,0000200 (durch den hohen Si-Anteil geringer als reines Alu). Nehmen wir mal einen Serien 50er, der hat 38er Bohrung und 3/100 Einbauspiel bei 25°C.
    Unter Volllast erreicht der Kolben sicherlich 200°C und die Buchse ist kälter, an der Zündkerze gemessen ca 120°C, die Buchse dürfte ähnliche Temperaturen haben. Die Längenausdehnung beträgt dabei 0,13mm des Kolbens und 0,04mm in der Buchse.
    Die Buchse ist nun 38,04mm, der Kolben jedoch 38,10mm. Jetzt merkt sicher der ein oder andere: Der Kolben ist wesentlich größer als die Buchse. Jedoch dehnt sich der Kolben nicht überall gleich aus, er ist am Kopf wesentlich heißer als am Hemd. Nehmen wir also mal an, der Kolben hat am Hemd auch nur 120° C, das macht dann 0,07mm. Der Kolben wäre nun 38,04mm. Moment, genau gleichdick. Genau, deshalb vertragen Motoren mit 2-Ringkolben keine Volllast zu Anfang.
    Das heißt, der Motor muss in unteren und mittleren Drehzahlen bewegt werden, damit die Temperatur niedrig bleibt und daher der Kolben Spiel hat. Nach ein paar hundert Kilometern hat sich der Kolben eingeschliffen, er ist einige hundertstel kleiner gewurden. Die Buchse geringfügig größer. Vor allem schleift sich der Kolben am Kopfbereich ab, da wir dort die größte Temperatur haben und die größte Ausdehnung.
    Eigentlich müssten wir im Tausendstel-Bereich rechnen, um die Ausdehnung genau unter die Lupe zu nehmen, aber da die Temperaturen nur grob stimmen, würde das Ergebnis eine falsche Genauigkeit vortäuschen.
    Die Einring-Kolben haben am Hemd ca 2/100 weniger Durchmesser als die Zweiringkolben (ist eigentlich Unfug, mit 50cc-Kolben zu rechnen, da es dafür keine Einringkolben gibt, aber die Kolbenwerte von 50cc bis 70cc sehr konstant sind).
    Das sind schonmal die ersten Hundertstel weniger, die "weggeschliffen" werden müssen.
    Nun ist aber vor allem der Kopfbereich des Kolbens interessant, weil da die höchste Temperaturbelastung erfolgt.
    Der Kolben wäre ca 0,06mm größer als die Buchse. Um diesen Wert auszugleichen, muss der Kolben bei 25°C diese 13 hundertstel kleiner sein plus die 3 huntertstel Einbauspiel. Macht also 0,16mm. Wären wir bei 37,84mm. Wer schonmal einen Simsonkolben vermessen hat, weiß, dass diese Richtung 37,90 (40,90 bei 60cc, 44,90 bei 70cc) tendieren, egal ob Einring- oder Zweiringkolben. Es fehlen also noch mindestens 6/100, mit Sicherheitsaufschlag kommen wir auf ca 10/100 an. Womit wir bei 38,80 sind, die der Kolben idealerweise haben muss. Und damit haben wir ca 2/10 Spiel, die der Kolben am Kolbenkopf aufweisen muss.


    Und genau aus diesem Grund müssen die Kolben nachgeschliffen werden. Zu bevorzugen ist da natürlich der Einring-Kolben, da dieser einen höherwertigen Ring hat und deshalb fast rasselfrei ist.


    Kommen wir nochmal kurz aufs Einbauspiel zurück: egal ob 3/100 oder 5/100, der Kolben schleift sich so oder so ab, da die selbst 5/100 nicht reichen, um Spiel aufzuweisen.
    Jetzt ist es natürlich besser, wenn man zu Anfang weniger Einbauspiel hat, da die Buchse und der Kolben nicht genau rund sind, sondern in einem Toleranzbereich von der Idealform des Kreises abweisen. Daher kann sich der Kolben besser auf die Buchse einschleifen, wenn er ein geringeres Einbauspiel hat.


    Jetzt kommen wir zu den Aber-Faktoren:
    1. Da der Kolben auslassseitig am stärksten belastet wird, muss dort am meisten Spiel herrschen. Er hat in der Idealform im kalten Zustand also keine Kreisform, sondern ist Oval.
    2. Damit diese Ovalität unter Volllast und Temperatur das Kreisideal erreicht, braucht es einer sehr speziellen Kolbenform (auch im Inneren). Diese ist bei Simsonkolben eher miserabel, kein Wunder, sind ja auch spottbillig.
    3. Neben der Form ist das Material entscheident. Nach einer Spektralanalyse steht fest: Die Simsonkolben werden aus Aluschrott gegossen, es kommt nur ein geringer Anteil Reinaluminium und Silizium hinzu. Das hat zu Folge, dass die Legierung niemals konstant bleibt, sondern immer verschiedene Materialien enthalten sind, die somit auch die Längenausdehnung beeinflussen.
    4. Durch diese Schrottlegierung sind Elemente im Kolben, die besser nicht drin sein sollten, und damit auch die Haltbarkeit der Kolben negativ beeinflussen.
    5. Durch die eher minderwertigen Bauteile im Simsonblock sind die Negativfaktoren besonders stark ausgeprägt. Unwuchten, Spiel, großer Rundlauf, all das führt zu Reibung und sehr hoher Belastung (besonders bei Tuning). Demnach hat es auch Einfluss auf die Klemmwirkung und Kolbenverschleiß. Deshalb ist ein etwas größeres Einbauspiel garnicht mal so schlecht, um den Kolben besser vor Grenzbelastung zu schützen. Bei Serien50er fällt dieser Aspekt nicht besonders ins Gewicht.
    6. Nachbauzylinder / neu geschliffene Zylinder: Da hier oftmals das Entgraten/Anphasen entfällt, steigt hier die Belastung auf die Ringe extrem. Höhere Ringbelastung=höhere Kolbenbelastung=mehr Verschleiß.
    7. Falsche Bedüsung, falscher Zündzeitpunkt, falscher Auspuff, falsche Brennraumgeometrie, all das hat großen Einfluss auf die Temperatur und damit die Kolbenbelastung.


    Im Simsonbereich muss man leider mit sehr starken Kompromissen leben, weil die Bauteile eher schlecht sind. Andererseits sind sie wieder sehr günstig und in Bezug darauf garnichtmal so schlecht. Nur muss man wissen, was verwendet werden kann und was nicht, und wo es verwendet werden soll.
    Das Problem Einfahren muss mittlerweile differenziert betrachtet werden. Früher gab es nicht viel Auswahl, Material und Wissen war beschränkt. Zwangsläufig musste man sehr lange Einfahren. Man ließt ja teilweise von bis zu 1000km. Leider fällt vielen das Umdenken schwer und man vertraut lieber auf die Geheimtipps, Tricks und Kniffe der ehemaligen DDR-Fraktion und wiegt es mit Gold auf. Früher war ja alles besser.
    Mittlerweile sind die Schwachstellen bekannt und können auch behoben werden. Nur muss dies auch akzeptiert werden und dafür ein Mehrpreis bezahlt werden, der ökonomisch betrachtet allemal lohnt.
    Einfahren ist zwar nicht unwichtig, wird aber eindeutig überbewertet. Mit den richtigen Komponenten kann die Einfahrzeit stark verkürzt werden, ohne dass die Haltbarkeit merklich leidet. Außerdem wird die Klemmgefahr reduziert (Totalschaden bzw extrem verkürzte Laufleistung wird minimiert). Das muss in der Kostenrechnung auch berücksichtigt werden.


    Bei 50cc hat man leider keine Wahl, es muss der Zweiringkolben herhalten. Wird dieser nachgeschliffen, verkürzt man die Einfahrzeit. Leider bietet das niemand an (Ich mach es selbst). Bei 60cc und 70cc sollte man jedoch unbedingt auf nachgedrehte Einringkolben zurückgreifen. Bei größeren Hubräumen sind ganz klar Kolben von Metrakit, Asso, Italkit usw. zu bevorzugen.



    Fazit: Die Einfahrzeit kann mit den richtigen Mitteln drastisch reduziert werden. Ohne dabei großartig Kompromisse in Kauf zu nehmen (Grobe Mehrkosten ca 40€, aber auf 10000km gerechnet Pfennigkram).
    Jan hat somit in seiner Aussage auf die Einfahrzeit sehr wohl Recht.

  • Ach beaver... endlich hats mal jemand auf den Punkt gebracht. Wer jetzt immernoch angebliche Tuningzylinder ala 60/4 für 40-60€ kauft und dann rum heult das er nen Klemmer hatte oder nach wenigen hundert km ziemlichen Leistungsverlust, der muss einfach sterben gehen.


    Deswegen macht es auch wenig Sinn, das sich viele auch mit Fremdgarnituren an die Abstimmanleitungen ala Lang oder Reich halten. Wenn man aber auch dort kauft, kann man sich an deren Anweisungen sehr gut orientieren.
    Was beaver hier aufgeführt hat kann ich nur mit aller Macht unterstreichen denn wenn ich meinen relativ teuren S60ST von Lang mit meinem billig RZT- Kit vergleiche, dann merkte man dem RZT- Kit auch nach 500km Einfahren noch an das er unter Dauerbelastungen ziemliche termische Probleme bekam und zum klemmen neigte, was man akkustisch auch sehr gut vernommen hat.


    Kurz gesagt, diese passage aus der Langtuning Abstimmanleitung, sollte nur auf seine Ware übertragen werden.

    Wenn der Zylinder gut eingeölt montiert ist und die ersten Kilometer gefahren werden, ist darauf zu achten, dass dem Zylinder keine zu hohe Drehzahl und Belastung abgefordert wird. Diesen Fahrstil bis 100 km beibehalten. Von 100 bis 300 km die Belastung langsam steigern, aber nur kurzzeitig. Nach 300 km sollte der Zylinder die volle Leistung abgeben.
    Wenn es in den ersten 100 km zu kleinen Kolbenklemmern kommen sollte, und der Motor danach gleich wieder fährt, sollte bis 300 km weitergefahren werden. Wenn es dann immer noch zu Klemmern kommt, muss das Einbauspiel des Zylinders kontrolliert und gegebenenfalls auf 0,04 mm Spiel nachgehont werden.
    Auch sollten die Kolbenringe ausgetauscht und die Kolbenringnuten entgratet werden.


    Wer das mit einem 70€ RZT Zylinder oder einem 40€ Nachbauzylinder ebenso hält, der wird entweder einen Klemmer haben oder dem Kit aufgrund zu hoher Belastung schaden zufügen. Weil wie beaver es schon sagte, gerade im unteren Preissegment, eigentlich nur minderwertige Werkstoffe verwendet werden und Einbauspiele sehr variieren. Und das ist der Grund warum man gerade bei Tuning immer Qualität kaufen sollte, wenn man es damit wirklich ernst meint. Ebenso sind die von beaver aufgeführten Aspekte bestimmt nicht in der Berechnung von "selbstbau Tunern" die meinen sie könnten sich ihren Tuningzylinder einfach so selbst basteln.

    Keine Macht dem Wetter! Es regnet pausenlos? Naund, Beinschild drann und es geht weiter!
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  • Und selbst die Anleitung von LT ist noch nicht aktuell, da sie noch aus einer Zeit stammt, in der das Kolbenproblem nicht wie heutzutage verbessert werden kann.
    Jan Schäffer (neuer LT-Besitzer) hat es ja schon geschrieben, dass die Motoren nach 150km die volle Leistung abgeben müssen (können).

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