Umbau der Lichtmaschine

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  • Hallo zusammen,
    ich habe einen "kleinen" Umbau meiner Lichtmaschine vor. Und zwar möchte ich die 6V 35W Spule durch eine 12V 42W Spule ersetzen. An die neue Spule wollte ich zum Einen eine 12V 35/35W H4 Birne hängen. Mit den restlichen ca. 7W möchte ich die Batterie laden, indem ich einen Gleichrichter parallel zu der Birne setze und die Spannung mit einem 100 mikrofarad Kondensator wenigstens ein wenig glätte.
    Mit der Batterie möchte ich meine Blinker (bei der Schwalbe ja immer nur einer) betreiben und ab und zu mal die Hupe.


    Könnte das eurer Meinung nach funktionieren und gibt es irgendetwas, was ich speziell beachten muss? Zum Beispiel bin ich mir nicht so ganz sicher, ob ich den Gleichrichter mit einer Seite an Masse hängen kann und dieser somit parallel zu der Birne geschaltet ist.


    Und wie ist das rechtlich? Erlischt durch so etwas die ABE oder ist es im Prinzip egal, wie der Strom produziert wird, hauptsache man hat Licht, kann blinken und hupen?

  • Nein, das funktioniert kein Stück.


    Das geht damit los, dass eine Lichtmaschine kein Perpetuum Mobile ist - mit einer "größeren" Lichtspule kommt trotzdem nicht mehr elektrische Energie heraus als das Polrad magnetische Energie hineinsteckt.


    Selbst wenn du das mit wechselst, wird die Sache mit dem Gleichrichter nicht gehen. Erstens kannst du an einer Spule mit Massebezug nur Einweg-Gleichrichtung mit einer Diode verwenden, zweitens müsstest du sicherstellen, dass dieser Zweig die 7 Watt tatsächlich auch immer verbraucht - es sei denn du wechselst gerne Scheinwerferlampen.

  • Die Lichtleistung hängt auch vom polrad ab? Ich dachte, dass würde von der jeweiligen Spule abhängen, da es ja auch Spulen mit geringerer Leistung gibt...für den höheren müsste sich dann der Motor stärker antrengen, um die gewünschte Energie aufzubringen.
    Begrenzt die Batterie denn nicht die Spannung des Stromkreises oder wirkt der Effekt nur auf der gleichgerichteten Seite? Alternativ könnte ich das Frontlicht ja auch über die Batterie laufen lassen. Dann würde die ja nur so viel Spannung bekommen, wie die Batterie auch hat...dann müsste ich ja den Massepunkt der Spule ablöten und ein Kabel an die Stelle drannemachen.
    Also funktioniert es nicht, dass man einmal den Gleichstromkreis und auch noch den Wechselstromkreis mit einem Pol über das gleiche Kabel/Masse laufen lässt?

  • wenn du die spule massefrei machst geht es, aber ich würde mir noch eine gescheite reglung einbauen sonst ist deine batteri ziemlich schnell hin.


    die ausführung mit dem polrad ist nonsens, die lsistung hängt von der spule ab, quasi wieviel energie des (immmer gleichen) polrades tatsächlich eingefangen wird.

  • ich denke, das das problem in der drehzahl liegt, im normal fall im standgas (ich weiß die werte jetzt nicht genau da ich ne andere e-anlage habe wie du, darum schreib ich es jetzt mal so) 5v, wenn ich auf mittelgas gehen sinds schon 15v und vollgas 48v, dazu müsstest du dann noch einen gleichrichter verbauen der immer die gleiche menge durchlässt......... oder sehe ich das falsch:?



    mfg beowulf

  • diese von dir genannten leerlaufspannungen kommen nur zustande ohne last, mit entsprechender last sieht das anders aus (ungefähr 6v), ist die last größer als die nennlast sinkt die spannung ein, ist sie "unendlich" sinkt die spannung gegen null.


    gleichrichter die "immer gleich viel durchlassen" gibt es nicht aber man kann sie einen spannungsregler aufbauen.

  • Mahlzeit!


    Die Geschichte mit dem Brückengleichrichter wird aus den bereits genannten Gründen nicht funktionieren:
    - Brückengleichrichter erfordert massefreie Spule
    - Stromentnahme aus der Lichtspule muß konstant sein, um konstante Spannung zu gewährleisten (unterschiedlicher Batterieladezustand verhindert das)


    Abgesehen davon: Die verbleibenden 5-7 Watt wären bei 12V auch gerade mal runde 500mA... Damit bewegst Du Dich vom Ladestrom her ja schon wieder in den Regionen der ganz alten Vögel. Immerhin hättest Du 12V, halbierst damit auch die Lastströme, aber richtig bolle ist das nicht.


    Abhängigkeit der Lichtmaschinenleistung vom Polrad:


    Der Auxburger hat Recht. Die verschiedenen Polräder der verschiedenen Zündungen sind verschieden stark magnetisiert.
    Die schwächsten sind die 8306er von den alten SLMZ, hier gibt es nur Spulen bis 6V 25W.
    Stärker sind die 8307.08er Polräder aus den SLPZ des M5x1. (Habe ich noch nicht getestet)
    Die stärksten sind die Elektronikpolräder 8305 und das U-Polrad 8307.10-010. Ich habe sie verglichen, sie zeigen an der 6V35W Lichtspule der E-Zündung identisches Verhalten.


    Mit dem letzten Polrad sollte zumindest der Betrieb der 12V 42W Spule möglich sein, nur eben nicht für das geplante Vorhaben mit dem Brückengleichrichter. Mit den anderen Unterbrecherpolrädern ist (beim 8306 sicher, beim 8307.08 wahrscheinlich) von vornherein Essig mit 42W.


    Entgegen einigen Aussagen bin ich recht überzeugt, daß das 8307.10 (unter anderem) zur 12V SLPZ gehört (Grundplatte 8307.12). Ein Polrad 8307.12 konnte ich bei keinem Händler ausmachen, und das 8307.10-010 wird als passend für die 12V SLPZ angeboten.


    Eine 8307.10 er Zündung gibt es auch noch, das wäre der SLPZ mit 6V 25W Licht.


    Man kann den Spulen auch mehr Leistung entlocken, wenn man sie in einem anderen Arbeitspunkt betreibt (z.B. mit 12V Lampen). Die Selbstregelung durch Sättigung tritt allerdings dann erst bei höherer Drehzahl ein, so daß man dann die Mehrleistung schlimmstenfalls nur bei Vollgas hat und bei Standgas auch nur Standlicht...


    GlückAuf!


    MacHeba

  • Die verschiedenen Polräder der verschiedenen Zündungen sind verschieden stark magnetisiert.
    Die schwächsten sind die 8306er von den alten SLMZ, hier gibt es nur Spulen bis 6V 25W.
    Stärker sind die 8307.08er Polräder aus den SLPZ des M5x1. (Habe ich noch nicht getestet)
    Die stärksten sind die Elektronikpolräder 8305 und das U-Polrad 8307.10-010. Ich habe sie verglichen, sie zeigen an der 6V35W Lichtspule der E-Zündung identisches Verhalten.


    die polräder sind verschieden magnetisiert, das ist richtig, aber das bewegt sich nur in einem kleine bereich und ist auf fertigunstoleranzen zurückzuführen.
    früher wurden tatsächlich zu jeder grundplatte ein passendes polrad gelifert/verbaut damit das gleichgewicht zugeführte energie und abgenommen energie funktioneirt und die birnen nicht durchbrennen dabei wurden aber nur die fertigunstoleranzen ausgeglichen. mit dem ständignen tauschen der zündungen und polräder über die jahre ist damit aber essig und elektrikprobleme wie z.b. ständig druchbrennende rücklichter sind die folge.


    ABER die unterschiedlichen spulen sind auch unterschiedlich konstruiert (windungszahl, drahtdurchmesser). darüber das die polräder unterscheidlich sind (also 12V e-zündung meinetwegen anders wie 6V e-zündung oder 12V halogen anders wie 12V bilux usw....) habe ich bisher in der literatur nix gefunden und glaube ich auch nicht, damit könnte man eine 6v grundplatte ja niemals mit einer 12v grundplatte tauschen, habe aich aber bereits mehrfach getan.

  • Es gibt eben nicht "die" 6V-Grundplatte. Die neueren 8307.X sind in Spulen und Magnetisierung komplett anders als die alten 8306.X und 8307.3.


    Da kann man noch nicht einmal die 25-Watt-Lichtspulen untereinander tauschen - die sind ganz erheblich anders. Halt mal eine 25W-Spule aus dem Habicht/Sperber/Halbautomatik-Schwalbe neben eine 25-Watt-Spule aus einer S51, dann hat deine Glaubenskrise ein Ende.


    Dass Polräder individuell unterschiedlich magnetisiert wurden, und das auch noch absichtlich, kannst du getrost in die Märchenecke parken.

  • Da kann man noch nicht einmal die 25-Watt-Lichtspulen untereinander tauschen - die sind ganz erheblich anders. Halt mal eine 25W-Spule aus dem Habicht/Sperber/Halbautomatik-Schwalbe neben eine 25-Watt-Spule aus einer S51, dann hat deine Glaubenskrise ein Ende.


    wichtig ist war rauskommt oder?



    Dass Polräder individuell unterschiedlich magnetisiert wurden, und das auch noch absichtlich, kannst du getrost in die Märchenecke parken.


    lies mal richtig und vollständig! fertigunstoleranzen sind nie absichtlich, wie man damit umgeht aber die andere sache. hab da ein sehr interessantes simsonbuch aus DDR zeiten....

  • mannomann ist das alles schreklich kompliziert...ich glaube, dann lasse ich das lieber bleiben, da ich dachte, dann wenn ich die Spule an die Batterie anschließen würde immer etwas Energie für die Batterie da wäre und der Rest dann von der Lampe abgenommen wird und sich beide dann so stabilisieren, dass die Lampe nicht zu viel Spannung abbekommt und die Batterie gleichzeitig auch immer ein wenig geldane würde...
    Würde denn ein sehr großer Kondensator reichen, um die Spannung soweit zu glätten, dass man sie als fast konstant ansehen kann, sodass die Batterie genug geladen würde?


    Und wie sieht die ganze Sache rechtlich aus? Erlischt die ABE, wenn ich die lichtmaschine so in der Art umbaue, oder ist es dem gesetzgeber soweit eigentlich egal, wie der elektrische Strom gewonnen wird und ich halt nur am Licht habe und blinken, hupen kann?

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