Hey also ich mach in der Schule eine Jahresarbeit über eine Simson Schwalbe KR 51/1,ich restauriere eine Schwalbe und dokumentiere es und schreibe wie hier was über die Geschichte der Firma Simson und ich habe gedacht villeicht interresiert es hier Jemanden. (kann sein das noch ein paar kleine Fehler drin sind ist noch nicht überarbeitet).....
Die Geschichte von „Simson & Co“
Es begann alles in der kleinen
Stadt namens Suhl. Suhl gehörte damals zur DDR heut liegt es im Bundesland
Thüringen. Basis der Firma war ein Stahlhammer.
Dieser ist aus einer Schneidemühle hervorgegangen, die auf
Antrag von Andreas Bauer aus Heinrichs mit kurfürstlicher Konzession vom 28.
Dezember 1740 in einen Stahlhammer umgewandelt worden ist und von den Brüdern
Löb und Moses Simson im Jahre 1854 zu einem Drittel angekauft wurde. 1856 entstand dann die Firma Simson & Co.
Vorerst produzierten sie nur Jagd- und Kriegs- Waffen für die preußische Armee.
Für die Kriege 1864, 1866, 1870/71 wurden viele Waffen
gebraucht. Aufgrund der vielen und immer mehr zunehmenden Aufträge wuchs die
Firma schnell.
1896 erweiterte die Firma Simson ihre Produktion im zivilen
Bereich und fingen an luftbereifte Fahrräder herzustellen. 1907 begann die
Firma ein Auto zu entwickeln. 1911 war es dann so weit das erste
Produktionsreife Auto war fertig entwickelt, es nannte sich Simson A und hatte
ein 4 Zylinder Motor.
Dann kam der erste Weltkrieg er sorgte wieder für ein
schnelles Wachstum. Von den mittlerweile 3500 Mitarbeitern wurden Karabiner,
Maschinengewehre, Pistolen, Flugmotoren und Krankenwagen hergestellt. Nach dem
ersten Weltkrieg wurde die Waffenproduktion zum größten Teil eingestellt. Die
Firma konzentrierte sich nun mehr auf die Entwicklung von Luxus Pkw. 1924 kam
es zu einer Serienproduktion des Simson Supras. Der Simson Supra hatte bis zu
80 PS und 140 km/h.

Durch die Wirtschaftskrise 1934 musste die Firma die
Produktion von Autos einstellen. 1933 änderten die Brüder Julius und Athur
Simson den Namen ihrer Firma zu „Waffen- und Fahrzeugwerke GMBH“ um den
Familiennamen zu entfernen. Durch die Machtübernahme der Faschisten wurden die
beiden jüdischen Brüder gezwungen die Rechtsform ihrer Firma zu ändern und
NSDAP Mitglied Herbert Hofmann an ihrer Firma zu beteiligen. Durch die
Beteiligung von Herbert Hofmann hatten die beiden Brüder nix mehr zu sagen.
1934 hatte die jetzt genannte Kommanditgesellschaft
„Berlin-Suhler Waffen- und Fahrzeugwerke Simson & Co“ einen
Jahresgewinn von 1,6 Millionen Reichsmark.
1935 kam es zu einem Gerichtsverfahren gegen die beiden
Simson Brüder wegen angeblichen Übergewinn. Sie mussten eine Geldbuße von 9,75
Millionen Reichsmark zahlen, danach flohen sie in die USA. Die Firma wurde an
Fritz Sauckel übertragen.
1936 starteten sie die Produktion der
BSW 100. Die BSW 100 war ein steuer- uns Führerscheinfreies Fahrrad mit Motor es
hatte 2,25 PS und einen 98ccm Sachs-Motor.
Mit Anfang des 2. Weltkrieges wurde die Produktion von Waffen
wieder angefangen, es wurden Waffen wie Fliegerabwehrkanonen oder
Maschinengewehre produziert. Besonders oft wurde dass Maschinengewehr Typ42
verkauft es waren 1944 60.000 im Umlauf.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Maschinen teilweise zerstört
und es wurden auch welche als Wiedergutmachung in die Sowjetunion geschickt.
Mit den restlichen Maschinen wurde wieder angefangen Jagdwaffen, Kinderwagen
und Fahrräder zu produzieren. „Die Firma Simson & Co“ wurde 1947 in die
sowjetische Aktiengesellschaft SAG Awtowelo eingegliedert. Unter der strengen
Führung des Militärs erlebte das Werk einen steilen Aufschwung.
Ende 1948 bekam das Werk einen Auftrag von der Sowjetunion,
sie sollten ein 250ccm Viertaktmotorrad was Seitenwagen tauglich ist
entwickeln. Für den Suhler Betrieb eine echte Herausforderung denn ehemalige
Waffenkonstrukteure mussten in kürzester Zeit eine artfremde Aufgabe
übernehmen. März 1950 wurde die erste AWO 425 zur Leipziger Frühjahrsmesse
vorgestellt. Ende 1950 waren bereits tausend AWO 425 verkauft und 1951 waren es
bereits 7000 Stück. Die AWO 425 hatte eine Leistung von 12 PS, 110km/h und
einen Kraftstoffverbrauch von 3,7 l/100km.

Am 1 Mai 1952 wurde das Werk von der sowjetischen Seite an
die Regierung der DDR übergeben. Mit der Übergabe an dir DDR wurde auch der
Name der Firma geändert zu „VEB Fahrzeug- und Gerätewerk Simson Suhl“. Neben
der jetzt genannten Simson 425 wurden auch noch Mopeds, Mokicks und Roller
produziert. Trotz des Erfolges wurde 1962 die Produktion der Simson 425
eingestellt da sich die Firma auf die kleineren Modelle mit 50ccm und 70ccm
spezialisierte. Die Simson 425 wurde nur noch in dem kleinen MZ werk in
Zschopau produziert. 1962 waren allerdings schon 124000 Simson 425 und 85000
Simson 425 S (Sportvariante) verkauft.
Die Mopedproduktion begann mit der SR1 und nahm direkt einen
steilen Aufschwung. Dem Mopedtyp SR1 folgte 1957 die Weiterentwicklung die SR 2
und dir SR 2 E 1960.

1958 wurde die KR 50
der Vorgänger von der KR 51 (Schwalbe). Die KR 50 hatte eine Leistung von
2,1-2,3 PS und fuhren 50 km/h. Im Gegensatz zu KR50 war die KR 51eine
Zweisitzer und hatte anfangs 3,4 PS und
fuhr 70 km/h.
Auf die Basis des hochmodernen Motor der KR51 wurde dann im
Sommer 1964 das Moped SR 4- 1“Spatzt“ und das Mokick SR 4- 2 „Star“ aufgebaut
werden.
Nachdem 1966 noch der Typ SR 4- 3 „Sperber“ und 1972 die SR
4-4“Habicht“ dazu kamen war die Vogelserie komplett. Die Nachfrage der
Fahrzeuge aus der Vogelserie war sehr groß sie wurden auch ins Ausland
verkauft. Trotz des Erfolges Stand die Entwicklung nicht still. Im März 1968
kamen die KR51/1 und die SR 4-2/1 mit einem leistungsstärkeren Triebwerk auf
den Markt. Mitte 1971 folgte eine Schwalbe mit automatischer Anfahrkupplung als Typ
KR 51/1 S .
Im Jahr 1970 wurde die Simson Mofa SL 1 und kurz danach die
SL 1 S entwickelt und hergestellt.
Zum fahren von der SL 1 und der SL 1 S benötigte man Erlaubnis
und Schutzhelm so kam es das ein so einfach zu bedienende Fahrzeuge erst nur
sehr zögerlich verkauft wurden.
Die Herstellung des Typen SL 1 und SL 1 S wurde im März 1970
eingestellt, bis zu diesem Zeitpunkt waren 60000 Mofas der Typen SL 1 und SL 1 S
im Umlauf. Mit den 70er Jahren begann Simson sportliche Modelle herzustellen,
es gab nun von 50cm³ Mokicks über 75cm³ Leichtmotorräder bis zu 100cm³
2-Zylinder Motorräder auf dem Markt. 1972 entstand ein völlig neuer
Kleinroller, der KR 52 mit vollautomatischen Triebwerk und modernstem Design.
Die Firma sollte immer weiter forschen und bekam Zuschüsse vom Staat. 1974 war
es endlich so weit, pünktlich zur Frühjahrsmesse in Leipzig wurde erstmal die
S 50-Baureihe vorgestellt und wurde gleich mit einer Goldmedaille
ausgezeichnet. Diese Baureihe entsprach genau dem Wunsch der Jugend. Die
Modelle waren sportliche hatten jedoch alle Eigenschaften für den Alttag.
Es folgten die S 50 N, S 50 B, S 50 B1 und die S50 B2.

Das seit 1964 produzierte Triebwerk M53/54 der
Simson-Kleinkrafträder hatte einen sehr hohen technischen Stand erreicht. In 15
Jahren wurde fast 2 Millionen Stück produziert.
Aber mit der Zeit gewann das 4 Gang Getriebe an Interesse den
es war Umweltfreundlicher, somit musste eine ganz neue Motorkonzeption her.
Oktober 1979 war es soweit die 0-Serie des Motors M531/541 wurde vorgestellt,
die damit ausgerüsteten Kleinkraftmodelle wurden erhielten die Typenbezeichnung
KR 51/2 bzw. S 51. Das Triebwerk ermöglichte eine Kraftstoffeinsparung von 10-15%
auch die Abgaswerte lagen weit unter der zulässigen Grenze.
Der Serienlauf der Schwalbe mit den neuen Triebwerken
erfolgte noch 1979 mit den Typen KR 51/2 N, KR 51/2 E und KR 51/2 L.
1980 wurde aus der S
50 mit dem Einsatz des neuen Triebwerkes die S 51 mit den Typen S 51 N, S 51
B1-4, S51 B2-4 und der geländetauglichen S 51 E (Enduro). In den nachfolgenden
Jahren kamen noch die Modelle S 51 C, S 70 E und die S 70 C (70cm³).
Aber auch die der Schwalbe wurde mit technischen
Weiterentwicklungen fortgesetzt. Nach einer Bauzeit von 22 Jahren war die
Schwalbe schon 1 Millionen mal verkauft. Ende 1985 kam ein neuer Nachfolger der
Schwalbe die Sr50, es war ein völlig neu konzipiertes Fahrzeug. Ab April 1986
begann die Serienproduktion es wurden täglich 200 Stück hergestellt. Es folgten
die Modelle SR 50 N, SR 50 B3, SR 50 B4, SR 50 C und auch das SR 50 CE mit
Elektrostarter. Es erschien auch ein Leistungsstärkerer Roller der SR 80 CE mit
einer Geschwindigkeit von 75 km/h. 1989 wurden Jährlich 200 000 Kleinkrafträder
verkauft, sie wurden von 4000
Mitarbeitern produziert.
Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurde Simson, die
bereits 5 Millionen Fahrzeuge bis 1990 produziert hatten unter
Treuehanderwaltung gestellt und mit einer neuen Leitung als Simson Fahrzeug
Gmbh weitergeführt.
Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurde auch der verkauf
der Fahrzeuge weniger denn die Menschen Bevorzugten nun die Zweiräder aus dem
Westen und das Auto gewann immer mehr an Interesse.
So konnten im Jahr 1991 nur noch 5 000 Fahrzeuge im Jahr
verkauft werden.
Zwischenzeitig haben sie auch noch ein Elektroauto entwickelt
„Hotzblitz“ aber es wurden aber es wurden nur 140 Stück gefertigt das die
Nachfrage sehr klein war.
März 1991 meldete sich Simson Insolenz an, der 31.12.1991
sollte der letzte Arbeitstag sein, doch Anfang des Jahres 1992 nahm die jetzt
genannte „Suhler Fahrzeugwerk Gmbh“ mit einer kleinen Belegschaft die
Produktion der Modelle S53 und SR 50/1 wieder auf.
1996 erhielten die Simson Modelle wieder ihren traditionellen
Vogelnamen Star, Habicht und Sperber das gerade neu Entwickelte Lastendreirad
bekam den nahmen Albatros.
Zum 100. Jahrestag der Firma ging ein neues Modell in die
Produktion die Star mit Katalysator und Automatikgetriebe. 1998 kam das 125cm³ Mottorad Schikra.
Im Januar 2000 musste dir Firma erneut Insolvenz anmelden. Ab
Juni 2000 wurde die die Fahrzeugproduktion durch den neuen schwäbischen
Investor Kontec Gmbh unter dem neuen Namen „ Simson Motorrad Gmbh & Co KG“
mit wenigen Mitarbeitern weitergeführt.
Es wurde noch ein neues 125cm³ Motorrad entwickelt bevor die
Firma 2002 wieder Insolvenz anmeldete.
Am 1.Februar 2003 wurden die Firma dann endgültig komplett
aufgelöst die Maschinen und Fahrzeuge wurden versteigert. Die Firma MZA hat
alle Ersatzteile gekauft und sie werden noch heute in neuen Zustand verkauft.
Das war das Ende der Firma sie wurde 106 Jahre alt und konnte
6 Millionen Fahrzeuge verkaufen.
