Fragen zum Einsatz von Rostumwandlern

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  • Ich bin gerade am herrichten eines Habichts. Das gute Stück hat leider nichtmehr den originalen Lack (braun + blau = bäää) und deshalb möchte ich ihn neu lackieren.
    Den alten Lack bekomme ich gut mit so ner Drahtbürste für die Bohrmaschine runter. Kleine rostige Stellen kann ich auch blank machen. An andere Stellen komme ich nicht ran...
    Jetzt meine Frage:
    1. Lohnt es sich, die blanken Stellen an denen vorher Rost war (es war wenig...) nochmal mit Rostumwandler zu behandeln ?
    2. Kann ich mit Rostumwandler etwas an den Stellen, an denen ich mit mechanischen Mitteln nicht rankomme, bewirken ?
    3. Ich habe noch ein wenig Hamarite - ich hielt es für eine kurze Zeit eine gute Idee die schwer zugänglichen Stellen damit zu lackieren, dann zu grundieren und den Decklack darüber... aber das habe ich gelassen - was meint Ihr dazu ?
    Ich hoffe, es hat jemand Erfahrung, und kann mir weiterhelfen.

    :a_bowing: "Kaum macht man alles richtig, schon funktionierts" :thumbup:

  • tach auch und erstmal frohes neues.



    ich habe schon mehrfach mit dem rostumwandler von hammerite gearbeitet. das ist ein geiles zeug. blankmachen kannst du dir sparen, denn das zeug wandelt in einer chemischen reaktion den rost um. du solltest nur die losen rostpartikel mit ner drahtbürste entfernen.
    den rostumwandler kannst du problemlos überlackieren, bestimmte arten von lacken benötigen aber vorher noch ne grundierung von hammerite, damit sie haften. auch die habe ich schon genutzt und bin zufrieden.


    hammerite(lack) und dann den decklack würd ich lassen, ich glaub das verträgt sich nicht.


    letztes jahr hab ich an mehreren projekten einen rostschutzlack genutzt, der wurde auch direkt auf den rost (lose stellen entfernen!) aufgetragen. das war die problemloseste variante, da man nur einen arbeitsgang hatte.



    glück auf!

    A real Simson starts with a kick!

  • mir war der rostumwandler auf dauer zu teuer also hab ich mir in der apoteke phosphorsäure geholt. das ist auch der hauptbestandteil des handelsüblichen rostumwandlers. die anwendung ist die gleiche wie beim rostumwandler. je nach konzentration kannst du die phosporsäure auch mit wasser verdünnen,muß du ausprobieren, dabei aber den in der schule gelernten spruch beachten: erst das wasser dann die säure, sonst passiert das ungeheure. den gröbsten rost solltest du entfernen, sonst dauert es länger und du mußt mehrmals rübergehen. der vorteil der pohsporsäure zu anderen säuren ist, das sich sofort eine phosphatschicht bildet und so ein weiterrosten verhindert wird. kleinteile lege ich über nacht in die säure ein. selbst stark verrostete teile werden damit absolut blank und die sich bildende phosphapschicht ist ein idealer haftgrund für den weiteren farbaufbau. ich behandle seit jahren alle metallteile so, auch tanks von innen. rost ist dann kein thema mehr.

    geht nich und kann ich nich sind die brüder von will ich nich

  • das klingt ja super.
    Ich habe bisher alles total blank gebürstet und geschliffen. Wollte den Rostumwandler nur da verwenden, wo ich nicht hinkomme. Eure Tipps eröffnen mir ganz andere Möglichkeiten... super.
    Ich war mit der Verarbeitbarkeit von Hamarite nicht zufrieden - ich habe ewig viel gebraucht um eine vernünftige deckende Schicht hinzubekommen.
    Ich habe jetzt ein paar Stellen behandelt und die färben sich schwarz - die "Schlacke" kann ich mit einem Tuch abwischen - das sollte ich sicherlich auch tun, wenn ich dann mit der Grundierung rangehen will. Ich bin mal gespannt, wie sich die Sache in ein zwei Jahren zeigt.
    Noch was anderes: Meine Schwalbe hat an einigen Stellen leichte Rostprobleme. Meist unter Schrauben, oder eben da, wo man beim schrauben lösen Lack abträgt. Kann ich da einfach Rostlöser ran und dann mit Lack drüber ? Oder mache ich mir da den Lack drumrum kaputt ? Es geht mir eigentlich nur um die Behandlung kleiner Stellen, die ich sonst immer mal wieder mit Vaseline dicht gemacht habe, was bisher gut geklappt hat, aber irgendwie doch gepfuscht ist.
    Danke für die Antworten.
    Grüße
    Martini

    :a_bowing: "Kaum macht man alles richtig, schon funktionierts" :thumbup:

  • entweder die stellen mit z.B. nem dremel entrosten, und dann wieder neu lackieren.
    oder bei einem rostumwandler ohne phosphorsäure wird der lack nicht wirklich angegriffen, trotzdem mit einem kleine pinsel nur die roststellen bearbeiten, trockenen lasse, und dann lackieren.
    die lösung die dir länger ruhe verschafft, wäre vermutlich die pulverbeschichtung, da die relativ unempfindlich gegen kratzer und stöße ist.


    lg fuenfzigccm

  • die schwarze schicht ist die phospatierung die den eigentlichen rostschutz bildet, die sollte schon noch dranbleiben!

    geht nich und kann ich nich sind die brüder von will ich nich

  • EINE FRAGE:
    WENN ICH EIN FEINMECHANISCHES GERÄT ENTROSTEN MÖCHTE, DAS SICH WEGEN ROST NICHT AUSEINANDERBAUEN LÄSST, WIRD ES DURCH ROSTUMWANDLER ZUSAMMENGESCHWEISST, ERGO DER ROST WIEDER ZU EISEN UMGEWANDELT?


    ODER WIRD DER ROST ZERSETZT, SODASS ICH ES AUSEINANDERNEHMEN KANN?

  • durch die phosporsäure wird der rost zersetzt, umwandlung in eisen is nich. die phospatierung erfolgt an der luft. wenn du also ein feinmechanisches gerät in phosporsäure einlegst, wirst du es höchstwarscheinlich demontieren können. die säure kannst du nach dem einlegen mit wasser neutralisieren, und du mußt das gerät sofort trocknen, sonst rostet es gleich wieder. durch die säure wird die oberfläche aber angegriffen. ob man dann noch von feinmechanik sprechen kann, oder ob das gerät nach dem zusammenbau dann funktioniert ist sicherlich fallabhängig.

    geht nich und kann ich nich sind die brüder von will ich nich

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