Gerade verzahnter Primärantrieb

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  • Richtig, durch ein größeres Zahnrad (also eine größere Übersetzung) kann die Zahnkraft verringert werden. Das Fertigen einer Schrägverzahnung ist aber auch nicht wesentlich komplizierter als eine Geradverzahnung, da wird nur die Maschine etwas umgestellt.


    Ich würde da jedoch auf einen S70 Primärantrieb zurückgreifen anstatt umständliche Sonderanfertigungen zu machen.


    BTW: Ich beschäftige mich vom Studium her gerade mit der Konstruktion von Getrieben und kann daher sagen: Der Wirkungsgrad lässt sich von außen so gut wie gar nicht beeinflussen (von wenigen Ausnahmen mal abgesehen). Tuning ist in dem Bereich so also kaum möglich - da sollte man sich auf andere Sachen konzentrieren.


    MfG


    PS: Danke für die Blumen ;)

    Toyota Corolla VVT-i: 110 PS, Normverbrauch 7,2 l/100 km

  • Zitat

    Das Fertigen einer Schrägverzahnung ist aber auch nicht wesentlich komplizierter als eine Geradverzahnung, da wird nur die Maschine etwas umgestellt.


    ^^^das mag für Serie stimmen, aber bei Sonderanfertigung - naja, ich kann es nicht beziffern - Werte die in Serie verschwinden, können bei Einzelanfertigung richtig ins Geld gehen (und wenn es nur die Rüstzeiten sind)


    Zitat

    jedoch auf einen S70 Primärantrieb zurückgreifen anstatt umständliche Sonderanfertigungen zu machen


    Würde ich auch so und so - da ein Simsonmotor bei mir nicht \"Leistung\" haben muß wie ein Sattelschlepper.

  • Hm das kann schon sein das eine Schrägverzahnung dann etwas teurer wird, aber die Maschine muss ja ohnehin auf die Zahnradgeometrie eingestellt werden. Und ob dann das Einstellen des Schrägungswinkels das ganze soviel teurer macht weiß ich nicht.


    Wenn unbedingt etwas am Antrieb geändert werden soll, würde ich das über den Sekundärtrieb machen. Sprich ordentliche, gut geschmierte Kette mit vernünftiger Spannung und richtiger Spur. Man könnte auch darüber nachdenken einen automatischen Kettenschmierer zu basteln, wem das regelmäßige nachschmieren zu mühsam ist.


    Mein Erfahrung ist jedoch dass das schon wesentlich mehr bringt also manch teure Tuningarbeit.


    MfG

    Toyota Corolla VVT-i: 110 PS, Normverbrauch 7,2 l/100 km

  • die kette ist ja auch eine andere baustelle...kleine ritzelradien sind übrigens genau so schlimm...kosten leistung und verschleissen die kette schneller...etc... bla-blubb


    der gradverzahnte wird nichts destotrotz getestet...wenn ich nen primärtrieb nach 24 betriebsstunden rundlutsche (besagte grübchenbildung) tut mir das auch nicht weiter weh...und wenn die bessere haltbarkeit auf besseres oder sagen wir mal geeigneteres material zurückzuführen ist oder nun auf die tatsachen einer gradverzahnung ist mir persönlich sch.... egal. wichtig ,und das ist die wesentliche leistung der ganzen geschichte, ist das es hält und zwar besser als die mza-antriebe.


    Ich fang jetzt jedenfalls nicht an und zerbrech mir den kopf überdinge die ich noch nicht beurteilen kann weil der vergleich in der praxis fehlt,denn alle theorie ist grau.


    zudem hab ich zZ viel interessantere sachen in bau, u.a. nen neuen rennmotor.

    The Two Strokes - Denn alle guten Dinge sind zwei.

  • Wenn es dir um die Haltbarkeit des Primärritzels geht würde ich aber einen anderen Weg gehen als über eine Geradverzahnung. Die Schrägverzahnung hält bei gleicher Zahnradbreite (und die lässt sich hier wohl nicht wesentlich ändern) nämlich mehr aus. Sprich: dein geradverzahntes Ritzel wird es dir bei sonst gleichen Bedingungen wohl noch eher entschärfen.


    Eine Möglichkeit wäre es ein zähflüssigeres Öl zu verwenden, jedoch werden dadurch die Planschverluste größer.


    Andere (und bessere) Möglichkeit: Wenn Du schon ein besonderes Ritzel willst dann lasse dir eines aus vernünftigem Zahnradwerkstoff (z.b. 16MnCr5 - hält einiges aus) fertigen und die Zahnflanken einsatzhärten.
    Ich zwar weiß nicht aus welchem Werkstoff MZA die Ritzel fertigt, aber die werden wohl schon aus Kostengründen nur etwas besseren Baustahl nehmen, was ja auch für normale Belastungen ausreichend sein sollte.


    MfG

    Toyota Corolla VVT-i: 110 PS, Normverbrauch 7,2 l/100 km

  • Zitat

    Andere (und bessere) Möglichkeit: Wenn Du schon ein besonderes Ritzel willst dann lasse dir eines aus vernünftigem Zahnradwerkstoff (z.b. 16MnCr5 - hält einiges aus) fertigen und die Zahnflanken einsatzhärten.
    Ich zwar weiß nicht aus welchem Werkstoff MZA die Ritzel fertigt, aber die werden wohl schon aus Kostengründen nur etwas besseren Baustahl nehmen, was ja auch für normale Belastungen ausreichend sein sollte.


    Also ich hoffe es ist wenigstens 16MnCr5 den die Verwenden - Zahnräder aus Baustahl... hoffentlich nur in schlechten Träumen.


    Aber interessant zu wissen, wäre es aufjedenfall - das wollte ich auch schon vor längerem - gibt es aber nirgends Infos für!?

  • Zitat


    Also ich hoffe es ist wenigstens 16MnCr5 den die Verwenden - Zahnräder aus Baustahl... hoffentlich nur in schlechten Träumen.


    Aber interessant zu wissen, wäre es aufjedenfall - das wollte ich auch schon vor längerem - gibt es aber nirgends Infos für!?


    Deshalb hab ich geschrieben \"etwas besseren\" Baustahl ;) denke mal mehr als C45 oder 34CrMo4 werden die dafür nicht verwenden schätze ich.


    Schwarzfahrer: Ja ein geradverzahntes Ritzel wird dir da nicht viel weiterhelfen, es sei denn es ist aus deutlich besserem Material.


    MfG

    Toyota Corolla VVT-i: 110 PS, Normverbrauch 7,2 l/100 km

  • so nach diveresn angeregten disputen bei meinen ME-Leuten haben wir und geeinigt...Gradverzahnung erzeugt weniger reibung - basta - da wird jetzt auch net mehr drüber diskutiert...


    nehmt es so hin oder lasst es...


    aber du hattest völlig recht die reibung ruht net auf der verzahnung in sich.

    The Two Strokes - Denn alle guten Dinge sind zwei.

  • Hab gerade mal nachgeschaut: Der Wirkungsgrad einer Schrägverzahnung ist um etwa 1% kleiner als bei einer Geradverzahnung, also ist eta = 0,98 statt 0,99. Das basiert jedoch zum größten Teil auf der infolge der Axialkräfte erhöhten Lagerreibung.


    Ob Du den Unterschied dabei bei der Simmi merkst, wage ich jedoch zu bezweifeln ;)


    MfG

    Toyota Corolla VVT-i: 110 PS, Normverbrauch 7,2 l/100 km

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