Durchschlagsspannung Kondensator

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  • Hallo!


    Auf Nachbaukondensatoren steht 250 V.
    Ist damit die Durchschlagsspannug gemeint, die zur Zerstörung des Kondensators führt?


    Da ich in letzter Zeit Probleme mit der Haltbarkeit von (Nachbau-)Kondensatoren hatte,
    hab ich mir die Frage gestellt,
    warum diese scheinbar so schnell den Geist aufgeben.


    Laut Simson Reparaturhandbuch ist an Klemme 2 bei n=2000U/min mit einer Spannung von 150-190Volt zu rechnen.
    Wenn die durschnittliche Spannung bei n=2000U/min also 170Volt beträgt und man von 5500U/min ausgeht, ergibt sich aufgrund des linearen Zusammenhangs eine Spannung von 467 Volt.
    Deutlich über dem, auf den Kondensatoren angegeben Wert von 250Volt.


    Ist das des Rätsels Lösung oder hab ich einen schlimmen Denkfehler?


    Grüße


    huj

  • ich ahtte in e technik ne 2 letztes semester aber irgendwie nix mehr davon im kopp!! :f_laugh:


    ich hab nur grad keinen bock den hefter zu suchen
    aber wiki sagt folgendes...


    Nichtlineares Verhalten [Bearbeiten]


    Besonders Elektrolyt-, Tantal- und ferroelektrische Keramikkondensatoren zeigen einen spannungsabhängige, nichtlinearen Verlauf der Kapazität. Daraus resultiert z.B. bei Anwendungen im Audiobereich ein Klirrfaktor. Dort werden bei hohen Qualitätsanforderungen deshalb oft Folienkondensatoren eingesetzt.


    Formal lässt sich ein nichtlinearer Kondensator durch eine von der Momentanspannung u abhängige Dielektrizitätszahl \\varepsilon_r(u) beschreiben. Diese relative Dielektrizitätszahl ist also nicht konstant, sondern ist als Funktion der am Kondensator anliegenden Spannung u zu betrachten. Beispielsweise ist bei einem nichtlinearen Kondensator die spannungsabhängige Kapazität gegeben als:


    elektrik ist nicht so mein steckenpferd !!!


    morgen kann ich mal den ordner suchen...

  • Aber so wie ich das alles verstanden habe beantwortet das nicht seine Frage. Du sprichst von Kapazität in abhängigkeit von der Spannung und huj spricht von einer Eingangsspannungserhöhung.
    Und ja, eig müsste das so sein, dass sich der Kondensator irgendwann zerschiesst, wenn die Spannung zu hoch ist.
    Du könntest ja ma probieren im Elektrogeschäft nen kondi zu kriegen der irgendwie 1000V aushält und eine passende Kapazität besitzt...
    Aber könnte man nich auch einfach nen kondi nehmen der mehr kapazität hat als der originale? Dann müsste es doch, zumindest im niedrigen Drehzahlbereich nen stärkeren Funken und obenrum immer noch nen mindestens gleich guten oda auch besseren FUnken geben...
    Einziges Problem könnte die Befestigung des Elektroladenkondis sein...

  • Hallo!


    Ich denke mal die Kapazität des Kondensators ist so gewählt,
    dass dieser entsprechend geladen wird und die richitge Ladung abgibt... daran würde ich prinzipell nicht \"rumpfuschen\", zumindest nicht ohne Berechnung*g*
    Bloß sollte es so sein,
    dass die Durchschlagsspnnung der neuen Kondensatoren zu gering ist, wüsste man wenigstens wo das Problem liegt...


    Nur kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass man sowas herstellt und verkauft^^


    Grüße


    huj

  • Also im prinzip wüßte ich spontan nicht, warum eine größere Kapazität schaden könnte. Die Energie, die zum Aufladen zur Verfügung gestellt wird ist ja immer die gleiche und wenn er sogar mehr speichern kann, als der originale kommt das doch eig nur dem Funken zugute oda könnte es sein, dass die Zündspule dann zu viel Strom abkriegt und durchbrennt?

  • Das hast du prinzipell recht. Aber man muss doch nicht unbedingt zusätzliche Fehlerquellen einbauen, wenn du verstehst wie es das meine... Mehr Kapazität ist doch nicht gleichbedeutend mit einer höheren Spannungsfestigkeit.


    Mir gehts im Prinzip ja nur darum, dass ich wissen möchte, ob der Kondensator wegen diesem Ladeströmen von 400 Volt kaputt geht, oder nicht.


    Grüße


    huj

  • hi!


    um die ursprüngliche frage zu beantworten: die 250v sind in der tat die zulässige spannung für diesen kondensator. mehr is net ratsam.


    allerdings habt ihr ansonsten eine kleinigkeit verwechselt: der kondensator, um den es hier geht, kommt ja bei der unterbrecherzündung zum einsatz. die 150-190V aus dem reparaturhandbuch beziehen sich auf die elektronikzündung, welche nach einem ganz anderen prinzip funktioniert!
    bei der u-zündung liegen am kondensator normalerweise etwa 10-15V an, bei spannungsspitzen können es auch mal über 100v werden.
    die 250v sind aber ansich mehr als ausreichend. warum nun die importkondensatoren net halten, is ne gute frage. es spricht auch nix dagegen, einen \"normalen\" kondensator ausm elektronik-geschäft einzubauen (wenn man ihn befestigt kriegt), der mehr spannung verkraftet. schaden tuts jedenfalls nix!
    ganz anders siehts aber bei der kapazität aus. diese hat die überhaupt nichts mit der funkenenergie zu tun. bei einer unterbrecherzündung dient der kondensator ausschließlich dazu, funken im unterbrecher zu unterdrücken! und da für diesen zweck der originale wert optimal zu sein scheint, würde ich es dabei belassen...

  • Hallo Spicha!


    Im Reparaturhandbuch ist von Klemme 14 oder 2 zu Masse die Rede. Zumindest im Schaltplan von Moser ist Klemme 2 der Anschluss zur Primärspule der Unterbrecherzüdnung, deshalb bin ich davon ausgegangen, dass der Wert für beide Zündungsarten gilt...


    Grüße


    huj

  • ja, was die klemme angeht, is das zugegebenermaßen etwas verwirrend. klemme 2 kommt bei beiden zündertypen vor...
    im reparaturhandbuch steht \"klemme 14 oder 2 gegen masse...\", wobei es klemme 14 aber wirklich nur bei der e-zündung gibt. klemme 2 ist in diesem zusammenhang nur möglich, da 14 und 2 im steuerteil der e-zündung intern verbunden sind.
    übrigens werden ja auch für u- und e-zündung unterschiedliche spulen auf der grundplatte benötigt, um eben diese unterschiedlichen spannungen zur verfügung zu stellen.


    achja, was mir grad noch einfällt: du hattest anfangs einen linearen zusammenhang zwischen drehzahl und induzierter spannung angenommen. theoretisch ist das zwar korrekt, praktisch kommt aber ein weiterer effekt hinzu: mit steigender drehzahl (und damit steigender frequenz des wechselstromes) steigt auch der induktive blindwiderstand der spule. diese beiden effekte überlagern sich derart, daß sie sich (bei korrekter berechnung der spule) gegenseitig aufheben. eigenen messungen zufolge haben die simson-ingeneure da wirklich ganze arbeit geleistet, die spannung bleibt wirklich über den gesamten drehzahlbereich annährend konstant!

  • Hallo spicha,


    danke für die Infos, damit wären meine Gedanken dann gegenstandslos :)


    Grüße


    huj

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