Sprit Sparen

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  • Zitat

    Original von Clemens:
    hätte halt nur sein können das jemannd sagt machen deinen vergaser so und so und so und dann verbauchste weniger


    Klar:
    Du fährst den Motor warm.
    Dann stellst Du an der Standgasschraube den Leerlauf etwas höher (damit der Motor beim Verstellen der Gemischschraube nicht ausgeht).
    Sodann drehst Du an der Gemischschraube, immer nur ein bißchen, dann warten, weil es eine Weile braucht, bis der Motor sich auf die neue Stellung eingepegelt hat.
    Also zuerst in eine Richtung, später evtl. in die andere.
    So suchst Du die Stellung, bei welcher Du das höchste Standgas erreichst (am besten ginge das natürlich mit einem Drehzahlmesser; bei einer Simson ohne einen solchen, mußt Du es halt nach Gehör machen).
    Wahrscheinlich wird es so sein, daß durch magerer-drehen dieses Ergebnis zustande kommt.
    Beim normalen Vergaser-Einstellen wird dann die Gemischschraube wieder ein wenig fetter gedreht, damit der Motor auch bei Klimaschwankungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit) nicht herumzickt.
    Wenn Du aber so wenig möglich Sprit verbrauchen willst, unterläßt Du dieses Fetter-Stellen, sondern läßt die Gemischschraube so, daß sie das höchstmögliche Standgas bringt (aber - wie gesagt - bei warmgefahrenem Motor!).
    Sodann drehst Du an der Standgasschraube das Standgas wieder herunter, wie es vorher war.
    Fertig.
    Damit hast Du die gesund-möglichste magere Vergasereinstellung, d.h. verbrauchst am wenigsten Sprit, ohne den Motor zu gefährden.

  • ..ja, aber dann riskierst Du ein Heißlaufen im Stand! Das Gemisch ist in Originalstellung so eingestellt, dass optimale Verbrennung (Abgasreinheit) und Sicherheit beim Betrieb mit Standgas gewährleistet ist. Wenn Du am Gemisch drehst, verschlechterst Du die Verbrennung und erhöhst die Temperatur im Standgas, was bei gleichzeitig verringerter Schmierleistung problematisch werden kann.


    Davon abgesehen brauchst Du häufiger und länger den Choke, der die ganze Einstellerei erst nach laaaanger Fahrt wieder wettmacht.


    Davon abgesehen: Du kannst ein bestehendes System nicht mit weniger Benzin betreiben, ohne Einbußen in Kauf zu nehmen.


    Viel wichtiger ist es, dass die Mühle ordentlich eingestellt ist und alles in Ordnung ist. Wenn der Krümmer undicht ist, und es Dir deshalb zuviel Gemisch aus dem Auspuff wieder herausdrückt, dann verbrauchst Du viel mehr als Du mit einer Vergasereinstellung wieder einholen könntest....

  • Zitat


    Original von Schwabe:


    Damit hast Du die gesund-möglichste magere Vergasereinstellung, d.h. verbrauchst am wenigsten Sprit, ohne den Motor zu gefährden.


    Ja, aber.....


    Son Simsonvergaser hat garkeine Gemischeinstellschraube :b_wink:


    Was du meinst und beschreibst ist die Einstellung der Gemischzusammenstellung mittels der Leerlauf-Luftregulierschraube.


    Wie der Name schon sagt, wirkt sich das ausschließlich im Standgas aus.
    Im Volllastbereich geht \"Einstellen\" nur über eine Andere HD, im Teillastbereich über andere HD, andere Nadel bzw änderung der Position derselben.
    Zum Schrauben is da nix :b_wink:


    Chrom

  • Nun, so spitzfindig kenne ich mich da nicht aus. Ich bezeichne beide Varianten, egal ob Luft- oder Benzinschraube, als \"Gemischschraube\"; denn wenn ich an der Luft \"herumpfusche\", beeinflusse ich genauso das Gemisch wie am Benzin.


    Daß sich das Verändern der Luftschraube nur auf den Leerlauf auswirkt, mag vielleicht von der Theorie her richtig sein. Davon habe ich zu wenig Ahnung.
    Von der Praxis her aber kann ich Dir berichten, daß ein Verstellen der Luftschraube ein ganz gewaltigen Einfluß auch auf Vollgasfahren, d.h. Höchstgeschwindigkeit hat.
    Ich habe \"ewig\" gebraucht, um bei nur wenig verändertem Motor nur mittels winziger Veränderungen an der Luftschraube die Höchstgeschwindigkeit richtig hinzukriegen. - Will heißen: Wenn die nur ein klein wenig anders eingestellt war, lief das ganze Ding am Ende um einigese langsamer.
    Wie das theoretisch zu erklären ist, weiß ich nicht. Ich kann Dir nur versichern, daß es bei mir so war.


    Den Kaltstart brauchte ich übrigens praktisch nie (außer bei 5 Grad Minus draußen). Ein paarmal kurz am Gas gedreht, dann angetreten, und das Ding war da (und das, obwohl da keine Beschleunigerpumpe das \"Tupfen\" simuliert!).
    Erst seitdem ich zur Geldersparnis etwas Alkohol (E85) mit in den Tank leere, muß ich den Kaltstart betätigen (kann aber auch sein, daß meine Düsen inzwischen etwas zu sind, da ich mit Altoel fahre ...).

  • versuchs mal mit Essig und Öl. Ist bestimmt noch günstiger und Du hast immer ein leckeres Dressing dabei :censored:


    Wenn Du anfängst, Komponenten zu verbrennen, die in den Standardeinstellungen nicht vorgesehen sind (Altöl ist mal ganz pfui!), dann wäre es vielleicht angebracht, über ganz andere Veränderungen nachzudenken (ZZP wegen verändertem Zündverhalten des Ethanolanteils, andere Bedüsung wegen der veränderten Dichte des Kraftstoffes etc.).


    Kannst ja mal versuchen, eine Konfiguration zu erarbeiten, mit der man E100 pur fahren kann. Aber nur mit Schräubchendrehen wirst Du dann nicht weiterkommen.

  • Zündzeitpunkt habe ich schon versucht (bei der Elektronik kann man ja vorsichtig bei laufendem Motor die Grundplatte in den Langlöchern verstellen); aber bei meinem nur sehr, sehr wenig veränderten Motor ist die Originalstellung (Markierung) das optimale.


    Mit mehr Alkohol zu fahren, hat (außer für Umweltfanatiker) keinen Sinn. Man braucht so große Düsen, daß die Ersparnis durch den Mehrverbrauch (das Zeug hat ja auch einen geringeren Verbrennungswert, sodaß man ohnehin schon mehr braucht) marginal ist.
    Und im Winter müßte man den Vergaser vorheizen, sonst springt das nicht an.
    Außerdem sind gewaltig Schäden durch Korrosion zu erwarten; d.h. der Tank wird angegriffen, Gummi- und evtl. Plastikteile, die mit dem Zeug dauerhaft in Berührung kommen, korrodieren.
    Und um die Leistung zu halten, müßte man auch noch die Verdichtung erhöhen.


    Ich fahre im großen Moped schon weniger als 10% Alkohol, in der Schwalbe wohl weniger als 5%.
    Da brauche ich noch keine größeren Düsen; das verkraftet es auch so noch. Und auch die Korrosion wird kaum merklich sein.


    Mein Altoel hat nur 3000 km in einem Viertakter mit Trockensumpfschmierung und feinem Papieroelfilter (mein großes Moped) gesehen, ist also nur optisch etwas übel (der Sprit wie auch der Benzinfilter ist schwarz), aber ansonsten merkt man den Unterschied zu unbenutztem Oel (15W40) eigentlich nicht.
    Ist ja kein derb frisierter Hochleistungsmotor, sondern nur ein Schwälbchen. Das läuft und läuft und läuft ...

  • es hilft auch schon, den gasgriff direkt nach dem schalten nicht 100 % aufzudrehen, besonders im 3./4. gang...


    janis

    :shehumper:: keine Zeit

  • die beste möglichkeit spritt zu sparen ist immernoch ein sauber funktionierender motor in verbindung mit einen erhöhten reifendruck...


    es muss quasi alles was den die KW-ausbremst auf ein minimum reduziert werden...


    das fängt beim primärtrieb an und endet beim hinterrad...den rest kann sich denke ich jeder zusammenreimen...

    The Two Strokes - Denn alle guten Dinge sind zwei.

  • ich bin auf BING-Vergaser umgestiegen und hatte gleich spürbar weniger Spritverbrauch als vorher.

  • 16N3 mit NICHT-Sparsamer Fahrweise ca. 2,6L
    Mitm Bing brauch ich mit der gleichen Fahrweise ca. 2,7L also im Bereich der Messtoleranz!


    16N1 bin ich nie gefahren, daher kA


    EDIT: Wenn man beim 16N1 die Umluftschraube verstellt wirkt sich das logischweise auch auf Teil- und Volllast aus, weil ja der \"Leerlaufvergaser\" immer mitläuft, auch wenn du Gas gibst.
    Das ist auch eine der Spritsparmethoden beim 16N3: Der Leerlaufvergaser wird aus der Nadeldüse mitversorgt. Sobald du nun Gas gibst geht der Sprit durch die Nadeldüse ins Venturirohr (das große Loch im Vergaser) und nicht mehr durch die Leerlaufdüse. Deswegen läuft das Leerlaufsystem dann nicht mehr mit und kann logischweise auch keinen Sprit mehr verbrauchen.
    Der 16N3 ist echt genial konstruiert, das muss man dem Entwickler lassen!

    Leider keine Simme - ehemals ne S51/1 B in Billardgrün :)
    Wer Stress mit seiner Fahrzeugelektrik hat, darf mich gerne fragen...

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