Zylinderflansch verzogen...

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  • Mahlzeit


    folgende Geschichte. Seit einiger zeit lief meine Simme im Standgas und Lastwechsel net mehr gescheit. Hab das als Anlass genommen, meinen Sparvergaser über den Jordan zu werfen und einen 16N1-11 reinzukloppen.


    Beim SR den Tunnel abgemacht und was sehen meine müden Augen? Linke Mutter am vergaser hing so auf der letzen Umdrehung, rechts konnte man sie auch mit der Hand ohne Probleme abschrauben.
    Erstaunlich, dass das Ding überhaupt noch lief. Übrigens nicht schlechter als nach dem Einbau, wo die Schrauben noch fest waren!


    Egal, Gaser ab, N1 dran, angegickt und dann versucht einzustellen. 1h lang versucht, das ding irgendwie zum Laufen zu kriegen. Vergeblich. Hat immer hochgetourt und dann wieder runter und wieder hoch und dann aus. Hab mich erinnert, mal gelesen zu haben, dass Nebenluft die Ursache sein kann. Also Bremsenreiniger genommen, auf Vergaser gehalten und riiiiiing ging die Drehzahl hoch. Aha. Gesucht und Ursache gefunden:


    Wenn man von oben auf die Verbindung Zylinder/Gaser geschaut hat, waren links und rechts am Flansch Spalte von ca. 0,2mm. Schrauben fester Anziehen hat nicht geholfen (zumal das beim BVF eh total behindert ist, die linke Schraube krieg ich nie fest, weil das Gehäuse irgendwann immer dem Schlüssel im Weg ist).


    Gaser wieder ab. Der sah eigentlich gerade aus. nur der Zylinderfflansch scheint einen Bogen drin zu haben. Hab dann über die rote Plastikdichtung noch die Pappdichtung gemacht und die Schrauben abwechselnd angeknallt, so hat sich der Bogen in die Papierdichtung gedrückt und alles ist dicht und läuft wunderbar



    Und jetzt zur Frage: Wie zur Hölle kann sich der Zylinderflansch verziehen???


    Hab ja jetzt minimal längeren Ansaugweg. Wie wirkt sich das theoretisch auf die Fahrleistung aus? Bei dem Sturm grad konnte ichs schlecht einschätzen.


    Nochwas: Kann es sein, dass der N1 kleinere Hauptdüsen braucht als der N3? Bin den N3 mit ner 80er und am Ende 78er HD gefahren (wobei er bei letzerem hart am Limit lief)


    und jetzt hab ich die 78er im N1 und die TLNadel in der 3. Kerbe von oben und der läuft meiner Meinung nach n tick zu fett. Wenn ich ausm Standgas aufreiße verschluckt er sich...


    Noch was: Das Plättchen von der Teillastnadel ist ja im Gegensatz zum Sparvergaser sehr komisch. So doppelt irgendwie. Wenn es heißt in der 4. Kerbe von oben. Ist das dann quasi die fetteste Einstellung, die geht? das ding hat ja 5 Kerben. Wenn ich ganz oben anfange, sind Kerben 1+2 belegt, dann 2+3, dann 3+4, dann 4+5


    Was heißt also 4. Kerbe von oben?


    Genuch geschwätzt... Ihr seid dran =)

    :dance1: SR50 /1b, Bj. 90, 50cm³ SZ, AOA2, Luffi nach Reich, Vmax: 75-80km/h (je nach Laune und Wetter) :dance1:

  • Moin!


    Beim 16N1 gilt folgendes:
    - je ein Blättchen pro Kerbe in der Nadel, es werden also immer 2 Kerben belegt
    - mit der Nummer der Kerbe is immer das untere Blättchen gemeint
    - die Kerben werden von oben nach unten gezählt


    Wichtig: Vergasermuttern nur leicht bis \"fest\" anziehen, niemals \"anknallen\" bis zum \"get-no\". Damit verzieht sich entweder der Flansch vom Vergaser oder halt vom Motor (beim verz. Motorflansch muss aber einiges an Kraft eingewirkt haben).


    Gruss


    Mutschy

  • Zitat


    Original von mutschy:
    Wichtig: Vergasermuttern nur leicht bis \"fest\" anziehen, niemals \"anknallen\" bis zum \"get-no\". Damit verzieht sich entweder der Flansch vom Vergaser oder halt vom Motor (beim verz. Motorflansch muss aber einiges an Kraft eingewirkt haben).



    Ja, aber komischerweise muss die kraft in die andere Richung gewirkt haben. Die Kanten vom Zylinderflansch haben sich vom Vergaser weggebogen. Keine Ahnung, wie sowas geht!?


    Hab den Vergaser jetzt auch nichit übertrieben angezogen, aber halt so, dass sich die Papierdichtung da eindrückt, wo der Vergaserflansch den bauch hat. Läuft ganz gut.


    und danke für die Erlärung mit den Kerben, das war mir nicht klar.
    Das heißt, mann kann die Nadel gar nicht in die 5. Kerbe von oben hängen, richtig (sie hängt dann in 4+5)?

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  • Zitat


    Original von RubberBone:
    Und jetzt zur Frage: Wie zur Hölle kann sich der Zylinderflansch verziehen???


    So ein Flansch oder generell Werkstücke können sich aufgrund von einseitiger bzw. nicht gleimäßiger Anziehen der Befestigungschrauben verziehen.
    Descwegen sollte man auch die Zylinderkopfschrauben immer über kreuz und abwechselnd stark anziehen. Dadurh vermeidet man ein Verziehen des Kopfes, der sonst, im verzogenen Zustand, zu einer mangelnden Dichtfähigkeit führen kann.


    :b_wink:

    --- S I M S O N ---


    Fuhrpark: Yamaha XT 600 Ténéré, MZ ES 150/1, Simson S51, Simson Schwalbe

  • ja das weiß ich, aber das komische ist halt, dass sich der Flansch 1. symmetrisch und 2. weg vom vergaser verzogen hat



    \\ I
    I I
    / I


    links stellt die Kante vom Zylinderflansch dar und rechts den vom Vergaser...

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