Simson Verkauft mit 60ccm

    • Simson Verkauft mit 60ccm

      Hallo

      Ich habe vor fast ein Jahr eine neu Aufgebaute Simson verkauft . Motor wurde komplett gemacht mit 60 ccm Kolben und Zylinder. Heute rief mich der Käufer an das es betrug ist das ich ihn 60 ccm verkauft habe. Angeblich stand das Moped seid dem Kauf umher. Was meint ihr wie ist die Rechtslage? Angeblich sind die Lager und Simmerringe ausgeschlagen.
      Und jetzt Droht er mir mit dem Anwalt wegen betrug (60ccm).

      Das es 60ccm sind habe ich gesagt aber es waren 3 Personen und ich war alleine.
    • Wenn du es gesagt hast das du ein 60ccm Zylinderkit draufgebaut hast, wie kann es dann Betrug sein ? Es wäre ja dann nur Betrug wenn du es ihn verheimlicht hättest.
      Ich finde da will einer nur Ärger machen. Wer kommt den erst nach 1 Jahr wieder an und droht dann mit dem Anwalt ?
      Der Weg ist das Ziel
    • Scheint so, als wäre der Käufer auf Krawall gebürstet oder will eine Rückabwicklung.
      Bin kein Anwalt, würde aber meinen, dass Du ohne einen im Fall des Rechtsstreits aufgeschmissen bist.
      Solche Angaben immer im Kaufvertrag zu fixieren, sollte das Mindeste sein, was Du in der Nummer gelernt hast :i_troest:


      Edit fiel grad ein: Gab es ein Inserat oder irgendwas schriftliches im Vorfeld, womit Du nachweisen könntest, dass der Käufer wusste, was er kauft?


      Obacht!!!
      Zeiten abnehmenden Lichtes!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Der Dings ()

    • Ein 30+Jahre altes Fahrzeug ein Jahr nach Kauf beanstanden. Ich würde das ignorieren.
      Du bist schon sehr weit gegangen mit deinem Angebot. Am 60ccm-Zylinder liegt es ganz sicher nicht, dass Lager ausgeschlagen sind. Schließlich gibts den gleichen Motortyp mit gleichen Lagergrößen auch mit 70ccm.
    • Stimmt schon, Schwarz-weiß ist fast gar nichts im Leben.
      Wenn ich 2,5k für ein Moped ausgegeben hätte, wär ich damit zuhause ausgibigst rumgejagt, gerade bei dem geilen Sommer letztes Jahr.
      Er aber behauptet, sie habe ab Inbesitznahme nur bei ihm gestanden - so ein Käse.
    • Beim Gewerblichen Händler brauch er so auch nicht ankommen, der müsste zwar gewährleisten aber nach
      6 Monate liegt die Beweislast beim Käufer.
      Also der Käufer müsste jetzt beweisen das der Mangel beim kauf vorlag.
      Kann er das nicht ist die Geschichte gegessen.
      Abgesehen davon der Verkäufer hat das recht dem Mangel selber an zu stellen dazu hat er drei versuche, erst dann steht kauf rückgängig machen im Raum.
      Bei ein Privatverkauf ohne Gewährleistung, nach dieser Zeit, was will er noch ???
      Kann er dir eine arglistige Täuschung vorwerfen und diese belegen, denke mal nein.
    • So ein änlichen Fall hatte mein Vater auch mal. Er Hat ein Balkenmäher verkauft mit Mängeln auf die er auch hingewiesen hat. ein Paar Wochen Später meldete sich der Käufer per Email und wollte ein Teil vom Kaufpreis wiederhaben. Da gab es eine passende Email zurück und das Thema war für beide Seiten erledigt.
      Der Weg ist das Ziel
    • Aber man kann ihn ja auch leicht zurückdrehen

      Das würde ich dann auch so angeben wenn es zu Untersuchungen oder Verhandlungen kommt. Ein unveränderter Tachostand ist kein Beweis, dass die Simme ein Jahr rumstand. Und wenn die Beweislast wie hier zu lesen tatsächlich nach 6 Monaten umgekehrt wird, sollte es dem Käufer schwer sein das nachzuweisen.
      Und zur Not nimmste dir ein Akkuschrauber und einen Tacho mit und führst das vor Gericht vor :D
    • Da es sich um ein Privatgeschäft handelt, greift das HGB meines Erachtens hier nicht, jedoch das BGB (§§ 437 & 439).
      In Deinem Fall sehe ich aber eher §444 BGB als relevant, in dem es heißt: "Auf eine Vereinbarung, durch welche die Rechte des Käufers wegen eines Mangels ausgeschlossen oder beschränkt werden, kann sich der Verkäufer nicht berufen, soweit er den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat."

      Abgesehen davon, wäre nach Ablauf der Zeit selbst bei einem unternehmerisch abgewickelten Geschäft der Kunde in der Pflicht, den Nachweis des von vornherein bestehenden Mangels zu erbringen, da die gesetzliche Gewährleistung.
      Der Mangel besteht, wenn ich das richtig verstanden habe, nicht in der Tatsache, das ein 60ccm-Aggregat als Treibsatz dient, sondern in vorgeblich qualitativen Mängeln (Lagerschäden o.ä.).
      Hätte sich der Käufer innerhalb 6 Monaten nach Kauf bei Dir gemeldet, wärst Du in der Nachweispflicht und ggf. sogar in der Pflicht zu Nachbesserung und/oder Regress gewesen. Da dem nicht so ist, würde ich mich an Deiner Stelle entspannt zurück lehnen und der Dinge harren, die da (sehr wahrscheinlich überhaupt nicht) kommen. Kommt doch etwas, so würde ich Dir dringend anwaltlichen Rat empfehlen.
      Obacht!!!
      Zeiten abnehmenden Lichtes!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Der Dings ()

    • Der Dings schrieb:

      Da es sich um ein Privatgeschäft handelt, greift das HGB meines Erachtens hier nicht, jedoch das BGB (§§ 437 & 439).
      In Deinem Fall sehe ich aber eher §444 BGB als relevant, in dem es heißt: "Auf eine Vereinbarung, durch welche die Rechte des Käufers wegen eines Mangels ausgeschlossen oder beschränkt werden, kann sich der Verkäufer nicht berufen, soweit er den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat."

      Abgesehen davon, wäre nach Ablauf der Zeit selbst bei einem unternehmerisch abgewickelten Geschäft der Kunde in der Pflicht, den Nachweis des von vornherein bestehenden Mangels zu erbringen, da die gesetzliche Gewährleistung.
      Der Mangel besteht, wenn ich das richtig verstanden habe, nicht in der Tatsache, das ein 60ccm-Aggregat als Treibsatz dient, sondern in vorgeblich qualitativen Mängeln (Lagerschäden o.ä.).
      Hätte sich der Käufer innerhalb 6 Monaten nach Kauf bei Dir gemeldet, wärst Du in der Nachweispflicht und ggf. sogar in der Pflicht zu Nachbesserung und/oder Regress gewesen. Da dem nicht so ist, würde ich mich an Deiner Stelle entspannt zurück lehnen und der Dinge harren, die da (sehr wahrscheinlich überhaupt nicht) kommen. Kommt doch etwas, so würde ich Dir dringend anwaltlichen Rat empfehlen.


      Na das ist doch das was ich schon dargestellt habe.
      Bei ein Gewerblichen Verkäufer muss der Käufer nach 6 Monaten belegen da das Mängel bereits beim kauf vorlag um Gewährleistung Anspruch zu stellen TE ist Privater der der Gewährleistung laut Kaufvertrag ganz ausgeschlossen hat.
      Darauf sollte TE den Käufer mal sachlich drauf hinweisen, damit würde ich das beenden.
      Schriftwechsel gut aufheben und wenn doch noch was von ein Anwalt kommt sollte, selber bei einen Rat suchen.
      Da will einer sich 400€ in die Tasche stecken, oder will sich Tuning-Motor zulegen/aufbauen.
      Wäre TE in der Nachbesserung Pflicht, ist das seine Sache wie er dem Mangel abstellt.
      Nur mal so bei RZT kostet eine Überholung 195€ noch Stino Zylinder-Kit ist man da bei rund 250€.
      Eine 400€ Forderung für anderen Motor, kann der Verkäufer so oder so knicken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ckich ()


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