Beiträge von screenager

    Moin, ich mache in Berlin Kladow (Südspandau) eine Ausbildung zum Zweiradmechatroniker und bin im 2. Lehrjahr, Anfang '27 steht die Zwischenprüfung an.


    Weil ich nach der Ausbildung am liebsten (DDR-)Mopeds/Motorräder reparieren/restaurieren und mich später mit einer Werkstatt selbstständig machen möchte, suche ich schonmal Werkstätten in die Richtung. Nicht mal unbedingt Simson oder DDR, sondern generell "alte Krafträder".


    Am liebsten wäre mir etwas mit unter 2 Stunden Fahrzeit mit den Öffis, da ich jede wöchentlich dienstags und zweiwöchentlich dazu donnerstags Berufsschule habe :rotate:

    Jetzt steht sie ja eh wieder erstmal eine Weile, mindestens bis zum nächsten Urlaub. Da wird dann der neue Vergaser sowieso nochmal gereinigt.


    Über einen außenliegenden Kondensator denke ich aber definitiv nach (bzw werde das Vaddern vorschlagen, wenn er schon keine vape will..), das macht das Zündsystem zumindest etwas einfacher. Einen kaputten Kondensator in der Grundplatte zu tauschen hat jetzt nicht unbedingt Spaß gemacht :D

    Was sind davon eigentlich die Vorteile? Weniger/keine Hitzeprobleme, einfachere Wartung?

    Naja, ich hatte vor ein paar Beiträgen geschrieben, dass das die einzige Änderung war, die ich gelassen habe ;)

    Sie war ein bisschen verbastelt (mein Opa hatte da selbst dran gewerkelt, hier und da kaputte Kabel repariert, Hupe war seltsam angeschlossen usw ..), hab vor ein paar Jahren aber sonst alles auf Original zurück gebaut.


    Sie lief ja mit meinem "Umbau" mehrere 1000km.

    Ja, würde ich gerne verbauen, wenn es meine eigene wäre :pinch: ich sag meinem Vadder schon seit Jahren, dass ne Vape richtig praktisch ist :rotate: er sieht aber keinen Sinn darin, so viel Geld auszugeben, wo die U-Zündung doch "meistens" funktioniert..

    Eine Zündung mit innenliegender Zündspule, die hätte ich gleich rausgeschmissen

    Aber hab ich doch. Oder liege ich falsch, dass die Zündspule wie bei der S51 (diese runde Metall"tube" unterm Tank mit den Anschlüssen für die Kerze usw) keine außenliegende Zündspule ist?

    Kenne das nur von der SR2E, die hat ja aus dem Motorgehäuse in Fahrtrichtung die Durchführung direkt zur Kerze. Hat "meine" S50 nicht, hab das Loch im Gehäuse mit nem Stopfen ge...stopft.

    Steck mal den Dongel an.

    Wenn's nur so einfach wär'!


    Zitat

    Die kriegt keinen Sprit, das ist das erste. Tank entrosten, reinigen, spülen. Benzinhenne überholen mit neuer Vierlochdichtung, Vergaser nochmal putzen.

    Und dann kuckste mal weiter.


    Zündung kannste ablitzen. Was macht der ZZP, wandert/springt er, aussetzer?


    Tank ist entrostet und immernoch wunderbar sauber, vermute mal, dass sich der Benzinhahn mit zersetztem Öl oder sowas zugesetzt hat. Es kommt aber immernoch genug durch, dass der Spritschlauch durchgehend gefüllt ist. Es sollte also für das Testen ausreichend Sprit nachgelaufen sein.

    Werde aber sicherheitshalber den Hahn säubern. Schließlich kommen am Ende des Tages immernoch weniger als die 200ml/Minute durch.


    Zündung abblitzen wollte ich heute probieren, aber dann kam das Posten hier dazwischen :rotwerd: morgen fahre ich zurück nach Berlin, Urlaub ist rum.. also steht die S50 wieder ne Weile :(

    Hört sich für mich an wie ein Zündungsproblem, Fehlzündungen und eben wie du beschreibst kommt die Zündung nicht mehr hinterher und das Verhalten bei hohen Drehzahlen hast du besonders bei kaputten Kondensatoren. Auch wenn der neu ist sind doch viele Neuteile knapp an den Toleranzgrenzen und eigentlich für den Endverbraucher kaum zu gebrauchen.

    Deine läuft aber für einen kaputten Simmerring noch sehr gut! Bei mir ging da nichts mehr wirklich. Wenn die aber durch sind sammelt sich im Krümmer eine richtig schöne Suppe an, bau den mal ab und dreh ihn auf die Seite, wenn da was rauskommt weißt du definitiv dass der Simmerring durch ist.


    Ok, also wieder Kondensator erneuern. Halte ich eben auch für wahrscheinlich, weil sie damals ähnliche Probleme hatte. Da waren es ein kaputter Kondensator und undichter Schwimmer. Zündung ist ansonsten soweit gut. ZZP wie gesagt mit Messuhr eingestellt, war nach dem Vergaser das erste was ich gecheckt hab, mitsamt allem anderen (Polrad fest, Halbmond ganz, Unterbrecherkontakte gereinigt usw...)


    Naja, in Anbetracht dessen, dass das Öl nicht nach Sprit roch und ich im Kupplungsraum keine Hinweise auf "durchpusten" sehen konnte, ist der Simmerring wohl noch nicht so lange undicht. Am Auslass und im Krümmer war aber schon ne gute Kohleschicht, vllt knapp 1mm. Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob die jemals gereinigt wurden.


    Zitat

    Der Motor hat rechts übrigens zwei Radialwellendichtringe. Und Simmering ist ein Stadtteil von Wien.

    Oh, Tatsache! Von außen sieht man nur den in der Dichtkappe. Der dichtet dann wohl die Ölleitscheibe nach außen ab?

    Naja, dass der SimmeRRing auch von einem österreichischem Menschen namens Simmer erfunden wurde, kommt also doch nicht von ungefähr..



    Aber ok, wieder einmal vielen Dank an alle hier! Ab Montag geht die Ausbildung weiter, ich kann also für eine Weile nicht mehr an der S50 schrauben. Ich werde meinen Vater mal auf eine Motorrevision vorbereiten und für meinen nächsten Urlaub schonmal Teile zusammen suchen.


    Viele Grüße! Von mir aus kann das Thema hier zu, ich habe genug Hinweise dafür, dass der Motor überholt werden sollte.

    Danke, das bestärkt ja meine Idee, dass eine Motorüberholung nötig ist.


    Der Zündfunke ist allerdings richtig schön blau und regelmäßig, zumindest außerhalb. Im Zylinder unter Kompression kann ich ihn natürlich nicht sehen, aber das Verhalten deutet ja schon drauf hin (schlechtes Anspringverhalten, ab einer bestimmten Drehzahl kommt gefühlt der Funke nicht hinterher..), es macht allerdings keinen Unterschied im Anspringverhalten ob warm oder kalt. Sie springt an wann sie will :D


    Kolbenringe durch, also nicht mehr ausreichend Kompression.. hab leider noch keinen Kompressionstester. Sie kickt sich aber angemessen schwer durch, in etwa wie die S51, die ich überholt habe. Mit Finger auf der Zündkerzenbohrung zischt und zieht es auch ordentlich. Natürlich alles keine super genauen Tests...


    Ja Kurbelwellendichtring (kupplungsseitig) kann man ja hier leider nicht von außen sehen. Da sind auch wieder Punkte dafür - weißer, stinkender Rauch, schwarze Kerze.


    Vergaser habe ich quasi ausgeschlossen, weil mindestens 3x komplett zerlegt, gereinigt (Ultraschallbad, Bremsenreiniger, Druckluft) und Düsen mit Düsenlehre gecheckt, Kreuztausch mit laufender S51 und zum Schluss auch neuen Vergaser montiert. Gegen Vergaserprobleme spricht auch, dass sie ja bis zu einer bestimmten Drehzahl wunderbar am Gas hängt und dann gut runtertourt. Sie zeigt jedes Mal die gleichen Probleme.


    Diese S50N hat eine außenliegende Zündspule (wahrscheinlich der einzige Umbau, den ich gelassen habe). Also auch keine Durchführung wie beim SR2E zb..?

    ... Jetzt frage ich mich, was ich dort an der Grundplatte verbaut habe, denn dort habe ich vor ca. 3 Jahren den Kondensator sowie eine Spule erneuert, wenn ich mich recht entsinne. Sie lief nach der Erneuerung auf jeden Fall richtig gut für bestimmt 4000km in einem Jahr. Bin damit beinahe täglich 10km zur Arbeit gefahren und hab zwischendrin Ausfahrten ohne Probleme gemacht.


    Auf jeden Fall erstmal danke für den Input!

    So langsam zeichnet sich für mich ein Bild ab - Opa hat 1980 eine der letzten S50N gekauft, seinen Enkeln darauf fahren beigebracht (das weiß ich, ich bin einer der Enkel :D), Vaddern hat sie nach der Wende vermacht bekommen und den Motor überholen lassen. Ist dann quasi 20-30 Jahre so gut wie nicht gepflegt und gefahren worden, bis ich sie in die Finger bekam.

    Alles schreit nach Motorüberholung und Zyllinder honen lassen!

    Es sind noch die TGL Simmerringe verbaut, also auch mindestens 37 Jahre alt :roll: vorne ist sogar noch der Pneumantreifen drauf; hinten habe ich gewechselt, bevor ich wusste, dass der Reifen vorne eigentlich wichtiger ist...



    Grüße aus Meck-Pomm!

    Hier das Verhalten. Dreht bei wenig Gas schön hoch, bis zu einer bestimmten Drehzahl und "holpert" dann quasi. Ich hoffe man erkennt es.

    Außerdem klingt es bei hohen Drehzahlen so, als würde irgendwas klackern oder irgendwie explodieren, ich schiebe das auf die Kolbenringe. Der Zylinder ist ja schon gute 9000km alt.


    VID_20260815_165634~2.mp4

    Wie fit bist du im Motoren revidieren? Denn der M53 ist nix für Anfänger...

    Ich weiß, würde mich als relativ fit bezeichnen. Bin Zweiradmechatroniker im 2,5. Lehrjahr und hab schon vor der Ausbildung 4 Motoren samt Fahrzeug (erfolgreich!) überholt/restauriert. Einen Rh50II, zwei M541 und einen Sachs 505/2.

    Hab auch alle Spezialwerkzeuge dafür und gehe nach Anleitung vor - ich möchte nach der Ausbildung beruflich mit Simsons arbeiten, deswegen geh ich da jetzt schon sehr penibel vor.


    Bevor du jetzt das große Besteck auspackst: mach erstmal den Tank + den Hahn + den Vergaser penibel sauber.


    Den Tank hab ich vor der Standzeit entrostet, da kam damals gut Rost raus. Dann auch gleich neuen Hahn eingebaut. Aber stimmt, wenn jetzt so wenig Sprit raus kommt, hat sich da wohl wieder was zugesetzt.



    Habt ihr noch Ideen, weshalb der Motor sich ab einer bestimmten Drehzahl so komisch verhält?

    Ich hab das so noch nicht gehabt. Vielleicht mache ich mal lieber ein Video und lade es hier hoch.

    Moin, erstmal danke für die Antworten! Hab eben mal neues Gemisch rein gemacht (es war nämlich tatsächlich altes drin..) und beim Ablassen fiel mir auf, dass relativ wenig Sprit nachkommt.. Hab gemessen und es sind ca. 130-150ml in einer Minute.


    Jetzt springt sie allerdings zuverlässig an, das Problem mit der Gasannahme bleibt. Hab das bei abgelassenem Öl getestet, der Rauch sieht jetzt auch normal aus und stinkt nicht mehr so.

    Also denke mal eindeutiger Fall: kupplungsseitiger Simmerring ist wohl durch. Teste später nochmal mit Öl drin, um absolut sicher zu sein.

    Motor spalten ist ja auch keine Kleinigkeit und in dem Zug kann ich auch gleich mal die krumme Kickerwelle erneuern :)

    Moin moin, die S50N (BJ 1980) von Vaddern läuft nicht richtig. 16N1-8 Vergaser auf M53 Motor. Alles Original.


    Stand jetzt ca. 3 Jahre, vorher lief sie tiptop.

    Die Symptome sind: springt nicht gut an, erst nach mehrmals kicken. Läuft dann ein bisschen, Standgas hält sie gut und nimmt bis etwas mehr als Halbgas auch gut in der Drehzahl zu. So wie ich mehr als halb Gas gebe, kommt dieses dumpfe Röhren und die Drehzahl geht runter, fängt sich aber bei ca. Standgasdrehzahl wieder und bleibt dann da. Lass ich Gas wieder los, geht sie fast aus. TL-Nadel umhängen zeigt keinen Unterschied.

    Starker, stinkender weißer Rauch, schwarze abgesoffene Zündkerze, bis gestern bei Vollgas ständige Fehlzündungen. Hab heute die Unterbrecherkontakte gereinigt und ZZP mit Messuhr gecheckt (immernoch 1,5mm vor OT), seitdem immerhin keine Fehlzündungen mehr. Das Problem mit dem Vollgas bleibt.

    Im Standgas geht sie auch teilweise einfach so aus, ohne vorher zu stottern oder so.

    Springt dann auch erst wieder an, wenn ich die Kerze rausnehme, mit Bremsenreiniger "trockne" und paar mal durchkurbel. Dann ist es auch alles zwischen "springt beim ersten Kick an" und "braucht 5-6 Versuche".

    Sie geht zuverlässig aus, wenn ich im Stand den Startvergaser betätige. Sprit kommt ausreichend nach.

    Kompression ist gut da, Kreuzschliff ist zwar nicht mehr zu sehen, aber der Kolben und die Ringe (und Nuten) sehen super aus. Nur ein paar schwarze Stellen am Auslass, keine Riefen oder unnormale Schleifspuren. Ist noch das Nullmaß und bisher 9.100km gelaufen (+-200km, der Tachomitnehmer am Ritzel ist mir mal so halb weggebogen).


    Was ich bisher gemacht habe: Kolbenbolzen und Nadellager getauscht (dürfte eigentlich nichts mit dem schlechten Lauf zu tun haben, das Nadellager hatte sich aber zerlegt und richtig in den alten Bolzen eingearbeitet... ihr könnt euch vielleicht das Rasseln vorstellen), Vergaser grundgereinigt, später neuen Vergaser eingebaut (den natürlich auch vor Einbau gecheckt und eingestellt), Zündung gecheckt (Unterbrecher öffnet nach wie vor 1,5mm vor OT mit Messuhr, 0,4mm weit), Unterbrecherkontakte gereinigt, Zündkerze getauscht, Öl abgelassen (roch nicht! nach Benzin, war aber relativ dunkel und hatte etwas Metallabrieb drin - letzter Ölwechsel war vor der Standzeit, es kamen auch in etwa die 500ml raus), vor der Standzeit den Zündkondensator erneuert (lief danach super), alle Anschlüsse an der Zündspule gecheckt, Zündkabel und -stecker gecheckt (Funke ist durchgehend schön blau und regelmäßig), Halbmond ist noch frisch, Luftfilter und der ganze Ansaugtrakt sind sauber... das einzige was ich noch nicht gecheckt habe ist, ob der Auspuff frei ist, aber da kommt ja gut was raus.


    Ich steh' echt auf'm Schlauch. Das einzige was mir jetzt noch einfällt sind die Kurbelwellensimmerringe (wegen des weißen Rauchs und der tiefschwarzen Kerze), aber selbst mit abgelassenem Öl die gleichen Probleme. Oder der erneuerte Kondensator ist schon wieder Fratze, sie springt nämlich kaum noch an, wenn sie einmal standwarm ist.

    Aber wieso säuft die Kerze dann ständig ab? Schwimmerstand habe ich X Mal gecheckt, der stimmt und das Ventil schließt auch (Senfglasmethode und mit Mund durchpusten). Den Vergaser schließe ich spätestens nach dem Tausch als Problem aus. Die Bowdenzüge sind allesamt leichtgängig und der Gasgriff springt von selbst wieder zurück. "Choke"- und Gaszug haben auch gut 1-2mm Spiel.


    Vaddern meint der Motor wurde mal gemacht - mag ja sein, auf Zündungsseite ist jedenfalls ein schwarzer TGL Dichtring verbaut und überall Papierdichtungen. Den linken Kurbelwellendichtring sieht man ja nicht, wegen des Lagers davor. Zündungsseitig kam auch etwas Öl raus, also 100% dicht ist das alles auch nicht mehr. Kupplung und Primär sehen aber super aus, sehr gut ausgeglichen usw - deswegen vermute ich, dass sie vielleicht kurz nach der Wende mal überholt wurde und nichts gepfuscht wurde. Sie lief ja auch vor der Standzeit super, bin damit täglich zur Arbeit gefahren und hab oft Ausfahrten gemacht.

    Moin, danke erstmal für die Antwort bluefireman!


    Hab heute zuerst den Schwimmer penibel nach Vorgabe eingestellt, mir nochmal den Choke angeschaut und den Gummi ein Stück weiter raus genommen, das Ansaugrohr ein klitzekleines bisschen Richtung Gummi gepresst, einen alten "Plastikkerzenstecker" genommen (hatte bisher nur die aus Metall probiert) und joa.. sie sprang an!

    Zwar zuerst nur mit durchgehend gezogenem Choke, aber nach ein paar Vergasereinstellungen hält sie jetzt supi Standgas, tourt nicht hoch oder sonst was. Nimmt Gas super an, tourt auch flott wieder runter.

    Etwas Sorgen macht mir nur, dass es aus dem Zylinder etwas "klappert", aber das liegt vermutlich an den neuen Kolbenringen. Es klingt aber verdächtig ähnlich zu meinem Mofa, bei dem die Kurbelwellenlager ausgenudelt waren..


    Morgen geht's weiter mit Verkabeln (das wird eine ziemliche Herausforderung, der Vorbesitzer hat einige Kabel zusammengecrimpt..) und vielleicht eine erste kleine Probefahrt.


    LG und vielen Dank aus Feldberg

    Moin moin, das Hauptproblem steht ja schon im Titel.

    Genauer: Moped wurde zerlegt, Motor (M541, 6V SLPZ) überholt und jetzt bin ich so weit mit dem Zusammebau, dass ich zuerst nur die Zündung angeschlossen habe, um zu testen ob sie überhaupt anspringt.


    Funke ist da, regelmäßig, wenn auch recht schwach (springt vielleicht 1-1,5mm?), Brennraum kriegt Gemisch. Vergaser wurde gecheckt - der Schwimmer ist vielleicht minimal zu hoch eingestellt, wenn man den Vergaser auf den Kopf stellt, ist die Schwimmeroberkante höchstens 0,5mm über dem Rand der Vergaseroberkante. Werde morgen gleich zuerst gucken, ob da eine Änderung irgendwas bringt.

    Ich weiß nicht mehr genau, ob ich bei der Simme den Zündkondensator getauscht hatte, aber der Unterbrecher ist auf jeden Fall neu.

    Der Zylinder und Kolben sind definitiv verschlissen, aber aus finanziellen Gründen wurden erstmal nur neue Kolbenringe verbaut.


    Was habe ich gemacht seit dem 1. Versuch:


    - Vergaser überprüft (da die Schwimmereinstellung für "noch im Rahmen" befunden), alle Düsen sind frei und sitzen, allerdings geht der Starterkolben nicht ganz ins Gewinde zu schrauben. Bowdenzug hat aber trotzdem 2-3mm Spiel -> scheint also abzudichten ODER das Gummi/die Metallhalterung liegt irgendwo vor dem Saugrohr auf einem Gewindegang auf oder sowas

    - Teillastnadel sowie Luftschraube in allen Positionen probiert, jetzt wieder 4. Kerbe von oben respektive 1 Umdrehung raus, weil es kalt ist

    - Zündzeitpunkt überprüft (war bei 2,4mm vor OT, jetzt bei knapp unter 1,8; mit Kolbenstopper und Messschieber gemessen)

    - andere, funktionierende, Zündspule, Zündkerze, Kabel und Stecker probiert

    - überlegt, wie ich auf Falschluft prüfen kann, ohne dass der Motor läuft

    - Krümmermutter nachgezogen, da unverbranntes Gemisch rauslief

    - Zylinderkopf abgenommen, Kolbenlauf OT bis OT im Zylinder gecheckt (Ein-, Auslassöffnungen sichtbar und frei), dabei Zylinderfuß und -kopf gecheckt -> alles trocken, Kolben bleibt nirgends hängen oder so, Kopf mit 7Nm wieder montiert


    Meine Theorien:


    - Kerze säuft durch den zu hohen Schwimmerstand sofort ab, da nicht mal ein klitzekleines Zeichen einer Zündung kommt, weder mit noch ohne Startvergaser, Luftschraube zu, 1,5 Umdrehungen oder ganz raus

    - Motorgehäuse ist irgendwo undicht und zieht Falschluft (Simmerring Zündungsseite? dagegen spricht, dass hinter der Grundplatte alles pupstrocken ist) - wie teste ich die Dichtungen sonst auf Dichtigkeit?

    - Zündfunke nicht stark genug? Würde da ein neuer Kondensator Abhilfe schaffen?

    - Kompression durch verschlissene Garnitur so schlecht, dass es nicht zu einer Zündung kommt - dagegen spricht, dass sie vorher mit alten Kolberingen lief und ich jetzt etwa so doll kicken muss, wie bei einer laufenden KR51/2, spürbarer Sog am Einlassflansch, aus offenem Kerzenloch kommt gut Luft raus und wenn die Zündkerze drin ist, aus dem Auspuff auch

    - irgendwas an der Verkabelung haut nicht hin (unwahrscheinlich, da Funke kommt und einfach nur Grundplatte mit Zündschloss mit Zündspule mit Kerze und natürlich Masse verbunden ist)

    - ich habe noch kein Öl eingefüllt, falls ich den Motor nochmal öffnen muss -> möglicher Grund warum auch immer? Ölablassschraube undicht? :lookaround::a_zzblirre:



    Habt ihr sonst noch irgendwelche Ideen?

    Nach der erneuten Schwimmernachstellung bin ich erstmal am Ende meines Lateins. Halte Nebenluft noch für wahrscheinlich, aber hab keine Ahnung, wie ich die Dichtungen checken soll, ohne dass der Motor läuft (Bremsenreiniger in die Nähe der Dichtungen sprühen und auf Motordrehzahl achten).

    Bin für jeden Hinweis dankbar, vor allem Vorschläge für Nebenlufttest ohne dass der Motor läuft!