Beiträge von zwerch

    Es ist ja nicht nur die Lampenmaske und der Auspuffkrümmer was den Neckermann-Spatz von DDR-Spatz unterscheidet.

    Da ist halt noch mehr wie zb. die Fahrradklingel, Scheinwerfer ohne Fernlicht, das andere Rücklicht ohne Bremslicht

    Und genau diese Dinge waren es, die mich letztendlich dazu bewogen haben den Spatz neu zu bauen. Ich möchte mit dem Teil wirklich fahren und da ist mir die Verkehrssicherheit wichtig. Kein Fernlicht und kein Bremslicht ist mir in der heutigen Zeit zu gefährlich. Wenn schon normale Fahrräder mit Tiefstrahlern, die an Baustellenbeleuchtung erinnern, durch die Gegend fahren, soll mein Moped wenigstens abends erkennbar bleiben. Und Klingel statt Hupe ist vielleicht witzig aber halt auch nicht mehr zeitgemäß.


    Schönes Teil! Ich hätte zwar den gut aussehenden roten Originallack erhalten ;)

    Hast du den Rahmenfuß wenigstens gleich wieder gerade gebogen und die Fußrasten vernünftig angeschweißt bzw. gegen ein neues Einschweißteil ersetzt?

    Das war der ursprüngliche Plan aber der rote Originallack war nicht mehr zu retten. Der vordere Kotflügel sah wie eine Orangenhaut aus. Ich hab neben meiner Werkstatt einen Lackpflegespezialisten sitzen. Der hat es versucht und dann abgewunken. Und in rot habe ich ja schon meinen Star, das war mir dann zu langweilig. Am Rahmen sind einige Stellen gerichtet und auch neu geschweißt worden. Ein neues Einschweißteil im Fußrastenbereich war noch nicht notwendig, da mußte nur gerichtet und nachgeschweißt werden.

    Schicker Spatz,

    allerdings sind alle "Merkmale" welche den Neckerman-Spatz aus machen, mit dem Neuaufbau verloren gegangen.

    Und frisiert ist er jetzt auch :undwech:

    Dieser Problematik bin ich mir schon beim Aufbau im Klaren gewesen aber wie ich schon oben schrieb, sind meine metallbauerischenFähigkeiten eher gering, so daß ich im Bereich Lampenmaske nichts reparieren konnte und ich also ein anderes Teil benutzen musste. Und Neckermannspatz-Lampenmasken sind auf dem Markt nicht zu bekommen.

    Und was den Auspuff anbelangt, ich hatte tatsächlich zuerst überlegt ihn dran zu behalten. Dann habe ich aber festgestellt, daß er zu dem neuen frischen Lack einfach nicht gepasst hätte. Ich bin halt nicht der "Altteilfetischist".

    Ich wollte einen Spatz und ich hab ihn bekommen. Das es sich um einen Neckermann-Spatz handelt, hab ich dann erst beim Kauf festgestellt. Klingel statt Hupe, Rücklicht ohne Bremslicht. Bis dahin wusste ich nicht mal, das es einen "Neckermann-Spatz" überhaupt gab. Na ja, was soll’s dachte ich. Der ursprüngliche Eigentümer (nicht der Verkäufer) wollte wohl auch mehr aus dem Spatzen machen und hat versucht eine Blinkanlage einzubauen. Damit waren sowohl die Lampenmaske als auch der Lampenhalter versaut. Meine eigenen „metallbauerischen“ Fähigkeiten reichen leider nicht, um diese Löcher wieder zu verschließen. Am Typ-Schild ist nicht erkennbar, daß es ein Neckermann-Modell ist. Also kein N oder S auf dem Typschild, wie ich im Forum an anderer Stelle gelesen hab. Auch der Tacho ist nicht mehr „orischinol“ sondern musste einem von VDO weichen. So war ich dann auch noch auf der Suche nach einem Tacho von MWB. Deshalb wird er jetzt als ganz normaler Spatz wiederaufgebaut. Hier ein paar Bilder vom Zustand beim Kauf.


    Inzwischen wurde er komplett zerlegt und gestrahlt grundiert und lackiert. Da ich bereits einen roten Star besitze, habe ich mich beim Spatz für ein dem originalen Maron ähnlich scheinendem Farbton als Grundfarbe entschieden. ( JA ich weiß, daß es beim Doccolor den Originalton zu kaufen gibt, nützt aber nix, wenn man nicht selber lackieren kann und der Lackierer des Vertrauens kein Zutrauen zu fremden Lacken hat.)

    Für die fehlenden Blechteile hatte ich bereits lackierten Ersatz gefunden, so daß dem Wiederaufbau erst einmal nicht viel entgegen stand. Interessant beim Zerlegen war, daß den meisten Schrauben nur durch rohe Gewalt bei zu kommen war. Besonders die Schrauben an den Kotflügeln waren nicht geneigt sich mit Rostlöser und Wärmebehandlung von einander trennen zu lassen. So blieb am Ende nur pure, rohe Muskelkraft um sie abzuscheren.


    Auch dem Motor war leider nicht mehr wirklich zu helfen. Nach geschätzt über 45 Jahren mit festgegangenem Motor half auch viel Zuneigung nicht, ihn wieder zu einer einfachen Bewegung zu überreden. Jetzt ist er beim Fachmann und der will sich um ihn kümmern. Im Austausch dafür konnte ich einen frisch regenerierten Motor bei ihm erstehen.

    Der Zeitraum von über 45 Jahren ergibt sich übrigens aus der einfachen Tatsache, daß das letzte Versicherungsschild von 1978 am Moped darauf schließen lässt, daß das Fahrzeug danach nicht mehr lange am Straßenverkehr teilgenommen hat.


    Inzwischen ist er wieder zusammengebaut. Stoßdämpfer und Auspuffanlage wurden auch erneuert sowie eine Vape eingebaut und da er ja keinen abnehmbaren Zündschlüssel hat, auch einen, unter der Sitzbank im Werkzeugfach, befestigten Ausschalter als versteckte Wegfahrsperre.

    Jetzt warte ich eigentlich nur auf wärmeres Wetter, um auch mal auf der Strasse vor der Werkstatt eine kurze Testfahrt zu unternehmen.

    Hier noch ein paar Bilder vom Endergebnis

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    Sarkastisch? Nein, du irrst Dich. Das mit der GP hab ich in dem Moment als alles funzte, nur das Rücklicht nicht, gar nicht als das Wesentliche bedacht. Jetzt bin ich schlauer.
    Und so allgemeine Ratschläge wie von lehmann mit dem Moserplan sehe ich im nachhinein auch nicht mehr als das Alleinseligmachende an. Ich hatte mindestens 4 verschiedene Schaltpläne zum probieren und der von Moser war am Ende der, welcher mir im Vergleich mit den anderen Plänen an einigen Stellen nicht besonders logisch erschien. Das meinte ich mit klugen Ratschlägen die am Thema vorbeigingen. Aber das ist nun Geschichte denn es lag ja nicht am Schaltplan oder nicht richtig verlegten Kabeln sondern -siehe oben. :b_wink: Also alles gut. Der Mensch wächst an seinen Aufgaben.

    Als ich Anfang des Jahres die Möglichkeit erhielt (siehe Beitrag Kam ein Star geflogen oder Ein Star für den Opa) einen Star wieder fahrbereit zu machen, wusste ich überhaupt nichts über die Problematik von re-importierten Exportfahrzeugen und deren Zulassung. Inzwischen bin ich etwas schlauer. Es gibt aber auch im Internet einige Seiten, die sich mit dem Thema ausseinander setzen.
    Der Star welcher mir zugeflogen war, hatte einige eindeutige Zeichen, welche ihn als einen Ungarn erscheinen liessen. Zuerst einmal war an der Lampe ein Aufkleber angebracht, der zwar schon ziemlich blass aber immer noch deutlich erkennbar mit ungarischen Schriftzeichen bedeckt war. Vielleicht ein ungarischer Händler, der sich darauf verewigt hatte? Meine ungarischen Sprachkenntnisse beschränken sich auf 2 oder 3 Worte und die waren da nicht dabei. Eine kurze Sitzbank, fehlende Sozius- Fussrasten, keine Ladeanlage, keine Blinker (dafür aber an den Lenkerenden die DDR-typischen Plastik-Sektkorken), dem Zündschloss vorgelagert - ein seltsamer schwarzer Gummistopfen auf dem Lampengehäuse- alles Zeichen, die auf einen Ungarn hinweisen. Dafür aber hatte er einen Gepäckträger und eine Hupe- die es ja bei den Ungarn nicht unbedingt gegeben haben soll. Und da ich ja auch nicht wusste, was der Star schon alles erlebt hatte, konnten die Teile ja auch bei vorherigen Reparaturen abhanden gekommen sein. Ich habe trotzdem begonnen ihn wieder herzurichten.
    Und wie es so schön heisst - Versuch macht kluch.
    Also das Formular beim KBA ausgefüllt und abgeschickt. Und dann - warten. Es hat auch die angekündigten 22 Wochen gedauert -der Star sah inzwischen schon wieder ganz schick aus- dann kam eine E-Mail vom Amt. Man wünscht noch ein paar Fotos von vorn und hinten und der Seite und vor allen Dingen von der Fahrgestellnummer. Das war dann schnell getan und eine Woche später dann die Aufforderung von der Post eine Nachnahmesendung abzuholen, weil der Zusteller wegen Corona kein Geld kassieren darf.
    Fazit: Nicht alles was nach Ungarn aussieht muss auch Ungarn sein!!!
    Ich vermute, das mein Star 1989 seinen ausreisewilligen Fahrer nach Ungarn transportiert hat. Der hat ihn dann am Strassenrand stehen gelassen (wie so viele Fahrzeuge damals) und irgenwann hat ein findiger Händler die Teile eingesammelt und zum Verkauf angeboten. Auf diese Weise ist das gute Stück wieder zurück nach Deutschland gekommen.
    Aber wer weiß das schon- der Star kann ja nicht reden.

    So, nun mal Butter bei die Fische oder des Rätsels Lösung. Es leuchtet alles wie es soll. Es waren aber nicht die klugen Ratschläge, die alle am Thema vorbei gingen, sondern ein grundlegender Fehler in der "Hardware". Ich hatte vergessen zu erwähnen, daß ich mir eine neue Grundplatte mit etwas stärkerer Lichtspule (Neuware) eingebaut hatte. Nach etlichen Stunden rumprobieren hab ich die Lösung dann durch Zufall in einem anderen Forum gefunden. Das Problem mit dem nicht brennenden Rücklicht haben vor mir auch schon andere gehabt(auch hier im Forum). Leider haben diese dann aber nie beschrieben, ob und wie sie schlussendlich das Problem lösen konnten( Ich hab aber auch nicht alle 14 Seiten in denen dies Problem beschrieben vorkommt durchstudiert.) Aber einer hat es dann doch getan und der hatte das gleiche Problem wie ich. Ich hatte eigenlich alles richtig gemacht. Aber der kleine Chinese, welcher die Spulen mit den entsprechenden Kabeln versehen sollte, hatte die beiden Farben vertauscht. Deshalb kam an der Ladeanlage nicht genügend Saft heraus um Schluss- und Tacholeuchte zu befeuern. Nachdem ich nun diese beiden Kabel am Zündschloss getauscht habe, ging endlich alles so wie es sollte. :dance: So einfach kann Elektrik sein. :P
    Jetzt fehlt eigentlich nur mal etwas trockeneres Wetter, um zu testen, ob das alles auch auf Dauer funzt. Der nächste Frühling kommt bestimmt.

    Alsoo, alle Verbraucher am Fahrzeug tun wie sie sollen. Licht vorn leuchtet wenn eingeschaltet und Motor läuft. Bremslicht leuchtet wenn Bremse betätigt. Blinker blinken, Parklicht leuchtet wenn geschaltet, die sind aber von der Batterie gespeist-weiß ich.
    Wenn Kurzschluss - dann sollte dort ja nix gehn und sicher auch die Sicherung sich beschweren- denk ich mal. Einzig das Rücklicht tut nicht was es soll - ausser - ich verbinde Masse vom Bremslicht(31b) mit Stromanschluss am Rücklicht(58) was aber eigentlich vollkommener Blödsinn ist. Dann leuchtet auch die Tachobeleuchtung. Und das Ganze auch wenn der Zündschlüssel gar nicht auf Beleuchtung eingestellt ist. Witzigerweise funktioniert dann auch die Umschaltung von Rücklicht auf Bremslicht beim Betätigen der Bremse.. Noch irgendeine Idee ?
    Ich könnte höchstens noch versuchen das Zündschloss zu wechseln- mehr fällt mir gerade nicht ein.

    Nun ist schon wieder einige Zeit vergangen und eine kurze Probefahrt konnte gemacht werden, denn der Star hat nach ca 22 Wochen Wartezeit endlich auch die ersehnten Papiere vom KBA bekommen. Es war ja nicht vollkommen klar, ob das klappt. Ich sage nur Ungarn-Moped. ?( Aber dazu schreib ich nochmal einen anderen Beitrag. Diese Probefahrt offenbahrte noch ein paar kleine Mängel und endete damit, daß das Moped ein "kleines" Stück des Weges in die Garage zurück geschoben werden durfte. Die meisten dieser Mängel sind behoben aber ein Problem will sich einfach nicht lösen lassen. Das Rücklicht brennt nicht. :k_schimpf: Alle Kabel sind da wo sie hingehören, Das Bremslicht leuchtet wann es soll, nur das Rücklicht bleibt aus. Durch einen Zufall stellte ich fest, daß wenn ich Klemme 31b( Kabel vom Stopplichtschalter) mit der Klemme58 (Kabel vom Zündschloss zum Rücklichtanschluss) verbinde, das Rücklicht brennt und aus geht, wenn dann die Bremse betätigt wird und das Bremslicht angeht. Das funktioniert allerdings auch, wenn die Beleuchtung nicht eingeschaltet ist. Und das ist, was ich nicht verstehe.Denn an Klemme 31b sollte ja nur bei betätigter Bremse Strom fliessen. Hat vielleicht jemand eine Idee wo ich da eine Knoten im Kopf habe? Zur Verdeutlichung hab ich mal eingezeichnet von wo nach wo die Überbrückung stattfindet.