Beiträge von Katzmárek

    Der ganze Strom (oder besser die ganze Energie) kommt nur aus der Zündspule - und auch nur, wenn sich außen rum das Magnetfeld ändert (also das Polrad dreht); daß geht also nur dynamisch, statisch kann man da nix nachmessen.


    Das mit dem Funken geht eigentlich nicht - wenn der Isolationskörper wirklich isoliert, nimmt der Funke den kürzesten Weg; und der geht grade rüber zur Massenelektrode. Wenn es also auf dem Sockel funkt, muß da irgendwie eine leitende Verbindung sein - Ruß, Ölkohle, ein Haar, irgend sowas.
    Du hältst die Kerze mit ihrem Gewinde bei dem Funkentest schon an Masse, ja? (also an den Motorblock oder so?) Wenn es überhaupt funkt, müßte die Masse an der Spule auch in Ordnung sein - sonst ginge da eher gar nix. Also ich denke wirklich, Du brauchst mal noch eine Kerze, von der Du sicher weißt, daß sie woanders läuft...

    Wo, oben vom Anschluß und dann am Isolationskörper entlang? Und wohin springt der Funke, zum Motorblock? Hast Du dann das Zündkabel direkt an der Kerze angeschlossen (ohne Stecker), um das zu sehen. Dann müssen die anderen Kerzen vielleicht auch kaputt sein, oder außen irgendwie naß oder schmierig (ölverschmiert wie man da so is...).
    Wenn die Spannung erstmal bis zur Kerze kommt, kann es ja eigentlich nur noch daran liegen.

    Ja. Man kann den Wert messen und kucken ob er nicht vielleicht durchgeschlagen ist, also einen internen Kurzschluß hat. (Man kann ihn sogar ohne spezielles Meßgerät prüfen: mit dem Durchgangsprüfer "aufladen" und dann mit dem Spannungsmesser schauen, ob er noch aufgeladen ist - das habe ich gemacht.)
    Das Problem bei einer solchen Messung ist, das man nicht weiß, ob das so auch unter Betriebsbedingungen zutrifft. Immerhin wird er real mit sehr viel höherer Spannung aufgeladen, sehr schnell, ohne Vorwiderstand und unter recht hohen Temperaturen. Ein Kondensator, der bei 100V durchschlägt, kann sich bei einer Prüfung mit dem Meßgerät ganz normal verhalten.
    Daher ist so eine Messung nur bedingt aufschlussreich. Und deswegen hab ich ihn lieber auch noch gewechselt.

    Mir scheint du drehst dich im Kreis.


    Ja, mir auch.


    Zitat

    Und du gehst es nicht systematisch an.


    Also ich habe alles nacheinander gewechselt und zwischendurch immer wieder getestet. Ich finde schon, da steckt ein gewisses System dahinter.
    So unheimlich viel was man messen könnte, fällt mir halt nicht ein. Zündspule auf Werte, Kabel und Unterbrecher auf Durchgang. Den Kondensator kann man ja schlecht "praxistauglich" messen...
    Ich habe gehofft, irgendwer könnte mir einen speziellen Hinweis geben, weil er weiß, woran es liegen könnte oder ein ähnliches Problem auch schon mal gehabt oder davon gehört hat - oder eben klar erkennt, wo mein Fehler liegt...


    Hinweis: Kupfer ist teuer, deswegen möglichst wenig Kupfer.


    Also in der DDR hat man teilweise Kabel aus Alu hergestellt - nicht weil die besser sind oder sich die Ingenieure was gedacht haben, sondern weil Kupfer auch damals knapp und teuer war.


    Natürlich könnte auch bei gleicher Windungszahl der Draht dünner sein (in dem Fall wären aber auch die äußeren Lagen näher am Kern, was wiederum gut ist...). Das Kilo Kupfer kostet übrigens ca. 6€. Heute kann man das einfach am Weltmarkt kaufen. Da liegt sicher nicht der Hauptgrund.
    Ich weiß auch nicht, wer da heute was ausrechnet und ob überhaupt. Ich bin mir nur ziemlich sicher, daß man da damals weit weniger drüber nachgedacht hat, als wir hier heute unterstellen. Man kann sicher bei der Entwicklung einer Zündspule einen ungeheuren Aufwand betreiben - das ist aber wohl eher nicht nötig. BTW: auch die Simson-Leute haben an der Zündung noch einiges verändert - das Ende bzw. der Höhepunkt der Entwicklung war mit dieser Spule ganz sicher nicht erreicht.


    ">> Sekundärseitig 4600 Ohm +-10%" sehen übrigens auch nicht nach einem sehr kritischem Wert aus...

    Weil ich selbst grad' Probleme mit der Zündung habe, bin ich auf den Beitrag hier gestoßen - der hat mir zwar (bei meinem Problem) nicht weiter geholfen, trotzdem wollte ich mal meinen Senf dazugeben:


    Klar sollte man möglichst auf gute Qualität achten, aber bei den Teilen muß man immer unterscheiden zwischen Qualität und Originalität.
    Sicher sind z.B. die Original-Zündspulen ziemlich gut, denn sie haben ja teilweise schon erstaunlich lange gehalten. Das heißt aber keinesfalls, daß nur die Originalen gut sein können, und auch nicht zwingend, daß sie das Optimum darstellen. Denn die Simson-Ingenieure mußten auch das einbauen, was damals verfügbar und "wirtschaftlich vertretbar" war. (Und nicht nur die - daß ist heute selbstverständlich auch noch so; evtl. unter anderen Gesichtspunkten).


    So kann man heute evtl. dünneren Spulendraht herstellen (der dank neuer Technik beim Wickeln auch nicht reißt). Die Lacke zum Isolieren der Drähte sind vielleicht spannungsfester, können dünner und elastischer sein. Und auch bei den Spulenkernen ist die Entwicklung nicht stehen geblieben.
    Ich kann das jetzt nicht beweisen, denke aber, die Spezifikation bzw. das Entwicklungsziel für die Zündspule war, daß die Zündspannung hoch genug ist und daß sie unter das Polrad paßt. Viel mehr Punkte waren da sicher nicht zu beachten - so ein Zündsystem ist ja doch eher einfach (ich meine jetzt mal z.B. im Gegensatz zum Abstimmen einer HF-Spule eines Magnetresonanztomografen - da muß man sicher ein paar mehr der genannten Eckdaten berücksichtigen).


    Wenn heute eine Sekundär-Spule einen höheren Widerstand hat, dann wahrscheinlich, weil sie mehr Windungen hat um eine möglichst höhere Zündspannung zur erzeugen.
    Und das kann ja nur in unserem Sinne sein...

    Aus mein Sicht stocherst Du bisher nur im Nebel.
    benzizuen


    Naja, das ist ja der Grund warum ich hier nachfragte...


    Daß ich die Spule durchgemessen hatte, habe ich jetzt 2 oder 3 mal geschrieben. Der Wert der Sekundärspule entspricht nach dem Einbau noch genau dem Wert von vor dem Einbau (und ja, den nach Meßsituation evtl.zu beachtenden Wert des Kerzensteckers hab ich dabei berücksichtigt). Die Primärspule hat Durchgang und beträgt laut Mulimeter ca. 2 Ohm (der Wert ist aber nicht sehr aussagekräftig, da in diesem Bereich erstens das Multimeter nicht sehr genau ist, was zweitens vor allem an den Übergangswiderständen liegt, die in diesem Bereich besonders stark zu buche schlagen).
    Meiner Meinung nach bin ich schon recht systematisch vorgegangen: Ich habe von der Kerze bis zum Kondensator alles nach und nach gewechselt (die Hochspannungsdurchführung nur überprüft, aber für gut befunden).
    Den Kerzenstecker hatte ich (etwas anders) provisorisch ersetzt und dann schnellstmöglich einen neuen gekauft - im Laden aber nur einen mit 5k bekommen.


    Leider ist der Fehler nur bedingt reproduzierbar: Egal was ich an der Zündung mache - baue ich es wieder zusammen, funktioniert es tadellos, wird dann aber in kurzer Zeit wieder schlechter. Was ich nicht weiß, ist: warum? Was könnte es sein? Ein Wackelkontakt? Ein Masseproblem? Wo?

    Also wenn ich in einem Laden stehe, in dem es nur 5k-Stecker gibt und ich unbedingt einen brauche, weil der alte kaputt ist, dann nützt es mir wenig, daß ich die anderen im Internet innerhalb von 30s finden kann. Den 5k hatte ich in 30s draufgeschraubt...


    Meine Frage war, ob es okay ist, mit diesem rumzufahren, oder ob ich unbedingt einen 1k brauche.

    Aussehen tut die Spule so:
    Die hab ich aber nicht bestellt, sondern bei uns im Simson-Laden gekauft - ich hätte da auch die "originale" bekommen können. (Sogar für 2€ weniger - aber der Händler sagte, bei der neuen bricht das Zündkabel nicht so leicht ab; und da mir bei der alten genau das passiert war, hab ich da dankbar zugegriffen!)
    Das Problem ist auch nicht die Spule: Die geht ja, bin ja schon mehrmals mit ihr gefahren. Der Widerstand beträgt wie gesagt 5,6k (evtl. passen jetzt ja mehr Windungen drauf, für einen kräftigeren Funken?!). Der Primärwiderstand läßt sich (bei 1-2 Ohm) eingebaut ja nicht mehr wirklich genau bestimmen, um zu testen, teste ich da eh nur auf Durchgang.
    Mit dem Messen selbst das krieg ich schon ganz gut hin -da liegt nicht das Problem!


    Gestern und heute lief die Schwalbe recht gut, springt aber schon wieder wesentlich schlechter an als gestern - nach dem Zusammenbau sprang sie, wie schon die Male zuvor, zuverlässig auf den ersten Tritt an. Für mich ist es so schon okay (wenn auch ärgerlich) aber für meine Freundin ist das manchmal dann schon ein Problem...


    BTW:
    Im neuen Kerzenstecker hab ich jetzt 5 kOhm - 1k gibt's anscheinend nicht (die haben noch welche von Tesla, da steht aber nix drauf; evtl. nehm' ich nächstes Mal mal das Meßgerät mit). Sind 5k für normale U-Zündung okay?