Weil ich selbst grad' Probleme mit der Zündung habe, bin ich auf den Beitrag hier gestoßen - der hat mir zwar (bei meinem Problem) nicht weiter geholfen, trotzdem wollte ich mal meinen Senf dazugeben:
Klar sollte man möglichst auf gute Qualität achten, aber bei den Teilen muß man immer unterscheiden zwischen Qualität und Originalität.
Sicher sind z.B. die Original-Zündspulen ziemlich gut, denn sie haben ja teilweise schon erstaunlich lange gehalten. Das heißt aber keinesfalls, daß nur die Originalen gut sein können, und auch nicht zwingend, daß sie das Optimum darstellen. Denn die Simson-Ingenieure mußten auch das einbauen, was damals verfügbar und "wirtschaftlich vertretbar" war. (Und nicht nur die - daß ist heute selbstverständlich auch noch so; evtl. unter anderen Gesichtspunkten).
So kann man heute evtl. dünneren Spulendraht herstellen (der dank neuer Technik beim Wickeln auch nicht reißt). Die Lacke zum Isolieren der Drähte sind vielleicht spannungsfester, können dünner und elastischer sein. Und auch bei den Spulenkernen ist die Entwicklung nicht stehen geblieben.
Ich kann das jetzt nicht beweisen, denke aber, die Spezifikation bzw. das Entwicklungsziel für die Zündspule war, daß die Zündspannung hoch genug ist und daß sie unter das Polrad paßt. Viel mehr Punkte waren da sicher nicht zu beachten - so ein Zündsystem ist ja doch eher einfach (ich meine jetzt mal z.B. im Gegensatz zum Abstimmen einer HF-Spule eines Magnetresonanztomografen - da muß man sicher ein paar mehr der genannten Eckdaten berücksichtigen).
Wenn heute eine Sekundär-Spule einen höheren Widerstand hat, dann wahrscheinlich, weil sie mehr Windungen hat um eine möglichst höhere Zündspannung zur erzeugen.
Und das kann ja nur in unserem Sinne sein...