Axialspiel der Kupplungswelle

Willkommen! Melde dich an und mach mit – schreiben, antworten, austauschen.
Jetzt registrieren

  • Hallo zusammen,


    zuerst eine kleine Vorgeschichte: Vor einiger Zeit wollte der Motor (M541) nicht mehr richtig kuppeln. Im Stand ging er bei Einlegen eines Gangs aus und machte einen Satz nach vorne, eindeutiges Anzeichen für Kupplungsrutschen. Letztes Jahr habe ich die Kupplung neu machen müssen, seitdem bin ich nicht allzu viel gefahren, wahrschein um die 200 km. Merkwürdigerweise war das Problem am nächsten Tag weg und der Motor lief so, als wäre nichts passiert.


    Jetzt ist das oben beschriebene Problem zu einem Dauerzustand geworden: Kupplung trennt nicht mehr. Also Seitendeckel runter und festgestellt, dass das große Primärritzel auf der Welle deutlich zu viel Spiel hat. Das gleich große Spiel ist auch dann vorhanden, wenn die Kupplung und das Primärritzelrad abmontiert sind, die Kupplungswelle lässt sich im Lager axial bewegen. Es sind ungefähr 1 mm Axialspiel. Man muss schon kräftiger an der Welle ziehen, bis sie sich nach einem anfänglichen Hacken im Lager bewegt. Alle Sicherungsringe befinden sich übrigends an der richtigen Stelle.


    Muss ich jetzt nun den Motor trennen und die Kupplungswelle tauschen, weil sich der Lagerabsatz an derselben "abgetragen" hat und dadurch die Welle wandern kann oder ist das eine einfache Einstellungssache, die über die Distanzscheiben am großen Primärritzelrad vorgenommen wird?


    Wenn noch Infos fehlen, immer her damit. Bilder oder ein Video können bei Bedarf auch noch geschossen/gedreht werden.


    Gruß, SimsonSchumi

  • Also du Kupplungswelle ist nun hin, das sollte klar sein. Die Lagersitze haben es erlebt.
    Also das sich die Kupplungswelle Axial verschieben lässt könnte an der fehlenden Distanzscheibe zwischen Festrad und 6000 Lager liegen. Allerdings müsste die Welle dann vom Sicherungsring vor dem 6203 gehalten werden.

  • Ob die Distanzscheibe vor dem 6000er Lager fehlt, kann ich nicht beurteilen. Der Motor wurde vor einigen Jahren und ca. 12000 km von Schwarzfahrer hier im Forum regeneriert. Das 6203er Lager sitzt fest im Gehäuse und bewegt sich nicht.


    Was mir auch aufgefallen ist: Der Einstich auf der Kupplungswelle für den Sicherungsring 17 scheint sehr breit zu sein... Beim Ziehen der Welle blieb der Sicherungsring immer auf der Welle stehen und es entstand zwischen dem Innenring des 6203 und dem Sicherungsring das ungefähre Axialspiel von 1 mm.


    Hört sich schonmal nicht gut an... Keine Lust auf Motortrennen... :S


    Gruß, SimsonSchumi

  • Welle ist verschlissen und muss eigentlich neu. Man kann sie aber mit Loctide im Lager festkleben, hält. Diese Luft kann schon mal bis 0,5mm betragen. Durch das Kuppeln wirkt hier Axialkraft. Deshalb gleiche ich das Spiel also die Luft auf 0,1mm mit Passscheiben aus. Das schont den Wellensitz...

    Probleme sind nur Lösungen in Arbeitskleidung !!!

  • Zu überprüfen ist auch: Ist es nur die Welle oder sind es die lager,die so extrem viel Spiel hat. Auch neue Wellen liegen relativ lose im neuen Lager. Fester ist es da aber schon im 6000er Lager.
    Motor öffnen,neue Lager auf die Welle stecken. 6000er sollte nicht raufgehen,das Große mit recht viel Widerstand schon.
    Dann Motor neu reggen und ggfls neue Welle rein

  • So wie es scheint, komme ich um ein Trennen des Motors nicht herum... Mist... :S


    Sobald sich etwas Neues ergibt, werde ich mich hier melden. Wird wahrscheinlich einige Zeit dauern.


    Danke schonmal an alle bis hierhin!


    Gruß, SimsonSchumi

  • Primärtrieb ja aber Getriebe? Dann müsste man ja bei jeder Regeneration jedes mal die Laufrichtung jedes Zahnrades und jeweils die Zahnradstellung zueinander markieren. Zeig mir mal wer das macht!

    Probleme sind nur Lösungen in Arbeitskleidung !!!

  • ...und in diesem Fall sowieso, weil das Losrad 1. Gang mit Sicherheit hinüber ist, bei 1mm axial-Spiel der Kupplungswelle. Ich würde mir auch das Kicker-Ritzel ansehen.
    Es sollte im Getriebe immer ein ZahnradPAAR getauscht werden (mir ist bewusst, dass das speziell bei den älteren Motoren leider nicht immer möglich ist).
    Die Zahnradstellung bei einem Losrad zu markieren ist natürlich Quatsch (im Grunde verhält es sich genauso beim Kupplungskorb...). Auf jeden Fall sollte man sich merken in welcher Richtung Los- und Zahnräder montiert waren, genauso wird's wieder zusammen gebaut.
    Gruß, MS

    ...beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen (Walter Röhrl)


    http./www.moto-selmer.de

  • Dann läuft sich doch die neue Welle mit dem alten Zahnrad eh wieder ein...ergo, theoretisch richtig, praktisch macht es keinen Unterschied

    Probleme sind nur Lösungen in Arbeitskleidung !!!

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!