Hallo,
habe mir wieder mal einen Motor zusammengeschustert und wollte Ihn hier mal vorstellen. Das ganze Projekt kann man auch HIER nachlesen.
Das Gehäuse wurde gefunden, ein U-bootmotor - umgangssprachlich für einen Motor dessen Innereien unter Wasser standen. 50ccm und 3 Gänge, hier sollen um genau zu sein 98ccm werkeln mit 5 Gang Getriebe von ZT (von mir modifiziert), Nadelgelagerter Schaltwalze auf verschraubtem Schaltwalzenbolzen, doppelreihigem Kupplungswellenlager und gerade verzahntem S70 Primär, in dessem eine 6 Lamellenkupplung die Kraft übertragen soll.
Der Zylinder war ein lumpiger 50er von FEZ, Vinni hat ihn ausgedreht und mit passender Buchse an mich versendet.
http://www.directupload.net/file/d/3847/m5vvo7a6_jpg.htm
Die Bohrung wird mal 50mm betragen, der Außendurchmesser ist 55mm.
Das Gehäuse wurde auf 55,5mm aufgespindelt, der Durchbruch auf der Kupplungsseite wird umgänglich mit JB Weld verklebt, der stärkste Kleber der USA ![]()


Die vorderen beiden Stehbolzen bestehen aus M8 Gewindestange, denn die geplanten Nebenauslässe werden zur Stehbolzenbohrung durchbrechen und den Stehbolzen an sich mit als Kanal nutzen.
Die Buchse ist fertig, man sieht, es wird ein 2 Kanal Zylinder mit viel Spülfläche, der Einlass hat einen Steg erhalten, der Auslass hat auf beiden Seiten einen Gehilfen, das Altgas abzutransportieren.




Durch den großen Hub von 50mm rutscht der Einlass soweit nach oben das die Oberkante knapp auf Überströmerunterkantenhöhe ist, will man jetzt kein schmales Rechteck als einlass haben, oder aber eine doofe Kante wegen der Buchse, muss der Einlass soweit hochgezogen werden mit Steg, damit die Einlassfläche nicht unsinnig groß wird. Nebenbei hat der Kolben eine Führung und kann nicht in den Einlass kippeln.



Die Buchse wurde in den Kühlkörper gelassen, die provisorisch befestigten Stehbolzen hindern die Buchse daran einen Absatz zu bilden wenn das Metall sich beim abkühlen zusammenzieht. Es wäre nämlich doof wenn sich die Buchse beim ersten mal fahren nochmals absetzt. Nach ein paar Spielereien...
...mit dem Brenner, kann man sagen das die Spülung nicht gar so falsch ausgerichtet ist. Auf den Fotos blickt man von oben in die Buchse,, der Brenner ist in die Kanaltasche gerichtet, die blaue Flamme zeigt den Weg, den später das Gemisch einschlagen wird im Betrieb.



Der erste teure Kleinscheiß ist eingetroffen, der verschraubbare Schaltwalzenbolzen und das verstärkte/doppelreihige Kupplungswellenlager.
Man sieht im Gehäuse die 2 Montagebohrungen für das Stück Flachstahl, welches später das Lager in seinen Sitz drücken wird, im 3. Bild sieht man es im verbauten Zustand.
Das dickere Lager sorgt dafür das die Welle sich weniger durchbiegt oder gar bricht, noch dazu wird das kleine 6000er Lager etwas entlastet welches auf der anderen Getriebeseite sitzt. Bild 3 zeigt noch die Nadelgelagerte Schaltwalze, welche saubereres Schalten ermöglichen soll, welch Luxus.
Nun folgt das Getriebe, da mein vorheriges 5 Gang von ZT nach 1000 km die Hufe hoch gemacht hat habe ich an den Schwachstellen nachgebessert. Die Getriebekugeln wurden gegen wesentlich härtere Getauscht, der Ziehkeil ist von Ronge, induktiv gehärtet für den Renneinsatz. Die Ausgleichsscheiben vom 1. und 5. Gang, also jeweils außen am Sprengring anliegend sind von ZT nicht ehärtet, dies ermöglicht ein kippeln der Zahnräder wodurch sich diese Scheiben mangels härte pilzförmig aufbauen und ein Einlegen des 1. Ganges unmöglich machen, noch dazu die Losradwelle beschädigen und die Kugeln pyramidenförmig bearbeiten bis ein schalten unmöglich wird, habe ich alles durch gehabt. Daher diese veränderungen.

Soweit von mir, der nächste Post kommt gleich ![]()





















