An sich eine interessante Idee, vor allem kostengünstig.
Ich denke allerdings dass man mit den gewonnenen Leistungs- und Drehmomentkurven nicht sonderlich viel anfangen kann, da sie mehr oder weniger nur qualitativ sind. Hier spielen einfach zu viele Faktoren hinein. Nicht umsonst werden Leistungsmessungen unter genau definierten Bedingungen durchgeführt um nachher auch Rückschlüsse daraus ziehen zu können.
Ein Leistungsvergleich ist damit kaum möglich, es sei denn man misst mehrere Motoren in demselben Moped, demselben Fahrer, derselben Strecke, Wetter, usw. usw.
Für einen Simson-Motor könnte man so einen Prüfstand jedoch relativ einfach nachbauen. Man braucht im Prinzip nur eine große Schwungmasse mit bekanntem Trägheitsmoment welches an die Getriebeausgangswelle angeflanscht wird (über eine Kupplung). Die Drehzahl (bzw Drehfrequenz) der Schwungmasse kann über ein oder mehrere Hall-Sensoren aufgenommen werden. Das ist notwendig da ja die Abgabeleistung ermittelt werden soll. Die Berechnung kann dann wie gehabt erfolgen. Will man es noch etwas genauer, kann man noch durch Messungen das Reibmoment der Lager etc., was für die Beschleunigung der Masse nicht zur Verfügung steht, ermitteln und dann raus rechnen. Auf diese Weise hat man einen recht simplen aber für einfache Aufgaben ausreichend genauen Motorprüfstand.
Will man auch noch verschiedene Lastzustände simulieren, könnte man die Schwungmasse noch mit einer Bremse ausstatten, aber das ginge jetzt vermutlich zu weit.
MfG