bei meinem Motor M541 ist ein Gewinde vom Zugankerbolzen kaputt. Ich kann den Zylinderkopf also nicht festschrauben.
Kann ich das Gewinde größer schneiden (lassen) und gibt es dafür einen Zuganker, der dann nur unten ein größeres Gewinde hat oder hab ich jetzt verloren???
Gewinde vom Zugankerbolzen (Stehbolzen) kaputt
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guck ma bei ebay! da hab ich gestern nen stehbolzen für nen kaputtes gewinde im motorblock gefunden! mit gewindeeinsatz! hab den link leider nicht zur hand!
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Wo ist das Gewinde kaputt?
im gehäuse oder am Zylinderkopf , da oben?Einfach neuen Stehbolzen rein > fertig.
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Genau, einfach nen neuen Stehbolzen rein, falls das Gewinde oben defekt ist, aber vorsichtig sein beim rausdrehen, nicht mit Gewalt rangehen, wenn\'s nicht gleich klappt, denn wenn der Stehbolzen dann abbricht hat man nichts gewonnen.
Wenn das Gewinde unten im Motorblock defekt ist, dann kann man das natürlich ausdrehen und neu schneiden lassen und nen Reparaturstehbolzen, der oben ein normales M6 Gewinde, unten aber ein M8 Gewinde hat, einsetzen.
Das Problem ist dann allerdings, dass man bei erneutem Stehbolzenwechsel immer den Zylinder abmachen muss, denn das M8 Gewinde ist zu dick um durch die Stehbolzenlöcher des Zylinderkörpers zu gelangen.
Allerdings sind die Reparaturstehbolzen sehr teuer, glaube sogar an die 10€ pro Stück, wenn man sie beim Tuner holt.Ich hab es mal so gemacht:
Motorblock unten auf M8 Gewinde ausschneiden lassen, für knapp 2€ ne Gewindestange aus dem Obi (ebenfalls M8) gekauft und mir 5 Stehbolzen zurecht geschnitten (aus der Gewindestange).
Die Schnitte hab ich dann glattgeschliffen, dass sich Muttern auch gut drüber schrauben lassen. Das einzige was dann gemacht werden muss, ist eine Vergrößerung der Zylinderstehbolzenlöcher im Zylinderkörper, dass kannste ganz einfach mit nem Bohrer machen.
Das hält dann richtig fest, weil der Bolzen durchweg M8 ist, man hat keine Probleme mehr mit defektem Gewinde (ist ja oben auch stärker) und kann den Bolzen jederzeit wechseln, ohne dass man dazu den Zylinder erst runter nehmen muss!Grüß,e SSC
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bloß man will doch nicht aller 3 Tage die Zylinderstehbolzen wechseln, eigentlich nie. Aber wenn du jetzt mal den Stehbolzen wechseln musst (warum auch immer) dann kannste doch mal den Zylinder runter nehemn und dann is gut. Die 3 Minuten haste dann ja och noch Zeit.
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da ist ein Gewinde unten in der linken Gehäusehälfte kaputt :mad:
Also Stehbolzen habe ich noch ein paar und ich habe auch schon alle mal durchprobiert (man gibt die Hoffnung ja irgendwie nie auf),
Aber sobald ich oben die Mutter raufdrehe kommt der Bolzen wieder ganz raus. Ich finde die Idee von SSC ganz brauchbar, ich glaube so werde ich es machen.
Dumme Frage: Kann in das jetzt vorhandene Loch einfach mit nem Gewindeschneider reinschneiden oder muss ich da nochmal irgendwie vorher reinbohren? Hab sowas mal früher in der Ausbildung machen müssen, aber nur 1x und kann mich da nicht mehr so genau dran erinnern.
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Normalerweise mit 6,8mm aufbohren,aber ein 6,5er oder 7er tuts auch.wenn Du so reinschneidest,kann es sein,daß der Gewindeschneider bricht,und dann ist die Kacke am dampfen.
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Das ist ne gute Frage, bei der auch ich dir leider nicht helfen kann, denn da kann ich auf die Hilfe meines Vaters zählen, denn er ist Chef einer Firma, die unter anderem Leute im Betrieb haben, die drehen und gewindeschneiden können.
Wenn du was genaues haben willst, dann lass es professionell machen.
Es gibt doch bestimmt Metallbetriebe bei euch in der Nähe, die machen das nach der Arbeitszeit mal für ne müde Mark nebenbei, ich sprech da aus Erfahrung!Grüße, SSc
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Ich würde dir empfehlen, erst das vorhandene Loch etwas aufzubohren. Denn wenn du schneidest und hast das Loch nicht erweitert, kann wie schon angesprochen, der Schneider brechen, da es nur ein dünner ist. Außerdem tust du dir leichter. Vergiss aber nicht ein wenig Öl beim schneiden dazu zu geben, das kühlt den Gewindeschneider und führt gleichzeitig auch die Späne ab. Hab das vor ein, zwei Monaten bei meinem Praktikum zum Industriemechaniker auch machen müssen. Da hat der eine Auszubildene nicht auf den Meister hören wollen und hat eine Platte für ne CNC-Fräse geschrottet. Kannst dich aber auch mal in ner Firma in deiner Nähe erkundigen.
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ja, danke für Eure guten Ratschläge.
Ich werde mal einen Techniker in der Uni fragen, der Metalltechnologie unterrichtet und da Meister ist.
Ich glaube es gibt da so eine Regel, dass man mit Faktor 0,8 (oder 0,6???) vorbohren muss.
M8 müsste man demnach mit 6,4 mm vorbohren, damit noch genügend Platz für die Gewindegänge bleibt.
Und dann halt mit Öl in drei Stufen schneiden. Gemacht hab ich das mal, aber das war für die Zwischenprüfung und da wars nicht weiter wichtig. Also hab ich es auch wieder schnell vergessen... leider! -
Falls der keine Antwort weiß, kannste ja nochmal schreiben, dann frag ich meinen Vater, der hat damit Tag täglich zu tun. Der repariert auch für meine Simme die Teile. Der kann mir des sicherlich sagen. Meld dich einfach nochmal.
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Original von Torben:
ja, danke für Eure guten Ratschläge.
Ich werde mal einen Techniker in der Uni fragen, der Metalltechnologie unterrichtet und da Meister ist.
Ich glaube es gibt da so eine Regel, dass man mit Faktor 0,8 (oder 0,6???) vorbohren muss.
M8 müsste man demnach mit 6,4 mm vorbohren, damit noch genügend Platz für die Gewindegänge bleibt.
Und dann halt mit Öl in drei Stufen schneiden. Gemacht hab ich das mal, aber das war für die Zwischenprüfung und da wars nicht weiter wichtig. Also hab ich es auch wieder schnell vergessen... leider!0,8 ist korrekt. Deswegen sagte ich ja,daß Du einen 6,5mm Bohrer nehmen solltest.

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