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Simson Verkauft mit 60ccm

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      Der Dings wrote:

      Da es sich um ein Privatgeschäft handelt, greift das HGB meines Erachtens hier nicht, jedoch das BGB (§§ 437 & 439).
      In Deinem Fall sehe ich aber eher §444 BGB als relevant, in dem es heißt: "Auf eine Vereinbarung, durch welche die Rechte des Käufers wegen eines Mangels ausgeschlossen oder beschränkt werden, kann sich der Verkäufer nicht berufen, soweit er den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat."

      Abgesehen davon, wäre nach Ablauf der Zeit selbst bei einem unternehmerisch abgewickelten Geschäft der Kunde in der Pflicht, den Nachweis des von vornherein bestehenden Mangels zu erbringen, da die gesetzliche Gewährleistung.
      Der Mangel besteht, wenn ich das richtig verstanden habe, nicht in der Tatsache, das ein 60ccm-Aggregat als Treibsatz dient, sondern in vorgeblich qualitativen Mängeln (Lagerschäden o.ä.).
      Hätte sich der Käufer innerhalb 6 Monaten nach Kauf bei Dir gemeldet, wärst Du in der Nachweispflicht und ggf. sogar in der Pflicht zu Nachbesserung und/oder Regress gewesen. Da dem nicht so ist, würde ich mich an Deiner Stelle entspannt zurück lehnen und der Dinge harren, die da (sehr wahrscheinlich überhaupt nicht) kommen. Kommt doch etwas, so würde ich Dir dringend anwaltlichen Rat empfehlen.


      Na das ist doch das was ich schon dargestellt habe.
      Bei ein Gewerblichen Verkäufer muss der Käufer nach 6 Monaten belegen da das Mängel bereits beim kauf vorlag um Gewährleistung Anspruch zu stellen TE ist Privater der der Gewährleistung laut Kaufvertrag ganz ausgeschlossen hat.
      Darauf sollte TE den Käufer mal sachlich drauf hinweisen, damit würde ich das beenden.
      Schriftwechsel gut aufheben und wenn doch noch was von ein Anwalt kommt sollte, selber bei einen Rat suchen.
      Da will einer sich 400€ in die Tasche stecken, oder will sich Tuning-Motor zulegen/aufbauen.
      Wäre TE in der Nachbesserung Pflicht, ist das seine Sache wie er dem Mangel abstellt.
      Nur mal so bei RZT kostet eine Überholung 195€ noch Stino Zylinder-Kit ist man da bei rund 250€.
      Eine 400€ Forderung für anderen Motor, kann der Verkäufer so oder so knicken.

      Post was edited 1 time, last by “ckich” ().

      Also normalerweise haste als Dienstleister 6 Monate Gewährleistung. Was im privatbereich nicht zählt. Desweiteren sagt ja der TE, gekauft wie gesehen.

      Soll der Käufer ruhig mit dem Anwalt drohen... der wird seinem Mandanten schon was anderes erzählen......(Dejavu: hatte mal vor Jahren nen Calibra Turbo verkauft-Probefahrt von 20km- gekauft wie gesehen & halbes Jahr später meldet sich der Vater des Käufers- Motor sei geplatzt....hätte gerne 500€ von mir( wäre der Preis des Motorumbaus) , als der dann noch mit dem Anwalt gedroht hat- hab ich Ihn ausgelacht.)

      Und auch wenn die zu dritt sind- und sollten Dich besuchen kommen- erst Hausverbot erteilen- danach gibts ne Klage wegen Hausfriedensbruchs......
      20/06/2015 Hockenheim

      Post was edited 1 time, last by “Dillinger” ().

      Was soll denn nach 1 Jahr passieren? Dann müsste dir der Käufer erstmal Nachweisen das es noch DIESER Motor ist der beim Kauf verbaut war, oder das zwischenzeitlich nichts am Motor geändert wurde usw. Er hätte ja auch innerhalb dieses Jahres den Motor völlig unfachmännisch selbst zusammenstückeln können und was weis ich noch alles. Eigentlich kann er dir nix, auch nicht wenn er mit 20 "Zeugen" kommt. Der Typ sucht nur nen "Dummen" um sich schön Geld zurück zu holen weil er wahrscheinlich den Motor selbst geärmelt hat durch völlige Dummheit... ich würde mal Annehmen das er den Motor schön festgerammelt und geschrottet hat und nun jemanden sucht der ihm nen Ersatzmotor finanziert. Solche Leute sollte man durchaus mal im Dunkeln treffen...... ;) Also lass den mal kommen und Kommuniziere Idealerweise gar nicht mehr mit demjenigen, bringt nix.
      Ich würde auch abwarten, bis wirklich Fakten (Brief vom Anwalt) ins Haus flattert. Ich glaube eher, der Käufer wollte das Moped weiterverkaufen (da es ja angeblich 1 Jahr stand und doch nicht genutzt wurde) und ist selbst der Angearschte beim neuen Käufer. Ansonsten macht man doch nach einem Jahr nicht son Terz...

      MfG
      Christian
      "Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
      (A. Einstein)

      Ich denke der ist das Ding sehr wohl gefahren und hat irgendwas mächtig zu Schrott verarbeitet. Nun versucht er sich Geld vom Verkäufer mit irgendwelchen Lügen zu ergattern weil er selbst zu Dämlich war und nen Haufen Schaden gemacht hat (Motor fest etc.). ;)

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      Sehe das ähnlich wie die Vorposter, nur dass ich im Bekanntenkreis schlechte Erfahrungen teilen kann.
      Biete ihm an, das Fahrzeug zu prüfen; dafür soll er es dir vorbei bringen oder ggf. gegen Kaufpreis zurück nehmen. (Da kannst du dann noch ggf. Abnutzung etc. abziehen aber am Ende die Wertsteigerung einkassieren). Also bereite ihm ein faires Angebot zur Nachbesserung/Kontrolle, verzichte ansonsten auf weitere Kommunikation.

      Aus meinem nahen Bekanntenkreis kenne ich 2 solcher Fälle, manche Leute sind einfach irre, haben eine Rechtsschutz und kommen damit durch.

      Wenn die 3 zu 1 mit Zeugen dir die 60cc anhängen können, würde ich mir etwas Sorgen machen. Der angeblich defekte Motor wäre mir auch schnuppe. Vor Allem wenn der Typ nen Unfall baut und es kommt etwas zwecks Motor raus. So etwas sollte vorab schriftlich festgehalten werden.

      Fall 1: Gute Bekannte haben nen Fabia verkauft. Nix dolles, ein paar tausend Euro. Nach über einem Jahr gab es Terror. Die Reifen gehören angeblich nicht zum Fahrzeug und das Fahrzeug hatte einen Unfallschaden. (Damals vom Händler unfallfrei gekauft und auch belegbar, HU mit diesen Reifen ebenfalls bestanden). Vor dem Verkauf wurde ausgiebig Probe gefahren. Es wurde auch angeboten, bei einer technischen Stelle vorstellig zu werden und das Fahrzeug bereits vor dem Kauf detailliert zu prüfen.
      Der ordentliche Kaufvertrag vom ADAC wurde jedoch vor Gericht erfolgreich vom Gegner angefochten. Nach mehreren Gerichtsverhandlungen waren sie die dummen und durften ordentlich zahlen, obwohl jeder (inkl. Anwalt) gesagt hat, das wäre nicht nachvollziehbar. Nach dieser Verhandlung bin ich der Meinung, dass man zumindest im Bereich privatem KFZ mit sehr viel mehr durchkommen kann, als man zu meinen wagt.

      Fall 2: Entfernter Verwandter. Corsa verkauft. Nach einem Jahr baut der neue Besitzer einen Unfall. Meint plötzlich, das sei vom Vorbesitzer ein Mangel, zieht vor Gericht und bekommt Recht. Der ehemalige Besitzer hatte anschließend (s)ein kaputtes Auto wieder und das Geld war weg.

      Fall 1 habe ich live mitverfolgt, Fall 2 "nur erzählt bekommen", das gebe ich zu ;)

      Wie bereits gesagt, es gibt irre Leute und 2450€ ist für manch einen viel Geld, sodass er dafür über Leichen/Richter gehen würde.
      Bereite ihm ein faires Angebot zur Nachbesserung, ansonsten warte auf Post.

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      Die beiden Fälle werfen die Frage auf, wie man soetwas als Vk vermeiden kann. Reicht es "Gekauft wie gesehen"' im Vertrag aufzunehmen?
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