Simson ABE / Papiere gefälscht?

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      Der Dings schrieb:

      Ich würde zunächst nur den Verdacht äußern und das abklären, bevor ich mir den Vorwurf der falschen Verdächtigung anhängen lassen muss.
      Fakt ist, dass der Schein durchaus original sein kann (darauf wies ich wenige Posts weiter oben bereits hin), er ist nur aufgrund des Ausstellungsdatums als Betriebserlaubnis ungültig und müsste durch eine neue ABE des KBA ersetzt werden.


      Zu was abklären ?
      Auch ist es Wurst ob der Schein echt wäre, was er definitiv nicht ist.
      § 267 StGB lesen, ich habe diesen schon Zitiert, aber nochmal.
      "Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

      ckich schrieb:


      Zu was abklären ?
      Auch ist es Wurst ob der Schein echt wäre, was er definitiv nicht ist.
      § 267 StGB lesen, ich habe diesen schon Zitiert, aber nochmal.
      "Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."


      Genau darum geht es. Bevor eine Urkundenfälschung behauptet wird, sollte Sicherheit darüber bestehen, dass das auch defintiv eine Fälschung ist.
      Die BE lagen zu DDR-Zeiten zu hunderten als gestempelte Blankoscheine in den Verkaufsstellen rum und wurden bei Verkauf ausgefüllt. Wäre also durchaus möglich, das die Blanko-BE original und nicht gefälscht ist.
      Darum würde ich als juristischer Leihe etwas vorsichtiger agieren, ginge ich mit solch einem Fall zur Rennleitung, um es zur Anzeige zu bringen, bevor sich das Schwert gegen mich selbst richten könnte.
      Davon ab: der Schein wäre grundsätzlich ungültig, da er bei Inbetriebnahme 1985 ausgestellt hätte sein müssen, um überhaupt als Dokument zu gelten. Ich würde hier zunächst mit einer (ggf. versuchten) arglistigen Täuschung argumentieren und es den Ermittlungsbehörden überlassen, was letztlich für ein vorwerfbarer Tatbestand daraus werden würde.
      Razupaltuff!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Der Dings“ ()

      Der Dings schrieb:

      Ich würde zunächst nur den Verdacht äußern und das abklären, bevor ich mir den Vorwurf der falschen Verdächtigung anhängen lassen muss.


      Sehe ich genauso - es wäre ja auch möglich, dass der Verkäufer das Moped auch schon so mit den Papieren gekauft hat - also würde ich ihn da auch erstmal drauf ansprechen.

      Kannst ja vorher beim KBA anrufen und fragen ob die FIN "sauber" ist.
      Sorry könnt oder wollt Ihr das was da im § 267 StGB nicht lesen oder verstehen.
      Selbst wenn der Verkäufer das nicht gewusst hat, spiel erstmal keine rolle.
      Da steht " eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht"
      Unwissenheit schütz nun mal nicht vor Strafe.

      Nochmal, auch wenn das ein DDR- Blankoscheine wäre, triff auf Grund des Datums folgendes zu,
      "eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht "

      Laut KTA-Nummer 2171-3, ist des ein SR 50 C,
      damit kann das nie ein original DDR Schein sein, weil es für die SR solche nicht gab.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ckich“ ()

      Die wenigsten der hiesigen User haben ein juristisches Staatsexamen hinter sich und arbeiten als Staatsanwalt.
      Selbiges würde ich auch bei Dir vermuten.
      Um für mich selbst auf Nummer Sicher zu gehen, würde ich die Abklärung des Verdachtes einer Behörde überlassen, die dann letztlich auch über die weitere Verfolgung oder eine Anzeige von Amts wegen entscheidet.
      Somit wäre ich als Geschädigter jedenfalls nicht für eine falsche Verdächtigung oder Falschanzeige zu verfolgen, was nach StGB ebenfalls strafbar wäre.
      Razupaltuff!

      Der Dings schrieb:

      Die wenigsten der hiesigen User haben ein juristisches Staatsexamen hinter sich und arbeiten als Staatsanwalt.
      Selbiges würde ich auch bei Dir vermuten.
      Um für mich selbst auf Nummer Sicher zu gehen, würde ich die Abklärung des Verdachtes einer Behörde überlassen, die dann letztlich auch über die weitere Verfolgung oder eine Anzeige von Amts wegen entscheidet.
      Somit wäre ich als Geschädigter jedenfalls nicht für eine falsche Verdächtigung oder Falschanzeige zu verfolgen, was nach StGB ebenfalls strafbar wäre.


      Damit die Behörde was macht, muss eine Anzeige vorliegen, dann sind sie verpflichtet den nach zu gehen.
      Das so eine Anzeige nur auf begründeten verdacht beruhen soll, sollte Klar sein.
      Woher kommt ein begründeten Verdacht, zb. von jemand der eine Anzeige auf der Wasche macht und in dem Fall die BE den Beamten vorlegt.
      Sollte sich der verdacht nicht bestätigen, wird es eingestellt.

      Habe selber so eine Anzeige schon gemacht, um es kurz zu machen, der verkauft keine Reimports mehr mit gefälschten Papieren mehr, auch so keine Mopeds.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ckich“ ()

      Also sind wir uns dahingehend ja grundsätzlich einig.
      Hin zur Rennleitung, Aussage: "Mir kommt das merkwürdig vor, weil es 2012 keine DDR mehr gab." Punkt.
      Den Rest macht die Behörde. Falls da wirklich eine Fälschung/Betrug oder sonstige strafbare Handlung vorliegt, erfolgt die Anzeige von Amts wegen und nicht durch eine Privatperson und würde dann auch weiter verfolgt.
      Nur so wärst Du auf der für Dich rechtlich wasserdichten Seite, möchte ich meinen.
      Razupaltuff!

      ckich schrieb:

      Sorry könnt oder wollt Ihr das was da im § 267 StGB nicht lesen oder verstehen.
      Selbst wenn der Verkäufer das nicht gewusst hat, spiel erstmal keine rolle.
      Da steht " eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht"
      Unwissenheit schütz nun mal nicht vor Strafe.

      Nochmal, auch wenn das ein DDR- Blankoscheine wäre, triff auf Grund des Datums folgendes zu,
      "eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht "

      Laut KTA-Nummer 2171-3, ist des ein SR 50 C,
      damit kann das nie ein original DDR Schein sein, weil es für die SR solche nicht gab.

      genau deswegen würde ich erstmal beim Verkäufer anfragen. Dann mal sehen,wie er reagiert. Wird er frech oder beleidigend,dann Anzeige. Möglicherweise ist er aber selber übers Ohr gehauen worden.
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