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Schaltplan problem?

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      Ich habe einen originalen MZ Gleichstrom-regler gefunden. Kann es für Simson gut sein?

      Anschlüsse: DF, D+, 61, 51 und Masse (mit ohne Nummer)
      Typ: 8106.7/1 (60W 6V)

      Wenn es für Simson gut ist, wie sollte ich es verbinden? (Mein Ladungs- und Stopplichtspule ist mit Masse verbunden)

      Post was edited 1 time, last by “PBFV5619” ().

      Nein, diesen Regler kannst du nicht mit einer Simson-Lima verwenden.

      Der Grund ist folgender:
      Bei der Simson ist die Spulenspannung abhängig von der Motordrehzahl und dem Magnetfeld des Rotors. (Diese Lima ist "permanent-Magnet-erregt"). Damit steigt und fällt die Spannung mit der Motordrehzahl.
      (es gibt hier also kein Erregerfeld)

      Der von dir gefundene Regler für die MZ liefert eine stabile Spannung, indem er die Spannung der Erregerspule so anpasst, dass die Ausgangsspannung unabhängig von der Motordrehzahl konstant bleibt.

      ---

      Bei den permanentmagnet-erregten Limas gilt:
      a) entweder wird die Spulenleistung entsprechend der angeschlossenen Verbraucher gewählt (Die erzeugte Spannung und Leistung muss gleich der Spannung und Leistung der Verbraucher sein => Spannung und Leistung müssen übereinstimmen)
      oder
      b) man verwendet Spannungsbegrenzer (die ab dem oberen Grenzwert die überschüssige Leistung "des Erzeugers" verbrät (verbraucht))
      Der Spannungsbegrenzer wirkt hier also wie eine variable Last, um die Sollspannung nach oben hin zu begrenzen. (fällt die Generatorleistung ab, fällt ja auch die Spannung ab und der Spannungsbegrenzer hat in diesem Falle immer weniger Spannung bis hin zu keiner Spannung zu verbraten. Steigt die Generatorleistung wieder , steigt auch die Spannung und der Spannungsbegrenzer hat wieder "Arbeit")
      Das wäre einer der heutigen Wege, Verbraucher vor "Durchbrennen" zu schützen, wenn die Spule zu viel Leistung liefern würde.

      Beispiel:
      Du kennst den Kaskadeneffekt bei einer Simson mit den alten, originalen Grundplatten?
      => Wenn dir z.B. die Tacho-Beleuchtung durchgebrannt ist, brennt dir auch nach einer Weile das Rücklicht durch.
      Der Grund hierfür ist der, dass die am Rücklicht anliegende Spannung ohne Tacho-Beleuchtung trotz aktiver Rücklichtdrossel ansteigt, wenn der Motor dreht.
      Würdest du jetzt die Spule mit einem Spannungsbegrenzer verbinden, liefert die Spule nur noch 6V (bis zu maximal 7,2V Wechselspannung) und der Kaskadeneffekt bleibt aus, weil die Spannung nicht höher (als die übliche Kfz-Spannung (6 - 7,2V) ansteigen kann => Die Rücklichtbirne hält.

      Nun musst du aber aus der Wechselspannung mit Hilfe eines Gleichrichters Gleichspannung machen und die Batterie damit versorgen und du musst gleichzeitig die Wechselspannung zu Bremslicht und Rücklicht führen.
      Da du aber nur 21W zur Verfügung hast, musst du überlegen, das Rücklicht komplett über die Batterie laufen zu lassen.
      (Da der AC-Stromkreis durch die Diode des Gleichrichters vom DC-Stromkreis einseitig entkoppelt wird (AC fließen nur die positiven Halbwellen durch die Diode zum DC-Kreis), wird also die Batterie so lange nachgeladen, so lange genug Spannung anliegt und das Bremslicht nicht betätigt wird.)

      Damit würde die ELBA wegfallen. ABER du benötigst jetzt einen externen Blinkgeber (6V 2x 21W) und den Gleichrichter.

      ---

      Andererseits kannst du aber auch wieder auf die alte, originale Ladeanlage mit Rücklichtdrossel zurück rüsten, wenn du keine neue ELBA verbauen willst.



      Welchen Weg du letztendlich wählen willst, entscheidet dein Geldbeutel...
      (Hilfe ist dir zumindest Gewiss)
      Gruß Frank

      :kopfkratz: Was ist eigentlich Elektrizität? :kopfkratz:


      Morgens mit Hochspannung aufstehen,
      mit Widerstand zur Arbeit gehen,
      den ganzen Tag gegen den Strom schwimmen,
      abends geladen nach Hause kommen,
      an die Dose fassen
      und eine gewischt bekommen!

      :a_bowing:
      DAS ist Elektrizität! :a_bowing:
      :whistling:

      Post was edited 1 time, last by “DUO78” ().

      1. So wenn ich habe Tachobeleuctung nicht, muss das Rücklicht mit "Schlußlichtdrossel" nicht geschützt werden?


      2. "Nun musst du aber aus der Wechselspannung mit Hilfe eines Gleichrichters Gleichspannung machen und die Batterie damit versorgen und du musst gleichzeitig die Wechselspannung zu Bremslicht und Rücklicht führen. Da du aber nur 21W zur Verfügung hast, musst du überlegen, das Rücklicht komplett über die Batterie laufen zu lassen."

      In meinem Fall, der Scheinwerfer und das Rücklicht funktionieren von der gleichen Spule. Empfiehlst du mir, das Rücklicht an die Batterie anschließen? Ich benutze derzeit einen 15/15W Glühlampe in der Scheinwerfer. Wenn ich das Rücklicht an die Batterie anschließe, kann ich einen 25/25W Glühlampe benutzen? (Lichtstuple ist 21W)


      3. Kannst du kurz erklären, was der Unterschied zwischen Spannungsregler und Spannungsbegrenzer ist? Welches wäre vorteilhafter?
      zu 1. und 2.:
      OK, du hast ja eine GP von der N. (das ist mir wieder entfallen... Herrjeh! :rotwerd: )
      Also bei der N laufen ja Scheinwerfer, Rücklicht und Tacho-Beleuchtung serienmäßig über die SW-Spule. Also hier musst du dann ja überhaupt nichts am Stromkreis machen.

      Bleibt also nur die 21W-Spule mit Bremslicht, Hupe und Blinker übrig.

      zu 3.:
      Der Unterscheid ist der, dass bei dem Spannungsregler die Eingangsspannung immer höher als die Ausgangsspannung sein muss... ("Längsregler")
      … wogegen beim Spannungsbegrenzer die Eingangsspannung = der Ausgangsspannung ist - er also bereits die Eingangsspannung "beschneidet" ("Parallel-Regler" - meist Thyristor-Begrenzer für AC-Spannungen) *

      Nur sollte man keine LM-Spannungsregler in der Kfz-Technik verwenden, da es im Bordnetz gelegentlich zu Spannungsspitzen kommen kann, die höher als die zulässige Eingangsspannung der "LM-Typen" liegt und somit den LM zerstören (können).

      Da wäre dann ein Parallel-Regler doch besser, da er ab der Soll-(Eingangs-)Spannung beginnt, die Spannung zu begrenzen.


      *)
      Die AC-Spannung besteht ja aus einer Sinus-Kurve und die Spannungsspitzen sind bei AC-Spannungen höher (soweit ich das jetzt ohne nachzuschauen weiß: Spannung x "Wurzel aus 2"), als was das Messgerät (Effektiv-Spannungsmessung) anzeigt...
      Denke dir nun die negativen Halbwellen weg, so dass nur noch die positiven Wellenberge stehen bleiben.
      Die ansteigenden Wellenberge werden ab der Soll-Spannung "abgeschnitten" - Die Spannung fällt dabei auf "NULL", bis der nächste Wellenberg kommt.
      Je mehr die Spule belastet wird, um so flacher werden die Wellenberge (die Spannung), wodurch der "Abschnitt" immer später erfolgt, bis der Wellenberg unterhalb der Soll-Spannung bleibt.
      Wird die Spule weniger belastet, steigen die Wellenberge wieder an und werden "beschnitten"
      Gruß Frank

      :kopfkratz: Was ist eigentlich Elektrizität? :kopfkratz:


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