ANZEIGE

Lohnt sich der Neuaufbau?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Lohnt sich der Neuaufbau?

      Hallo,

      ich bin neu hier im Forum les aber schon eine Weile mit. Ich hab mir vor kurzem eine S51 zugelegt an der es einiges zu tun gibt. Mein Cousin sagt ich soll sie wieder verkaufen und mir ne bessere "Basis" zulegen. Ich hab ein paar Fotos angehangen, mich würde mal eure Meinung interessieren, lohnt sich das basteln hier wirklich nicht mehr? Sie springt gut an, fährt, schaltet sich okay (ich glaub der Leerlauf zwischen dem 2. und 3. gang is ein bisschen zu groß).

      Ich schraub gern an dem Ding rum, kann aber absolut nicht einschätzen ob es sich bei dem Ding "lohnt"?

      Besten Dank schonmal!

      Bilder
      • 1.jpg

        382,6 kB, 900×1.200, 56 mal angesehen
      • 3.jpg

        616,4 kB, 1.600×1.200, 50 mal angesehen
      • 2.jpg

        738,05 kB, 1.600×1.200, 53 mal angesehen
      ANZEIGE

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „icantoast“ ()

      DIe wichtigste Frage zuerst: hast Du 60kmh Papiere dafür?
      Was steht auf dem Typenschild? Es sind Teile von S50, S51 und S53 verbaut.

      Ich denke, wenn Du die meisten Arbeiten selber machst, kommst du mit 400-500 Euro aus und hast dann etwas, das Du selber gemacht hast.
      Absurderweise mag die Raumfahrt keine Himmelsfahrtkommandos ^^
      Erstmal Papiere Ja / Nein ?

      Wenn Ja dann zu 1 gehen und Abarbeiten
      Wenn Nein dann zu 2 gehen und Abarbeiten

      1. Zerlegen, schauen was kann/muss man aufarbeiten, was muss man ersetzen.
      2. Bei den Blauen anfragen, wenn da nichts vorliegt dann beim KBA Papiere beantragen.

      So wäre mein Vorgehen, aus fast jeder kann man was machen. Meistens isses immer ne Frage des Budget und was es einen dann am Ende wert ist.
      Definitiv lohnt sich das. Wie weit man dabei geht ist eine Frage des Geldes, des Könnens und wie original man es habe möchte.

      Die Fahrzeuge sind 30 Jahre und älter, wurden gerne von Jugendlichen gefahren (und verbastelt). Dazu kommt, dass es damals nicht immer leicht Teile gab und entsprechend Improvisiert wurde. Hinzu kommt, das es immer mehr Importfahrzeuge auf dem Markt gibt (mit allem was es daran positives und negatives gibt). Da ist es schwer eine bessere bezahlbare Basis zu bekommen.

      Man sollte froh sein, eine Simson mit 60km/h zu haben.
      Und bedenke, dass so manche im Neulack strahlende Simme zum satten Verkaufspreis sich zuhause allmählich als übergejauchter Kernschrott entpuppt, der mehr aus qualitativ mieser Reprokacke als aus DDR besteht. Dann lieber eine abgeranzte, aber ehrliche dastehende Karre zum passablen Preis.
      Soooo schlecht sieht das gute Stück auf den Bildern doch gar nicht aus, und wenn sie läuft ist doch bestens. Also nach und nach Aufbauen/Verbessern und zwischendurch damit rumheizen. Du hast da nen recht brauchbares Stück "Ostmetall".
      Warum sollte sich ein Neuaufbau nicht lohnen? Was ist in deinen Augen denn eine bessere Basis?

      Die Frage ist eher, welches Budget und welchen Qualitätsstandard du hast. Von "einigermaßen ansehnlich" bis "wie frisch aus dem Laden" können schonmal ca. 1500 Euro liegen. Man könnte eine "bessere Basis" kaufen, diese würde aber wieder auch mehr Geld kosten. Fahrzeugzustand und Kosten liegen in einem direkten, linearen Verhältnis, d.h. ist der Zustand besser, kostet das Moped auch mehr und andersherum natürlich auch.

      Bspw. ist mein Qualitätsstandard (leider) recht hoch und in 4 von 5 Fahrzeugen stecken durchschnittlich 2000 Euro, mal mehr, mal weniger. Dafür sind sie aber auch von der kleinsten Buchse bis zum Lackset erneuert oder aufbereitet, der Motor ist regeneriert, die Zündung überholt, neue Reifen etc. Ich kann unzuverlässige Fahrzeuge nicht leiden!

      Mein Tip: Bau die Simson nach so einem Qualitätsstandard auf, wie du es möchtest und dein Geldbeutel es zulässt. Ein Aufbau lohnt also immer.

      MfG
      Christian
      "Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
      (A. Einstein)

      Man kann ja mal eine Checkliste zusammenstellen was nötig ist, was zwingen notwendig ist, und was man später machen kann.

      so wie sie dasteht sollte man Checken,
      Lenkkopflager
      Motorlager
      Zustand Telegabel
      Zustand Bremsen
      Zustand Bowdenzüge

      Zustand Stoßdämpfer ggf bessere Soziustaugliche (Verstellbare Dämpfer)
      Bereifung wenn noch Pneumant drauf steht runter damit
      Zustand Schwingenlagerung

      Radlager
      ob sie Öl zieht, ggf Wellendichtringe tauschen
      Zustand Zündung und Kabelbaum
      ggf gebrochene Speichen
      Kette (ausgebrochene Rollen im Limadeckel?) Ritzel, evtl Haifischzahnbildung

      Was hat sie denn gekostet ? Berliner Preise sind manchmal echt unverschämt
      Wo ist das denn ne schlechte Basis? Is der Rahmen krumm?



      Das war vielleicht ne schlechte Basis, jedoch seit Anfang der 90er unberührter Scheunenfund. Sieht heute so aus:



      Wenn man nur mit feuchtem Lappen und etwas Elsterglanz "neu aufbauen" will muss man sicher was Fahrbereites für ne vierstellige Summe holen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Gonzo“ ()

      Hi,

      tolles Forum und danke für die vielen positiven Antworten! Ich hab nochmal aufs Typenschild geguckt dort steht einfach nur "S51".
      (EDIT: Es müsste eine, S51 B1-3 sein, hab 3 Gänge und eine Unterbrecherzündung)
      Eure Antworten machen mir Mut und aufs Basteln hab ich ja wie gesagt eh richtig Bock. Daher nochmals vielen Dank!


      @ColonelSandfurz
      Danke für die Checklist, werd ich definitiv dann jetzt angehen. Gestern hat die Zündung, besser gesagt der Unterbrecher sein Geist aufgegeben, lässt sich nicht mehr einstellen, ich hol heut in der Mittagspause mal einen neuen.
      Zu der Frage was sie gekostet hat, ich hab 700 dafür bezahlt. Im Moment hab ich auch nicht viel reingesteckt, vielleicht 50 Euro für ein bisschen Werkzeug, Öle, Waschbenzin
      und ein paar Kleinteilen zum austauschen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „icantoast“ ()

      Wenn jetzt die Zündung streikt, kannst du dir dazu gleich überlegen, was du willst: Reines Gleichstromnetz oder AC/DC-Bordnetz
      Original 6V Unterbrecherzündung (nur mit DDR-Teilen, Nachbauteile bringen nur Ärger)-AC/DC
      Umgebaute 6V U-Zündung (aussenliegender Kondensator, aussenliegende Zündspule)-AC/DC
      Umgebaute 12V U-Zündung (aussenliegender Kondi, aussenliegende ZSP, 12V Mißbrauch, Brückengleichrichter)-AC/DC oder nur DC
      Originale 6V oder 12V E-Zündung -AC/DC
      Umgebaute 12V E-Zündung ("12V Mißbrauch", Brückengleichrichter)-AC/DC oder nur DC
      12V Vape Zündung-AC/DC
      umgebaute 12V Vape-Zündung-DC
      12V Powerdynamo-DC

      Du siehst, das Spektrum an Zündungsalternativen ist gewaltig. Ich selbst habe schon einige originale 6V E-und U-Zündungen umgebaut. Wenn man keinen H4-Scheinwerfer mit 60/55W betreiben möchte (dann ist eine Vape/Powerdynamo wirklich besser), ist ein Umbau wirklich eine Alternative. Das jetzt hier zu erklären würde den Rahmen sprengen.
      Bei Interesse gehe dazu am besten ins FAQ und suche nach "12V Mißbrauch".

      MfG
      Christian
      "Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
      (A. Einstein)

    ANZEIGE