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Ladeanlage reparieren

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      Ladeanlage reparieren

      Hallo,

      bei meiner 64er Schwalbe wollen Rücklicht und Tachobeleuchtung nicht so recht. Bei laufendem Motor glimmen diese Glühlampen nur, es liegen ca. 3,3V Wechselspannung an. Masse hat einwandfreien Kontakt, die Kabel haben keine Übergangswiderstände. Ich habe testweise mal 6V Batteriestrom angeschlossen und die beiden Glühlampen leuchten ganz normal.
      Heute habe ich mal testweise eine andere 8871.1 Ladeanlage verbaut und sowohl Rücklicht als auch Tachobeleuchtung Dsind normal. Demzufolge liegt der Fehler an der Ladeanlage bzw. an der Schlusslichtdrossel. Da ich bei meiner Schwalbe allerdings original bleiben und nicht immer neukaufen möchte, sondern auch etwas reparieren will, stellt sich mir die Frage, wo jetzt der Fehler an der Schlusslichtdrossel liegen kann?

      Die von aussen sichtbaren Kontakte haben alle keinen Widerstand, keine Kabelbrüche etc. Allerdings ist an der Schlusslichtdrossel eine Kunststoff?-Abdeckung ein Stück abgebrochen. Nach meinem Verständnis hat diese Abdeckung aber keine elektrische Funktion. Hat jemand eine Idee, wie und wo man durchmessen könnte bzw. wo man bei der Fehlersuche anfangen kann?

      Im Endeffekt ist es ja nur eine Spule. Hat diese Durchgang mit einen leichten Widerstand, sollte diese in Ordnung sein. Dann müsste der Fehler woanders im Kreislauf liegen...






      MfG
      Christian
      "Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
      (A. Einstein)

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Chrisman“ ()

      Wenn dein Multimeter einen Diodenmessbereich hat, sollte man die Diode ausmessen können. Bei funktionierender Diode müsste das Messgerät zw. roter und grün/roter Leitung in einer Richtung ca. 500-700mV und in der anderen "unendlich" anzeigen.
      Ich habe den Widerstand der Dioden gemessen. Bei der alten Ladeanlage bekomme ich 598 Ohm, bei der neueren Ladeanlage sind es 606 Ohm. Allerdings betrifft das ja die Ladeanlage. Probleme gibt es jedoch bei der Schlusslichtdrossel. Prinzipiell weist die SLD eine Funktion auf, allerdings gibt sie zu wenig Spannung ab.

      MfG
      Christian
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      (A. Einstein)

      Zur Prüfung der Diode nicht im Widerstandsmessbereich messen, sondern im Diodenmessbereich.
      Auf den Bildern hab ich einmal in Durchlassrichtung (oben) und einmal in Sperrichtung (unten) gemessen. Wenn es so aussieht, ist die Diode ok.
      Bilder
      • IMG_20180808_215107.jpg

        289,34 kB, 1.600×1.200, 13 mal angesehen
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        342,69 kB, 1.600×1.200, 14 mal angesehen
      In einem anderem Thema habe ich von Nekro einen Beitrag gelesen, der schon nahezu die Antwort auf dieses Thema gibt:

      "Die Ladeanlage besteht aus 2 Teilen (Ladeanlage und Schlusslichtdrossel). Die Schlusslichtdrossel besteht aus einer Spule, die als Wechselstromwiderstand dient. Wechselstromwiderstände zeichnen sich dadurch aus, dass ihr Widerstand sich abhängig vom Wechselstrom/Spannung verhält, also nicht konstant bleibt. Mann kann nun einmal den Widerstand zwischen den beiden grauen Kabeln mit dem Multimeter messen. Der angezeigte Wert wird bei einfachen Messungen aber mit Gleichstrom/Spannung ermittelt und lässt einzig die Aussagen : "Widerstand messbar =gut"; "Widerstand geht gegen null=windungsschluss=schlecht" und "Widerstand geht gegen unendlich= Unterbrechung=schlecht" zu. In welchem Wertebereich der zu messende Widerstand der Drossel liegen sollte ist mir nicht bekannt, hab ich noch nie gemessen."

      So etwas in der Art dachte ich mir schon. :huh: Jetzt muss ich für mich entscheiden, ob sich der nicht unerhebliche Aufwand lohnt, die eine Schlusslichtdrossel in die andere Ladeanlage zu implantieren. Nasen aufbiegen, umlöten...

      MfG
      Christian
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      Hast du denn die richtigen Leuchtmittel verbaut? Ich meine es waren 18w Bremslicht und 3w Rücklicht. Ich habe bestimmt noch ein oder zwei alte Ladeanlagen bei denen ich morgen mal nachmessen kann.

      mfg Jan

      :a_zzblirre: Simsonfreunde Rahlstedt :a_zzblirre:
      Ja, 18W Bremslicht stimmt, aber 3W Rücklicht kann nicht stimmen. In all meinen Unterlagen steht ein 5W Rücklicht.
      Ich würde mir den Aufwand nicht machen, wäre das Gehäuse nicht auch wieder unterschiedlich zu den späteren Baujahren...wie bei allem von den 64er Schwalben. Es gibt keine Jahresstempelung (die kam erst 1965), die Diode ist oben mittig mit einer Mutter verschraubt, die Befestigung erfolgt über zwei Ösen links und rechts. Bei allen anderen Ladeanlagen hast du auf der einen Seite einen Schlitz, auf der anderen Seite eine Öse.

      MfG
      Christian
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      Es ging bei mir nur um das Ausmessen der Diode. Volker1 hatte dargelegt, dass wenn die kaputt geht, es zu dem von dir oben beschriebenen Fehler kommen kann.

      Und ja, die Spule der Schlusslichtdrossel kannst du im Widerstandsmessbereich auf Durchgang prüfen, so wie Nekro es beschrieb.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „makersting“ ()

      Die Diode ist doch aber gar nicht mit der Schlusslichtdrossel verbunden? ?( Oder liege ich da falsch?

      MfG
      Christian
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      Wenn die Diode durchgeschossen ist, dann wird die negative Halbwelle der Lade-/Brems-/ Rücklichtgeneratorspule der LiMa an der Batterie kurzgeschlossen. So fällt quasi die Hälfte der Leistung weg, was ungefähr mit deiner Spannungsmessung übereinstimmt. Von daher kann Volker1's Idee durchaus stimmen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „makersting“ ()

      Du hat recht, die Ladeanlage mit der Diode ist hier völlig wurscht.

      Die Drossel ist die mit den beiden grauen Kabeln dran, da wo auch das kleine Plastikteil weggebrochen ist. Das sollte allerdings nichts ausmachen.
      Ich würde viel eher einen strengen Blick auf die Lötverbindungen Spule-Kabel werfen und das einfach aus Prinzip mal nach löten. Lötstellen können durch Vibrationen und im Laufe der Jahrhunderte :D auch mal aufgeben. Das wirst Du mit einem Ohmmeter nicht feststellen, erst wenn da Strom fließt, treten die Übergangswiderstände deutlich zu Tage, gerade bei 6V.

      Zur Wirkungsweise der Drossel (falls es jemanden Interessiert), die stellt durch die Selbstinduktion, das ist wenn das Magnetfeld zusammenbricht, einen Frequenz- und damit Drehzahlabhängigen Wechselstromwiderstand dar. Damit wird der Widerstand bei steigender Drehzahl (und auch erhöhter Spannungsabgabe der Spule der Lichtmaschine) erhöht und somit die Spannung reduziert. Einfach aber genial. Wer hätte das bei einem DDR-Moped erwartet :D
      Absurderweise mag die Raumfahrt keine Himmelsfahrtkommandos ^^

      blaumeise schrieb:

      Du hat recht, die Ladeanlage mit der Diode ist hier völlig wurscht.

      Ladedrossel mit Diode und Rücklichtdrossel erhalten den Strom aus der gleichen Drossel (zwar aus unterschiedlicgen Anzapfungen, trotzdem erzeugt ein Großteil der Wicklung für beide den Strom). Wenn nun auf der Ladeseite ein "Halb"kurschluss ist, dann entzieht der auch der Rücklichtdrossel Strom.

      Ich behaupte nicht, dass es zwingend an der Diode liegt, aber ein Messung (die 1min dauert) ist es allemal wert, um eine potentielle Fehlerquelle zu lokalisieren oder auszuschließen.

      a-k-f.de/moser/kr51.pdf

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „makersting“ ()

      makersting schrieb:

      blaumeise schrieb:

      Du hat recht, die Ladeanlage mit der Diode ist hier völlig wurscht.

      Ladedrossel mit Diode und Rücklichtdrossel erhalten den Strom aus der gleichen Drossel (zwar aus unterschiedlicgen Anzapfungen, trotzdem erzeugt ein Großteil der Wicklung für beide den Strom). Wenn nun auf der Ladeseite ein "Halb"kurschluss ist, dann entzieht der auch der Rücklichtdrossel Strom.

      Ich behaupte nicht, dass es zwingend an der Diode liegt, aber ein Messung (die 1min dauert) ist es allemal wert, um eine potentielle Fehlerquelle zu lokalisieren oder auszuschließen.

      a-k-f.de/moser/kr51.pdf


      Das stimmt.

      Dann gingen aber weder die Batterieladung noch die Bremsleuchte.

      Das lässt sich 100%ig testen, indem @Chrisman von der "neuen" Ladeanlage den Schlusslichtdrosselteil nimmt und den Ladeteil der alten Anlage angeklemmt lässt. Er hat ja zum Glück diese Möglichkeit.

      Meine Vermutung liegt aber eher bei den Lötstellen. Ein Windungsschluss kann es nicht sein, dann wären die Lampen zu hell bzw. würden durchbrennen.
      Absurderweise mag die Raumfahrt keine Himmelsfahrtkommandos ^^
      Also, ich hatte auch bei einigen Ladeanlagen das Problem mit der defekten Rücklichtdrossel, bei mir hatten diese aber Windungsschluss und daher ist das Rücklicht immer durchgebrannt.
      Ich hatte dann an der Uni die Möglichkeit die Induktivität von Spulen zu messen und habe drei Ladeanlagen durchgemessen. Dabei sind im Durchschnitt 5600 mycroHenri raus gekommen. Daraufhin habe ich mir eine Induktivität mit dem Wert bei Conrad bestellt und los ging es. Ich weiß jetzt nicht ob das eine Alternative wäre, diese Induktivität bei Chrisman in der Ladeanlage zu verstecken.
      Buchholz 69ers
      @Blaumeise: Es wäre in der Tat ein wichtiges Detail, ob Batt. geladen wird und das Bremslicht funktioniert. Das hatte ich nicbt bedacht.

      Übrigens finde ich es richtig gut, dass Chisman versucht die Ladeanlage zu reparieren. Originalität gefällt mir, und die Nachbaulafeanlage reichen in der Qualität bei Weitem nicht an die DDR-Ladeanlagen heran.

      Die Spulen an sich sehen noch gut aus, die neu zu wickeln wäre etwas mehr Herausforderung. Und falls es doch die Diode sein sollte, dann sollte sogar noch originaler DDR-Ersatz beschaffbar sein, je nachdem wie weit man in Sachen "Oruginalität" gehen möchte.
      Ach du meine Nase... :biglaugh:

      Bei Batterieladung und Bremslicht bin ich mir nicht ganz sicher, weil ich in der Annahme war, Ladeanlage und Schlusslichtdrossel wären "getrennte" Systeme. Ich wollte es zuersteinmal vermeiden, das halbe Moped wieder zu zerlegen (bei der Schwalbe muss dann schon die ganze Lampemaske ab). Die Batterieladung hatte ich nicht getestet und beim Bremslicht dachte ich, der Kontakt im Hinterrad wäre nicht richtig eingestellt. Man denkt auch nicht immer an alles, wenn man testet. Hätte ich das Bremslicht mal mit der funktionierenden Ladeanlage probiert... :rolleyes: Ausserdem war es nicht so einfach, den NKJ-Vergaser "einzustellen". Zumindest hatte ich keinen Leerlauf und beim Messen mit einer Hand permanent den Motor am Leben zu erhalten, um mit nur einer Hand zu messen, fetzt nicht. Jetzt ist der Leerlauf da.

      Da ich die Ladeanlage schon ausgebaut habe, werde ich die Lötstellen mal nachlöten. Eine Diodenmessung ist leider nicht möglich, da mein Multimeter sowas nicht kann. Danach werde ich die alte Ladeanlage anklemmen, die Batterieladung messen, Bremslicht testen und (so Gott will) durch die Neulötung der Kontaktstellen nochmal die Schlusslichtdrossel testen. Mal sehen, was dabei herauskommt.

      Jetzt werden ersteinmal Kabelverlängerungen gebastelt, damit ich nicht immer in die enge Lampenmaske fummeln muss. Die 64er hat den 3-er Verteiler mit Kabelschuhe nicht am Zündschloss, sondern mit Schraubklemme am Sicherungshalter.

      MfG
      Christian
      "Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
      (A. Einstein)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Chrisman“ ()

      Das mit dem Rücklicht war falsch von mir, ich weiß im Moment auch nicht wo ich die 3w her habe.
      Wenn die diode durchgängig wäre, würde die Sicherung durchbrennen. Wäre sie kaputt würde die Batterie nicht laden.
      Hab mal den Wiederstand bei einer Schlusslichtdrossel gemessen, 1,4ohm hat das Multimeter mir angezeigt.

      MfG Jan

      :a_zzblirre: Simsonfreunde Rahlstedt :a_zzblirre:

      jan_avr schrieb:

      Das mit dem Rücklicht war falsch von mir, ich weiß im Moment auch nicht wo ich die 3w her habe.
      Wenn die diode durchgängig wäre, würde die Sicherung durchbrennen. Wäre sie kaputt würde die Batterie nicht laden.
      Hab mal den Wiederstand bei einer Schlusslichtdrossel gemessen, 1,4ohm hat das Multimeter mir angezeigt.

      MfG Jan


      Bei beiden meiner Ladeanlagen haben die Schlusslichtdrosseln genau 1,1 Ohm. Beide 8871.1, eine von 1964, eine von 1970. Welche hast du denn gemessen? Andere Ladeanlagen, andere Spulen und somit andere Widerstandswerte.

      MfG
      Christian
      "Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
      (A. Einstein)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Chrisman“ ()

      Chrisman schrieb:

      jan_avr schrieb:

      Das mit dem Rücklicht war falsch von mir, ich weiß im Moment auch nicht wo ich die 3w her habe.
      Wenn die diode durchgängig wäre, würde die Sicherung durchbrennen. Wäre sie kaputt würde die Batterie nicht laden.
      Hab mal den Wiederstand bei einer Schlusslichtdrossel gemessen, 1,4ohm hat das Multimeter mir angezeigt.

      MfG Jan


      Bei beiden meiner Ladeanlagen haben die Schlusslichtdrosseln genau 1,1 Ohm. Beide 8871.1, eine von 1964, eine von 1970. Welche hast du denn gemessen? Andere Ladeanlagen, andere Spulen und somit andere Widerstandswerte.

      MfG
      Christian



      0,3 Ohm sind schon Meßspitzen die nicht ganz sauber sind... Keine Panik.
      Absurderweise mag die Raumfahrt keine Himmelsfahrtkommandos ^^

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