ANZEIGE

KR 51/2 Wärmeproblem, springt warm nicht an, Standgas unruhig, Ratlos!!

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      KR 51/2 Wärmeproblem, springt warm nicht an, Standgas unruhig, Ratlos!!

      Hallo Liebe Simson Freunde,

      ich wende mich hier an euch, da ich kurz vorm verzweifeln stehe :wacko: ! Aber bevor ich mein Problem schildere zu meinem Fahrzeug:

      Ich fahre eine KR 51/2, 4 Gang Bj 89 mit Unterbrecherzündung.
      Nach 4 Jahren ohne Bewegung habe ich sie nun "reanimert" und habe seither folgendes Problem:

      Sie springt im kalten Zustand mit unterstützung des Kaltstartes auf Anhieb an.
      Fährt sich soweit ich das beurteilen kann für ein 29 Jahre altes Moped gut.

      Problematisch wird es dann, wenn ich das gute Stück aus mache oder sie nach kurzer Standzeit von selbst aus geht.
      Versucht man sie dann wieder an zu bekommen, liegen die Erfolgsaussichten bei 0.
      Die einzige möglichkeit sie warm wieder zum laufen zu bekommen ist sie anzuschieben, was jetzt nicht unbedingt sehr viel Spaß bereitet.

      Ich habe mich versucht so gut wie es geht in die Thematik hinein zu lesen und habe bisher folgende Schritte versucht um das Problem zu beheben:

      -Vergaser gereinigt ( ist aber auch erst 4 Jahre alt)
      -Benzinleitung und Filter ausgetausch
      -Kondensator gewechselt
      -Zündeinstellung nach bestem Wissen und Gewissen überprüft, incl Unterbrecher
      -Zündkerze getauscht
      -Simmerringe überprüft und für iO befunden.

      Leider haben diese Schritte keine Besserung gebracht.
      Ich hoffe das wer unter euch ist der mir gegebenenfalls helfen kann oder einen Tipp geben kann woran das liegen könnte.
      Ich habe überlegt die Zündung kommplett umzurüsten, aber viel Lust habe ich darauf jetzt nicht unbedingt...

      Ich bedanke mich schonmal für Eure Hilfe!!! 8)
      ANZEIGE
      Warmstartprobleme deuten auf defekten Kondensator hin. "Neu" heißt, gerade beim Kondensator, nich immer "intakt" :(

      Und die Simmerringe... Wie alt sind sie genau? Die härten mit der Zeit aus. Und diese bei ner /2er zu tauschen ist kein Hexenwerk. Erstmal nur unter der Lima, links würde ich erstmal nur am Getriebeöl schnuppern. Riecht es ölig, erstmal gut. Riecht es nach Sprit, muss der linke allerdings auch neu werden. Incl dem Öl, was durch die Beimischung unbrauchbar geworden ist.

      Das mitm Baujahr wage ich jetz einfach mal zu bezweifeln. Die SR50/80-Baureihe kam 1986 auf den Markt und hat die Schwalbe abgelöst.

      Gruss

      Mutschy

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „mutschy“ ()

      Ich korrigiere das Baujahr auf 84, habe nochmal nachgesehen, keine Ahnung wie ich auf 89 komme :D
      Wie alt genau die Simmerringe sind kann ich nicht sagen, ich habe sie noch nie getauscht, sind aber definitiv nichtmehr die originalen.

      Dennoch habe ich einen Satz neue bestellt und werde sie tauschen.
      Ölwechsel steht auch an, bei der Gelegenheit schaue ich mir auch den anderen Simmerring gleich an.
      Kondensator hatte ich zufällig auch direkt zwei bestellt, tausche ich den eben auch nochmal aus.
      Zusätzlich kommt noch ein neuer Unterbrecher auf die Grundplatte.

      Hoffe das ich dann den Fehler behoben habe!

      Sternburg-Export schrieb:

      Die Nachbauunterbrecher sind nicht gerade ne Wucht.


      Kann ich so nicht bestätigen. Es gibt lediglich das ein oder andere zu beachten:

      1. Ein neuer Unterbrecher zeigt anfangs erhöhten Verschleiß. Ich stelle daher die Zündung bereits nach den ersten 200-300km nach. liegt meines Erachtens daran, das der Hebel, welcher auf den Nocken trifft zu Beginn seiner Einsatzzeitt nicht vollständig Plan anliegt und sich erst einschleift. (Es kann sein, dass hier Originalunterbrecher etwas genauer gearbeitet sind und dieser Punkt daher enfällt. Kann ich aber nicht beurteilen, da ich noch nie einen neuen DDR Unterbrecher in den Händen gehalten, geschweige denn Verbaut habe.)

      2. Unterbrecherfilz und der Unterbrecherhebelbolzen sind mit dickflüssigem Unterbrecheröl zu schmieren.

      3. Unterbrecherkontakte sind Ölfrei zu halten.

      4. Ein defekter Kondensator bedingt starkes Kontaktfeuer. Die Unterbrecherkontakte verschleißen damit in kürzester Zeit (<100km). Abhilfe kann das Abziehen der Kontakte (Feile, Schlefmittel) schaffen. Je nach Fortschritt des Abbrandes ist der Unterbrecher jedoch unbrauchbar. In den allermeisten Fällen verbaue ich mit einem neuen Kondensator ( seit gut 2 Jahren nur noch außenliegende MKPs) auch einen neuen Unterbrecher.

      5. Kurbelwelle darf kein Spiel haben.

      6. Die Zündstromkreise sind frei von "zusätzlichen" Widerständen zu halten. Gemeint sind saubere Kontakte, unbeschädigte Kabel, korrekter Kerzenabstand etc.

      7. Das Wartungsintervall für Unterbrecherzündungen liegt erfahrungsgemäß zwischen 2000- 3000km. Bedeutet aber nicht, dass die Zündung dann plötzlich komplett versagt. Es ist Vielmehr so, dass sich der ZZP nach spät verstellt. Nachstellen und Schmieren ist mit etwas Übung in wenigen Minuten erledigt.

      Diese Grundsätze gelten nach meinem Empfinden für jede U-Zündung, egal ob Nachbau- oder Originalunterbrecher.
      HABEN ist besser als BRAUCHEN
      :pilot: :pilot: :pilot:
      @Nekro
      Die DDR-Unterbrecher mussten sich nicht erst "einschleifen", da war am Hammer schon ein Radius drin. Das ist nämlich das, was sich als erstes in Position schleifen muss und das auch tut. Deswegen muss der Verbrecher so "früh" (schon nach einigen hundert km) nachjustiert werden.

      Leichte Krater auf den Kontakten vom Unterbrecher können mit ner Kontaktfeile begradigt werden, und nur damit: Unterbrecher wird geschlossen, Feile darin eingeklemmt und dann sachte vor und zurück, vor und zurück, vor und zurück... So werden beide Kontakte wieder parallel zueinander zurechtgeschliffen. Das erfordert neben einer Kontaktfeile (keine Nagelfeile, und auch nicht "Opas Raspel aus der Tischlerei", sondern wirklich eine solche!) auch einiges an Geschick und vor allem Geduld. Das geht auch nicht ewig, denn irgendwann ist die "harte" obere Schicht weg und der Rest vom Kontakt brennt dann innerhalb weniger Kilometer weg.

      Gruss

      Mutschy
      Wichtig ist wirklich das Unterbrecheröl auf dem Schmierfilz und den Schmierfilz auch richtig einzustellen, sodass er den Nocken auch wirklich schmiert. Das mindert den Verschleiß ungemein. Und das nachstellen er U-Zündung ist bei einwenig Übung in 30 min erledigt. Und damit meine ich das richtige nachstellen, nicht das rumdrehn an der Grundplatte, was sowieso nie zum einstellen gedacht war.
      Lukas, du solltest noch erwähnen, dass mit "Schmierfilz" das Stück Filz im Halter NEBEN dem Unterbrecher gemeint is :!: Der Filzstreifen am Unterbrecher selber soll nur das Verschmutzen des Kontaktes verhindern und demzufolge möglichst sauber sein ;)

      Gruss

      Mutschy

      Du brauchst Hilfe rund um Simson und MZ? - besuch mich einfach (virtuell oder in echt):

      mutschy.dashosting.de
      Vorab Danke für all die Ratschläge! Sie springt nun auch endlich warm wieder an!

      Leider ist nun am Ende des Prozesses ein neues Problem aufgetreten und ich hoffe das auch Ihr mir dabei helfen könnt!

      Was habe ich bisher getan:
      -Kondensator getauscht
      -Zündung eingestellt (mittels Fühllere und Abrissmarkierungen)
      -Vergaser gereinigt und eingestellt
      -Simmerringe getauscht an beiden Seiten der Welle + Kickstarter
      -Ölwechsel
      -Zündkerze neu
      -Zündkabel neu
      -Zündkerzenstecker neu (1kO)

      Bin dann eine Runde gefahren um den Motor warm zu fahren um anschließend den Vergaser einzustellen. Also Gemischsschraube rein und dann langsam raus bis die Drehzahl am höchsten war und dann eben das Standgas eingestellt. Was mir da schon komisch vorkam ist das sie das Standgas nicht halten wollte. Sprich sie hat selbstständig hoch gedreht und ist dann langsam wieder runter bzw ausgegangen.
      Genervt habe ich dann gestern aufgegeben... :pinch:

      Heute voller Tatendrang wieder ran ans Moped, Vergaser nochmal raus, zerlegt, alles sauber gemacht, selbst die Stellschrauben raus und da drinnen mal geputzt, alles wieder zusammen gebaut und los ging die wilde fahrt. Nach einem Kilometer plötzlich Leistungsverlust bis sie letzendlich ausging.... :dash:

      Versucht man sie jetzt zu starten, springt sie zwar mehr oder weniger gut an, läuft dann kurz geht dann aber wieder sofort aus. Dabei gibt sie komische Geräusche von sich. Ich würde es nicht als dieses Altbekannte Knallen einer Fehlzündung beschreiben sondern eher ein "Puffen" das durch den Auspuff rausgejagt wird.

      Wo könnte ich einen Fehler gemacht haben oder wo könnte ein neues Problem entsanden sein?

      Danke schonmal für eure Hilfe!
      Wie weit hast du die Simmerringe reingedrückt? Sie müssen mit der Oberkante bündig am Gehäuse sitzen, maximal bis zum Ende der Fase am Lagersitz (das is meines Erachtens nach schon fast zu tief). Und gerade müssen sie natürlich auch sitzen.

      Gruss

      Mutschy

      Nekro schrieb:

      Sternburg-Export schrieb:

      Die Nachbauunterbrecher sind nicht gerade ne Wucht.


      Kann ich so nicht bestätigen. Es gibt lediglich das ein oder andere zu beachten:

      1. Ein neuer Unterbrecher zeigt anfangs erhöhten Verschleiß. Ich stelle daher die Zündung bereits nach den ersten 200-300km nach. liegt meines Erachtens daran, das der Hebel, welcher auf den Nocken trifft zu Beginn seiner Einsatzzeitt nicht vollständig Plan anliegt und sich erst einschleift. (Es kann sein, dass hier Originalunterbrecher etwas genauer gearbeitet sind und dieser Punkt daher enfällt. Kann ich aber nicht beurteilen, da ich noch nie einen neuen DDR Unterbrecher in den Händen gehalten, geschweige denn Verbaut habe.)

      2. Unterbrecherfilz und der Unterbrecherhebelbolzen sind mit dickflüssigem Unterbrecheröl zu schmieren.

      3. Unterbrecherkontakte sind Ölfrei zu halten.

      4. Ein defekter Kondensator bedingt starkes Kontaktfeuer. Die Unterbrecherkontakte verschleißen damit in kürzester Zeit (<100km). Abhilfe kann das Abziehen der Kontakte (Feile, Schlefmittel) schaffen. Je nach Fortschritt des Abbrandes ist der Unterbrecher jedoch unbrauchbar. In den allermeisten Fällen verbaue ich mit einem neuen Kondensator ( seit gut 2 Jahren nur noch außenliegende MKPs) auch einen neuen Unterbrecher.

      5. Kurbelwelle darf kein Spiel haben.

      6. Die Zündstromkreise sind frei von "zusätzlichen" Widerständen zu halten. Gemeint sind saubere Kontakte, unbeschädigte Kabel, korrekter Kerzenabstand etc.

      7. Das Wartungsintervall für Unterbrecherzündungen liegt erfahrungsgemäß zwischen 2000- 3000km. Bedeutet aber nicht, dass die Zündung dann plötzlich komplett versagt. Es ist Vielmehr so, dass sich der ZZP nach spät verstellt. Nachstellen und Schmieren ist mit etwas Übung in wenigen Minuten erledigt.

      Diese Grundsätze gelten nach meinem Empfinden für jede U-Zündung, egal ob Nachbau- oder Originalunterbrecher.


      Getriebeöl ist übrigens auch schon zu dünn, für solche Zwecke.
      Falls kein Schmieröl für Zündunterbrecher da ist, geht auch etwas Fett, welches vorher mit ein paar Tropfen
      Motorenöl aufgerührt wurde. Diese halbfeste Masse dann leicht in den Schmierfilz einarbeiten.
      @mutschy :Sie sitzen jetzt nicht unbedingt aussen bündig, aber tiefer wie einen mm sitzen sie nicht drinne.
      Was passiert denn wenn die zu tief sitzen?

      @Lukas96 Ob dieser Schmierfilz richtig sitzt muss ich nochmal überprüfen.

      MIttlerweile sieht die ganze Sache so aus:

      Sie springt gut an und läuft dann auch mehr oder weniger vernünftig im Standgas.
      (Habe das ganze mal gefilmt, wenn mir wer sagt wo ich das hochladen könnte würde ich euch das mal zeigen :P )

      Sie fährt dann auch eigentlich bis zu dem Punkt an dem man schneller fahren möchte. Sie zieht dann wie gewohnt durch bis etwa 55km/h. Ab dann fällt die Leistung abrpubt ab, sie fängt an zu rucken. Beim runter schalten geht sie dann ab dem zweiten Gang aus. MIt etwas Glück kann man Sie zwar am laufen halten, fährt dann jedoch sehr unruhig und ruckig. Ausserdem wird das Gas dann stark verzögert angenommen.

      Ich stehe jetzt vor der Wahl entweder teurere Bauteile zu wechseln oder sie in die Werkstatt um die Ecke zu bringen und sie durchchecken zu lassen. Beide Optionen gefallen mir nicht besonders.
      Ich vermute das es ja an der Zündung liegt, aber diese zu tauschen ist nun auch kein Schnäppchen. Mich jedoch weiter über die bescheidene Unterbrechertechnik aufzuregen ist auch nicht der Weg zum Ziel.

      Was noch vorgefallen ist: Ich hatte ja Zündkabel samt Stecker getauscht mit 1kO. Bei meiner letzten Panne habe ich zu Hause dann den Zünfunken überprüft da sich überhaupt nicht anspringen wollte. Da ich keinen Funken hatte habe ich den alten Stecker aufgeschraubt und da war der Funke auch wieder da wie er sein sollte.

      Irgendwo steckt der Wurm in diesem Moped... ich finde ihn nur nicht... ;(

      Danke für eure Hilfe!

    ANZEIGE