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Reaktivierung Gespann ETZ 250

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      Reaktivierung Gespann ETZ 250

      Hi Leute,
      heute ist meine erste eigene MZ ETZ 250 bei mir eingetrudelt. Sie ist von 1988 und schon durch mindestens drei Hände gegangen. Sie nicht mehr im Originalzustand, wurde höchstwahrscheinlich als Standardversion ausgeliefert wurden. Jedoch besitzt sie die originale Scheibenbremsanlage und hat den Gespannrahmen samt Federbeine hinten. Der Lack wurde dilettantisch übergepinselt, der orignale scheint aber noch drunter zu sein. Im Kombiinstrument wurde noch eine Kontrolleuchte eingebracht, wo ich noch nicht weiß, wofür die sein soll. Der Tank ist innen ziemlich rostig sowie die Auspuffanlage (welche auch verunstaltet wurde) als auch viele Stellen am Rahmen. Der Seitenständer ist unvollständig und die Speichen haben auch schon bessere Tage gesehen. Auch wurde anstatt der Hupe eine Fanfare verbaut. Die Elektrik funktioniert vollständig und ist auch weitestgehend unangetastet. Der Motor scheint noch ungeöffnet zu und lässt sich derzeit nicht durchtreten (habe vorsichtig händisch mal vorgefühlt). So ist der Block aber trocken.

      Was habe ich eigentlich vor. Sie soll wieder ein Gespannfahrzeug werden. Ob sie wieder Original wird oder modifiziert weiß jetzt noch nicht.

      TEAM SAUSTAHL

      "Bier trinken hilft der Landwirtschaft"

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      Der|Homer schrieb:

      Schöne Sachsenharley,

      den bildern nach stand sie etwas feucht oder? was kommt denn denn für ein Boot dran?

      ist das Zufall mit der blauen Plakette oder hat sie schon tüf?

      gutes Gelingen!


      Ja, sie stand etwas feucht. Aber die Rostschäden halten sich in Grenzen. Ich denke, es wird ein Superelastik werden. Aber das hat noch Zeit.

      Die Plakette ist Zufall, HU 09 ;)

      Danke, wird wohl ein ganzes stückchen Arbeit werden.
      TEAM SAUSTAHL

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      So, das Thema hier ist ja schon etwas eingeschlafen. Ich werde es mal wiederbeleben.

      Es hat sich schon einiges in letzter Zeit getan. Ich fange infach mal bei der Bremse an. Glücklicherweise ist eine originale Scheibenbremsanlage verbaut. Jedoch ist diese selbstverständlich komplett verklebt und daher bedarf einer Sanierung dieser. Also erstmal alles auseinander nehmen.


      Wie man sieht, ist die Bremsflüssigkeit auskristallisiert überall ist Dreck. Die Bremskolben und alle Dichtungen haben auch schon die besten Tage hinter sich und kommen selbstverständlich Neu. Die Bremskolben haben sich mit aller Macht gegen das demontieren gewehrt. Jedoch haben auch sie den Kampf verloren und sind nun draußen.


      Nun erstmal alles ordentlich sauber machen und dann mit neuen Teilen versehen. Einige Teile konnte ich Original bekommen (z.B. Bremskolben, Entlüftungsschraube, Blindstopf für Entlüftungsschraube, usw.), andere haben eine sehr gute Nachbauqualität. Gerade der Dichtungsring für den Hauptbremszylinder ist jetzt aus einem richtigen Wellendichtungsring, welcher sicher nach außen abdichtet und gleichzeitig dem Kolben eine gute Führung gewährt.


      Dann kam die Bremsanlage wieder zurück an ihren Platz und wurden erste Polierversuche an der Chromteilen vorgenommen. Schließlich soll die Emme wieder fix flott gemacht werden. Also auch mal eben den Vergaser zerlegt und gereinigt.


      Wie es weiter geht, dazu mehr im nächsten Beitrag :D
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      TEAM SAUSTAHL

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      Und es geht weiter. Nach der ganzen Aktion sollten noch ein paar Aufhübschungen gemacht werden, Simmerringe wechseln, neues Öl drauf und ab zum Dekramann/-frau. So war zumindest der Plan.


      Ok, der Tank hat dringend eine Zitronensäure-Kur nötig. Nach zwei Füllungen war der Tank wieder blitze blank und hätte gleich wieder montiert werden können. Beim säubern hat sich dann raus gestellt, dass die Originalfarbe noch drunter ist. Leider wurden die Emblem dilitantisch entfernt. Macht aber nichts, gehört halt zum Moped und bleibt so. Nur muss jetzt in mühevoller Handarbeit der Dosenlack runter. Geht mit Beize ganz gut. Dann war ja noch die Sache mit den WDRs. Prinzipiell kein Problem, wenn da die Kupplung nicht wär. Die hat sich mit aller Macht gewehrt, von Stumpf gelöst zu werden. Leider hat dabei der Druckkörper auch schaden genommen. Also muss der nun auch neu.


      Schlussendlich lag der Rumpf dann nun doch auf dem Operationstisch. Was das heißt, kann man sich ja denken. Hierbei kam ein weiterer Schaden zu vorschein.


      Jut, wird nun also doch eine Restauration draus. Nun heißt es alles zerlegen und begutachten.


      Damit ist hier erstmal Schluss. Morgen gehts weiter. Kommentare natürlich gerne gesehen.
      TEAM SAUSTAHL

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      Den Motor spalten ist kein Hexenwerk. Ein Ofen und sanfte Schläge mit dem Schonhammer haben den Rumpf in zwei Hälften fallen fallen lassen. Der Motor war noch nie offen, was eine genaue Inspektion unabdingbar macht.


      Schön, dass sogar noch die eingravierten Signaturen auf der KW erkennbar sind. Etwas Schlamm war natürlich auch noch vorhanden. Das Getriebe ließ sich ohne Gewalt ausbauen und lag anschließend zu Opduktion vor.


      Der Befund ist verherrend. Schaltrad 1.-3. Gang verschlissen, Zahnrad 3. Gang ebenfalls. Antriebswelle mit Karries. Schaltrad 4.-5. Gang muss auch neu. Das wird nicht billig. Da ich aber wieder Gespannbetrieb realisieren möchte, mach ich da keine Kompromisse. Also müssen neu Zahnräder her. Da ich da eine gute Quelle für Originalteile und sehr gute Nachbauten habe, wird das wieder ordentlich gemacht.
      Dann kam der Auspuff an die Reihe. Da es im Moment keine gescheiten Nachbautöpfe gibt, wird der Alte wieder aufgearbeitet. Dessen Funktion ist Prinzipiell noch gegeben. Aufgrund der Lagerung des Möps hat jener etwas gelitten. Zudem wurde unnötigerweise Löcher in das Endstück gebohrt. Diese werden beseitigt und der Rest aufgearbeitet. Den Krümmer werde ich höchstwahrscheinlich mit Auspuffband versehen, da dieser auch nicht mehr ansehnlich ist. Es greift zwar den allgemeinen äußeren Zustand des Motorrads auf, trotzdem könnte ich mir dei Variante mit Band auch sehr gut vorstellen.


      Demnächst gehts weiter.
      TEAM SAUSTAHL

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      Sehr sehr schönes Projekt. Ich habe meine etz jetzt fast fertig. Mir fehlt nur noch der Auspuff.
      Bei dem Getriebe interessieren mich deine Bezugsquellen. Teilst du die mit mir, gerne auch per PN. Mein Motor war noch nie auf. Lediglich Kupplung Zylinder wdrs habe ich gewechselt. Lg

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      LordHelmchen schrieb:

      Da es im Moment keine gescheiten Nachbautöpfe gibt, wird der Alte wieder aufgearbeitet.


      vögelchen schrieb:

      Mir fehlt nur noch der Auspuff.


      Vielleicht ist der ja was für Euch?

      sachsenmoped.de/auspufftopf-f-mz-etz-250,3,36,807
      Wer keine Ahnung hat, der sollte wenigstens Verwirrung stiften. :thumbsup: :lol: :furious:
      Fuhrpark: S51 enduro BJ85 auf 12V e Zündung umgerüstet, S70 enduro in Restauration.
      SR 80 CE BJ87 in weiß

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      LordHelmchen : Es wäre doch mal ein Versuch Wert , den von sachsenmoped zu testen.
      Alternativ sollen die nachbauten von Güsi sehr nah an die originalen rankommen.
      Bei Güsi kostet der Auspuff dann aber auch ordentlich.
      Laisdung (Sprich Lais-dung)
      = Die vollkommen übertriebene Angabe von Motorleistung auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken
      Wird berechnet mit :
      P=Kanäle*Lautstärke²+Hauptdüsengröße


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      Jub, die Essen von GüSi sind derzeit ausverkauft. Es kommen auch in absehbarer Zeit keine Nachbauten. Von daher bleibt die alte Esse dran. Die Anlagen von Sachsenmoped in allen Ehren. Jedoch merkt man bei der ETZ jedes PS weniger. Und einen solchen Auspuff nachzubauen, da gehört nen bisschen was dazu. Und das kann auch er für seinen Preis für die Esse nicht liefern (ist kein schlechtmachen). Der von GüSi kostet mehr als das doppelte und da ist viel know how reingeflossen.

      Am Moped ist nun nich mehr viel dran. Nun kann damit begonnen werden, viele Teile am Rahmen mit Owatrol aufzuarbeiten.


      Dann geht es weiter am Motor bzw. der Peripherie. Da die nächste große Bestellung da ist, kann es ohne Unterbrechung weitergehen. Zunächt wird die Kupplung wieder bestückt.


      Danach erfolgt das Getriebe. Auch hier konnten wieder viele Originalteile verbaut werden.


      Weiter folgt demnächst.
      TEAM SAUSTAHL

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