KR51/1 im 3. Gang zu wenig Leistung

      KR51/1 im 3. Gang zu wenig Leistung

      Liebe Community,

      ich fahre eine KR51/1 mit Vape. ZZP ist mit Messuhr auf 1,5mm vor OT eingestellt, Luftfilter original unter der Abdeckung, BVF 16N1-5 mit richtigen Düsen, Auspuff ist sauber und ca. 2,5cm auf dem Krümmer. Bremsen sind frei, Kettenspannung passt (eher etwas zu locker) Der Motor wurde vor ca. 400km regeneriert, Kompression knapp 9 bar.
      Die Schwalbe zieht im 1. und 2. Gang sehr gut, schalten bei ca. 20 bzw. 40. Allerdings habe ich da Gefühl, dass dem Motor im 3. obenrum ein wenig der „Wums“ fehlt. Im Stand dreht der Motor sauber hoch und macht vom Klang her gefühlt 20.000 Umdrehungen. Bis 50 zieht der Motor ohne Probleme durch, danach wird es sehr zäh. Laut Tacho sind mal 55 drin (was laut GPS nur gut 51,x sind), an 60 ist nicht zu denken.
      Hat irgendjemand eine Idee, woran es liegen könnte? Ich bringe zwar etwas mehr auf die Waage, aber knapp über 50 kommt mir eindeutig zu langsam vor…
      Leistungsprobleme unter Last sind MEISTENS Vergaserprobleme. Eventuell ist dein Vergasergemisch bzw. deine Vergasereinstellung zu fett. Hast du das mal anhand des Zündkerzenbildes geprüft? 55 km/h sollten bei einem 400km regenerierten Motor locker drin sein. Normal kannst du schon Vollgas fahren und solltest deine 60 km/h erreichen...

      MfG
      Christian
      "Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
      (A. Einstein)

      Hatte schon vermutet, ob das Gemisch evtl. zu mager ist, aber mit einer 70er HD statt der 67er lief es auch nicht merklich besser oder schlechter.
      Kerzenbild ist meiner Meinung nach in Ordnung. Ist schön braun, dürfte aber vielleicht einen Hauch heller sein.
      Allerdings muss ich jetzt einfach mal ganz drumm nach der Einstellung des Vergasers fragen: Wenn ich mittels Lertlaufgemischschraube die höchste Drehzahl erreicht habe, lasse ich es dann so oder drehe ich 1/2 Umdrehung wieder zu (so habe ich es momentan)? Irgendwie scheint es hierbei beide Meinungen zu geben...
      ​Vor dem Einstellen des Vergasers ist die Zündkerze (Wärmewert beachten!) auf ordnungsgemäßen Elektrodenabstand zu prüfen, der Motor Betriebswarm zu fahren und die Simson mit laufendem Motor in waagerechter Stellung aufzubocken. Sollte der Motor dabei stehen bleiben (absterben) oder sehr unrund laufen, wird die Gasschieber-Anschlagschraube so weit herreingedreht, bis der Motor sicher und rund läuft.Dann wird die Leerlaufluft-Regulierschraube bis auf Anschlag hineingedreht und vorsichtig so lange wieder geöffnet, bis die höchste Drehzahl bei regelmäßigem Motorlauf erreicht ist. Die Leerlaufdrehzahl wird anschließend durch Zurückdrehen der Gasschieber-Anschlagschraube so eingestellt, daß der Motor sicher und rund durchläuft. Die Motordrehzahl liegt dabei in der Regel bei 1200 bis ca. 1600 U/min.Sollte bei dieser Vergasereinstellung das Übergangsverhalten unbefriedigend sein, kann die Leerlauf-Regulierschraube zur leichten Gemischanreicherung wieder um 1/4 bis 1/3 Umdrehungen hineingedreht werden. Ein zu weites Schließen dieser Regulierschraube führt zur Überfettung des Leerlaufgemisches CO Anteil wird auch überschritten). Abhängig davon steigt der Kraftstoffverbrauch um 0,2 bis 0,4 Liter auf 100km an, da ja der Leerlaufvergaser über den gesamten Drehzahlbereich arbeitet.


      ZZP von 1,5mm ist korrekt.

      Wie ist es denn,wenn du Vollgas fährst und dann den Choke ziehst? geht dann noch was?
      Demnach schein ich ja bei der Luftregulierschraube noch eine halbe Umdrehung aufdrehen zu können.

      Habe gerade noch einmal die Kerze beobachtet. Ist eigentlich schön braun, allerdings tendiert das Spitze der Elektrode eher zu grau, was dann ja wiederum eigentlich ein zu mageres Gemisch bedeuten würde...
      Choke bei Vollgas bringt ein kräftiges Verschlucken, dann läuft der Motor aber kurze Zeit später wie vorher, ich kann den Choke gepflegt offen lassen und weiterfahren. Laut GPS hatte ich nun auch 58 km/h drauf.
      Wie oben erwähnt hatte ich mal eine 70er HD drin, hat aber nicht wirklich geholfen. Evtl. versuche ich mal eine 72er oder 73er, kommt darauf an was mein Fundus hergibt ;)
      Allerdings wäre dann ja die Frage, warum die Kiste mit der 67er nicht so will...

      Edit: Habe jetzt mit einer 72er HD getestet, der Vogel ist nun deutlich spritziger und obenrum drehfreudiger, 55 laut Tacho kein Problem. Zwar kann ja eigentlich nicht sein was nicht sein darf, aber nunja ;)

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      evtl. ein Nebenluftproblem!?

      Vergaserflansch krumm?
      Zylinderkopf undicht?

      Der Ansaugtrakt ist original?
      HABEN ist besser als BRAUCHEN
      :pilot: :pilot: :pilot:
      Vergaserflansch sieht gut aus.
      Nebenluft schließe ich eigentlich aus. Ein Absprühen mit Bremsenreiniger hat keine wirlihe Reaktion gezeigt.
      Wellendichtringe sollten nach 400km hoffentlich noch in Ordnung sein.
      Ansuagsystem ist komplett original mit Filter unter dem Lenkerblech. Wenn ich den Ansaugscchlauch zudrücke nimmt die nur sehr schlecht Gas an, etwas Luft kommt ja noch durch den Schlauch.
      Ich bin langsam irgendwie ratlos...

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      Zwischenflansch scheint in der Tat verzogen zu sein, allerdings nur ganz minimal. Solange alles dicht ist hoffentlich mehr oder minder egal?
      Was mir allerdings aufgefallen ist: Ich habe als Dichtung sowohl beim Zwiscchenflansch als auch beim Vergaser selbst jeweils 2 dünne Papierdihhtungen und jeweils eine dickere rote Dicchtung, jedoh nicht den schwarzen dicken "Klopper" aus Plastik. Original kommt zwischen Zylinder und Flasnsch ja anscheinend nur Papier und zwischen Flansch und Vergaser 2x Papier und diese Plastikscheibe. Allerdings kann ich mir kaum Vorstellen, dass der Vogel deshalb so fettes Gemiscch braucht...?
      Zylinderkopf und -fuß habe ich nur abgesprüht, ebenfallls dicht.

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      meine 1978er ging ori auch nur gps 58kmh, werksneuer DDr Zylinder, dem Ding hab ich nen minimalst selbsbearbeiteten 63er verpasst, jetzt faehrt der mit mir 105kg und Kind in Dresden die Grundstrasse mit 58 in der 3 hoch und 72 auf der geraden. grosseres Ritzel kommt drauf.
      60ccm wäre ne Maßnahme, allerdings möchte ich mit Blick auf die Rennleitung lieber ori unterwegs sein.
      Ich werde morgen mal das Ansaugsystem neu abdichten. Ich musste nämlich feststellen, das die bisherige Dichtung eine zu kleine Öffnung hat und teilweise den Ansaugstutzen verdeckt...
      War leider nicht die Lösung.
      Mit neuen Dichtungen, offenem Ansaugstutzen und 67er HD läuft der Vogel wieder schlechter als vorher. 72er HD wieder rein, deutlich spritziger.
      Werde die Tage mal testweise die HD nochmals vergrößern. Irgendwann müsste ich ja an den Punkt kommen, wo der Motor nicht mehr besser, sondern wieder schlechtrer läuft, da das Gemisch zu fett wird.
      Kurzes Update:
      Wollte heute noch einmal die Zündung nachmessen und abblitzen. Dabei habe ich unten im Gehäuse (beim Gewinde für die untere Halteklammer) feinstes Getriebeöl entdeckt....Das erklärt natürlich einiges und ist milde ausgedrückt der worst case.
      Kann ich noch Glück haben, dass es evtl. nur aus der Dichtkappe (heißt die so?) sifft oder müssen es zwingend die Wellendichtringe sein?
      Wie viel Spiel/Luft muss eigentlich noch zwischen Lager (+ evtl. Ausgleichsscheiben) und Motorgehäuse (also Dichtkappe) sein? Waren 2 Scheiben (anscheinend Ölleitscheiben, die Scheiben für die Dichtkappe sehen in den namenhaften Shops irgendwie breiter aus) drin und sieht doch sehr bündig aus.

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      Beim m53 ist das Öl zwischen der Dichtkappe und dem Innenliegenden Welli. Dazwischen ist das Lager.
      Im gegensatz zum m500 Motor ist es beim m53 nicht schlimm wenn dort ein wenig Öl rausläuft. Schön ist es natürlich nicht, aber sollte dennoch am Motorlauf nichts ändern (außer langfristig, da könnte das Lager Schaden nehmen,da es dann nicht richtig geschmiert wird).
      Einfach die Dichtung in der dichtkappe erneuern und/oder den kleinen Welli in der Dichtkappe und schauen ob die Dichtkappe halbwegs gerade ist und nicht verzogen.

      Ansonsten ist es beim m53 eher unwahrscheinlich das der Motor Nebenluft über die innenliegenden Wellis zieht.
      Eher zieht er mit Getriebeöl durch, was sich durch starke weiße Qualmbildung feststellen lässt, wenn der Motor läuft.
      Außerdem springt er dann meist schlecht an und dreht auch nicht schön sauber hoch, sondern stottert zwischendurch.
      Der Motor springt in der Tat seit kurzem schlechter an, allerdings kommt kein weißer Rauch aus dem Auspuff. Den Welli und die Kappe werde ich natürlich erneuern. Wenn darüber natürlich keine Nebenluft gezogen werden kann, löst das natürlich (leider) immer noch nicht mein eigentliches Problem.