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2 Komponenten Klebstoff - Erfahrungen mit den verschiedenen Klebstoffsystemen

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      2 Komponenten Klebstoff - Erfahrungen mit den verschiedenen Klebstoffsystemen

      Ahoi zusammen,
      anscheinend gibt es so ein Thema noch nicht, aber ich würde dazu gern einige Informationen austauschen.
      Meiner Recherche nach, gibt es drei Sorten von 2 Komponenten Kleber:
      Epoxidharz oder Epoxydharz (EP)
      Polyurethan (PUR)
      Methylmethacrylat (MMA)

      Bisher habe ich nur mit Epoxidharz gearbeitet und bin sehr begeistert.
      Über Jahre haltbar und gut zu verarbeiten. Aber härtet meist sehr hart aus.

      Jetzt habe ich aber einen schwarzen Kleber gesucht, der ganz leicht flexibel bleibt. So wie dicker Kunststoff.
      Dafür habe ich MMA verwendet. Allerdings ist dieser Kleber nach ca. einem Jahr nicht mehr verwendbar gewesen, weil eine Komponente komplett weg geschrumpft ist.

      Wie sind eure Erfahrungen?
      Was verwendet ihr?
      Kennt ihr noch schwarzen 2Komponenten Kleber?
      Nach welchem System funktioniert Flüssigmetall?
      Wie lange halten eure Kleber schon im offenen Zustand?

      Den schwarzen Kleber wollte ich verwenden um z.B. eine Stoßdämpferhülse aus Kunststoff auszubessern die an einer Stelle vom schleifenden Reifen abgenutzt ist.

      Außerdem stören mich diese neuerdings verwendeten Spritzen womit beide Komponenten gleichzeitig ausgebracht werden.
      Diese sind meist nicht wieder Luftdicht zu verschließen, wie es bei einzelnen Tuben möglich ist.
      Dadurch denke ich, dass diese Kleber durch die Luftberührung schneller altern bzw. nicht mehr zu verwenden sind.

      Also dann, los geht's ;)
      Gruß Marko
      Buchholz 69ers
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      Also ich kann dazu nur sagen: JB-Weld! Der einzige Kleber, der bislang alle Versprechungen eingehalten hat. Dicht gefolgt vom Uhu Endfest 300, der relativ klar aushärtet. Wenns schnell gehen muss, Pattex Stabilit.
      Besser es zu haben und nicht zu brauchen, als umgedreht.

      Old_Schooler schrieb:

      Also ich kann dazu nur sagen: JB-Weld! Der einzige Kleber, der bislang alle Versprechungen eingehalten hat.


      Dem kann ich nur zustimmen, "kleben statt schweißen" (bohren, fräsen, überlackierbar etc. alles möglich!!!)
      Aber der härtet halt völlig durch.
      "Teilelastisch" bietet sich event. Apuarium-Silikon an (resistent gegen viele Flüssigkeiten),
      kommt aber auch auf das zu klebende Material an. :b_fluester:
      haubdsache sreschned nisch... ;(
      "Sei kritisch, fahr britisch."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „atzebadekappe“ ()

      Über den JB Weld bin ich auch gestolpert. Kommt ja wohl aus Amerika, oder? Gibts da ne günstige Bezugsquelle? Ist jede Sorte empfehlenswert? Die haben ja ne Menge.
      Also Teilelastisch soll er nicht wirklich sein, eher so wie die Kunststoffhülsen über den Stoßdämpfern. Ich wollte es mal mit Baukleber aus der Kartusche versuchen.
      Buchholz 69ers
      Hatte gerade erst mit dem Uhu Plus Endfest 300 zutun (Zweierpack von Amazon). Die Aushärtungsdauer ist weit länger als angegeben. Aus der 2er Tube lässt es sich schlecht verarbeiten da die 2 Komponenten unterschiedlich fließen somit man zwangsläufig immer von einem Teil zuviel. Ansonsten wenn man die Teile fixiert und lange genug trocknen lässt hält es auch sehr gut. Preislich leider etwas teurer.

      JB Weld ist ne sehr gute Sache gerade was Aluteile am Moped angeht.
      2K Knetmasse, kann man sich da überhaupt sicher sein die Komponenten ausreichend zu vermischen? Ist das dann richtig hart und kann auch geschliffen werden? Hast du Ausbrüche nachmodelliert oder was ausgebrochenes wieder eingeklebt?
      Buchholz 69ers
      Du schneidest eine Art gefüllte Wurst ab und hast dann immer beide Komponenten immer perfekt om Verhältnis. Richtig durchkneten und dann geht's los. Bindet nach 5 Minuten ab und wird nach glaube ich 1 Stunde steinhart. Lässt sich sehr gut feilen und schleifen. Hab damit 3 Gehäuseausbrüche wo die Teile gefehlt haben modelliert und dann bearbeitet. Ist richtig gut geworden.
      Probleme sind nur Lösungen in Arbeitskleidung !!!
      Also Knete hatte ich bisher nur von Pattex...war ok. In der Regel sind die 2 Komponenten unterschiedlich gefärbt, dann sieht man ganz gut wanns homogen ist. Ja, der Endfest und der JB Weld brauchen lange zum aushärten, Den JB Weld kann man aber "Halbhart" noch recht gut bearbeiten, z.B. mit Cutter. Dann muss man nachher nicht soviel schleifen. Ich kaufe meinen bei Amazon für 7,20€.

      Diesen da.
      Für Gehäuse ist Bindulin-Spachtan M Flüssigmetall auch gut geeignet, wenns nicht allzu große Ausbrüche sind. Sieht nach dem Härten fast aus wie Alu und obwohl nur 1-K sehr hart.
      Besser es zu haben und nicht zu brauchen, als umgedreht.
      OK, das ist schon mal alles sehr hilfreich, danke! Und ist evtl schon mal jemand über einen schwarzen Kleber gestolpert? Und was noch interessant wäre, wie lange habt ihr die Sachen von JB Weld offen gelagert ohne das sie nicht mehr verwendbar sind?
      Buchholz 69ers

      Tommyboy1103 schrieb:

      Hatte gerade erst mit dem Uhu Plus Endfest 300 zutun (Zweierpack von Amazon). Die Aushärtungsdauer ist weit länger als angegeben. Aus der 2er Tube lässt es sich schlecht verarbeiten da die 2 Komponenten unterschiedlich fließen somit man zwangsläufig immer von einem Teil zuviel.


      Die Aushärtedauer ist von vielen Faktoren abhängig, von Mischungsverhältnis bis zur Temperatur. Das führt auch dazu, dass bei mir im Dachgeschoss im Hochsommer 5-Minuten Epoxy nach einer knappen Minute schlagartig aushärtet, also auf einmal bleibt beim Rühren das Streichholz stecken und man hat einen Kleberklumpen. In Datenblättern gibts dazu meistens Grafiken, die ausgedruckten 5 Minute oder welche Zeit auch immer sind nur ein grober Mittelwert. Grundsätzlich ist leichtes Erwärmen beim 2-k Kleber immer empfehlenswert, nur so erreicht der Kleber seine maximale Festigkeit.
      Mit Doppelspritzen muss man eben sehr langsam dosieren, dann klappt das. Sonst abwiegen, Feinwaagen bis 10mg gibt es sehr günstig auf Ebay, die Dinger sind im Vergleich zu einer Analysewaage im Labor sogar recht genau, lediglich die letzte Stelle legt mal um eine Einheit daneben.

      Rockerschwalbe schrieb:

      Und ist evtl schon mal jemand über einen schwarzen Kleber gestolpert?


      Schwarzer Kleber ist sehr einfach. Entweder ein wenig Holzkohle im Mörser zerreiben oder eine (leere) Tonerkartusche vom Laserdrucker schlachten. Eine kleine Messerspitze feiner Kohlestaub oder Toner färbt den Kleber tiefschwarz und beeinflusst die Festigkeit nicht wesentlich. Geht mit buntem Toner auch in allen möglichen Farben.
      Bei Aliexpress.com gibts für 2€ nochwas den T-7000. Das ist ein 1k-Acryl-Kleber und härtet nicht steinhart aus. Kleben tut er fast jeden Kubststoff. Kann gut sein, dass er zur Ausbesserung der Stoßdämpferhülsen gut geeignet ist. Ausprobieren.
      Je nachdem was du vor hast eignet sich schwarzer Karosseriekleber auch gut. Bzw. Scheibenkleber fürs Auto. Der ist aber teurer als Karosseriekleber.

      Ich hab schon viel gute Erfahrungen mit Karosseriekleber gemacht. Zumindest bei Kunststoff.

      Ich kenne nur 1k Varianten aber der schwarze Karosseriekleber ist wirklich Teufelszeug. Unbedingt Handschuhe anziehen sonst gibt's mecker von der Freundin wegen schwarze Fingern :)
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Simson-Peter“ ()

      So hier mal noch die Bilder von den Motoren wo ich mit der JBWelt 2K Knetmasse gearbeitet habe. Bei den ersten beiden wird wohl mal die Kette abgesprungen sein oder das Ritzel, der Seitendeckel wurde dann zerstört und die Bohrung für den Passstift ist nach unten weggebrochen. Verwendet hatte ich diesen hier:
      ebay.de/itm/JB-WELD-Steelstik-…3ba552:g:-NAAAOSw8DJaIQqs
      Bei dem dritten ist das Alu links neben dem Gummi weggebrochen und auch ein Stück der Bohrung mit Nut für den O-Ring war weg, jetzt sind alle 3 Mototen wieder unterwegs...




      Probleme sind nur Lösungen in Arbeitskleidung !!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „carpediem“ ()

      Simson-Peter schrieb:

      Je nachdem was du vor hast eignet sich schwarzer Karosseriekleber auch gut. Bzw. Scheibenkleber fürs Auto. Der ist aber teurer als Karosseriekleber.

      Ich hab schon viel gute Erfahrungen mit Karosseriekleber gemacht. Zumindest bei Kunststoff.

      Ich kenne nur 1k Varianten aber der schwarze Karosseriekleber ist wirklich Teufelszeug. Unbedingt Handschuhe anziehen sonst gibt's mecker von der Freundin wegen schwarze Fingern :)


      Du meinst den Sikaflex 221??? Diesen kann ich auch Empfehlen, der hält und Dichtet die Kompletten Siebdruckplatten meines Ape Kippers (wurden auf die Entrostete Ladefäche geklebt und Verschraubt). Nen Monsterspoiler an nem B Corsa wurde damit auch mal angeklebt, daran konnte man Klimmzüge machen :D

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