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Bauchklatscher in Korsika

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      Mittwoch, 26.7.2017, 5.Tag

      Frühstück am Wasser des Lago di Mezzola. Die neben uns Campenden sind mit abbauen und schnell verschwinden beschäftigt. Wir lassen es ruhiger angehen und sind die Letzten, die dort aufbrechen.
      Als erstes geht's in eine Werkstatt. Marions Fußraste muß geschweißt werden. Jetzt zahlen sich die letzten zwei Jahre Volkshochschule italienisch aus. Die Werkstatt ist schnell gefunden, das Problem erklärt, die Fußraste ausgebaut, geschweißt und wieder angebaut. Die ganze Aktion hat nichtmal 20 Minuten gedauert.
      Vom Nordende des Lago die Como geht's immer am Westufer des Sees entlang bis Menaggio, von da aus biegen wir ab in Richtung Lugano.
      Eine traumhafte Strecke, immer am Lago di Lugano entlang. Der Weg ist eigentlich ein Umweg aber Marion will zum Lago Maggiore. Eine sehr gute Entscheidung.
      Nachdem wir im letzten Jahr ständig Probleme mit unserem TomTom hatten, lotst uns das Garmin zuverlässig durch alle Städte und um jede Autobahn oder Schnellstraße.
      In Luino tobt der Tourismus, wir biegen geplant nach Süden ab und finden eine feine Gaststätte mit fairen Preisen, direkt am See, in einem nicht so prominenten Ort.
      Unser heutiges Ziel, Alessandria, erreichen wir gegen 18 Uhr. Die letzten 100 km ab dem Lago Maggiore sind nicht besonders interessant. Es geht in der Nachmittagshitze durch Novara immer geradeaus, aber wir machen Strecke.
      Den Zeltplatz kennen wir schon von früheren Reisen. Er ist teuer, reich an Mücken, die sanitären Anlagen sind aus dem letzten Jahrhundert und die Zeltplatzwirtin wie eh und je unfreundlich. Der Gipfel sind die 2€ Gebühren für die Dusche, die wir der Wirtin aber nicht gönnen. Später stellt sich heraus, daß die Dusche auch ohne Chip einigermaßen lauwarmes Wasser spendet.
      Aber es gibt weit und breit keine Alternative.
      Beim selbstgekochten Essen, natürlich Pasta, frag ich mich, warum wir nicht gleich bis Genua durchgefahren sind. Es sind nur noch 83 km. In zwei Stunden hätten wir da sein können und hätten noch heute die Fähre nach Korsika erreicht. Irgendwie bin ich aber nichtmal im Ansatz auf die Idee gekommen. Beim nächsten Mal machen wir das so.
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      geht nich und kann ich nich sind die brüder von will ich nich
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      Nu Donnerstag, 27.7.2017, 6.Tag

      Wir können uns Zeit lassen. Die Fähre geht erst um 22 Uhr und wir haben nur 83km.
      Die Citadella in Alessandria haben wir schon vor zwei Jahren besichtigt, für Heike ist das neu. Ich bin immernoch beeindruckt von der Größe der Anlage.
      Da wir viel Zeit haben, geht's über kleine Straßen Richtung Genua. Das Weinanbaugebiet um Gavi ist ein besonders schönes Stück auf unserer Reise. Kurvenreiche, hügelige Straßen mit kleinen Dörfern und dazwischen Weinberge.
      Irgendwann wird es dann wieder bergig. Die Moppeds schrauben sich durch dichten Wald die kleine Straße zum Passo della Bocchetta rauf. Auf 772 m ist Genua am Horizont zu sehen, ein schöner Blick auf die Stadt.
      Runter geht's wieder mit viel Schwung - so macht Moppedfahren Spaß. Und da wissen wir, warum die Entscheidung, gestern nicht noch bis Genua durchzufahren, richtig war. Wir wären sonst die Schnellstraße gefahren und hätten dieses wunderschöne Stück verpaßt. Also doch wieder alles richtig gemacht.
      Genua empfängt uns mit dem üblichen Gewusel. Wir werden links und rechts von Rollern überholt und das, obwohl wir die Geschwindigkeit in der Stadt reichlich überschreiten. Wir sind endgültig in Italien angekommen.
      Heike möchte baden, wir haben Zeit und so fahren wir in Richtung Rapallo wieder aus der Stadt. Nach 30 km drehen wir um, ohne ins Wasser gekommen zu sein. Entweder wir finden keinen Zugang zum Wasser oder keinen Parkplatz. Kein Wunder bei dem Wetter, da wollen die Italiener auch ans Wasser.
      Am Fährterminal gibt's ein Einkaufszentrum. Wie das mit den Ticketkauf funktioniert wissen wir jetzt und wo das ist auch. So sind wir in 10 Minuten damit fertig. Ein Ticket kostet 46€.
      Die Mädels gehen noch einkaufen und dann geht's zur Abfertigung. Etwas ungünstig ist die Beschilderung zum Terminal, die im Schilderwald von Genua schlecht zu erkennen ist.
      Mit den Moppeds fahren wir an der Schlange der Wartenden vorbei bis ganz nach vorn - da ist alles leer. 5 Minuten später sind wir durch.
      Alles kein Problem, wenn man weiß wie's funktioniert.
      Die Auffahrt zur Fähre ist noch zu und so hab ich Zeit, mich um Marions Dauerbremslicht zu kümmern. Der Bremslichtschalter an der Vorderradbremse ist defekt, ein Neuer schnell montiert.
      Es bleibt auch noch Zeit um, sich um das Klickern an meinem Motor zu kümmern. Die Verschraubung vom Ritzel hat sich wieder gelockert - die Rache des vergessenen Schlüssels. Mit dem Franzosen geht es halt doch nicht ordentlich.
      Noch nicht ganz fertig beginnt das Boarding. Die Moppeds kommen an die Seite, werden mit einem Strick angebunden und dann kramt man das raus, was für die 10 stündige Überfahrt gebraucht wird. Bei der Überfahrt werden die Autodecks verriegelt.
      An Oberdeck besetzen wir drei Liegen, unsere Betten für die Nacht.
      Bei der Gelegenheit lernen wir Marcus mit seiner 750er Kawa kennen. Er ist früh bei strömenden Regen in Deutschland losgefahren und kann es noch gar nicht fassen, nach 750 km auf der Fähre zu sein. Da es für ihn das erste Mal auf einer Fähre ist, können wir ihm einige Tipps geben.
      Interessant ist auch das Boarding der LKW und PKW mit Anhänger zu beobachten. Die müssen rückwärts rauf. Da sieht man, wer fahren kann und wer nicht.
      Pünktlich um 21 Uhr geht die Rampe hoch, im Internet stand 22 Uhr. Egal, wir sind drauf. Geschlafen wird wo Platz ist, im Gang, an Deck oder im Sessel vom Kino. Eine Kabine hätte 150€ gekostet - das kann man sich wirklich sparen.
      Die See ist relativ ruhig und so wird es eine angenehme Nacht.
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      geht nich und kann ich nich sind die brüder von will ich nich

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      Freitag, 28.7. 2017, 7. Tag

      Im Morgengrauen werden neue Umrisse der Toskanischen Inseln sichtbar, wir müssen also schon querab von Korsika sein.
      Ein Kaffee und ein Schokoladenhörnchen sind unser Frühstück an Bord. Entgegen aller Erwartungen sind die Preise völlig moderat.
      Pünktlich um 7 Uhr legt die Fähre in Bastia an. Wir verstauen die Sachen der Nacht und fahren aus dem Bauch des Schiffes. 10 Minuten später sind wir im Wasser.
      Cap Corse hatten wir letztes Mal ausgelassen. Diesmal umrunden wir es komplett.
      Was soll ich schreiben? Kurven, Kurven, Kurven. Nach einigen Kilometern wird die Linie runder und wir fahren wie in Trance. Das hat aber auch seinen Preis. Die ständige Konzentration ermüdet einen ziemlich schnell, nach einer Stunde sollte man Pause machen.
      Wir treffen ein Pärchen aus Neubrandenburg mit einer GS 1200. Die sind auch auf eigener Achse angereist. Das es unsere Simmen bis hier her geschafft haben, können sie kaum glauben.
      Über meinem Spruch, daß ich noch eine GS zum Jagen suche, muß er ordentlich lachen,aber nicht lange. Obwohl er sich Kilometer um Kilometer redlich mühte, konnte er mich bergab in den Kurven einfach nicht abhängen. Irgendwann wurde es mir zu bunt, ich hab ihn angehupt und den linken Blinker gesetzt. Platz gemacht hat er nicht, mir aber den dicken Daumen gezeigt. Ich konnte sein grinsendes Gesicht im Spiegel sehn. Bei 2 Meter Abstand geht das. Erst es wieder bergauf ging, war er blitzartig verschwunden.
      In St. Florent gab's Kaffee und Hörnchen. Wir kauften noch etwas Obst am Stand und dann krachte es. Heikes Mopped war umgekippt. Eine Einheimische war mit einem Betriebsauto unterwegs. Beim Öffnen der Tür half der Wind mit und traf das Mopped.
      Beide Spiegel und die Kofferkrallen sind gebrochen, der Bremshebel verbogen. Da sie auf eine Regulierung durch die Versicherung bestand, bestanden wir auf die Gendarmerie. Das war auch gut so, denn natürlich wollten sie uns beim Protokollieren bescheißen.
      Die Beamten kamen mit zwei Fahrzeugen, umstellten uns professionell und dann lief alles seine geordneten Bahnen.
      Was wir nicht sofort gemerkt haben, Heikes Bremse hakte beim bremsen und ging nur mit hohem Kraftaufwand zu betätigen. Da ich das nicht in der Hitze auf einem Parkplatz beheben wollte, sind wir noch vorsichtig bis nach L'ile Rousse zum Campingplatz gefahren.
      Einen Kilometer vor dem Platz bekam mein Mopped dann plötzlich Zündaussetzer, es hat aber gerade so gereicht.
      Rauf auf den Platz und Zelte aufgebaut. Zum Reparieren hatte ich keine Lust mehr.
      Dafür ging es noch an den Strand und in die Stadt. Der Abschluß war das verdiente Bier in der Campingbar.
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      geht nich und kann ich nich sind die brüder von will ich nich

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      Das mit dem verbogenen Bremshebel hatte ich auch bei meiner ersten Reise nach Nizza, dahmals war ein Windstoß eines LKW daran Schuld... Glücklicherweise ging die Bremse ohne Probleme. Wird wohl die Befestigung sein die hackt.
      Seitdem habe ich immer alle Hebel doppelt mit.
      Für unsere Moppeds hab ich Hebel mit, Heike hat Magura-Hebel für die Scheibenbremse..

      Sonnabend, 29.07.2017, 8. Tag

      Der Strand hat uns gestern gefallen und so sind wir uns schnell einig. Wir bleiben noch einen Tag.
      Die Reparaturen an Heikes Mopped gehen schneller als gedacht. Den verbogenen Bremshebel kann ich an einer Lampe einklemmen und vorsichtig gerade biegen, ohne daß das Material reißt. Trotzdem hakt die Bremse immer noch. Ich baue den Sattel ab, drück die Beläge zurück, schraub den Sattel wieder ran und alles funktioniert wieder. Aus zwei kaputen Spiegeln wird eine ganzer gemacht und der Koffer bekommt einen Spanngurt. Mein Mopped bekommt eine neue Kerze und schon ist die Arbeit erledigt.
      Ab an den Strand, besser gesagt zu den Felsen. Da kommt die mitgeschleppte Schnorchelausrüstung zum Einsatz. Wir bleiben bis nachmittags, ohne uns in der Sonne zu verbrennen. Creme mit Lichtschutzfaktor 50 ist auf unseren Reisen immer mit dabei.
      Hier soll es den schönsten Sonnenuntergang von ganz Korsika geben. Also zu Fuß bis zum Leuchtturm und Sonnenuntergang kucken. Die Idee hatten noch andere und so findet oben ein Fotoshooting der anderen Art statt.
      Heike hat übrigens einen neuen Titel bekommen. Da sie keine Klemmer mehr produziert, ist sie zur Selfiqueen erhoben worden. Bis jetzt hat sie nur hunderte gemacht.
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      geht nich und kann ich nich sind die brüder von will ich nich

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      Sonntag, 30.07.2017, 9.Tag


      Packen, duschen, bezahlen - inzwischen Routine.
      Heikes Mopped läuft und bremst ohne Probleme, bei meinem stimmt was mit dem Übergang nicht. In Calvi hänge ich die Nadel eine Kerbe höher. Heike besichtigt die Festung und macht Fotos. Wir haben das schon vor 2 Jahren ausgiebig getan. So ist der Augenblick günstig um unser Internetproblem zu lösen. Nach 20 Minuten in der Warteschlange der Hotline haben wir dann einen Menschen an der Strippe.
      Es ist alles in Ordnung und müßte funktionieren - tut es aber nicht. Nach Versuchen, in den Einstellungen des Handys was zu ändern, das gleiche Ergebnis. Na toll - bloß gut, das ich die Zahnfee ( den größten Hammer, den man finden kann) nicht mit habe.
      Die Küstenstraße von Calvi nach Süden zählt zu den schönsten Strecken auf unserer gesammten Reise. Der Ausblick auf Meer und Küste ist atemberaubend. So oft, wie man kucken und Fotos machen möchte, können wir gar nicht anhalten.
      Nur die Straße ist in den letzten Jahren nicht besser geworden. Kurvenheizen ist ausgeschlossen. Heiko s Spruch" Hätte ich das gewußt, hätte ich eine Enduro gebaut" trifft hier zu. Marion hat ja Weißwandreifen von Mitas drauf. Bin gespannt, wie die sone Straßen verkraften.
      In Porto biegen wir ins Landesinnere ab. Es geht plötzlich nach einer Kreuzung steil nach oben und wir brauchen den 1. oder 2. Gang. Die Spelunca Schlucht soll mit Wasserfällen und Naturbadebecken eine Sehenswürdigkeit sein. Leider kommen wir da mit unseren Moppeds nicht ran und die 2 staubigen Zeltplätze mit sonst nix, die wir als nächstes finden, sind nicht besonders einladend. Wir fahren weiter rauf bis zum 1101 m hohen Col die Sevi. So schnell steil geht's nichtmal in den Alpen rauf. Runter laufen die Moppeds dafür wie große Motorräder.
      Schon von von weitem sind Autos mit Warnblinker zu sehen. Ein Motorrad liegt quer auf der Straße, der Fahrer und seine Sozia in kurzen Sachen blutend auf der Straße, eine tote Ziege einige Meter weiter. Sie leben! Wie schwer die Verletzungen sind, ist natürlich nicht zu sehen. Aber die Notrufe sind raus, die Einheimischen kümmer sich um die Verletzten und so können wir weiterfahren und versuchen, die Bilder nicht allzu nah an uns ranzulassen.
      Die nächsten Kilometer bis zu unserem heutigen Tagesziel lassen wir es ruhiger angehen.
      Der Zeltplatz am Plage du Limone ist voll, wir bekommen aber trotzdem einen Platz direkt vor dem Strand. Näher ran kommt man in Korsika wohl nirgends ans Meer.
      Die Zelte stellen wir direkt vor 4-5 Meter hohem Schilf auf. So nutzen wir auch den letzten Schatten noch aus.
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      geht nich und kann ich nich sind die brüder von will ich nich

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      Montag, 31.07.2017, 10. Tag


      Wir bleiben spontan auf den Platz. Das Meer mit Felsen im Wasser ist ideal zum schnorcheln und baden.
      Früh müssen wir allerdings umziehen. Der Platz ist nur für Notfälle und nur für eine Nacht. Der neue Platz, 100 m weiter, mit Wasser und Stromanschluss liegt gut im Schatten, das wichtigste Kriterium bei der Wahl des Aufstellortes. Das Zelt muß so stehen, das es früh möglichst lange im Schatten steht. Abbauen in praller Sonne geht gar nicht.
      Den Tag verbringen wir mit baden, schnorcheln, sonnen und Berichte schreiben. Ein ganz normaler Urlaubstag. Für einen Tag finde ich das Toll aber zwei Tage so zu verbringen, können wir uns nicht vorstellen.
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      Dienstag, 01.08.2017, 11. Tag


      Es soll warm werden und so schmieren wir uns besonders gründlich ein.
      Die Mädels wollen auf den Markt in Ajaccio und was die wollen wird gemacht! (Smiley...)
      Ajaccio, die größte Stadt der Insel, empfängt uns mit dem üblichen Verkehr einer Großstadt. Mit den Moppeds sind wir da klar im Vorteil. Zu meiner Überraschung finden wir sogar den Markt. Ich pass auf die Moppeds auf, die Mädels gehen auf den Markt.
      Nach einer halben Riesenmelone, die wir trotz Hunger und Durst nicht schaffen, geht es weiter in Richtung Bonifacio. An einem Strand direkt an der Straße gibt's nach einem erfrischenden Bad die letzten Nudeln von gestern, die Marion zu einem leckeren Nudelsalat umgewandelt hat. Durch die Hitze ist er sogar genau richtig warm. Ein Einheimischer freut sich über die Moppeds, erzählt uns n Haufen auf französisch, von dem wir sogar verstehen, daß er Marathon in Frankfurt, Florenz und Berlin gelaufen ist. Er erzählt uns auch, daß man in Paris nicht mehr mit Zweitaktern fahren darf.
      Nach einigen Kilometern biegt die Straße etwas ins Landesinnere ab. Was uns da erwartet, hätten wir uns nicht vorstellen können. Wir fahren in einen Backofen hinein. Waren es in Küstennähe gut erträgliche 36° C, so steigt die Temperatur plötzlich extrem an. Je schneller wir fahren, desto heißer wird der Fahrtwind. Das hätten wir uns so nie vorgestellt,, es brennt auf der Haut, gefühlt mindestens 50-60 Grad. Die Aluminiumkupplungs- und -bremshebel werden so heiß, das ich mir jeden Griff nach den Hebeln gut überlege. Die Mädels waren kleverer, die ham Handschuh an. Anhalten geht auch nicht, denn nirgends gibt es Schatten, Orte oder ein kühleres Plätzchen.
      Wir müssen weiterfahren, obwohl wir merken, wie unsere Körpertemperatur steigt. Die Konzentration bricht förmlich zusammen, der Mund wird trocken. Jetzt eine Panne oder ein Hitzschlag und wir haben ein ernstes Problem. Selbst Autos kommen uns jetzt nur ganz selten entgegen.
      Nach 40 Kilometer kommen wir wieder an die Küste. An der ersten Bar halten wir an. Wir sind alle im Gesicht dunkelrot, die Haare naßgeschwitzt. Beim Warten auf kühle Getränke fällt uns auf, das keiner von uns schwitzt. Unsere eigenen Getränke sind so heiß, das wir sie nicht trinken können. Das hätte auch anders ausgehen können. Wir waren nun schon einige Male im Süden unterwegs - solche Hitze haben wir bei unseren Touen noch nie erlebt.
      Neben der Bar ist ein Zugang zum Meer, ausgiebig baden bringt uns wieder auf Normaltemperatur.
      Die letzten 70 Kilometer von Propriano nach Bonifacio geht es auf der gut ausgebauten Straße schnell voran, so das wir gegen 18 Uhr den Zeltplatz erreichen.
      Aufbauen und anschließend eine erste Besichtigung des Hafens entschädigen für die Strapazen des Tages.
      Und wie kann es anders sein, genau wie vor zwei Jahren bei unserem ersten Besuch in Bonifacio, gibt es uns zu Ehren noch ein grandioses Feuerwerk. Und das ist nicht geschwindelt !!!
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      geht nich und kann ich nich sind die brüder von will ich nich

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      Heute schreibe ich, Heike , die ehemalige Klemmerqueen. Den Titel möchte ich aberkannt bekommen, da bis heute nichts geklemmt hat.
      Wir sitzen gerade beim Frühstück am Lago di Ledro, kleine Schwester von Lago di Garda.
      Vorgestern Abend haben wir Abschied von Korsika genommen und sind nun wieder Richtung Heimat unterwegs. Aber ganz langsam. Denn wir haben ja 2534 km hinter uns und nur noch 1000 km vor uns. Aber ganz gemütlich, denn wir müssen erst Sonntag zu Hause sein. Heute genießen wir noch das glasklare Wasser vom saubersten See Italiens, bevor wir morgen die Mopeds wieder satteln und über die Alpen ballern. Es geht über die alte Brennerstraße nach Deutschland. Wo wir am Abend landen , wissen wir noch nicht.
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      geht nich und kann ich nich sind die brüder von will ich nich
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      Gestern Mittag waren wir noch in Innsbruck, jetzt sind wir wieder zu Hause. Alle Gesund und auf eigener Achse heimgerollert. 3.500 km, für Heike noch 200 km mehr. Ernsthafte Probleme hatten wir keine, dazu mehr im Reisebericht.
      Da jetzt das Internet auch für mich wieder verfügbar ist, werd ich den nächsten Tage die Berichte fertig schreiben.
      Erstmal aufräumen und ausschlafen. Wir könnten Urlaub gebrauchen....
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