Simson S51 12V E - Batterie wird nicht geladen

    • Irgendwie wurde da schon mal der Thyristor manuell nachgelötet... => Kolophoniumreste, Lötperlen und ein Stück Lötzinn links vom unteren der 3 Pins.
      Das ist sehr unsauber gearbeitet worden...
      Alleine der obere der 3 Lötpunkte des Thyristors sieht kriminell "pfuschig" aus. => könnte also gut möglich sein, dass er hier keinen Kontakt hat.


      ich würde die 3 Beine des Thyristors also nochmal sauber nachlöten. (nimm dazu Elektronik-Lötdraht mit Kolophoniumfülling) Der obere Lötpunkt muss komplett nachgebessert werden, die beiden anderen reichen anscheinend nur noch einmal heiß zu machen...

      Dann würde ich links vom unteren Lötpunkt den Lötzinnrest wegkratzen (aber nur vorsichtig, so dass der darunter liegende Lack nicht beschädigt wird)
      Weiterhin würde ich vorsichtig die verbleibenden Kolophoniumreste zwischen den 3 Lötpunkten rauskratzen (nimm z.B. einen kleinen Phasenprüfer oder einen Uhrmacher/Feinmechaniker-Schraubendreher mit flacher Klinge, schabe mit der Klingenecke zwischen den Lötpunkten den Zwischenraum frei. Achte darauf, die Leiterbahn nicht unnötig zu "verletzen")



      Wenn du Glück hast, funktioniert anschließend der Ladeteil wieder.

      ---

      joarS51 schrieb:

      Mit einer anderen ELBA (original DDR) gibt die 49 im Leerlauf etwa 13,4V (Hängt auch von Zündstellung I/II ab)aus, steigend bis hin zu etwa 13,7V.

      Diese Werte sind völlig :thumbsup:
      Gruß Frank

      :kopfkratz: Was ist eigentlich Elektrizität? :kopfkratz:


      Morgens mit Hochspannung aufstehen,
      mit Widerstand zur Arbeit gehen,
      den ganzen Tag gegen den Strom schwimmen,
      abends geladen nach Hause kommen,
      an die Dose fassen
      und eine gewischt bekommen!

      :a_bowing:
      DAS ist Elektrizität! :a_bowing:
      :whistling:

    • Also eigentlich sollte die ELBA neu von MZA gewesen sein....
      Habe mal abgeschabt was möglich war und alle Lötpunkte einmal heiß gemacht: Immer noch 10,4V an der 49. Soll ich einen neuen Thyristor probieren?
    • Mit voll geladener Batterie dürfte an der 49 nicht 10,4V anliegen... (oder geht die Spannung beim Gasgeben runter?)
      Bei Zündung ein (und ohne laufenden Motor) sollte an der 49 der ELBA die Batteriespannung zu messen sein. Selbst wenn der Motor läuft, muss mindestens die Batteriespannung zu messen sein, welche beim Gasgeben nicht einbrechen darf, sondern bis hin zu ca 13,8V bei mittleren bis oberen Drehzahlen hochgehen sollte.

      (also irgend etwas ist da nicht ganz koscher... - Aber was?)
      Gruß Frank

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    • Mich hat es nur irritiert, dass du immer auf die 49 der ELBA beharrt hast... Ich wollte nur sichergehen, dass die Spannung an der 49 gleich der Batteriespannung ist.

      Klar, es steht außer Zweifel, dass die ELBA selber der Übeltäter ist.

      Dafür, dass die ELBA neu ist/war, ist es schon verwunderlich, wie der Thyristor anscheinend von Hand ein-/nachgelötet wurde...
      Dann hätte diese mangelhafte Lötstelle nicht entstehen dürfen. Eigentlich hätte man es nach dem (doch recht schnellen) Abkühlen der Lötstelle sehen müssen, dass sie noch einmal nachgelötet werden müsste.

      Ja, man kann versuchen, den Thyristor auf gut Glück auszutauschen.
      Wenn ich jetzt genau wüsste, wie ich die Ansteuerung des Thyristors durchmessen kann, würde ich aber auch das vorher checken, um Ansteuerungsfehler ausschließen zu können.
      (Da bin ich leider zu wenig Elektroniker für)
      Gruß Frank

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    • Ich habe jetzt mal den Thyristor für sündhaft teure 2,95€ gekauft und eingebaut: Es ändert sich nichts. Ärgere mich gerade ziemlich...Woran kann es noch liegen? Ich messe jetzt alles durch (was den Ladeteil angeht). Allerdings sind die Widerstandswerte in deinem Schaltplan anders als die verbauten?

      Entweder bin ich dumm, oder D1 und D2 lassen beidseitig durch? :wacko:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von joarS51 ()

    • Löte ein Ende der Diode(n) raus (damit sie einseitig aus dem Stromkreis raus ist und es keine "Fehlerschleife" gibt) und messe dann die Dioden durch.
      Die Diode die dann trotzdem in beide Richtungen durchlässt, muss erneuert werden.


      Ich habe ja schon angedeutet, dass man zwar den Thyristor ersetzen kann, aber dass der Fehler genau so auch in der Ansteuerung selber liegen kann...



      Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich richtig liege...
      Damit der Thyristor durchsteuert, muss die Steuerspannung am Gate des Thyristors ca 0.6-1,2V höher als die Batteriespannung sein.
      Also müsste ich doch die Spannung zw. Gate und Kathode (Ausgang) messen und dort auf diese 0,6 - 1,2V kommen, wenn die Ansteuerung funktioniert. Dann sollte auch der Thyristor durchsteuern, wenn er heil ist.

      Hast du mal gecheckt, ob die Anode Durchgang zu Klemme 59 hat und ob die Kathode Durchgang zur Klemme 49 hat?
      Gruß Frank

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    • Ja Durchgang besteht, es muss irgendwie an der Ansteuerung am Gate liegen. Mir ist aber nicht ganz klar, wass der OPV im Schaltplan ist? Ein Transistor?

      HAst du noch einen anderen Schaltplan? Hier stimmen BEzeichnungen, Werte (Widerstand und Kapazität) nicht überein..
    • ein OP ist ein Operationsverstärker, also ein IC (Schaltkreis).


      Ich hatte ja schon die vorliegenden beiden Versionen verlinkt.
      Anscheinend gibt es davon noch weitere Ausführungsvarianten (Revisionen), so dass die Schaltungen leider nicht mit den Plänen übereinstimmen müssen... :panic:
      Trotz der verschiedenen Ausführungen bleibt aber die Ansteuerung des/am Thyristor gleich. - Nur dass man es mit verschiedenen Schaltungen machen kann...


      Wie ich schon sagte: Ich bin zu wenig der Elektroniker, um so 'ne Elektronikschaltung und die Abläufe darin exakt interpretieren zu können. ;( :rotwerd:
      Da wäre jetzt ein echter Elektroniker gefragt, der sowas kann... (der könnte dir dann exakt sagen, was du wo wie messen musst und was für Ergebnisse dann rauskommen sollten)
      Gruß Frank

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    • DIe Dioden warens doch nicht, habe es so gemacht wie du meintest: Sperren doch.
      Zum OPV: Ich sehe nur ein IC, und das gehört zut Blinkanlage. Ist der OPV vielleicht diese Verschaltung von 3 Transistoren? Ich weiß aber nicht wie ich das prüfen soll...

      Dann muss ich mir wohl doch eine neue Elba kaufen, die dann hoffentlich funktioniert. :panic:
    • joarS51 schrieb:

      Zum OPV: Ich sehe nur ein IC, und das gehört zut Blinkanlage. Ist der OPV vielleicht diese Verschaltung von 3 Transistoren?


      Die 3 von dir gemeinten Transistoren gehören zum Blinkgeber (und ersetzen im Schaltplan den "IC1")

      Der im Schaltplan mit OPV bezeichnete IC ist der IC "U1" auf der Platine (der über dem Poti)

      ====================

      Wenn ich den Schaltplan mit den Leiterbahnen und der Bestückung vergleiche, dann bin ich etwas verwirrt...
      Zum einen stimmen die Nummerierungen auf der Platine nicht mit dem Plan überein... *
      ... und zum anderen finde ich den im Plan mit R2 bezeichneten Widerstand am Gate nicht wieder... Ich sehe anhand der beiden Fotos von der Leiterplatte nur, dass der eine Kondensator mit dem Gate verbunden ist, aber kein Widerstand (laut Schaltplan ja der "R2" mit 4k7), der laut Plan ja der mit der Kathode/Leiterbahn zur Klemme 49 verbunden sein müsste... (oder ich übersehe ihn gerade? - ich glaube aber nicht, dass ich den Wiederstand übersehe...)

      *) =>
      - auf der Platine entspricht die Bezeichnung "R2" nach dem, was ich erkenne dem "R4" aus dem Schaltplan und
      - der R5 auf der Platine entspricht dem R1 im Schaltplan
      - hinzu kommt, dass der IC für den Blinkgeber nicht vorhanden ist, dafür aber Transistorschaltungen existieren


      Also ich werde nicht schlau draus.
      Das müsste sich wirklich ein Elektroniker anschauen.


      Also bleibt dir nur, eine neue ELBA zu kaufen, wenn du keinen Elektroniker hast, der sich die Sache mal genau anschauen und ggf reparieren kann.
      Gruß Frank

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    • joarS51 schrieb:

      Dann muss ich mir wohl doch eine neue Elba kaufen, die dann hoffentlich funktioniert.


      Wie hast Du damals das Problem gelöst? Welche ELBA (Marke) war defekt und hast Du sie mit einer neuen von welcher Marke ersetzt?
      Habe ähnliche Probleme wie Du damals, 2. PLITZ 12V Elba ist defekt, Platine nachgelötet, soweit geprüft, wie ich konnte, festgestellt, dass die Schaltpläne im Netz nicht ganz passen. Habe jetzt eine neue ELBA von SEGU bestellt und hoffe, dass die besser ist.

      Vielen Dank für eine Info!
    • Die Plitz Elba kann man vergessen, wenn kein Spannungsregler verbaut ist, die ballert sofort durch. Ich habe mir dann noch zwischen Masse und Kabel von der Ladespule einen Überspannungsschutz eingebaut, das schont die ELBA. Mit der Segu ELBA und Überspannungsschutz hatte ich keine Probleme mehr. Letztlich hatte ich mir vor einigen Monaten eine Vape eingebaut, da brauchte ich die ELBA nicht mehr. Den Überspannungsschutz habe ich aber drinn gelassen, zur Sicherheit.

      Gruß
      puk

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Simme2000 ()

    • Die Elba ist ja ein Spannungsregler. Was willst du da noch einen Verbauen? Die ballert nur durch wenn man sie ohne Batterie betreibt. Ließe sich aber mit einem Relais schützen oder man klemmt die 59 ab.
      Meine gingen von vornherein nicht. Müll Nachbau. Werde Mal die Firma Plitz anschreiben. Überspannungsschutz werde ich mir aber auch einbauen.
    • dj_chaos schrieb:

      Die Elba ist ja ein Spannungsregler. Was willst du da noch einen Verbauen? Die ballert nur durch wenn man sie ohne Batterie betreibt. Ließe sich aber mit einem Relais schützen oder man klemmt die 59 ab.
      Meine gingen von vornherein nicht. Müll Nachbau. Werde Mal die Firma Plitz anschreiben. Überspannungsschutz werde ich mir aber auch einbauen.


      Nein, der Spannungsregler bei Simson nennt sich EWR und enthält den Brückengleichrichter und eine Regelschaltung. Die ELBA enthält die Ladeanlage für die Batterie und den Blinkgeber. Verkabelungen ohne EWR, meist bei Unterbrecherzündung enthalten nur einen einfachen Brückengleichrichter und keine Regelschaltung und das verträgt die Plitz ELBA nicht, selbst bei angeschlossener Batterie nicht. Ohne Regelschaltung entstehen hohe Spannungsspitzen, die man aber mit einem zusätzlichen Überspannungsschutz abbauen kann.
    • Die Regelung der EWR regelt nur die Spannung der Lichtspule, indem sie diese ab einer bestimmten Effektivspannung begrenzt. Die EWR hat nicht den Zweck parasitäre, kurzzeitigen Spannungsspitzen zu eliminieren. Das ist ein verbreitete Legende.

      Die Ladespule arbeitet getrennt von der Lichtspule.
    • makersting schrieb:

      Die Regelung der EWR regelt nur die Spannung der Lichtspule, indem sie diese ab einer bestimmten Effektivspannung begrenzt. Die EWR hat nicht den Zweck parasitäre, kurzzeitigen Spannungsspitzen zu eliminieren. Das ist ein verbreitete Legende.

      Die Ladespule arbeitet getrennt von der Lichtspule.


      Ja stimmt, die Regelung ist nur für die Lichtspule, hatte ich falsch in Erinnerung. Aber nun sollte ja klar sein: "Plitz nein, das lass sein, Überspannungsschutz und Segu rein, dass ist fein!"

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