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Alpentour Simsonfreunde Freiburg

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      Alpentour Simsonfreunde Freiburg

      Die Simsonfreunde Freiburg planten wie letztes Jahr eine 2 Tagestour in die Alpen. Damals konnte ich, da mein Moped nicht fit genug war nicht mitfahren, die Tour musste damals auch wegen Dauerregen abgebrochen werden.
      Geplant waren 550 km in zwei Tagen.. klingt erstmal nicht so wild.. rechnet man die 180 km für die an und Abreise dazu, dann sind es schon grenzwertige 730 km. Bei 90 km Anfahrt zum Start lohnt es sich nicht das Moped auf den Hänger zu packen und mit dem Auto anzureisen. Da der von Aljoscha vor 4000 km regenerierte Motor perfekt wie ein Uhrwerk läuft und ich am geplanten Wochenende Zeit hatte war es selbstverständlich, dass ich mitfahren werde. :pilot:

      NAm Samstag gegen 6:45 Uhr ging es für mich los, erste Etappe zum Treffpunkt nach Freiburg. Kurz vom Treffpunkt, während eines Orientierungsstopps, kam Andy angeflogen. Prima ab jetzt muss ich für die nächsten zwei Tage nur noch hinterher fahren.

      Leider hatten dieses Jahr viele abgesagt, so dass nicht wir nicht neun Teilnehmer, sondern nur noch zu vier Teilnehmer waren. Anne, Andy, Chistoph und ich.
      Anne konnte mit ihrer S50 leider nur den ersten Tag mitfahren und plante spätestens an der Schweizer Grenze umzudrehen. Andy fährt eine 3Gang Schwalbe Baujahr 81, Christoph ist mit seiner 64er Schwalbe gestartet und ich kam mit meiner 69er 1er Schwalbe.


      Bereits auf den ersten Metern ist mir aufgefallen, dass Christophs Schwalbe doch sehr zu kämpfen hat. Sie rauchte heftig und irgendwie hatte ich beim Hinterherfahren den Eindruck, dass sie bei mittlerer Drehzahl ein ausgeprägtes Leistungsloch hat... :huh: o-oh das kann ja heiter werden. So kam es dann auch, dass nach einem Stau-Stopp bei der Auffahrt zur B500 die Schwalbe abgesoffen ist. Ich hatte es gerade noch im Rückspiegel gesehen und bin dann nach kurzem Warten zurückgefahren. Christoph schraubte schon und wir verabredeten, dass ich Anne und Andy einhole und Bescheid gebe. Gegebenenfalls stimmen wir uns über's Handy ab. Also Rauf auf den die B500, dort warteten Anne und Andy. Nach kurzem Beratschlagen kam oh Wunder Christoph angeflogen. Er hatte eine neue Zündkerze eingebaut dann ist sie gleich angesprungen. Andy hat darauf hin sich Christophs Vergaser angenommen und die Gemischeinstellung korrigiert. Anschließend war das Rauchen weg und die Schwalbe lief deutlich besser.

      Die restliche Strecke durch den Schwarzwald lief problemlos und sogar Christoph's Schwalbe zog jetzt ,statt eine Rauchschwade hinterher, deutlich besser die Steigungen hinauf.

      So sind wir mit zwei weiteren kurzen Stopps um Mittag in Waldshut Tiengen angekommen. Nach dem wir uns mit Proviant eingedeckt hatten und einem Abschiedskaffee mit Anne sind wir dann über die Grenze nach Koblenz (CH) gefahren und weiter Richtung Zürich. Bei der ersten kleinen "Schweizer Steigung" lief Christophs Schwalbe nicht mehr so gut wie zuvor im Schwarzwald. :kopfkratz: Christoph wurde hier klar, dass die Tour für seine Schwalbe zu viel sein wird. Wir hatten zuvor schon geplant, dass er am zweiten Tag die drei geplanten Pässe umfährt, wenn er gut nach Andermatt kommt über flacheren Sustenpass nach Meiringen, oder falls er in den Bergen zu große Probleme hat sogar zurück bis zum Vierwaldstädter See und dort "eben" das Südufer entlang bis Hergiswil. Dort hätten wir ihn wieder auf gegabelt und gemeinsam dann über Luzern nach Basel und die B3 nach Freiburg zurückzufahren. So drehte Christoph leider um und fuhr die gleiche Strecke wieder zurück. ;(

      Da wir schon sehr weit im Zeitplan zurück lagen gaben wir Gas und sind bis Zürich durchgefahren. Kleiner Stopp und Pause für unser Gesäß am Zürichsee bei schönstem Wetter war der See brechend voll. 8| Also weiter Richtung Andermatt, zuerst zum Ägerisee und weiter Richtung Vierwaldstätter See. In Brunnen gab es noch mal eine kurze Pause bevor wir den letzten und schönsten Abschnitt nach Andermatt in Angriff nahmen. Leider war es schon nach 18:00 Uhr so dass wir keine Zeit mehr hatten mit einer Pause am Seeufer des Vierwaldstätter die fantastische Landschaft zu geniesen. Auch die wunderschöne Auffahrt nach Andermatt über die Gotthardstraße sind wir ohne Pause durchgefahren obwohl es dort viele Stellen gab an denen eine Pause zum Bewundern der Landschaft pflicht gewesen wäre.

      So sind wir um 19:30 in Andermatt angekommen, und haben uns den teuersten Sprit der Alpen (für 2,01 CHF statt 1,7x CHF pro Liter) gegönnt damit es Morgen gleich weitergehen kann. Beim Pferdestall Reussen, "Schlafen im Stroh" war der Vermieter schon da und musste seiner Frau, "Schatz ... ja ... die Töffifahrer sin dono g'omme" berichten dass zwei wahnsinnige aus Freiburg mit dem Moped bis nach Andermatt gefahren sind. :a_zzblirre: :biglaugh: Sogar die "Töffis" durften wir nach dem Abkühlen im Stall unterstellen. Die Übernachtung dort war super, ok es sind nur Dixiklos, aber für eine Nacht geht das. Das Stroh war super bequem und duftet herrlich, nicht mal einen Schlafsack braucht man, es werden Decken gestellt und mit 26 CHF für eine Nacht ist das ganze auch durchaus bezahlbar.


      Bei einer Flasche Rotwein zum Tagesausklang diskutierten wir hin und her ob wir die geplante Etappe morgen schaffen können. Da wir auf den Tremola nicht verzichten wollten beschlossen wir die geplanten drei Pässe zu fahren aber dann über Luzern und Basel und die Rheinebene auszuweichen und den Schwarzwald auf dem Rückweg auszulassen.

      Der Sonntag fing für mich richtig übel an. Ich bin noch vor 6:00 Uhr mit heftiger Migräne aufgewacht. Wann lerne ich es endlich, Gestern bin ich nur mit Sonnenbrille gefahren und hab mir die Stirnhöhlen erkältet. Übel war es mir dann auch noch, weitere Details erspare ich hier. :puke:

      Nach dem Frühstück - ein Kaffee reichte mir - sind wir gegen 8:30 Uhr losgefahren und es ging gleich den Gotthard hinauf.

      Eigentlich eine Steigung die locker im 2ten Gang zu packen ist, aber die Höhenluft reduziert doch deutlich die Leistung des Zweitakters. In einer Kurve nach 3/4 der Strecke hatten wir Beide den Schwung verloren und sind dann beim Beschleunigen nicht über den ersten Gang hinausgekommen. Andy vermutete erst dass es einer verstellten Zündung liegt, aber als ich ihm berichtete dass ich die gleichen Probleme nur etwas später hatte, beschlossen wir den Rest des Passes im ersten Gang mit gemäßigter Drehzahl ca. 20 km/h zu erklimmen. :whistling:

      Interessanter Weise war beim Fahren die Kopfschmerzen weg oder mir nicht mehr bewusst. :kopfkratz:

      Kurz vor der Passhöhe sind wir dann wieder auf die alte Passstraße Tremola abgebogen. :thumbup: Ein Traum, eine alte kopfsteingepflasterte Straße die dann wieder etwas flacher wurde (2ter Gang bei Höhenluft). Wir flogen so mit einem grinsen bis in die Helmschale den Rest auf die Passhöhe hoch. :pilot:


      Nach dem obligatorischen Passhöhenfoto sind wir, in Anbetracht des riesigen Pensums was noch vor uns lag gleich weitergefahren.


      Die Tremola geht auf der Südrampe in traumhaften Serpentinen als Kopfsteinpflaster wieder hinunter. Aus Youtube Videos habe ich gesehen dass die Schweizer zuletzt einige Baustellen auf der Strecke hatten, aber Gott sei Dank haben sie die Straße nicht mit Teer sondern so wie es sich gehört mit Kopfsteinpflaster ausgebessert, klasse. :thumbsup: Wir genossen die Abfahrt es waren sehr viele Radler auf dem Weg nach oben, einige wären fast beim "Andy hinterherschauen" vom Rad gekippt oder in ihren Partner gefahren.


      Unten in Ariolo angekommen haben wir dann gleich den Nufenen Pass erklommen. Man war das hart 8| , die Strecke war sehr lang und wurde hinten im Tal immer steiler. Die letzten Kilometer waren bei Andy und mir nur im ersten Gang möglich. Da er eine luftgekühlten Motor der KR51/2 hatte haben wir zur Sicherheit regelmäßige Pausen gemacht um dem Motor wieder abkühlen zu lassen.

      Durch die Pausen haben wir am Nufenenpass richtig Zeit verloren. Aber lieber nach 22:00 Uhr zu Hause ankommen als sich mit verglühtem Motor aus der Schweiz abholen zu lassen. Oben am Nufenen Pass gab es Laola von ein paar Amerikaner. Sie konnten es nicht glauben was da den Pass hochtuckert. Ey Guys nice vintage scooters, let's take a picture - please keep on your helmets and take your aviator-google on - tumbs up and cheeeese :D 8) 'klick'...

      Mist ich hab vergessen ihnen meine e-Mail Adresse zu geben. Der Porsche und Ferrari die neben uns standen waren uninteressant, die sind eh zu hauf auf den Pässen unterwegs. :zunge:

      Jipiee Nufenen mit fast 2500 hm geschaft und runter in's Tal. Super tolle Abfahrt, richtig geile Kurven und als wir ein Wohnmobil eingeholt hatten, machten wir einfach Pause und genossen die Landschaft, statt riskant zu überholen oder hinter dem Wohnmobil zu versauern.

      Unten in Ullrichen ging es rechts ab die Furka Straße bis Getsch hoch. Bei einer Pause ist von oben ein super toller, alter Reisebus Baujahr 1952 mit komplett verglaster Passagierkabine heruntergekommen und parkte direkt neben uns.

      War echt lustig, wir die Handys gezückt und den Bus fotografiert und die Fahrgäste haben unsere Schwalben abgelichtet.

      Weiter die Furkastraße, ich freute mich, dass ich gleich in Getsch ankomme und sehe gerade die Zahnradbahn im Tunnel verschwinden, fahr um eine Kurve und bäääm da sieht du eine senkrechte Wand mit den Serpentinenbauwerke des Grimselpasses. Ich hab fast eine Genickstarre bekommen als ich diese erblickte, whow da geht's hoch... 8| :whistling:

      In Getsch wurden wir von einem Schweizer angesprochen. Sein Bruder ist in einem Simsonforum (er glaubt das Schwalbennest) aktiv und hat eine S51 in der Schweiz zugelassen - "Dös woren Gschiiss, bidr Zulassig".
      Weiter den Grimsel hoch, beeindruckend ist, wie die Schweizer hier in die Berge die Passtraßen gebaut haben - atemberaubend und gleichzeitig wahnsinnig. Bei mir passte der Anschluß in den zweiten Gang, also bin ich etwas vorne weg gefahren und habe an einer Serpentine auf Andy gewartet.

      Da spricht mich der Motorradfahrer der dort bereits Pause machte im breitesten ostdeutschen Dialekt an... dooo kömste midda Schwolbe hier noff dooo ei biste geflosche 8o ... nee im ersten / zweiten Gang geht's schon ^^ . Nach kurzem Benzingespräch kam auch Andy angeflogen und ist um seinen Schwung zu halten gleich vorbeigerauscht.

      Also ab die Post den Rest des Passes rauf. Oben angekommen... uääh was ist das? Nebel und Nieselregen? Nein Schnee ! „Son Saich“ höre ich einen Schweizer fluchen, als wir auf die Schnelle das Pass Überschreitungsfoto gemacht hatten.

      Man war das eine Suppe man hat kaum 20 m gesehen. Alles schleicht nach unten und so ein paar Halbstarke mit möchte gern GTA – Auto meinten, obwohl vor mir kein Platz war, unbedingt überholen also nebenher zu fahren. In einer Kurve hätten sie mich beinahe in den Schnee abgedrängt, und ich musste dem Fahrer durch's das geöffnete Beifahrerfenster Lauthals anbrüllen damit er seinen Fahrstil korrigiert :cursing: . Die Abfahrt vom Grimsel war nicht so prickelnd, erst als ich nach der Tour die Strecke in Google Earth nachverfolgt habe ist mir aufgefallen, dass wir am Grimsel- und Räterichsbodensee vorbeigefahren sind, von denen war, obwohl die Straße direkt daran vorbei führt nichts zu sehen.

      Zu allem Übel ging der Nebel in Regen über :wacko: , erst leichter Nieselregen und ab Meiringen dann richtig heftiger Regen, so dass meine billig Regenhose nicht mehr alles Wasser abgehalten hat. Da Andy seine Regenhose erst nach einsetzen des Regens angezogen hatte, hatte er dabei auch gleich die bereits klamme Hose mit gewechselt. Beim Einpacken ist ihm dann ein Missgeschick passiert dem zufolge ich zwei Kilometer weiter sehe wie sich plötzlich Andys Geldbeutel über die Straße verteilt. Er selbst hat es nicht bemerkt. Also umdrehen, einsammeln und eine Kehre weiter hat er auch schon auf mich gewartet. Puh Glück gehabt, doch leider mussten wir beim nächsten Tankstopp feststellen dass auch seinen Schlüssel abhanden gekommen ist. Er fragte mich nach einem Schraubenzieher und während ich noch grübelte wie er trotz abgeschlossener Sitzbank tanken kann, hatte er das das Sicherheitsschloss ausgehebelt. An dieser Tankstelle hatte ich dann doch den Motortunnel von meiner Schwalbe unten. Irgendwie hatte ich ein komisches, gleichmäßig, schwingendes Rauschen sobald der Motor Leistung bringt ?( . Es wurde die letzten Kilometer immer lauter. Ich hatte den Verdacht, dass der Luftberuhigungskasten irgendwo anstößt und das Rauschen verursacht. Also kurz etwas Panzerband an der verdächtigen Stelle dazwischen geklebt und weiter ging es Richtung Luzern.

      In Luzern angekommen schauten wir auf die Uhr und oh man schon Vier Uhr durch und noch ca.200 km Strecke vor uns. Wie am Abend zuvor besprochen haben wir uns dann entschieden den Schwarzwald auszulassen und über Basel zurückzufahren. In Luzern haben wir jedoch die richtige Ausfallstraße verpasst so dass wir plötzlich Richtung Bern unterwegs waren. Über eine Nebenstrecke fanden wir zurück auf die Landstraße 2 welcher wir bis Basel folgten.


      In Basel hat uns die Beschilderung nach Deutschland zum Wahnsinn gebracht da diese immer wieder in Richtung Autobahn verwies :cursing: . Man war ich froh dass ich hier nur hinterher fahren musste. Spätestens da ärgerte ich mich, dass ich die geplante Handy Halterung und eine 12 V Bordsteckdose noch nicht umgesetzt hatte und wir traditionell mit Roadbook navigierten. Andy patente Videokassentenhüllen-Roadbook mit den Etappen für Rückfahrt über den Schwarzwald half leider in Basel nicht weiter. Gegen 19:30 waren wir dann endlich wieder in Deutschland. 50 km weiter, in Krötzingen verabschiedete sich dann Andy von mir und ich bin in die Dämmerung hinein weiter Richtung Freiburg gefahren.

      Oh man der Hintern kribbelt immer mehr. Ich hab inzwischen einige auch nicht ganz verkehrssichere Positionen probiert. Neben dem Verändern der Position vorne und hinten auf der Sitzbank hab ich noch den "Frosch", Füße auf die Beifahrerstütze und mit den Innenschenkeln den Po entlasten, den "Budda", Füße auf den Motortunnel mit sehr aufrechter Position, versucht gegen das Kribbeln zu kämpfen. Am Besten war jedoch immer noch Moped aus und für 2 Minuten sich die Füße zu vertreten, oder an einer roten Ampel einfach aufzustehen.

      In Offenburg war es dann wieder da, das komische schwingende Rauschen. Hmm... ?( mein Tank ist fast wieder wie beim letzten Mal leer und tatsächlich 10 km später, das Rauschen wurde immer lauter, setzte der Motor wegen Spritmangel aus. Also kurz angehalten und den Reservekanister umgefüllt, siehe da, das Rauschen war wieder weg. ;) Super eine akustische ich bin bald leer Warnung vom Tank.. wer hat das schon.

      Als ich dann endlich um 22:45 zuhause angekommen bin, das Moped weggeräumt hatte bin ich halb tot in's Bett gefallen. Die Tour war der Hammer, ich würde sie jederzeit wieder fahren auch wenn die Streckenlänge mit 357 km am Samstag und 444 km am Sonntag deutlich zu hoch war. :juchuu:
      :b_wink: Stefan
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      hallo meine lieben freunde,

      :gut_beitr: :gut_beitr:

      mensch, da hattet ihr ja auch eine super tour. klasse bericht u. saugute bilder

      wie gerne wäre ich diese tour mit euch gefahren, aber die anreise wäre doch zu lang ;)

      ich wünsche euch allen eine schöne zeit

      kai aus asien
      das leben ist wie ein feuerwerk,
      manchmal lauter,manchmal leiser,
      aber viel viel bunter :)

      facebook.com/duoaufreisen
      Mein Fazit für die Tour:
      1.) Höhenluft
      Die Leistung deines Mopeds nimmt in der Höhe heftig ab. Steigungen die unter 1000 hm locker 2 Gang bewältigt werden müssen ab ca. 1700 hm mit 20km/h im ersten Gang gefahren werden.
      2.) Ganganschluß 1-2
      Gerade beim 3 Gang Moped ist der Ganganschuß zwischen 1-2 entscheidend ob du mit akzeptablen 40 km/h oder mit 20 km/h nach oben gurgst.
      Kommt man - bedingt durch die Steigung - deutlich unter 30 km/h musst man im den ersten Gang zurück und kommst nicht mehr in den zweiten Gang rauf.
      Man kann zwar den ersten Gang auch bis ca 25 km/h beschleunigen, wir haben jedoch beschlossen bei "gesünderer Drehzahl" auf die 5 km/h zu verzichten.
      In Kehren gibt es, da sie flacher sind, gute Chancen den Ganganschluß 1-2 Gang zu schaffen. Dort ist jedoch auch die Chance groß, dass dich ein Pkw ausbremst.
      3.) Sicherheitsabstand zum Vordermann
      Beim Pass fahren musst man den Vordermann sehr gut beobachten, stellt man fest, dass dessen Drehzahl abfällt und er wahrscheinlich gleich herunter schaltet sollte man extra viel Sicherheitsabstand halten. Gerade der Gangwechsel von 2 runter auf 1 wirkt, bedingt durch die Steigung, für den Hintermann wie eine spontane Vollbremsung.
      4.) Gepäck
      So wenig wie möglich. Besonders bei unseren "kleinen Motörchen" merkt man jedes Kilo.
      5.) Früh los und einen Zeitplan zurechtlegen
      Je Früher man losfährt desto besser. Besonders wichtig gerade bei langen Etappen ist es sich auch ein Zeitplan zurecht zu legen.
      Somit erkennt man rechtzeitig, ob das Tagesziel noch erreichbar oder ein Plan B gebraucht wird.
      :b_wink: Stefan
      Hallo Kai,
      wie du fährst mit einem Zeitplan :whistling: :D ...

      Spaß beiseite,

      Gestern bin ich seit der Alpentour das erste Mal wieder mit der Schwalbe gefahren und irgendwie "eiert" der Motor und das Moped schwingt entsprechend der Raddrehzahl / Geschwindigkeit.
      Zurück zu Hause kontrolliere ich das Hinterrad und au-weia 4 Speichen gebrochen... 8| :panic:

      Da hab ich noch mal Glück gehabt, dass das Hinterrad die Tour durchgehalten hat. :whistling:

      Gruß Stefan
      :b_wink: Stefan
      hallo srefan,

      zeitplan soweit noch ok, evt verzichte ich auf den besuch in der mongolei oder er wird viel kürzer als geplant.

      ja ja , die speichen. das problem habe ich jetzt nicht mehr.

      mz felge, 4mm speichen alte orginal.naben. die räder halten nun schon 8ooo km ohne das auch nur eine speiche gebrochen ist.
      die sind jeden einzelnen euro wert.

      kann ich dir nur empfehlen.

      weiter alles gute.

      fährst du eigendlich auch nach ulm

      alles lieb kai
      das leben ist wie ein feuerwerk,
      manchmal lauter,manchmal leiser,
      aber viel viel bunter :)

      facebook.com/duoaufreisen
      schöner bericht.
      eure erfahrungen kann ich nur bestätigen. letztes jahr nach monaco haben wir genau die gleichen schlüsse gezogen wie ihr.
      auf 100 höhenmetern verliert der motor rund 1% an leistung.
      da wir mit vollem gepäck unterwegs waren, ging es die steigungen meist nur im 1. gang hoch. bis 10% reichte noch der 2. gang, wurde es steiler, mußten wir in den ersten. und selbst gnadenloses überdrehen des ersten ganges schafft den anschluß nicht zum zweiten, selbst beim 4- gang motor.
      eine stunde im ersten gang das timmelsjoch hoch, da lernt mann wieder geduldig zu sein.
      geht nich und kann ich nich sind die brüder von will ich nich

      Innerschweizer Pässefressen

      So dieses Jahr war ich mit dem großen Möp (Kawi VN900 Classic) und Sohnemann (Honda VT125) in den Alpen.
      Hin und zurück sind wir fast die Tour wie mit zuerst für dieses Jahr mit der Schwalbe geplant gefahren.
      Leider keine Simson Tour da aber die Strecke in mehreren Etappen oder "verkürzt" durchaus mit der Simme zu Fahren ist, stell ich die Tour hier mal vor.

      Tag 1
      Da wir nur 150 km von der Schweizer Grenze wohnen sind wir direkt mit den Motorrädern über die A5 bis kurz vor Basel gefahren.
      Ab Basel gings dann so weiter:
      motoplaner.de/#v3&47.60348,7.6…46.63094,8.58307,1,0&&0,1

      Ziel war relativ schnell aus den Vororten rauszukommen denn das "Gegurke" über die Landstraße 2 zu vermeiden. Bei der Routenplanung wurde immer die Autobahn 22 trotz "Mautstraßen vermeiden" vorgeschlagen. Kurze Recherche im Internet ergab, dass diese Tatsächlich zwischen Pratteln und Sissach Mautfrei ist. Mulmig war es mit trotzdem.


      Wir fuhren dann Weiter über die Landstraße 2 über Olten bis nach Dagmarsellen.
      Dort zweigten wir auf die Ladstraße 2a Richtung Entlebuch ab. Praktisch in der Schweiz ist es sich die Nummern der Landstraßen auf die man fahren muss zu merken, die sind auf jedem Wegweiser mit aufgedruckt. So ist auch ohne Navi (oder wg. der Sonne schlecht ablesbarem Handy) eine sichere Wegführung möglich.

      Schon auf dem Weg nach Entlebuch wurde die Landschaft immer Alpiner, aber nach dem wir in Entlebuch links zum den Glaubenberpass abgebogen sind wurde noch eines drauf gesetzt. urige Dörfer, Almen, Kühe wie gemalte Schweizer Klischees.


      Am Ende des Glaubenbergpasses sind wir in Sarnen angekommen und fuhren an der Ostseite des Sees Richtung Brünigpass.

      Der Brünigpass ist wunderschön zu Fahren, abwechslungsreiche Kurven und tolle Ausblicke. Da wir den Abzweig über Brünigen nach Meiringen verpasst haben sind wir den Pass durch den "Schneckentunnel" bis in's Tal gefolgt und auf der Landstraße 6 nach Meiringen gefahren. Die Landstraße ist zwar kerzengerade, aber Links und Rechts des Tales fallen gigantische Wasserfälle von den senkrechten Felsflanken hinunter. Die Wasserfälle waren auf Grund des vielen Regens in der Vergangenheit besonders beeindruckend.

      Wir sind der Landstraße 6 dann weiter über den Grimselpass gefolgt. Den Tunnel kurz nach der Gelmerbahn haben wir auf der alten Passstraße umfahren. Die Nordseite des Grimselpasses ist durch die Stauseen und Streckenführung deutlich Abwechslungsreicher als die Zickzack-Südrampe.

      In Getsch ging es dann links ab über den Furka. Wunderschöne die Streckenführung, wunderschöner Blick auf den Rhonegletscher und auch zurück auf den Grimsel.


      Besonders schön ist die Strecke nach Hospental runter. Manche Stellen sind für Leute mit Höhenangst richtige Herausforderungen. Man sieht 10-20 Meter tiefer sich die Strecke sich in Kurven in's Tal winden und es sind nur alle 2 m ein Betonpfosten als Randbegrenzung vorhanden. Einmal verbremst und man hat ein Freiflug in's Paradies.

      Ziel des ersten Tags war Andermatt. Dort haben wir wie letztes Jahr beim "Schlafen im Stroh" Pferdestall Reußen übernachtet. 20 Euro pro Person inkl. Frühstück mit super leckerem Alpenkäse ist sehr günstig der einzige wirkliche Kompromiss den wir eingehen mussten ist dass es nur ein Dixiklo gab. Dafür standen die Mopeds sicher in der alten Kutschengarage des Pferdestalls.


      Tag 2
      Da die Wetterlage für den nächsten Tag Regen in der Ostschweiz vorhergesagt hat, entschlossen wir die weiteren Tage in der Zentralschweiz zu bleiben und nicht wie geplant über Gotthard, Beliziona, San Bernadino, Splügelen und Abula zu fahren.



      Morgens starteten wir in Andermatt und fuhren direkt über den Oberalbpass in's Rheintal. Bei der Auffahrt hat man immer wieder einen wunderschönen Blick zurück nach Andermatt, auf den Furka oder den schneebedeckten Gemsstock. Nach einigen Serpentienen wechselt die Streckenführung auf eine fast gerade Wegführung bis zum Oberalpsee an dessen Ende die Passhöhe erreicht ist.
      Die Abfahrt vom Oberalbpass schlängelt sich zuerst in mehreren Serpentinen den Berg hinunter bevor sie sich dem flacher werdenden Tal an der linken Bergflanke folgt.



      Bis Disentis wurde die Straße immer breiter, bis wir im Ort auf den Lukmanier Pass wechselten. Der Lukmanier ist sehr ursprünglich und folgt der Landschaft. Große, die Strecken begradigende Bauwerke gibt es dort nicht. Leider setzte auf diesem wunderschönen Pass zuerst leicher Regen ein.



      Auf der Südrampe hat sich in dem Tal eine richtige "Suppe" festgesetzt und wir mussten 30 bis 45 min durch mäßigen Regen und Nebel fahren.

      Unten im Tal bei Biasca wurde der Regen schwächer und sogar die Wolken rissen auf. Kurz nach Biasca hätte beinah ein Gullideckel im Kreisverkehr in Kombination mit der nassen Straße die Tour jäh beendet. Doch nach einem wilden Rodeo-Ritt konnte ich den meine VN900 ohne Kontakt mit der Straße nur Millimeter weg von einem Bordstein wieder einfangen und musste zuerst mal in die nächsten Hofeinfahrt zum tief durchschnaufen.

      Die Strecke rauf Richtung Airolo ist sehr geprägt von großen Viadukten der Autobahn oder Bahnlinie.

      Nach einem kurzen Tankstopp vor Airolo haben wir den Gotthard rechts liegen lassen und sind den Nufenenpass hoch gefahren. Auch dort wieder die typische Streckenführung zuerst gerade das Tal entlang durch malerische Dörfchen bis die Strecke immer steiler in engere Serpentienen bis zur Passhöhe hinauf führt. Beim Nufenen wird die Landschaft auf Grund der Höhe sehr karg, immer weniger Grün und ab und zu noch Schneefelder vom letzten Winter. Da des Wieder zu tröpfeln anfing sind wir den Nufenenpass gleich Richtung Ullrichen ohne Foto-Stop weitergefahren. Nach dem der Regen immer stärker wurde entschlossen wir uns auf halben Weg nach Getsch zuerst einmal in der Gasthaus Rhonequelle Mittagspause zu machen. Zwei große Getränke und zweimal Schnitzel mit Pommes für 58 CHF.

      Während ich noch auf dem Regenradar die Prognose für den Nachmittag anschaute kam plötzlich die Sonne raus und wie auf Komando kamen ein Motorrad nach dem anderen auf der Passstraße vorbei. Die müssen alle in irgendwelchen Kaffees gewartet haben auf die Sonne gewartet haben.

      Somit beschlossen wir die Tour nicht wetterbedingt schon früh über den Furka zu beenden sondern über Grimsel und Susten den Nachmittag zu nutzen.

      Diesmal sind wir den Grimsel von Süd nach Norden gefahren, also zuerst die Zickzack Rampe auf der Südseite hoch. Dies war für Christophs 125er Chopper deutlich einfacher, da keine langen Geraden bei denen er bei ca. 50-60 km/h zwischen den Gängen festhängt vorhanden waren.

      In Meiringen Bogen wir dann links auf den Sustenpass ab. Den Berichten auf diversen Alpenpässen Seiten die den Sustenpass in den höchsten Tönen lobten kann ich nur bestätigen.
      Während wir uns noch mit Proviant für den Abend eindeckten gab es gleich den Hinweis vom Kassierer dass die Gerndarmerie gerade mit dem Radarwagen raufgefahren ist. Tatsächlich ein paar Kilometer weiter standen sie und haben Knöllchen verteilt.
      Besonders der obere Teil des Sustenpasses mit Tunneln, Serpentinen und einem gigantischen Ausblick auf den Steingletscher war fantastisch. So dass wir den längst überfälligen Foto-Stop nachholten.



      Auch sehr imposant ist die Ausfahrt des Scheitel-Tunnels Richtung Osten, man kommt aus dem dunklen Tunnel und vor einem ist eine Linkskurve, gerade aus der imposante Blick in's Tal und man sieht die übernächste Kehren. Anschließend schlängelt sich der Pass über eine lange Strecke an der nördlichen Talseite entlang bis kurz vor Wassen das Tal wieder enger wird und der Pass sich an einer Steilen Felswand sich der Talsohle des Reusstals nähert.

      Die Strecke durch das Tal ist zwischen Wassen und Andermatt sehr gut ausgebaut.
      Verlässt man bei Göschenen die Straße kann man über eine urige schmale Straße rauf auf die Göschneralp fahren. Leider gab's den Tipp erst am Tag darauf vom Wirt, so dass wir schon recht früh gegen 16:00 Uhr durch Schöllenschlucht zurück nach Andermatt kamen.

      Da wir bisher der Gotthardpass noch nicht gefahren sind entschlossen wir uns diesen zuerst über die reguläre Straße zu fahren und angschließend über die Tremola zurück.



      Die reguläre Straße ist recht langweilig und voll mit "drängelnden" vom Gotthardstau genervten Urlauber die entsprechend Rücksichtslos unterwegs sind. Um so genialer ist die Tremola. Hier sind viele Radfahrer, einige Motorräder und wenige Autos unterwegs. Der Ausflug über den Gotthard dauerte eine gute Stunde und so hatten wir ca. 310 km Pässe heute hinter uns.
      motoplaner.de/#v3&46.63110,8.5…46.63120,8.58251,1,0&&0,1

      Somit war es auch nicht verwunderlich, dass wir unserem Abendessen Alpenkäse - Mutschlis und ein zwei nach der Tour Biere im Stroh (was übrigens das Bier schön kalt hält) relativ früh und müde von der Tour uns in die Decken verkrochen hatten.

      Tag 3

      In der Nacht zum dritten Tag mehrmals durch wildes Getrommel des Regens auf das Blechdach des Pfederstalls aufgeweckt. Oh man, nee 6h direkte Heimfahrt im Regen will ich nicht. Außerdem wollten wir ja nicht direkt sondern mit ein paar schönen "Schlenkern" zurück fahren.

      Gegen 8:00 Uhr lies der Regen nach und um 9:00 Uhr bei der Abfahrt kam sogar die Sonne raus. Also los durch die Schöllenschlucht. Man war das ein Gegenverkehr, es gab wieder ein riesen Stau auf der Gotthard Autobahn und wieder Autofahrer die meinen über den Pass geht es dann schneller. :dash: :dash: :dash:

      Egal, wir kamen prima voran, in Altdorf ein Blick nach rechts, Jawohl Richtung Klausenpass scheint sogar die Sonne, also Blinker gesetzt und den ersten "Schlenker" gefahren. Ich liebe den Klausenpass. Schöne schmale Straße, abenteuerlich ausgesetzte Wegführung. Speziell der Lini Abschintt absolut nichts für Leute mit Höhenangst. Die Strecke schlängelt er sich mehrere 100 Meter senkrecht über dem Talgrund am Fels entlang. Gesichert entweder durch ein einfaches sehr durchlässiges Rohrgeländer oder einer 30 bis 50 cm hohen Naturstein Mauer. Ich musste Lachen als wir auf einem sehr ausgesetzten Teilstück an einem Pärchen auf einem Aussichts-Parkplatz vorbeigefahren sind. Die Gestik der Motorradfahrerin war eindeutig: "Ich fahr hier keinen Meter weiter" :) Ich weis zwar nicht wie er es geschafft hat, aber als wir ein paar Kilometer weiter Pause gemacht hatten sind sie, wenn auch sehr vorsichtig an uns vorbei gefahren.







      Nach dem Klausenpass ging es von Dorf zu Dorf Richtung Züricher See. Kurz davor bogen wir nach Riken ab und über den Dienberg nach Wald im Tösstal. Dem Tösstal sind wir bis Winterthur gefolgt und weiter die Landstraße 15 bis wir kurz vor Schaffhausen Richtung Rheinau abgebogen sind und dort über die alte Brücke die Rheinseite nach Deutschland gewechselt sind.

      Zuerst ging es über Nebenstrecken und dann die B34 bis nach Albbruck. Mit dem Schlenker haben wir das Albtal erreicht, eine meiner Meinung nach der schönsten Streckenabschnitte im Südschwarzwald. Die schmale Nebenstraße führt mit Sandsteinblöcken begrenzt der Alb entlang nach St. Blasien. Die Steigung ist mäßig und somit auch kein Problem für die 125er meines Sohnes, dem ich das Fahren als "rollende Schikane" auf dem Aufstieg der B500 von Waldshut Tingen aus ersparen wollte. Ich merkte bald an seinem Fahrstil das es die richtige Entscheidung war. :thumbup: Nach St. Blasien ging es durch's Prägtal nach Todnau und von dort über den Notschrei über die L126 nach Freiburg auf die Autobahn zurück nach Hause.

      Tag3 als Route: motoplaner.de/#v3&46.63121,8.5…48.02331,7.78658,1,0&&0,1
      :b_wink: Stefan

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