Neue Kurbelwelle Pleuel krumm

    • Neue Kurbelwelle Pleuel krumm

      Neu

      Hallo,
      ich bin gerade dabei, einen M53 zu regenerieren. Dabei habe ich auch eine neue Kurbelwelle von MZA verbaut. Nachdem ich die Motorhälften jetzt wieder zusammengefügt habe, ist mir aufgefallen,(und leider erst jetzt ;( ), daß das Pleuel krumm ist, und zwar zur rechten Motorseite nach unten geneigt. Wenn ich den Kolbenbolzen mittig ins Pleuelauge stecke, habe ich eine Höhendifferenz von ca. 0,5mm, gemessen zur Dichtfläche vom Zylinderfuß.

      Ich möchte den Motor jetzt ungern wieder spalten, deshalb habe ich überlegt, das Pleuel vorsichtig zu richten. Wie ist Eure Meinung dazu?

      Anbei noch zwei Fotos, auf denen man die Neigung des Kolbenbolzens sieht.

      Mit freundlichen Grüßen. Andreas
      Bilder
      • IMG_0623.JPG

        1,85 MB, 4.032×3.024, 24 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AndreasSR4 ()

    • Neu

      Wenn du das im eingebautem Zustand machst, könnte die Ausrichtung der Kurbelwelle verändert werden.
      Vibrationen und stark verkürzte Lebensdauer der Lager wäre denkbar.
      Das obere Rollenlager läuft recht spielfrei => du wirst das nicht so einfach in ausreichender Genauigkeit ausgerichtet bekommen, dass nachher keine Probleme mit Kolben/Zylinderverschleiß zu erwarten wären.
      Und dann ist die Frage, ob das Pleul verbogen ist, oder schief gebohrt.

      Die KW ist unbrauchbar, meine Meinung.


      Deine andere Frage zum Wellenspiel:
      Das wird egal sein. Das Alumotorgehäuse dehnt sich mehr, als die Wellen.
      Die Scheiben liegen ja an nachher der Papierdichtung an.
      Habs genauso wie in dem Video gemacht, nur dass ich das rechte Lager der Abtriebswelle genauso eingebaut habe, wie das rechte KW Lager. So lassen sich die Hälften leichter vereinen.
      Beim Erwärmen zum einbau des rechten KW und Abtriebswellenlager Lager sollte man bedenken, dass die Simmerringe bereits montiert sind, NBR (blau oder schwarz) gehen glaub ich bis 120/130 grad?


      Wenn die Lagersitze ok sind, wird sich die Kurbelwelle nicht großartig bewegen.
      Links ist die Welle mit dem Ritzel und dem Lagerinnenring geklemmt.


      Achte aber auch auf die "Einbautiefe" wenn du die KW in die linke Hälfte machst.
      Sie muss nachher annähernd mittig sein, damit das Pleul mittig im Kolben läuft => die Anlaufscheiben.
      Das Pleul muss bei montiertem Zylinder noch axiales Spiel haben.
      Und auch darf der rechte Simmerring darf der Kurbelwange nicht zu nahe kommen.
      Wenn du denkst, dass ich denke, was du denkst, dass ich denke... dann denk nicht mal dran!

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von chris78 ()

    • Neu

      Pleuel richten, sofern Werkzeug vorhanden und gut ist. Wird in einer Vielzahl Reperaturanleitungen aus Ostzeiten beschrieben und kommt beim regenerieren schonmal vor.
      Du bist also nicht der Erste mit dem Problem und wirst auch nicht der letzte sein.

      Benötigte Werkzeuge:
      Engländer o.ä.
      Durchschlag passend zum Pleuelauge
      Parallelunterlagen
      Erfahrung
      Raider heißt jetzt Twix... sonst ändert sich nix
    • Neu

      Also, nachdem der erste Frust vergangen ist, habe ich mich doch dazu entschieden, die Kurbelwelle wieder rauszunehmen. Im eingebauten Zustand ist mir das Risiko doch zu groß, daß die Welle nach dem richten nicht mehr rund läuft. Und dann muss ich auch mal sehen, ob die Kolbenbolzenbohrung eventuell nicht im Winkel gebohrt ist.
    • Neu

      Ich würde spaßeshalber einen Kolben montieren und einen Winkel an die Dichtfläche halten. Dann siehst du genau,
      was nicht hinhaut.
      Vermutlich zermurkst man das Ding im ausgebauten Zustand erst recht bzw. ist gezwungen die Kurbelwelle
      wieder instandsetzen zu lassen oder eben zu entsorgen.
      Momentan ginge das in Eigenregie. Wurde bspw. auch offiziell bei Wartburg-Kurbelwellen gemacht.
    • Neu

      Ich habe mich wahrscheinlich etwas mißverständlich ausgedrückt!
      Ich habe nicht vor, die Kurbelwelle im ausgebauten Zustand zu richten, um das vernünftig zu machen hab ich garnicht die Möglichkeiten.
      Mir bieten sich nur die Optionen, das Pleuel entweder bei eingebauter Welle zu richten, oder nochmal eine neue einzubauen.
      Ich habe jetzt nochmal mit einem schmalen Haarlineal vom Kolbenbolzenauge aus parallel zum Pleuel gepeilt, und da sieht es so aus , daß das Pleuel kurz oberhalb das unteren Lagers krumm ist. Ich müsste also recht tief zum richten ansetzen. Und da ist durch das Motorgehäuse nicht viel Platz.
      Versuchsweise habe ich mal ein altes Pleuel gebogen, da muß man schon etwas Kraft aufwenden.
      Stellt sich auch noch die Frage, was mit der Kurbelwelle überhaupt passiert ist, daß das Pleuel so krumm ist. Wurde es schon so verbaut, oder ist die Welle mal runtergefallen, und läuft jetzt sowieso nicht mehr rund?
      Fragen über Fragen ?(

      Mit freundlichen Grüßen. Andreas
    • Neu

      Stellt sich auch noch die Frage, was mit der Kurbelwelle überhaupt passiert ist, daß das Pleuel so krumm ist. Wurde es schon so verbaut, oder ist die Welle mal runtergefallen, und läuft jetzt sowieso nicht mehr rund?
      eben, das ist die nächste Frage...

      Ich würde die zurückschicken.
      Wenn man jetzt dran rumbiegt, kann der Verkäufer die Rücknahme verweigern.
      Wenn man sowas kann und die Werkzeuge dafür hat, kann mans machen.
      Mir wäre das zu doof bei nem Neuteil.
      Wenn du denkst, dass ich denke, was du denkst, dass ich denke... dann denk nicht mal dran!

    Werbebanner AKF Werbebanner Ostmoped
    ANZEIGE