M14-175 - Kerzen mit gleichem Wärmewert

      Wie meinst du das mit Angaben vom Hersteller? In Bezug auf die Zündkerze? Laut der Bedienungsanleitung der PS90, welche am 01.10.1976 bei der NVA der DDR in Kraft getreten ist, ist bei den Zündkerzen der Typ "Iskra" F75 vermerkt. Diese muss wohl ähnliche Eigenschaften wie die M14-175 besitzen, denn Letztere wurde hier auch oft verwendet. Elektrodenabstand ist mit 0,5mm angegeben.
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      Wer keine Ahnung hat, der sollte wenigstens Verwirrung stiften. :thumbsup: :lol: :furious:
      Fuhrpark: S51 enduro BJ85 auf 12V e Zündung umgerüstet, S70 enduro in Restauration.
      SR 80 CE BJ87 in weiß
      Achtung ich hole aus:

      Zum Wärmewert:

      Der Wärmewert einer Zündkerze steht im Zusammenhang mit Ihrer Selbstreinigungswirkung. Und zwar ist es so, dass an der Elektrode eine gewisse Temperatur erreicht werden muss, damit diese freigebrannt wird. Das Temperaturfenster dafür liegt irgendwo zwischen 400°C (untere Grenze der Selbstreinigung) und 900°C (Glühzündungsgefahr, Belastung der Elektrode hoch)

      Die Angaben im Link aus deinem ersten Post hast du fehlinterpretiert.

      Es heist:
      ​Je höher der Wärmewert, desto höher die Temperaturbelastbarkeit.


      Bedeutet, dass In heißen Motoren, Kerzen mit hohem Wärmewert verbaut werden. Diese Kerzen leiten viel Wärme an den Zylinderkopf ab um sich selbst möglich in den optimalen Temperaturbereich zu kühlen.

      der Begriff "kalte" bzw "warme" Kerze wird dahingehend oft falsch interpretiert bzw. benutzt. Ist denn nun eine warme Kerze eine, die in warmen Motoren verbaut wird (hoher Wärmewert), oder ist es so, dass sie in kalten Motoren weniger Wärme abführt (niedriger Wärmewert), als eine kalte Kerze und somit im Betrieb wärmer bleibt???

      Auch für Isolator Zündkerzen gilt das gleiche wie für ngk Kerzen: hohe Wärmewerte für heiße Motoren!

      Ich habe für meinen LT Reso 60 Zylinder mit 1,5mm vor OT Zündung eine NGK BR8HIX gewählt. Der Wärmewert 8 (NGK) ist etwas erhöht gegenüber dem, der für den Stino Simson M500 Zylinder empfohlen ist.

      Quintessenz der Ausführung: um einen Isolator Wert von 175 zu adaptieren brauchst du eine NGK Kerze mit niedrigerem Wert als 8

      Stärke des Funkens:

      Die "Stärke" eines Funkens zu beurteilen indem man ihn ansieht, ist Nonsens. Vergleich mal den Funken (beim "an- Masse- halten" der Kerze) von einer Simson mit dem einer neuzeitlichen Kettensäge oder eines Rasenmähers. An Kettensäge oder Rasenmäher erscheint augenscheinlich ein "schwächerer" Funken. Dennoch zünden sie zuverlässig.
      Im Regelfall wird die "Funkenstärke" überprüft. Das bedeutet, dass der Funke an Luft bei einer bestimmten Drehzahl eine bestimmte Strecke zu überwinden hat. Diese Strecke kann im 2 Stelligen mm Bereich liegen. Die Länge der Funkenstrecke kann als Maß für die "Funkenstärke" interpretiert werden, ist aber stark von mehreren Umgebungsbedingungen wie Luftdruck oder Luftfeuchtigkeit abhängig.

      Wenn man eine Funken zuverlässig beurteilen will braucht man ein Oszilloskop (und sollte auch damit umgehen können).
      Damit kann man die Funkencharakteristik ermitteln, welche im Regelfall folgender ähneln sollte: sfb224.rwth-aachen.de/Abbildungen/3_2/Abb_3_2-1.jpg

      Hierbei ist der Ingenieur vor allem bestrebt, den zeitlichen Verlauf der Glimmentladungsphase in die Länge zu ziehen, um eine zuverlässige Zündung vom Kraftstoff-Luft-Gemisch unter Kompression zu erzielen. Hierbei kann man nun wiederum den Bogen zum Widerstand des Zündstromkreises ziehen. Durch den Widerstand, kann die Glimmentladungsphase in gewissen Grenzen modelliert werden.
      Der Entstörwiderstand der Kerze spielt dabei eine Rolle, dies ist jedoch nicht dessen Hauptaufgabe. Er soll vielmehr die Emission elektromagnetischer Strahlung aus dem Zündsystem verhindern, sodass der Radio und Funkempfang nicht gestört wird. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass das Stören von Funkempfang im öffentlichen Bereich unter Strafe steht.

      Was ich nun anhand deiner bisherigen Ausführungen noch nicht nachvollziehen konnte ist, warum du versuchst den Funken deiner Zündung zu "verbessern". Den einzigen Grund den du dazu genannt hast, ist, dass er dir optisch nicht zusagt? Wenn also der Motor anspringt und läuft wie er soll, warum rumdoktern?

      Zuletzt sei gesagt, dass das Hauptargument für Iridium-Kerzen vor allem eine Verbesserung der Standzeit gegenüber konventionellen Kerzen mit Nickel oder temperaturbeständige Eisen-Nickel-Chrom-Legierungen als Elektrodenmaterial ist.
      Fuhrpark

      HABEN ist besser als BRAUCHEN
      :pilot: :pilot: :pilot:
      Wenn du dir sicher bist das ne alte Isolator M14-175 hineinpasst ist der Ersatztyp von NGK B6HS bzw BR6HIX. Würde man auch durch einfaches eingeben in die Vergleichsliste auf der NGK Seite finden ngk.de/nc/de/produktfinder/pro…ss/271//M14-175//?cross=1

      EDIT: Den Rest hat Nekro bereits hinreichend erklärt.

      Gruß
      Andreas

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ando“ ()

      Ich bleibe dabei, eine 175er Kerze hat eher was in einem Pkw-Viertakter zu suchen, weil
      solche Motoren im Gegensatz zu einem Mopedmotor thermisch nicht nennenswert belastet werden.
      (ok, normal haben die auch ein längeres Gewinde)