Tour Kroatien - Balaton mit 100ccm Simson

      Tour Kroatien - Balaton mit 100ccm Simson

      Eine große Tour habe ich schon seit Ewigkeiten geplant, schon damals als
      ich meine 150er ETZ hatte, das Vorhaben ist also schon ca. 5 Jahre alt


      Anfang des Jahres hab ich dann für gute 3 Wochen Urlaub eingereicht, 2 große Simmen auf dem Weg nach Kroatien.
      Meine gelbe, 100ccm
      Pascals grüne, 85ccm

      Wir haben: Zelt, Isomatte, Schlafsack, jeder 5L Öl, Wechselsachen,
      Regensachen, Pflegezeugs, n Haufen Bargeld, Campingkocher,
      Campinggeschirr, Kartenmaterial, Navi etc

      Tag 1
      Es ist Sonntag der 2. Juli 2017, 5:30 klingelt der verfluchte Wecker. Nach dem Frühstück gehts zu den Moppeds,




      7:30 Abfahrt, nächster Halt, Vilsbiburg bei Landshut.
      Das Wetter ist gut, war es doch die letzten Tage durchwachsen und für
      heute Regen angesagt. Auf schnellstem Wege kreischen wir die A72 nach
      Süden, bei Hof folgen wir der A93 durch Regensburg bis zur B15, die
      schickt uns direkt zum Tagesziel.
      1h vor Ankunft wird es wieder feuchtfröhlich. Platzregen und Aquaplaning vom feinsten, die Regenkleidung hält, die Mopeds auch.




      Die 355km tagesstrecke vergessen wir schnell, in Vilsbiburg ist grade Volksfest, das lassen wir uns nicht entgehen




      Eine schlaflose Nacht später bekommen die Mopeds nochmal etwas liebe geschenkt ehe es weiter geht nach Österreich.








      Dort haben wir uns mit 2 weiteren Simsonauten verabredet zum grillen und gemeinsam den Glockner befahren.

      Später gibts mehr
      KEO 100ccm mit TÜV ^^

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      Tag 2

      Nachdem wir beide Mopeds auf der Werkbank hatten um ein
      letztes Schaltungsupdate zu installieren, ging es gemütlich los bis nach
      Rosenheim, hier musste Pascal noch ein paar Regensachen kaufen Gegen 17 Uhr erreichten wir die Österreichische Grenze.



      60 bergige Kilometer noch und wir sind in St. Johann in
      Tirol, unser heutiges Reiseziel, eine Pension mit Frühstück und Blick
      auf die Berggipfel.
      Zwischendrin bemerken wir wie Pascals Vergaser
      kocht, der Mikuni hat zwar ein Dichtring um am Zylinderflansch abdichten
      zu können, eine Pappdichtung wär trotzdem besser, damit der Vergaser
      nicht die Hitze vom Zylinder aufnehmen kann.



      Nur 160km sind wir heute gefahren, beim Fleischer waren
      wir auch, denn heut wird gegrillt in luftiger Höhe. Doch zuerst die
      Mopeds abladen, dafür hatten wir ein eigenes Carport.
      Zu sehen auch unsere 2 Kumpels aus Zwickau, die mit der Simme und Hänger angereißt sind für eine tolle Woche in Österreich.



      Nach ein paar Bierchen gehts ins Nest, morgen müssen wir
      zeitig raus, es ist für Nachmittag Regen angesagt auf der
      Hochalpenstraße.




      Tag 3

      Gut gestärkt schwingen wir uns halb 10 am Morgen auf unsere geilen Karren
      Es scheint die Sonne und es wurde auch angesagt, 27-30°C die ganze Woche, wahnsinn
      Für 1,08€ der Liter lassen wir auch nochmal ein paar Tropfen ins Moped



      Wir tuckern gemütlich nach Zell am See, immer der B107
      nach, bis wir wieder 25,50 pro Fahrzeug zahlen dürfen um die gut
      ausgebaute Großglockner Hochalpenstraße passieren zu dürfen. So langsam
      zeichnet sich ab, das Pascals Moped die Höhe gar nicht mag, wird er doch
      sogar von den Stino 50ern abgezogen

      Den Glockner fährt jeder für sich hoch, so kann ich zb einige Oldtimer überholen die sich grade an den Steigungen abmühen
      Meine
      zwickauer Freunde sind euphorisiert als sie es geschaft haben den 2.
      Gang einzulegen und dieser ohne Geschwindigkeitsverlust fahrbar ist
      (Stino Simson!)
      Wir nähern uns langsam der über 2500m hohen Spitze,
      aus Sorge um die Fahrzeuge pausieren wir immer mal dort, wo die Aussieht
      am schönsten ist.



      Mittags sind wir ganz oben und so langsam verabschieden
      wir uns von unseren Freunden, denn ich und Pascal werden weiter fahren,
      wärend unsere Zwickauer Kollegen ihren Urlaub in Österreich verbringen.
      Inzwischen kann man Pascals Moped nicht mehr ankicken und er braucht
      immer jemanden zum anschieben, denn das geht alleine nicht, dazu ist das
      Moped zu instabil (Gleichgewicht halten)....

      Bergab wird es wieder zügiger und meine Kurvengelüste werden befriedigt
      Die Bremsscheibe zeigt wieder ihre bläuliche Seite, diesmal jedoch kein Fading, supi.
      Wir
      lassen die steilen Abhänge und die frische Luft hinter uns, nachdem wir
      Lienz passiert haben geht es weiter Richtung Plöckenpass, welcher uns
      nach Italien bringt.




      Tourismus ist eine mega Spaßbremse, passen doch manchmal
      nicht 2 Busse aneinander vorbei, zumindest nicht ohne Milimeterarbeit
      zu leisten.
      Da kann es schonmal vorkommen das Pascals Moped verreckt. Nur diesmal ging es nicht mehr an...
      Die
      Sonne brutzelt sehr stark und mein gesamtes Werkzeug liegt auf dem
      Straßenrand. vergaser...Zündung-...ja sogar den Kopf hab ich
      abgenommen...irgendwo macht die Leistung hin..aber nicht ans Hinterrad.
      Wir hofften das in dichteren Luftschichten Pascals Moped besser laufen
      wird. Ein Irrglaube.
      Nach einer guten Stunde in der Mittagssonne mit Motorradklamotten lief es dann doch irgendwie wieder.
      Mit 60kmh geht es auf der Geraden zur nächsten dringend gesuchten Tanke.

      Diese
      befindet sich in Oberdrauburg, dem letzten Ort vor dem Plöckenpass.
      Unser Tagesziel, das rund 70km entfernte Gemona werden wir in diesem
      Tempo nicht mehr schaffen, überhaupt bewältigt Pascals Moped Steigungen
      im 1. Gang nurnoch..
      In
      Oberdrauburg finden wir glücklicher Weise einen Campingplatz. Es ist 19
      Uhr und in der Ferne tummelt sich ein Gewitter um eine Bergspitze
      herum. Die Wetterapp sagt in 1h wirds regnen. Wir stellen das Zelt auf
      und ich frage an der Rezeption wielang das Kiosk auf hat. -Macht eben
      zu...ok. Kein Abendbrot für heute.

      Später am Abend zieht das Gewitter glücklicher Weise ab und wir bleiben vorerst verschont.
      Des
      weiteren haben wir eine Entscheidung zu treffen, Pascals Moped kann man
      die restliche Tour nicht mehr zutrauen, deswegen ist der Plan für
      morgen...

      *Punkt Punkt Punkt*
      KEO 100ccm mit TÜV ^^

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      Tag 4

      Gestern sind wir in Oberdrauburg gestrandet, obwohl wir
      schon in Gemona, Italien sein wollten. Halb 8 erwache ich, mit dem juwel
      34 gibt es erstmal was warmes zum Frühstück. Pascal hat ein paar
      Notpäckchen Haferschleim Wärend wir essen kristalisiert sich unser heutiger Plan heraus.
      Wir
      fahren zurück nach St. Johann in Tirol, 120km also. Pascal wird dort
      irgendwie abgeholt, damit er sicher dort ankommt, bin ich die Safety
      Simson
      Und weils zuhause langweilig ist, werde ich allein die Reise fortsetzen.

      Unser weg führt diesmal nicht über die Großglockner Hochalpenstraße, sondern durch den Felbertauerntunnel.

      kurz vorm Felbertauerntunnel


      Dort knüpft man uns je 10€ ab für die Durchfahrt, das
      muss aber sein, Pascal kommt ja keine Berge mehr hoch...nur blöd das der
      Zugang zum Tunnel selbst auch vor einigen Serpentinen liegt. An der
      Bezahlstation die alte Leier, ich muss ihn anschieben. Der Motor macht
      uns nun richtig angst, so wie er kocht, fährt ja nur noch im Gang 3-4
      durch den Leistungsverlust.
      Mittags halb 2 sind wir in St. Johann in
      Tirol angekommen, hier wird Pascal erneut die Nacht verbringen, unsere 2
      Zwickauer Kollegen sind auch vor Ort.


      Und was werde ich tun? Wir laden ein paar Sachen um,
      mein Moped platzt gefühlt aus allen Nähten, noch ein Campingstuhl, mehr
      Ersatzteile, nebenbei die 30°C nicht vergessen
      Nach 10 Min flogen dann doch bei mir die Sachen raus die einfach nicht
      mehr rein passten, so zB mein Kartenmaterial und anderer Krempel.
      Ich verabschiede mich, das größere Abenteuer soll nun beginnen. In mir ist ein sehr komisches Gefühl..

      Genau
      die selben 120km werde ich nun zurück fahren, wieder durch den
      Felbertauerntunnel, welcher 20km vorher angekündigt wird und die Straße
      dauerhaft Steigungen von 7-12% hat. Plus große Höhe bedeutet das maximal
      3. Gang und je heißer der Motor wird umso weiter schwindet die
      Leistung.
      Nach 15km "Auffahrt" eine Pause, das tut mir und Moped
      gut. Den Limadeckel kann man nicht anfassen, Kupplungsdeckel auch nicht,
      extrem heiß.
      Ich denke an meine geklebten Stellen am Zylinder und an den Steg im Auslass, der wohl grade glüht
      Am
      Tunnel zahl ich wieder und fahre weiter nach Lienz, in dem großen Tal
      wandert eine große Regenfront, ich kann sie von meiner Höhe aus gut
      beobachten.
      Ich ziehe wieder Regenklamotten an und fahre in den
      Schauer. Nach ein paar Kilometern biege ich in die nächste Tanke, man
      bekommt kaum einen Platz, alles voller wasserängstlicher Biker. Ich
      setze meine Tour fort, denn heut will ich bis Gemona. Am
      Nachmittag....gegen 16 Uhr erreiche ich wieder unseren alten
      Zeltplatz...den Regen habe ich hinter mir gelassen, sehe ihn aber
      noch...und wie ich den Plöckenpass hinauf fahre, erkenne ich das große
      Regenband...und das folgt in meine Richtung

      den schwarzen Abschnitt bin ich 2x gefahren


      Mit Unwetter im Nacken erklimme ich den Plöckenpass, die
      Straßen sind sehr schlecht, überall fehlt die erste Teerschicht, man
      fährt auf lockerem Frostschutz manchmal.
      Hinzu kommt Regen und Blitze. An der Spitze angekommen kommt auch schon das Grenzschild und es geht bergab.
      So zügig wie es geht heize ich ins Flachland, kann das Unwetter hinter mir lassen
      In
      der nächstgrößeren Stadt mache ich Rast unter einer Brücke und ziehe
      die Regenkleidung aus. Es sind schwüle 23° und die Regenklamotten waren
      durch das fahren von selbst trocken, perfekt. Ich bin sehr erschöpft und
      Suche im Navi nach meinem Campingplatz auf dem ich schon letztes Jahr
      war.
      Gegen 20 Uhr treffe ich dort ein, alles wie damals. Nur diesmal allein.
      Auf
      dem Campingplatz treffe ich 2 Münchner, welche genau aus meiner
      Zielregion kommen, wir essen gemeinsam Pizza und erzählen von unserem
      Erlebten.
      Heute waren es eiserne 330 Gebirgskilometer, gegen 11 ging es ins Bett.
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